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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 22. Oktober 2014 

Freiheit für das Kapital. Warum der Kapitalismus nicht weltweit funktioniert.


von Hernando de Soto

Kategorie: Kapitalismus
ISBN: 3871344494

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Aus der Amazon.de-Redaktion
Der peruanische Wirtschaftswissenschaftler Hernando de Soto, Gründer und Leiter des einflussreichen Institute of Liberty in Lima, kennt die ökonomische Realität der lateinamerikanischen und asiatischen Länder wie kaum ein Zweiter. Von verschiedenen Regierungen als wirtschaftspolitischer Berater überaus geschätzt, leitet er in mehreren Ländern Projekte, die bei der Überführung der bestehenden Wirtschafts(un)ordnung in eine rechtssichere Marktwirtschaft helfen sollen.

In Freiheit für das Kapital legt de Soto ebenso anschaulich wie überzeugend dar, "warum der Kapitalismus nicht weltweit funktioniert". Dabei macht der Autor vor allem deutlich, dass nicht eine etwaige Fehlkonstruktion der freien Warenwirtschaft dafür verantwortlich ist, dass in zahlreichen Ländern statt der Volks- die Schattenwirtschaft blüht und sich zwischen der Masse der Armen und den wenigen Reichen eine scheinbar unüberwindbare Kluft auftut. Auch fehlt es in den vermeintlich armen Ländern nicht etwa an Kreativität, Leistungsvermögen und Ressourcen. Was sie jedoch von den entwickelten Marktwirtschaften grundlegend unterscheidet, ist das Fehlen von Rechtssicherheit und Eigentumsschutz.

Der Autor schreibt hierzu: "Formales Eigentum ist mehr als bloßer Besitz." Es ist "der unverzichtbare Prozess, der den Menschen die Möglichkeit gibt, sich in ihren Überlegungen auf die Aspekte ihrer Ressourcen zu konzentrieren, aus denen sie Kapital gewinnen können. Formales Eigentum ist mehr als ein System zur Beurkundung, Erfassung und Vermessung von Besitz -- es ist ein gedankliches Instrument, das Vermögenswerte so repräsentiert, dass der menschliche Verstand mit ihnen Mehrwert erwirtschaften kann. Deshalb muss formales Eigentum universell zugänglich sein: Alle Bürger müssen an einem einzigen Gesellschaftsvertrag beteiligt sein, in dessen Rahmen sie kooperieren und die Produktivität ihrer Gesellschaft steigern können."

Nach Marktwirtschaft von unten. Die unsichtbare Revolution in Entwicklungsländern ist Hernando de Soto mit Freiheit für das Kapital einmal mehr eine überzeugende Analyse gelungen, die zeigt, dass die Armut in der Welt mit finanzieller Entwicklungshilfe allein -- ganz gleich in welchem Umfang -- nicht nachhaltig bekämpft werden kann. --Andreas Vierecke

Perlentaucher.de
Buchnotiz zu : Die Zeit, 24.12.2002
Mit einer ungewöhnlichen These wartet der peruanische Ökonom Hernando de Soto auf, erzählt Marc Brost mit einem Anflug von Bewunderung. De Sotos provozierende These laute, dass das eigentliche Problem der Menschen in den Dritte-Welt-Ländern darin bestünde, dass sie zwar - wenn auch geringfügig - besitzen, aber nicht legal. Ihr Kapital sei totes Kapital, referiert Brost, denn, um mit de Soto zu reden, was nütze ihnen eine...


Siehe auch:
Kapitalismus > Freiheit für das Kapital. Warum der Kapitalismus nicht weltweit funktioniert.
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