Handlungsleitlinien für die ambulante Behandlung chronischer Wunden und Verbrennungen.
Kurzbeschreibung Obwohl chronische Wunden in der Regel durch verschiedene Grunderkrankungen, wie Gefäßerkrankungen und den Diabetes mellitus, hervorgerufen werden, unterliegt die lokale Wundbehandlung einem einheitlichen Behandlungskonzept. Die Ulkus-Klassifikation, die bakterielle Kontrolle und die unverzichtbare Einheit von lokaler und systemischer Behandlung gelten für alle chronischen Wunden gleichermaßen. Die äußerst hohe Rezidivrate, die emotionale Belastung und die letztendlich oftmals vitale Bedrohung des einzelnen Patienten bedeuten für Ärzte und das Pflegepersonal große Anstrengungen sowohl im Hinblick auf biomedizinische als auch auf kommunikative Interventionen. Ziel der Behandlung chronischer Wunden und Verbrennungen muss der langfristige vollständige Wundverschluss, das heißt die erfolgreiche lokale Wundbehandlung einschließlich Tertiärprävention sein. In diesem Werk werden Behandlungsstrategien von vier Krankheitsbildern mit hoher Prävalenz dargestellt: das venöse und venös-arteriell gemischte Ulcus cruris, das diabetisch-neuropathische und neuropathisch-angiopathische Fußulkus, das Dekubitalulkus sowie Verbrennungen 1. und 2. Grades Diese evidenzbasierten Handlungsleitlinien sind Empfehlungen für ärztliches und krankenpflegerisches Handeln sowie für die eigenverantwortliche Mitarbeit des Patienten in charakteristischen Situationen. Sie geben Hilfen für ergebnisorientiertes Behandeln, das unmittelbar die Patientenzufriedenheit zum Ziel hat. Die Beurteilung des Behandlungsergebnisses erfolgt letztlich allein durch den Patienten.
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