Ardèche und Cevennen. Wege durch eine alte Kulturlandschaft Südfrankreichs.
 | von Maria Weinhold
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Weinreisen ISBN: 3895411485 | ja, aber Das Buch besticht durch seine sehr lesenswerte Beschreibung einer weitgehend unbekannten Kulturlandschaft. Die Anregung, sich dieser Landschaft und ihrer Kultur durch Wanderungen und Exkursionen zu nähern ist gut. Weniger hilfreich haben sich in der Praxis die von uns nachvollzogenen Wanderungen/Spaziergänge erwiesen. Die farbliche Beschilderung weicht in der Realität von der im Buch bezeichneten schon mal ab und die angegebenen Zeiten basieren auf nicht immer nachzuvollziehenden Höchstleistungen der Autoren. In diesem Jahr hat sich der "Spazierweg" im Tal der Céze als Tour für Freeclimber herausgestellt und nur ein Abbruch des zur Klettertour mutierten Spazierganges hat Schlimmeres verhindert. Die Beschreibung ist in ihrem zweiten Teil verharmlosend und stellt für Ungeübte eine Gefahr dar. Nur wer über ausreichende Erfahrung in schwierigem Gelände und mit Klettern hat, kann diese Rundtour von Sénéchas aus gehen. Mit Kindern und Jugendlichen ist diese Wanderung nur bis zur Mühle zu bewerkstelligen, darüber hinaus ist der Weg nicht gehbar. Wie gesagt: ein gutes Buch um die Cevennen kennenzulernen, viele Anregungen und mit vielen Informationen zu Land und Leute. Um den Erwerb von Wanderkarten und den Gebrauch von adäquater Kleidung und gutem Schuhwerk kommt man nicht herum. Die Beschreibungen der Wanderungen sollte man mit einer gesunden Skepsis folgen. Aber, sie nicht zu gehen, wäre die vergebene Chance, ein wunderschönes Fleckchen Erde zu entdecken.
Ardeche und Cevennen Wir reisen seit vielen Jahren in das Gebiet der Ardeche und das ist der Reiseführer, den wir schon lange gesucht haben. Tolle und ausführlich beschriebene Touren, sehr gut recherchiert und absolut seinen Preis wert.
Insgesamt guter und empfehlenswerter Führer. Nach einer kurzen und verständlichen Einführung in die Landschaftsgliederung, in Geologie, Klima und Fauna folgt ein Exkurs in die abwechslungsreiche Geschichte und Kultur dieser Gegend. Die Autoren gliedern das betrachtete Gebiet am Südostrand des französischen Zentralmassivs in fünf Landschaften, wobei sie das Tal der Ardèche, Bestandteil der be-schriebenen Gebiete Nördliche Cevennen und Plateau Ardèche und der Kalksteingarrigue „Gras", wohl wegen seiner Bedeutung als Hauptattraktionsgebiet, gesondert behandeln, was aber eher verwirrend wirkt. In den Kapiteln zu den einzelnen Landschaften wird zunächst jeweils ein Überblick gegeben. Es folgen kenntnisreiche Vorschläge für Wanderungen, Spaziergänge und Autotouren in den bedeutendsten Teillandschaften. Nützliche Adressen für Tisch und Bett, kurze Ortsbeschreibungen sowie Hinweise und Erläuterungen zu Sehenswürdigkeiten runden den Inhalt ab. Für alle, die sich zu einem Wanderurlaub in das Gebiet der Cevennen und der Ardèche aufmachen wollen, bietet es die hierfür notwendigen Grundlagen. Bei den vorgeschlagenen Wanderungen handelt es sich in der Regel um Rundwege von 2,5 bis 6 Stunden Dauer, bei denen ein Höhenunterschied von meist 100 bis 600 m zu überwinden ist. Orientierungsskizzen oder, noch besser, Ausschnitte aus Wanderkarten, wie sie in anderen Wanderführern oft enthalten sind, fehlen bis auf eine, allerdings schwer lesbare Ausnahme, gänzlich. Zur Durchführung der gut ausgewählten und zu den charakteristischen landschaftlichen Höhepunkten führenden Wanderungen ist der zusätzliche Gebrauch der jeweils angegebenen Wanderkarten 1:25.000 dringend zu empfehlen, um Orientierungsprobleme, ermüdende Wegsuche oder gar Irrwege zu vermeiden. Vor allem die im Buch angegebenen farbigen Wegmarkierung stimmen nicht immer mit den vorzufindenden überein, was wegen möglicher Änderungen der Farbgebung vor Ort nicht unbedingt dem Buch anzulasten ist. Die neun beigefügten Übersichtskarten in unterschiedlichem Maßstab zwischen ca. 1:100.000 und 1:200.000 weisen kleine Fehler auf. So ist z. B. in der Karte auf S. 228 der Ort St-Jean-de-Buèges zweimal aufgeführt, dafür fehlt Les Lavagnes, Pégairolles-de-Buèges ist an falschem Platz eingezeichnet. Die Karten erleichtern den Zugang nicht, da jeglicher Bezug zwischen Text und Karten fehlt. Da weder Lage noch Größe des jeweiligen Ausschnitts verraten werden, ist der Einsatz der Michelinkarten Nr. 239 und 240 unentbehrlich, die enthaltenen Kartenausschnitte aber sind somit überflüssig. Für eine 3. und aktualisierte Auflage sind noch zu viele Unstimmigkeiten enthalten. So sind neben den oben genannten Kartenfehlern einige Seitenhinweise falsch (z. B. Seite 163/164: „siehe Fotos S. 88" muss es heißen „... S. 90"; Hinweis auf St-Amboix: im Inhaltsverzeichnis „S. 163", auf S. 164: „S. 159", tatsächlich: Seite 162). Die Gliederung der Landschaft wird nicht konsequent vollzogen. In der Übersichtskarte auf Seite 6 stehen lateinische Zahlen für die Teilbereiche, in der weiteren Gliederung werden römische Zahlen mit teilweise völlig abweichender Bezeichnung des Landschaftsteils verwendet. Mit den enthaltenen Bildern werden die verschiedenen Landschaften eindrucksvoll charakterisiert, manches Bild scheint allerdings auch als Lückenfüller fungieren zu müssen (S. 71 „In Largentiere", S. 187: „In der Nähe von Alès"). Leider haben sich bereits nach intensiver Reisevorbereitung noch vor Reiseantritt die ersten Seiten dieser ungebundenen Ausgabe selbständig gemacht. Siehe auch: |
Weinreisen > Ardèche und Cevennen. Wege durch eine alte Kulturlandschaft Südfrankreichs. |
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