Kurzbeschreibung
In seiner kritischen Bestandsaufnahme gilt Hermann Härings Blick der religiös-kulturellen, pastoralen und ökumenischen Situation der Kirchen sowie ihrem Anspruch, den christlichen Glauben in verbindlicher Weise zu bekennen und zu realisieren. In einem ersten Schritt beleuchtet er das Verhältnis der Kirchen zur Gesellschaft. Er übt eine kritische Beurteilung kirchlicher Praxis und Selbstdarstellung und fragt, wie sich der Glaubensstil der Konfessionen im Rahmen der gegenwärtigen Gesellschaft ändert, wie er sich von seiner christlichen Identität her ändern kann und vielleicht ändern soll. Dabei sucht der Autor auch nach einer Antwort auf die Frage, wie sich das Verhältnis von Glaube und Kirche aus christlicher Perspektive bestimmen lässt, und inwieweit die innere Zerrissenheit der Konfessionen zwischen Einigungswille und Selbstbehauptung Anlass für viele Christen zu einem bewusst konfessionslosen Glauben bietet.
Über den Autor
Hermann Häring, geb. 1937, ist seit 1980 ordentlicher Professor für Theologie an der Katholischen Universität Nijmegen, Niederlande.