Nicht für eine Führungsposition geeignet.
Kurzbeschreibung Deutschland 1923 - 1932: Josefine Erkens feiert einen ungewöhnlichen Erfolg - für eine Frau. Sie macht Karriere bei der Kriminalpolizei. 1923-25 baute sie, als eine der Pionierinnen der weiblichen Kriminalpolizei in Köln die "Frauen-Wohlfahrtspolizei" auf; 1926 bildete sie in Frankfurt/M. die ersten preußischen Kripobeamtinnen aus ehe sie ab 1927 die Reform der Hamburger Polizei in Angriff nahm; 1930 zur Regierungsrätin ernannt erlangte sie im In- und Ausland hohes Ansehen. Dann jedoch geriet sie in Konflikt mit ihrer eigenen Behörde, die sie nach einem aufsehenerregenden Presse-Skandal im Dezember 1932 pensionierte und 1933 entließ, weil sie - angeblich - nicht für eine Führungsposition geeignet war. Ursula Nienhaus präsentiert mit dem "Fall Erkens" keine Opfergeschichte. Vielmehr stellt sie die soziale Biographie Josefine Erkens` in den Mittelpunkt sozialer Beziehungsgeflechte und Handlungszusammenhänge, in denen jene selbst wesentliche Akteurin war. An aktuelle Bezüge anknüpfend rückt diese "Biographie als Geschichte" ein vernachlässigtes Stück Zeitgeschichte - sowohl "Mikrohistorie" wie auch "Geschlechtergeschichte" - in den Blick.
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