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NachrichtenLexikonProtokolleBŘcherForenFreitag, 29. August 2014 

Frau Holle - Das Feenvolk der Dolomiten


von Heide G├Âttner-Abendroth

Kategorie: Deutschland
ISBN: 3897411679

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Neue Eindr├╝cke von alten Geschichten
Wie bereits in den ersten zwei Teilen beschreibt die Autorin Sagen und Mythen aus den Zeiten, als die Mutter-Tochter-Vererbung noch ├╝blich war. Im Alpengebiet und in den deutschen Mittelgebirgen sind die Spuren der alten Mutterg├Âttin, die oft noch Frau Holle" genannt wird, zu finden und auch dementsprechende Legendenverkn├╝pfungen, wie z.B. mit dem Thannh├Ąuser-Mythos oder der Kyffh├Ąuser-Erz├Ąhlung.
Im 2. Buchteil wird die Geschichte der Dolomiten-Feen mit ihren - in den Bergen sich wiederspiegelnden - K├Âniginnen erz├Ąhlt; die Mutterlinie wird in den verschiedenen Versionen weitergegeben und die Verkn├╝pfung mit dem Tierreich findet Sinn im Einklang mit der allgewaltigen Natur.
Auch in diesem Buch wird im jeweiligen Anhang die verspiegelte, aber bekannte, Version erz├Ąhlt, die uns durch die M├Ąrchensammlungen aus dem Patriarchat ├╝berliefert wurden. Die faszinierende weibliche Seite zu erkennen, gibt ungemeine Einblicke in fast verlorengegangene weibliche Entwicklungsphasen.


sehr erhellend
Lesen Sie dieses Buch - es wird Ihnen die Augen ├Âffnen f├╝r das Leben als Frau in dieser Welt. Heide G├Âttner-Abendroth gelingt es den versch├╝tteten Inhalt vermeintlicher M├Ąrchen (in Wahrheit Mythen als Schl├╝ssel zum Verst├Ąndnis der Welt) auszugraben - und das spannender als so mancher Krimi. Sehr empfehlenswert!

endlich.....
ja, endlich mal eine zusammenfassende, ├Ąu├čerst fundierte Deutung der teils noch sehr lebendigen "Legenden". In S├╝dtirol zum Beispiel kennt beinahe jedes Kind die Geschichten von Samblana, Merisana, Moltina, Dolasilla usw. usw.

Im Gegensatz zu den Gebr. Grimm, die nachweislich aus eigenem Gutd├╝nken bedenkenlos hinzugef├╝gt und hinzugedichtet oder weggelassen haben, hat Heide G├Âttner-Abendroth aus ihrer 30-j├Ąhrigen umfangreichen Forschung ein fundiertes kulturhistorisches Wissen zusammen getragen, das ihr erm├Âglicht, die Reste der Legenden in einen erhellenden Zusammenhang zu stellen.

Wer die Gelegenheit hatte, Heide G├Âttner-Abendroth live zu erleben, wei├č, da├č sie zu jedem einzelnen Abschnitt stunden- und tagelang Hindergrundwissen parat hat und zwar ohne jegliche Wiederholung.

Unsere Gesellschaft ist dringend darauf angewiesen, da├č dieser historische Zeitraum friedlichen Zusammenlebens Eingang findet in unsere K├Âpfe.

Wir verdanken Heide G├Âttner-Abendroth nicht weniger als die Erkenntnis, woher wir kommen. Auf den beiden Weltkongressen f├╝r Moderne Matriarchatforschung (2003 in Luxemburg und 2005 in Texas), hat sie internationale Forscherinnen und Forscher zusammen gef├╝hrt.

Dar├╝berhinaus berichteten dort eine Vielzahl von Vertreterinnnen und einige Vertreter von indigenen Ethnien aus allen Kontinenten (au├čer Europa) von der friedlichen Weltanschauung ihrer Ethnien. Die meisten von ihnen haben bis heute noch nicht einmal ein Wort f├╝r "Gewalt". Nicht weil sie r├╝ckst├Ąndig sind, sondern weil ihnen Gewalt schlichtweg fremd ist.

In Europa haben diese friedlichen Gesellschaften leider nicht ├╝berlebt. Aber es gibt daf├╝r Hinweise in H├╝lle und F├╝lle. Heide G├Âttner-Abendroth ist es gelungen, diese f├╝r uns sichtbar zu machen.
Siehe auch:

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