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Pressenotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 13.05.2000
Kurt Oesterle scheint besonders angetan zu sein von dem kindlichen Blickwinkel, aus dem der Autor seine Berliner Kinderzeit von 1935 bis 1944 (als dritten Teil seiner Autobiografie) schildert. Dadurch seien diese Erinnerungen frei von "nachträglichen Überzeichnungen und Ausschmückungen", stellt Oesterle anerkennend fest. Die Stärke des Buches sieht der Rezensent darüber hinaus vor allem darin, dass das Kind ganz alltägliche Dinge beobachtet, ohne dabei natürlich den politischen Hintergrund wirklich erfassen zu können. Als Beispiel dafür nennt er die Verwunderung des Jungen über die "festliche Pflicht zum Schunkeln", was ihn an Betrunkene denken ließ, die sich auf diese Weise gegenseitig abstützen wollen. Verglichen mit Walter Benjamins Berliner Erinnerungen ("Berliner Kindheit um Neunzehnhundert") sei der Ton Knoblochs zwar etwas rauher, aber "nicht weniger reizvoll", so Oesterle.
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Autorenporträt
Heinz Knobloch, geboren 1926 in Dresden, lebt heute in Berlin-Pankow. Nach seiner Desertion als 18-jähriger in Frankreich und mehrjähriger Gefangenschaft in den USA und Schottland kehrte er 1948 nach Berlin zurück; seither Wohnsitz in Ost-Berlin, wo er zunächst in einer Bildagentur, dann bei einer Tageszeitung und ab ihrer Gründung 1953 bis 1991 bei der "Wochenpost" arbeitete. Zahlreiche Veröffentlichung, u.a. "Herr Moses in Berlin", Liebste Mathilde", " Der...