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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 21. Oktober 2014 

Zornmichel, Triezliese und Co. Umgang mit kindlichen Aggressionen.


von Barbara Friedrich

Kategorie: Kinder & Gewalt
ISBN: 3927018260

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Der Autor über sein Buch
Die Phantasie an die Macht!
Aggression ist ein Reizthema.
Es reizt zu Klagen: „Es wird immer schlimmer“.
Es reizt zu Rufen nach einem starken Mann: „Denen muß einer den Kopf zurechtrücken!“
Es reizt zu Rufen nach schärferen Gesetzen und „mehr Strafen!“.
Was täglich in der Zeitung steht, schürt geheime und nährt offene Ängste. In vielen Eltern wächst die Furcht, ihre Kinder könnten gewalttätig werden.
Diese Furcht macht unsicher. Diese Furcht macht es schwer zu unterscheiden.
Was muss unterschieden werden? Beispielsweise notwendiger Selbstschutz von bösartiger Destruktion.

Viele „wissen“ nicht, dass es zwei Arten von Aggression gibt, sie können nicht zwischen nützlicher, konstruktiver und zerstörerischer Aggression unterscheiden. Viele verteufeln aggressive Regungen als „böse!“ und „schlimm!“. Aber es kann kein Leben ohne Aggression geben.

Es gibt ohne Frage schreckliche Beispiele für Gewalt und Zerstörungswut!

Gerade darum möchte ich Eltern ermutigen, sich durch ihre Ängste nicht davon abhalten zu lassen, bei ihren Kindern genau hinzusehen. Eltern können ihrer Wahrnehmung trauen: Ihre Kinder sind nicht schlimmer und aggressiver als Kinder es früher waren! Was laut, rüpelhaft oder auch handgreiflich schlagend daherkommt, können Eltern verstehen, wenn sie ein bisschen wissen über die beiden Arten der Aggression. Erst wenn sie verstehen, was in ihrem Kind vorgeht oder was ihr Kind in einer Situation antreibt, können sie angemessen damit umgehen und verhindern, daß die konstruktive Kraft, die in der Aggression steckt, in zerstörerische Energie umschlägt.

Eltern haben viel gelesen, noch mehr gehört, sie wissen viel. Das ist oft verwirrend und macht Handeln schwer. Dabei wollen Eltern gute Eltern sein und „alles richtig machen“. Doch das geht absolut nicht! Weil Eltern nämlich Menschen sind, gottseidank. Fehler sind menschlich.

Ich mache Eltern mit meinem Buch Mut, Fehler zu riskieren. Kinder vertragen das! Und sie brauchen das auch. Wenn sie nämlich sehen, wie Eltern mit ihren Unvollkommenheiten klarkommen, hilft ihnen das, mit ihren eigenen Unebenheiten zu leben.

Und schließlich machen meine Geschichten Eltern Mut, zu ihren Gefühlen zu stehen. Wenn sie wütend sind, wenn sie traurig sind oder hilflos.

Wie alle Menschen lernen auch Eltern am besten durch Beispiele.

Deswegen erzähle ich Geschichten aus dem Alltag, in denen Eltern beim Lesen erleben und „sehen“, wie andere Eltern die Klippen bewältigen. Wenn eine Mutter beeindruckt denkt: „Ah, so hat Britta das gemacht“, reagiert sie in einer ähnlichen Situation ähnlich. Oder es fällt ihr ein: Jetzt hättest du das machen können wie diese Britta. Wenn eine Mutter sieht, wie eine andere es schafft, einen Draht zu ihrem verzweifelt eifersüchtigen Kind zu bekommen und ihm durch seine Krise zu helfen, wird sie in einer ähnlichen Situation nach einem ähnlichen Weg suchen.

Vor allem zeigen meine Geschichten, wie wichtig es ist, dass wir unsere Phantasien hüpfen und springen lassen. Das ist wissenschaftlich gesichert: Menschen mit entwickelter Phantasie machen was aus ihrer Wut, gehen konstruktiv um mit ihren Aggressionen.

Ich hoffe, mein Buch hilft, daß Eltern abends zufrieden und ohne Schuldgefühle schlafen gehen können. Das nützt auch ihren Kinder.
Siehe auch:

Kinder & Gewalt > Zornmichel, Triezliese und Co. Umgang mit kindlichen Aggressionen.
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