Hinter den Spiegeln
Super enttäuscht! Nach all den positiven Bewertungen, habe ich mir das Buch dann auch gekauft. Ich mag Erotiklektüre! Leider muß ich sagen, daß ich die Erotik in meinen Liebesromanen prickelnder, anregender und viel schöner finde als in diesem Buch! Okay, es soll auf SM abgestimmt sein, aber auch da stelle ich mir doch etwas anderes drunter vor. Also, die Geschichten haben mich nicht angeregt! Da schreibe ich erotischer *fg*
Geschichten, die süchtig machen Dieses Buch legt man so bald nicht wieder fort, hat man einmal die ersten Seiten aufgeschlagen: Eine Geschichte verführt sogleich zum Lesen der nächsten und wieder nächsten und ... Wie schade nur, daß nach prall gefüllten 240 Seiten auch schon wie-der Schluß sein soll, und der Vorhang fällt! Ich hätte gerne noch mehr gelesen von diesen genial getüftelten, stets überraschenden Geschichten! Das ebenfalls im Buch enthaltene Dramolett fällt zwar gegen die Storys etwas ab, wird aber sicher auch seine Liebhaber (der dramaturgischen Kunst) finden. Diesen leider noch viel zu schmalen Band erotischer Shortstorys kann ich nur sehr empfehlen! Es ist ein echter Leckerbissen für den Kenner anspruchsvoller Erotik und ganz gewiß kein Buch für die oberen Borde des Bücherregals: Denn wieder und immer wieder wird man darin lesen wollen, wird erneut eintauchen in die wunderliche Welt hinter den Spiegeln, - Sakow-süchtig mit jedem Lesen mehr ...
Ein lesenswertes, erotisches Buch Da kann also einer tatsächlich erotische Geschichten schreiben, ohne ins Peinliche abzugleiten. Und wie er schreibt, dieser Gregor Sakow, über die Welt „Hinter den Spiegeln"! Mal zärtlich und verführerisch, wenn ein Professor seine Studentin, weil sie Textpassagen aus Fontanes „Effi Briest" gefälscht hat, zur Privataudienz bittet. Mal knallhart und lakonisch, wenn ein sadistischer Kommissar seine Psychoanalytikerin auf ganz besondere Weise therapiert. Dann wieder erzählt er fast beschaulich von einer Schriftstellerin, die zur Beichte geht - beschaulich, bis diese auf einmal ihren Pelz öffnet, unter dem sie nur eine Waffe trägt ... In neun Storys und einer längeren Erzählung jagt Sakow seine Figuren durch die Labyrinthe ihrer Begierden. Oder sind es seine eigenen? Bei aller Brillanz von Text und Stil bleibt der Autor die Antwort auf diese Frage schuldig. Vielleicht hat er sie aber auch nur versteckt in einem furiosen, theaterreifen Dramolett am Ende des Buches, in dem noch einmal alle Figuren nebst dem Autor einen Auftritt haben. Es lohnt sich, dort zu suchen. Und nicht nur dort. Wer den Mut hat, sich auf Sakows Figuren einzulassen, erlebt höchsten erotischen Lesegenuß und manchen Einblick in die eigenen liebenswerten Abgründe. Siehe auch: |