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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 1. Oktober 2014 

Zabibah und der König


von Saddam Hussein

Kategorie: Irak
ISBN: 3936440565

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Dieses Buch könnte die Welt verändern!
Eine wunderschöne orientalische Geschichte. Wenn man nicht weiss, wer der Autor ist, würde man das Buch verschlingen und sich denken: Sehr interessant, diese Art, an das Leben heranzugehen. Ganz anders als die Amerikaner, denen "nur" Geld und Macht wichtig sind.
Wenn man weiss, dass Saddam Hussein diese Geschichte geschrieben hat, fängt man sich an zu fragen, was er damit erreichen wollte. Ich denke, seine Landsleute werden dieses Büchlein verschlingen, und vielleicht züngelt es wie eine Flamme durch die ganze islamische Welt - wer weiss, was es verändern kann und wird! Mir wurde der starke Gegensatz dieser "warmen" Denkweise im Gegensatz zur "kühlen" der USA sehr bewußt.

Die romantische Seite des Schlächters
Es ist eine kitschige Affaire zwischen der verheirateten Zabibah und dem netten, milden und etwas dummen König vom Irak. Sie berät ihn, warnt ihn vor Anschlägen, sagt ihm, dass er Strenge zeigen muss. Und so muss der huldvolle Herrscher - ganz wider seiner Natur - von einer einfachen Bäuerin aus dem Volk in langen, ziemlich naiven Dialogen solche schlimmen Dinge lernen.

Wahrscheinlich träumte Hussein tatsächlich von so einer Position als guter König, der weise regiert und vom Volk respektiert und geliebt wird. Man stößt sich nur etwas daran, dass er in der Realtiät zigtausende seiner Kritiker verschleppen und ermorden ließ, um an der Macht zu bleiben. Es blinkt die Botschaft durch: "Hey, wenn Ihr mir nur meine uneingeschränkte Macht lasst, kann ich eigentlich ganz nett sein."

Das Buch wurde laut Spiegel 3 Monate lang vom CIA analysiert, um ein "Fenster zum Kopf des Tyrannen" zu erhalten. Für den Lesekick, auf diesen gruseligen Spuren zu wandeln, gibt es auch die 2 Sterne. Macht man sich die Mühe einer Interpretation, so kann man Zabibah als Symbol für das irakische Volk sehen. Sie steht zwischen dem König - Hussein - und ihrem Ehemann - die USA. Als Zabibah von ihrem Ehemann vergewaltigt wird, und zwar zufällig genau an dem Tag, als die USA 1991 in den Irak einmarschiert sind, zieht der König gegen ihn in den Krieg. Das Liebespaar kommt dabei schließlich um - allerdings mit der Gewissheit, alles gegeben zu haben. Insgesamt ein propagandistisches und ziemlich zynisches Werk, das aber nun mal einen provokativ bekannten Autor hat. Immerhin soll ein Teil der Erlöse für Aufbauprojekte im Irak gespendet werden.

Zabibah und der König
Trotz Niedermache in verschiedenen Magazinen ein lesenswertes Buch. Bemerkenswert die Dialoge zwischen Zabibah und dem König über die Einrichtung eines demokratischen Staates.
Siehe auch:

Irak > Zabibah und der König
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