Doppelmoppel. Typographisches Bilderbuch des Gedichts.
Neue Zürcher Zeitung Doppelnippel sks. «Der Herr von Doppelmoppel hat alle Dinge doppel.» Auch das Original-Manuskript zu diesem Gedicht von Kurt Schwitters liegt in zweifacher Ausfertigung vor. Der Merz-Künstler hat es jeweils auf ein Rechnungsexemplar geschrieben. Publiziert wurde es erstmals in der Festzeitung «der doppelnippel. Mars-Mitternachts-Post-Posaune», die 1928 vom «Fest der Technik» herausgegeben wurde. Hier trägt das Gedicht den Titel «Damenwahl» und die doppeldeutige Unterzeile «Wir aber haben alle einen Doppelnippel!». Offenbar läuft alles auf ein veritables Doppelleben hinaus. Die Designerin Sabine Schmekel hat die Logik dieses Verfahrens nun in eine typographische Form gebracht, die den Text des Gedichts kongenial aufnimmt: auf Doppelseiten. Der Herr von Doppelmoppel darf sich nun angemessen dargestellt fühlen. Was aber ist ein Doppelnippel? Autorenporträt Kurt Schwitters, geboren 1889 in Hannover, emigrierte 1937 nach Norwegen und starb 1948 im englischen Exil.
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