Frankfurt am Main-Diplom-Psychologie-Diagnostik
Prüfungen im Studium Prüfungsprotokoll 06.06.2012

Art der Hochschule:
Prüfungsort:
Studienfach:
Art der Prüfung:
Prüfer:
Prüfungsfach:

Universität
Frankfurt am Main
Psychologie
Diplom
Bongard
Diagnostik

Dauer der Prüfung:
Note:
Konntest du mit einem selbst
gewählten Thema beginnen?
Versucht der Prüfer bei
Schwierigkeiten zu helfen?

20-30 Minuten
1

Ja.

Ja.


Prüfungsablauf
Tipps


Herr Bongard ist wirklich super nett, wie hier schon mehrfach berichtet. Auch hat er seine Schwerpunkte. Bei meiner Prüfung kamen nur ganz wenige Fragen dran, die ich noch nicht aus den Protokollen kannte. Die Notengebung ist mehr als fair, zumal ich nicht alle Fragen beantworten konnte.

Prüfungsfragen:

- Einführungsthema: D2-R (Historie, Aufgabe, Durchführung, Kennwerte, Gütekriterien, Kritik, Fazit)
* Sie haben ja einiges zu Kritik gesagt: Welcher Test ist hier besser? (FAIR, wegen vollständigem Markierungsprinzip; Symbole und keine Buchstaben)
* Vergleichen Sie mal den D2-R mit dem FAIR oder dem FAKT (Haupt- und Nebengütekriterien von den Tests ganz allgemein miteinander verglichen, da hat er dann eingehakt: Können Sie nochmal genauer darauf eingehen, was die Hauptgütekriterien sind? Objektivität, Rel., Validität; habe gefragt, ob ich auf alle detailliert eingehen soll, aber da hat er dann drauf verzichtet)
* Was ist bei der Normierung des FAKT zu berücksichtigen? (Alte Normierungsgruppe von 1997 ist bei der Neunormierung wieder eingeflossen, mehr Frauen, zu wenige Berufstätige)
* Beim D2 gibt es ja ganz viele verschiedene Reliabiliäten. Welche nehmen Sie denn da? (Passend zum Alter meines Probanden, interne Konsistenz ist immer gut, für prognostische Zwecke auch Retest-Rel.)
* Und wenn verschiedene Fachleute zu unterschiedlichen Reliabilitäten kommen? (mitteln oder konservativ vorgehen und den niedrigsten Wert nehmen)
- Der D2 ist ja nach KTT konstruiert: Was sind hier die Grundannahmen? (3 Axiome aufgezählt)
- Kritik an der KTT
* Neulich hat eine Studentin in der Prüfung hierzu gesagt, dass die Mittelwerte in verschiedenen Gruppen unterschiedlich sind. Sehen Sie das genauso? (Nein, es ist gewollt, dass sich verschiedene Gruppen z. B. beim D2 unterscheiden)
- IRT erklären (latente & manifeste Variablen, Trennung von Item- und Personenparameter, Guttman- und Rasch-Skala aufgemalt und erklärt)
- wie kann ich hier sehen, welches das leichtere und welches das schwerere Item ist?(schwierigere Items stehen rechts; das hat ihm nicht gereicht und da wusste ich nicht weiter, wollte darauf hinaus, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, ein Item zu lösen, wenn die Fähigkeit zunimmt)
- Kennen Sie einen Test, der Guttman-skaliert ist? (OSE)
- Was sind kriteriumsorientierte Tests?
- Kennen Sie einen solchen Test (BDI)
- Wie ist hier der Cut-Off- Wert (> 18)
- Wie kam man auf diesen Wert? (Sensitivität, Spezitifität, ROC-Analyse, aufgezeichnet und erklärt)
- Macht es Sinn, von diesem errechneten Wert abzuweichen? (Bei Depression ist hohe Sensitivität besonders wichtig, damit möglichst viele Kranke identifiziert werden wegen Suizidrisiko)
- Welche Normen kennen Sie (alle Variabilitätsnormen mit M und SD aufgezählt, PR erklärt)
- Wann ist PR besser? (leichte Verständlichkeit, auch bei Nicht-Normalverteilung)
- Was ist bei PR nicht so gut?
- Unterschied Stanine und Centil
- Welche Norm würden Sie warum auswählen, wenn Sie sich auf eine festlegen müssten? (T oder Z, wenn gut differenziert werden muss, andernfalls wäre auch Stanine ok)

Dann war die Zeit noch nicht ganz vorbei, aber ich wurde gefragt, ob ich was dagegen hätte, wenn wir etwas früher aufhören ;-).
Viel Erfolg!