Mainz-Diplom-Psychologie-Klinische Psychologie
Prüfungen im Studium Prüfungsprotokoll 03.07.2012

Art der Hochschule:
Prüfungsort:
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Art der Prüfung:
Prüfer:
Prüfungsfach:

Universität
Mainz
Psychologie
Diplom
Prof. Dr. Hiller
Klinische Psychologie

Dauer der Prüfung:
Note:
Konntest du mit einem selbst
gewählten Thema beginnen?
Versucht der Prüfer bei
Schwierigkeiten zu helfen?

20-30 Minuten
1

Nein.

Ja.


Prüfungsablauf
Tipps


Sehr nette Prüfung! Herr Hiller blättert in seinem Mini-Skript umher und lässt einen erzählen. Kann mich den bisherigen Protokollanten nur anschließen: Erzählt einfach alles was ihr zu der Frage zu sagen habt, er bremst schon, wenn es ihm zu weit geht, aber generell lässt er einen erst einmal erzählen. Wenn einem nicht so viel einfällt - auch nicht schlimm. Manchmal reicht ihm das Gesagte schon und falls nicht, fragt er nochmal genauer nach.
Da ich in aller Ruhe erzählen konnte und auch er immer mal wieder was erklärt hat und die Fragen auch sehr ausführlich gestellt hat, verging die Zeit tatsächlich wie im Flug.
Allen kommenden Prüflingen noch gutes Gelingen :)

Prüfungsfragen:

1. Angststörungen allgemein:
- "Kennen Sie denn welche?"
Habe alle aufgezählt und kurz beschrieben (keine DSM-IV-Kriterien, nur so allgemein)

2. GAS: Epidemiologie
ist mir gar nicht alles eingefallen, war ihm aber genug, hat nicht mehr nachgefragt. Hab auch abgesehen von den typischen epidemiologischen Daten einfach erzählt, was mir eingefallen ist - zeichnet sich durch Rückversicherungsverhalten aus bzw. wird dadurch auch aufrechterhalten usw.

3. Panikstörung: Ätiologiemodell
Hab das Modell von Margraf & Ehlers grob erklärt. Da hat er dann noch nach den auslösenden Reizen/Stimuli gefragt. Hab von z.B. Herzklopfen nach Treppesteigen erzählt. Er hat dann noch gefragt, ob es auch psychologische Auslöser geben kann. Wenn er schon so fragt - ja, klar, gibts. Konnte ihm aber kein Beispiel nennen. Dann hat er selbst ein bisschen erklärt, dass es psychologische Auslöser gibt - z.B. nach innen gerichtete Aufmerksamkeit - physiologische Auslöser aber natürlich viel häufiger wären. War nicht schlimm, dass ich es nicht wusste.

4. Panik & Hypochondrie:
- Was haben die Störungen gemeinsam, was ist anders?
gemeinsam: Angst vor körperl. Symptomen
anders: Zeitkriterium, anfallartige Angst vs. überdauernde Angst mit fluktuierender Intensitität, Panik eher Angst vor akuten Krankheiten (zB. Herzinfarkt) vs. Hypochondrie eher Angst vor unheilbaren Krankheiten (z.B. Krebs)
- Wie kann man Hypochrondrie erfassen?
Whiteley-Index und IAS inkl. Subskalen genannt.

- Zwang: Welche biologischen Grundlagen gibt's da?
Hab die Serotonin-Hypothese erwähnt und ganz grob die fronto-striatale Hypothese erklärt.

2. Alk / Drogen:
- Missbrauch & Abhängigkeit - wie kann ich das erfassen?
Hab erst ein paar Fragebögen genannt (MALT, TAI, SOKRATES), da bin ich aber nicht weiter drauf eingegangen. Hab dann von den DSM-IV-Kriterien erzählt, dass Missbrauch nur 1 Kriterium braucht, Abhängigkeit ja 3 und dass Missbrauch sozial wesentlich unauffälliger ist (auch wenn er danach gar nicht gefragt hatte...). Kam dann drauf, dass man aufpassen muss, weil Patienten oft dazu neigen ihre Alk- bzw. Drogenprobleme zu verleugnen. Den Punkt fand er wichtig und hat dann gefragt, wie man das berücksichtigen kann, wenn die ganzen Fragebögen doch auf Selbstauskünften beruhen. Hab dann etwas ausgeholt und von Einbindung der Familie / des Partners erzählt bzw. Motivierung des Patienten zur Mitarbeit, sodass er nicht mehr sozial erwünscht antworten muss. Schließlich hab ich noch erzählt, dass man ja auch körperliche Untersuchungen machen könnte, z.B. den Urin testen. Das hat ihm dann gereicht und er war zufrieden ;)
- Behandlungsprogramm Alkohol:
Ich sollte 1 nennen, hab mich für die Gruppentherapie von Petry & Schneider entschieden und die grob skizziert. Hab dann noch weiter von Lindenmeyer gesprochen
- Wie kann man Rückfallprophylaxe betreiben
Hab das Modell von Marlatt & Gordon erklärt und auch kurz das Drehtürmodell von Petry erwähnt. Ablehnungstraining (Lindenmeyer) & Notfallplan-Karte (aus Gruppentherapie)hab ich auch nochmal erwähnt.
- Wissen Sie auch was zu Therapieerfolgen?
Hab ich die Zahlen aus den Bühringerstudien erzählt - Alkohol bessere Haltequoten (70 %), Drogen nur bei 24-33 %. Ambulant etwas besser bei Drogen, bei Alk stationär etwas besser. Insgesamt nehmen die Haltequoten über die Zeit hin ab.