Dresden-Diplom-Psychologie-Pädagogische Psychologie
Prüfungen im Studium Prüfungsprotokoll 24.07.2012

Art der Hochschule:
Prüfungsort:
Studienfach:
Art der Prüfung:
Prüfer:
Prüfungsfach:

Universität
Dresden
Psychologie
Diplom
Prof. Körndle
Pädagogische Psychologie

Dauer der Prüfung:
Note:
Konntest du mit einem selbst
gewählten Thema beginnen?
Versucht der Prüfer bei
Schwierigkeiten zu helfen?

20-30 Minuten
1

Ja.

Ja.


Prüfungsablauf
Tipps


Es besteht die Möglichkeit mit einem kurzen vorformulierten Einsprechthema zu beginnen oder ein Thema zu nennen und dazu gefragt zu werden. Offiziell gibt es insgesamt einschließlich Einsprechthema nur zwei Themen, die geprüft werden, doch im Unterschied zu Frau Narciss lässt Herr Körndle das zweite Thema nicht ziehen (man kann ihn also etwas lenken) und Querbezüge sind immer gewünscht. Herr Körndle gibt viel Feedback und ist freundlich. Es sind auch Dinge gefragt, die nicht behandelt wurden. Auch wenn es nur "Päda" ist (für mich auch nur Basisfach), sollte man die Prüfung nicht unterschätzen, denn es geht vorallem um Verständnis und Anwendung.
Ich habe die Prüfung erst bei Frau Narciss gemacht und jetzt bei Herrn Körndle wiederholt.

Prüfungsfragen:

Bei Frau Narciss habe ich Lehrer-Schüler-Interaktion gezogen und bin an der Anwendung gescheitert. Man sollte vorher schon beim Lernen versuchen, die Komponenten von Hofers Modell mal im Konstanzer Training zu finden, damit man leichter sagen kann, wie man an den einzelnen Komponenten intervenieren kann. Es hat mich auch sehr überrascht, dass die Infos aus der Vl zum Pygmalion-Effekt nicht ausgereicht haben. Sie meinte, der Effekt wäre neuerdings doch gut bestätigt. Ich glaube im Nachhinein, man könnte hier noch erzählen, dass es sich hierbei um den aus Methoden bekannten Vl-Erwartungs-Effekt handelt und eine Parallele zu self-enhancement besteht (wenn man selbst viel von sich hält, dann steigt die Leistung).

Ich habe gesagt, dass ich mit Motivation anfangen möchte. Daraufhin sollte ich Motivation definieren. Da habe ich gleich die Abgrenzung zum "Motiv" mit genannt, dass das im Unterschied zur aktuellen Tendenz der Motivation eine überdauernde Disposition ist. Dann hat er mich gefragt, wie man Motivation messen kann. Da es ein Konstrukt ist, kann man es nicht direkt beobachten. Aber Richtung, Ausdauer und Intensität des Lernens kann man beobachten. Hier wollte er genau wissen wie, z.B. bei Ausdauer dass es die Zeitdauer betrifft aber auch psychologische Komponenten einfließen. Welche Modelle kennen Sie denn? Da habe ich alle handlungstheoretischen, sozial-kognitiven usw. mit Autor genannt. Dann wollte er das Risikowahlmodell von Atkinson genauer haben. Da habe ich zunächst Leistungsmotivation definiert (er wollte beide Definitionen) und das Modell dann aufgemalt und die Komponenten erklärt, z.B. dass es ja ganz logisch ist, dass man schwierige Aufgaben weniger wahrscheinlich lösen kann (We) und wenn man sie dann löst sehr stolz ist (Ae). Dann wollte er wissen, was es mit der Aufgabenschwierigkeit auf sich hat. Mittelschwere Aufgaben haben den höchsten diagnostischen Infogehalt, daher ist adaptives Testen so effektiv. Wird die Aufgabenschwierigkeit durch KTT und IRT berücksichtigt? Habe Axiome der KTT genannt und bin dann zu dem Schluss gekommmen, dass nur die IRT Items nach Schwierigkeit ordnet. Damit ging er dann zu Aufgabenkonstruktion über. Wie kann man die Aufgabenschwierigkeit herstellen? Durch verschieden schwere Operationen, z.b. nach Blooms Lernzieltaxonomien. Wie verläuft der Prozess beim Messen und Beurteilen von Leistungen? Da bin ich nur wieder bis Aufgabenkonstruktion beim Punkt der Operationalisierung vorgedrungen. Was muss man bei Aufgabenkonstruktion noch berücksichtigen? Anwendung einer Technik für reproduzierbare Ergebnisse und Erzeugung eines kontentvaliden Tests nach Klauer. Wie erzeugt man einen kontentvaliden Test? Die Aussagenmenge repräsentiert den Sachverhalt, eine Aufgabenform mir S und R (nach Behaviorismus) muss festgelegt werden, die Aufgabenmenge wird hergestellt als Grundgesamtheit z.B. durch Vergabe von Zufallswerten für die Variablen, Zerlegung in Teilmengen mit unterschiedlicher Aufgabenschwierigkeit, Auswahl einer SP per Zufall oder Quote für den Test. Wo finden wir hier Aufgabenschwierigkeit? Bei den Teilmengen oder Formen vor der SP-Ziehung, denn 0 = 3x hoch 2 (hier sind b und c 0) ist leichter als 0 = 3x hoch 2 + 4x + 5 (hier sind alle Variablen ungleich 0). Wie kann man begründen, dass diese Aufgaben verschieden schwer sind? Was es hier genau wissen wollte, weiß ich nicht. Ich hab ihm dann die Cognitive Load Theorie von Sweller genannt, denn man sieht ja bei den beiden Aufgaben schon offensichtlich, dass die letztere viel umfangreicher ist und mehr kognitive Kapazität einnehmen muss. Das fand er auch gut.