Hagen-Vordiplom-Informatik-Theoretische Informatik A/B
Prüfungen im Studium Prüfungsprotokoll 17.08.2000

Art der Hochschule:
Prüfungsort:
Studienfach:
Art der Prüfung:
Prüfer:
Prüfungsfach:

Universität
Hagen
Informatik
Vordiplom
Weihrauch
Theoretische Informatik A/B

Dauer der Prüfung:
Note:
Konntest du mit einem selbst
gewählten Thema beginnen?
Versucht der Prüfer bei
Schwierigkeiten zu helfen?

30-40 Minuten
2

Nein.

Ja.


Prüfungsablauf
Tipps


Eindruck

Alles in allem ist Herr Weihrauch ein sehr angenehmer und netter Prüfer, der es versteht,
seinem Prüfling die Nervosität zu nehmen.
Er leitet seine Fragen meist mit einigen Sätzen ein, so daß einem recht schnell klar wird, um
was es ihm geht. Man merkt ihm auch recht gut an, ob eine Frage zu seiner Zufriedenheit
beantwortet wurde oder ob ihm noch etwas fehlt.


Da ich aufgrund meiner recht kurzen Vorbereitungszeit einige
Unsicherheiten hatte und öfter etwas geschwommen bin, fand ich die Benotung recht fair.



Tips zur Vorbereitung

Zur Prüfungsvorbereitung ist außer alten Prüfungsprotokollen
(1) <http://www.stud.fernuni-hagen.de/q1471341/docs/01653.html> (2) <http://www.fernuni-hagen.de/FACHSCHINF/1654/Weihrauch.pdf>
das einwöchige Seminar in Bad Bevensen <http://www.fernuni-hagen.de/FACHSCHINF/VeranstaltungenWS2000.htm> wärmstens zu empfehlen.


Sehr hilfreich dürfte auch das Lernskript <http://www.joerg-schwerdtfeger.de/studium/1653/SkriptGrundlagenTheoretischeInformatik.pdf> von Thomas Schwarze, der Themenüberblick <http://www.joerg-schwerdtfeger.de/studium/1653/themen.pdf> von Thorsten Rood und die FAQ <http://www.joerg-schwerdtfeger.de/studium/1653/pruef.pdf> von Simone Jandt sein.

Prüfungsfragen:


  1. Berechenbarkeit




  2. Formale Sprachen




    • Wann ist eine Sprache regulär?

      Wenn sie von einer rechtslinearen Grammatik erzeugt bzw. von einem endlichen Automaten erkannt wird.


    • Wenn man einen nichtdeterministischen Automaten hat, wie kann man dazu einen deterministischen bauen, der genau das gleiche macht?

      Man konstruiert den Potenzautomaten zu dem nichtdeterministischen Automaten.


    • Wie konstuiert man den?

      (kurze Erklärung)


    • Was steht in den Knoten eines Potenzautomaten?

      Eine Teilmenge der ursprünglichen Knotenmenge.


    • Welche Knoten im Potenzautomaten werden zu Endzuständen des Potenzautomaten?

      Jeder Knoten, der ein Element der ursprünglichen Knotenmenge enthält, das im ursprünglichen
      Automaten bereits Endzustand war.


    • Kennen Sie eine kontextfreie Sprache, die nicht kontextsensitiv ist?

      Ja,
      {an bn | n Î IN}


    • Begründen Sie das bitte kurz!

      Naja, man baut einen Kellerautomaten, der zuerst alle a's auf den Stack legt und dann für alle b's wieder ein a von Stack nimmt... (Das reichte ihm schon)


    • Was ist mit {wwR | w Î S*} ?

      Die Sprache ist kontextfrei. Hätte man
      {w#wR | w Î S*},
      also die gleiche Sprache mit einem Trennsymbol # zwischen dem Wort und seinem Spiegelbild, dann könnte man einfach
      einen Kellerautomaten bauen, der zuerst das Wort bis zum Trennsymbol auf den Keller schreibt und dann das Spiegelbild
      zeichenweise mit dem obersten Element im Keller vergleicht und dieses bei Übereinstimmung entfernt.

      Da man jedoch in
      {wwR | w Î S*}
      kein solches Trennzeichen hat, muß der Kellerautomat eben nichtdeterministisch umschalten.



    • Wie funktioniert das? Wann akzeptiert der nichtdeterministische Kellerautomat?

      Bereits wenn es eine Möglichkeit (einen Pfad im Baum) gibt, die Sprache zu erkennen.



  3. Komplexitätstheorie




    • Gut, wir machen jetzt mal einen riesen Sprung und kommen zur Komplexitätstheorie.
      Kennen Sie den Satz von Savage? Was besagt dieser Satz bezüglich des Nichtdeterminismusses?


      Mir ist der Satz entfallen. Ich habe zuerst versucht, mich mit LOGSPACE Í NLOGSPACE Í P Í NP Í PSPACE = NPSPACE Í UcÎIN ZEIT (cn) etwas rauszureden,
      um vom Thema abzulenken, aber das ging natürlich in die Hose. Letztendlich hat Herr Weihrauch den gewünschten Satz selbst
      skizziert (wie im Kurstext).