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Sozialstaat Deutschland
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borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 17:25:02    Titel:

Domi1990 hat folgendes geschrieben:
Lasten auf alle verteilt hört sich gut an. Allerdings ist die Alternative, die du nennst, nicht wirklich 'sozial'. So wie ich das verstehe, würden Pflichtversicherungen wegfallen?

Ich glaube polity_x denkt dabei ans schwedische System. Das solltest du dir unbedingt für deine Klausurvorbereitungen unbedingt ansehen, da Schweden ein hervorragendes Beispiel für einen Sozialstaat im 21. Jhd. ist.
Domi1990
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Anmeldungsdatum: 23.09.2006
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 17:41:15    Titel:

Nach den Quellen, die ich gerade gelesen habe, ist dieser Sozialstaat Schweden nicht wirklich machbar. Dazu fehlen uns die Anfänge... Schweden hat eine andere Vergangenheit!

Das System der Schweden besteht -soweit ich mitbekommen habe- aus hohen Steuern. Dazu haben sie eine umfassende Konderbetreuung (kann mir einer mehr dazu sagen?) und genug freie Arbeitsplätze.

In Deutschland müsste man also die Steuern erhöhen (kostet Wählerstimmen, obwohl es sich am Ende lohnen würde, wenn die meisten dann einen Arbeitsplatz haben!), Kinder besser fördern (Kindergarten?, Schule?) und Arbeitsplätze beschaffen.
Für Arbeitsplätze müsste man Dtl. für Firmen interessant machen, nur wie? Billigere Standplätze, geringere Steuern oder sonstiges? Das macht doch kein Bürger mit -.-. Genauso wenig eine Steuererhöhung!
samba1
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Anmeldungsdatum: 25.05.2006
Beiträge: 613

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 17:55:28    Titel:

Steuern ehöhen ist schon möglich aber dafür muß die SV weniger sein. In Schweden ist das auch so ähnlich.

Schwarzarbeit ist auch so eine Sache. Da werden Überstunden gemacht und woanders fehlen Stellen. Diese Überstunden lassen sich verringern und damit neue Stellen schaffen.
Domi1990
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Anmeldungsdatum: 23.09.2006
Beiträge: 37

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 17:57:23    Titel:

Was ist SV? ^^
Labus
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Anmeldungsdatum: 28.09.2004
Beiträge: 2598
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 17:58:40    Titel:

Sozialversicherung?!
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 18:00:20    Titel:

Domi1990 hat folgendes geschrieben:
Nach den Quellen, die ich gerade gelesen habe, ist dieser Sozialstaat Schweden nicht wirklich machbar. Dazu fehlen uns die Anfänge... Schweden hat eine andere Vergangenheit!

Das System der Schweden besteht -soweit ich mitbekommen habe- aus hohen Steuern. Dazu haben sie eine umfassende Konderbetreuung (kann mir einer mehr dazu sagen?) und genug freie Arbeitsplätze.

In Deutschland müsste man also die Steuern erhöhen (kostet Wählerstimmen, obwohl es sich am Ende lohnen würde, wenn die meisten dann einen Arbeitsplatz haben!), Kinder besser fördern (Kindergarten?, Schule?) und Arbeitsplätze beschaffen.
Für Arbeitsplätze müsste man Dtl. für Firmen interessant machen, nur wie? Billigere Standplätze, geringere Steuern oder sonstiges? Das macht doch kein Bürger mit -.-. Genauso wenig eine Steuererhöhung!

Das wäre machbar nur der Wille fehlt. Noch nicht mal eine Föderalismusreform (ok, es wurde ein Reförmchen) konnte in die Wege geleitet werden. Es scheitert am Willen.

Die Schulen, die Bildung, die Nivellierung von Bildung-im-Elternhaus-Unterschieden und der wirtschaftliche Erfolg hängen unmittelbar zusammen. Wer keine Steuern zahlen will sollte sich vielleicht eher nach Monaco absetzen. Mit anti-sozialen Bürgern kann auch kein Sozialstaat bestehen. Das Problem in Deutschland ist vielmehr, dass alle wollen aber keiner zahlen will ("geiz ist geil" als Deutschlandmotto).
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 20:01:33    Titel:

Domi1990 hat folgendes geschrieben:
Entschuldige bitte. Habe ich nicht gelesen. Ich hätte nur gerne die Meinung anderer gehört, bevor ich meinen Senf dazugebe.

Also Problem Nummer 1:
Demografischer Wandel - Deutschland braucht Kinder!
--> Förderung von Familien, z.B. durch zusätzliches Geld.
--> Kosten für Kindergarten bzw. Schule durch Staat gedeckt (Privatschulen natürlich nicht!)
---> Beispiel Australien: dort bekommen Familien einen bestimmten Geldbetrag bei der Geburt eines Kindes ;D
---> fester Arbeitsplatz für die Frau (gibt es schon?)


Der demographische Wandel dürfte auch zur Folge haben, dass die Lebensarbeitszeit der Menschen länger werden muss. Das kann über kürzere Ausbildungszeiten oder spätere Rente geschehen.


Domi1990 hat folgendes geschrieben:

Problem Nummer 2:
Arbeitslosigkeit, da kenne ich mich nicht im geringsten aus!

Das dürfte auch das Schwierigste sein, weil sich da selbst die Theoretiker nicht so einig sind. Prinzpiell geht es darum, die Wirtschaft anzukurbeln. Dazu gibt es angebotsorientierte, nachfrageorientierte und monetaristische Ansätze. Vielleicht noch mehr Wink Aber das ist alles was mir derzeit einfällt.
Die Anreize für Arbeit richtig zu setzen wäre ein anderer Ansatzpunkt. Für viele Arbeiten sind sich deutsche Arbeitnehmer zu schade und bekommen zugegebeermaßen wenig bezahlt, weswegen sie in der Regel von ausländischen Arbeitskräften gemacht werden. Man muss sich nur mal in einem deutschen Pflegeheim umschauen oder auf den Feldern bei der Ernte. Da sieht man auch einen Teil des Problems.

Domi1990 hat folgendes geschrieben:

Problem Nummer 3:
Rente. Leider auch nicht mein Metier...

Das hängt eng mit der Demographie zusammen. Hier geht es darum, dass das derzeitige Rentensystem von den derzeit arbeitenden Menschen finanziert wird. Das geht aber nur solange wie es relativ viele arbeitende Menschen und wenige Rentner gibt. Ansonsten kippt das System und wird unfinanzierbar. Prinzipiell gibts mehrere Ansätze. Mehr einzahlen (Beiträge erhöhen oder mehr Leute einzahlen lassen), weniger ausgeben (Rente kürzen) oder das System umstellen. Z.B. zu einer Privatvorsorge nach amerikanischem "Vorbild".

Weitere Probleme... Krankenkassen (siehe derzeitige Reform)
hohe Staatsverschuldung (Ergebnis der ganzen Misere)

Falls Ihr DIE Lösung findet... poste sie. Wir würden es alle gerne wissen. Smile

Gruß
Pauker
samba1
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Anmeldungsdatum: 25.05.2006
Beiträge: 613

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 21:09:20    Titel:

Die Arbeitslosigkeit hat Folgen bei der Rente. Wenn mehr arbeiten, wird mehr eingezahlt.

Das derzeitige problem bei der Rentenversicherung sind die Politiker, die sich immer einfach an den Geldern vergreifen.
BFR
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Anmeldungsdatum: 04.12.2006
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 05 Dez 2006 - 13:26:49    Titel:

borabora hat folgendes geschrieben:
Das Problem in Deutschland ist vielmehr, dass alle wollen aber keiner zahlen will ("geiz ist geil" als Deutschlandmotto).


vielleicht ist "kann" an dieser stelle besser. es geht denke ich mal mind. 40-50% der bevölkerung so, dass sie sehen müssen wie sie die familie ernährt kriegen, und trotzdem noch weihnachtsgeschenke kaufen können. ne steuererhöhung würde wohl alles zerstören. also bitte nicht, liebe politiker.
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 05 Dez 2006 - 13:53:34    Titel:

Carcharoth hat folgendes geschrieben:
- Pro Mann 3-4 weibliche Wesen, die, um den Anreiz zu verstärken, besonders starke sexuell stimulierende Eigenschaften aufweisen.


Interessanter Ansatz – aber wo nimmt man diese bei einem in etwa ausgewogenen Zahlenverhältnis der Geschlechter her? Und wie funktioniert das, wenn die Leute verhüten statt Kinder bekommen? Oder die Kinder in die Welt setzen, sie aber mangels anständig entlohnter Arbeit nicht ernähren können…?

(über christliche Sozialethik, Monogamie-Prinzip, Auswirkungen des Feminismus u.ä. sei mal hinweggesehen...)
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