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Sozialstaat Deutschland
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ppoldi
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Anmeldungsdatum: 06.09.2005
Beiträge: 2443

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2006 - 10:31:42    Titel:

1. zahllast ungleich traglast!!

2. was ist denn, wenn man plötzlich für den Kaviar immern nach Frankreich fährt, statt nach Baden-BAden
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2006 - 15:46:44    Titel:

ppoldi hat folgendes geschrieben:
Das Paper ist noch nicht fertig, ich kann Dir aber online-Quellen liefern.


Danke, hab aber grad sehr wenig Zeit um mich da einzulesen. Ich vertraue da auf deine Fachkenntnis. Welche Ursachen siehst du für dieses Verschenken von Rendite? Schlechte Aufklärung, mangelnde Marktübersicht, zu volatile Märkte?

Wann hast du das Paper fertig? Very Happy

Beste Grüße
coffeinjunky
ppoldi
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Anmeldungsdatum: 06.09.2005
Beiträge: 2443

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2006 - 15:50:45    Titel:

samba1 hat folgendes geschrieben:

Das ist nicht richtig, denn das Geld muß erstmal vorhanden sein. Bei der steigenden Abgabenlast, kann keiner noch nebenbei so viel anlegen. Deshalb sind die jüngeren so schlecht dran. So viel einzahlen und dann noch privat vorsorgen ist nicht möglich.


Man kann aber schon mit GLEICHEM Anlagebetrag viel mehr erreichen.
ppoldi
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Anmeldungsdatum: 06.09.2005
Beiträge: 2443

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2006 - 16:01:41    Titel:

coffeinjunky hat folgendes geschrieben:
ppoldi hat folgendes geschrieben:
Das Paper ist noch nicht fertig, ich kann Dir aber online-Quellen liefern.


Danke, hab aber grad sehr wenig Zeit um mich da einzulesen. Ich vertraue da auf deine Fachkenntnis. Welche Ursachen siehst du für dieses Verschenken von Rendite? Schlechte Aufklärung, mangelnde Marktübersicht, zu volatile Märkte?

Wann hast du das Paper fertig? Very Happy

Beste Grüße
coffeinjunky


paper wird anfang januar abgegeben, so wie ich mich kenne ist es dann eben auch anfang januar fertig.

Zu den Gründen kann ich noch nicht viel sagen, eines aber vorab, diese § Fragen wurden einer Gruppe gestellt:

"-Suppose you had $100 in a savings account and the interest rate was 2% per year.
After 5 years, how much do you think you would have in the account if you left the
money to grow: more than $102, exactly $102, less than $102?



- Imagine that the interest rate on your savings account was 1% per year and inflation
was 2% per year. After 1 year, would you be able to buy more than, exactly the same
as, or less than today with the money in this account?



- Do you think that the following statement is true or false? “Buying a single company
stock usually provides a safer return than a stock mutual fund."


Eigentlich recht einfach sollte man meinen (zumindest verglichen mit dem Wissen, dass nötig ist um sein Geld systematisch richtig anzulegen), die Ergebnisse waren aber schwach:

"The compound interest question has a 67% correct response
rate; this is such an easy question that we find it rather astounding that one-third of the sample
cannot respond correctly, particularly because the sample include older respondents (mostly
respondents in their 50s and 60s). The inflation question has a higher correct response rate, with
three-quarters (75%) answering correctly that they would be able to buy less after a year if the
interest rate were 1% and inflation were 2%. By contrast, only 52% of the respondents
understand correctly that holding a single company stock implies a riskier return than a stock
mutual fund."


Suggeriert schon, dass es an mangelnden Kentnissen liegen könnte. Bald kann ich dazu genaueres sagen.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2006 - 18:41:45    Titel:

Im Rahmen eines Seminars zum Konflikt Stabilisierungs- vs Wachstumspolitik habe ich von ähnlichen Umfragen gehört. Da wurden Menschen befragt, ob sie zufriedener wären, wenn ihre Gehälter verdoppelt werden würden, auch wenn gleichzeitig die Preise um das doppelte steigen. Die Antwort wurde von etwa 80% bejaht. Nur die befragten Wirtschaftswissenschaftler gaben zu 71% nein an (wobei ich mich frage, wer die 29% ausgebildet hat).

Was schließt man nun daraus?

Die gegenwärtigen Ansätze scheinen irgendwie nicht geeignet zu sein menschliches Verhalten zu erklären, weswegen ich unter anderem die Ansätze des behavioral economics so interessant finde. Insbesondere die Lucas´sche Kritik scheint gegenstandslos zu sein, da die Menschen sich weder auf ein Modell einigen können geschweige denn sich der Modelle/Mechanismen überhaupt bewußt sind. Aber das geht nun zu weit.

Wenn du dich dem Endprodukt näherst kannst du den Thread ja mal wieder beleben. Ist ein ziemlich interessantes Thema.

Beste Grüße
coffeinjunky
ppoldi
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Anmeldungsdatum: 06.09.2005
Beiträge: 2443

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2006 - 23:18:38    Titel:

Ich werde Dir eine pn schicken, wenn das Ding fertig ist.


bounded rationality ist ohne Zweifel ein großes Thema, nicht zuletzt schreibe ich in diesem Bereich meine Diplomarbeit.
Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2006 - 23:21:01    Titel:

coffeinjunky hat geschrieben:

Zitat:
Im Rahmen eines Seminars zum Konflikt Stabilisierungs- vs Wachstumspolitik habe ich von ähnlichen Umfragen gehört. Da wurden Menschen befragt, ob sie zufriedener wären, wenn ihre Gehälter verdoppelt werden würden, auch wenn gleichzeitig die Preise um das doppelte steigen. Die Antwort wurde von etwa 80% bejaht. Nur die befragten Wirtschaftswissenschaftler gaben zu 71% nein an (wobei ich mich frage, wer die 29% ausgebildet hat).


Wie würden denn wohl die Antworten bei gleichzeitiger Halbierung der Einkommen und Preise ausfallen? Es ist sicherlich gewagt, die Währungsumstellung von der DM auf den EURO als Beispiel heranzuziehen, aber viele Arbeitnehmer sollen anfangs hinsichtlich der „gekürzten“ Einkommen trotz „gesunkener“ Preise deprimiert gewesen sein. Könnte also eine Verdoppelung sowohl der Löhne als auch der Preise nicht etwa das Prestige erhöhen und so die Kauflust steigern?
v2.web
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 909

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2006 - 00:03:41    Titel:

Zitat:
Könnte also eine Verdoppelung sowohl der Löhne als auch der Preise nicht etwa das Prestige erhöhen und so die Kauflust steigern?

Nein, lieber Dirk Nerge.
Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2006 - 00:10:01    Titel:

Weshalb nicht?
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2006 - 10:06:32    Titel:

Dirk Nerge hat folgendes geschrieben:
Dennoch fällt nunmehr Deine vorherige Negierung nicht mehr absolut aus. Gewiss, die illusionären Wirkungen des Geldes scheinen quantitativ begrenzt, aber situativ bis zu einem bestimmten Grad möglich zu sein.


Sicher hast du da recht, dass es durch das Hinzufügen ganz vieler Nullen irgendeinen psychologischen Effekt geben wird. Die Frage ist, ob die Wirkung dieses Effektes von anhaltender Dauer ist. Wie lange wirkt also Geldillusion?

Gehen wir davon aus, dass nach ca. 6 Monaten auch die letzten Tante Emma-Läden ihre Preise erhöht haben, so dürfte es spätestens dann keinen positiven Effekt der Geldillusion mehr geben. Natürlich ist dies eine grobe subjektive Einschätzung meinerseits, die quantitativ nicht stimmen muss. Aber ein lang anhaltender positiver Effekt von Geldillusion auf die Kauflaune erscheint mir nicht denkbar.

Symbolwirkungen, wie bei der Einführung des Euros oder durch die subjektiv gefühlte Erhöhung des Einkommens als Symbol der Wertschätzung eigener Arbeit gibt es natürlich auch. Aber die Frage ist halt, wie lange dieser Effekt andauert.

Beste Grüße
coffeinjunky
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