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Sozialstaat Deutschland
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Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2006 - 00:20:24    Titel:

Ich wage mich dunkel an Aussagen meines VWL-Profs zu erinnern. Hatte irgendwas mit Geldillusion zu tun....

Gruß
Pauker
Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2006 - 00:31:06    Titel:

Liegen also die o.g. 29% der Wissenschaftler doch nicht so verkehrt?
samba1
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Anmeldungsdatum: 25.05.2006
Beiträge: 613

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2006 - 00:33:18    Titel:

Die Schweiz hat das ja so ähnlich. Da sind die Einkommen hoch aber die Preise auch.
ppoldi
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Anmeldungsdatum: 06.09.2005
Beiträge: 2443

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2006 - 01:47:44    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:
Ich wage mich dunkel an Aussagen meines VWL-Profs zu erinnern. Hatte irgendwas mit Geldillusion zu tun....

Gruß
Pauker


aber GI ist ja gerade ein Fehler, von dem man erwarten sollte, dass er von Ökonomen nicht begangen wird.
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2006 - 01:47:52    Titel:

Dirk Nerge hat folgendes geschrieben:
Könnte also eine Verdoppelung sowohl der Löhne als auch der Preise nicht etwa das Prestige erhöhen und so die Kauflust steigern?


Nein, lieber Dirk,

maßgeblich ist die reale Kaufkraft, nicht das, was auf dem Papier steht. Wenn wir auf unserem Geld nun hinter allen Zahlen drei Nullen hinzufügen würden, so könnte man sich bei ebenfalls im Gleichklang gestiegenen Preisen nicht mehr kaufen. Selbst nach eine kurzfristigen Euphorie würde schnell die Erkenntnis weichen, dass im Endeffekt nur die Einheit ausgetauscht wurde.

Stell dir vor, man würde nicht mehr in Meter rechnen, sondern in Coffeinetern. Coffeineter ergeben sich als 3,435238*Meter. Hat also ein Bauer danach mehr Land zu bewirtschaften, da er nun alle seine Grundstücksabmessungen mir 3,435238 multiplizieren würde? Ist er glücklicher?

Wohl eher nicht.

Etwas anderes ist es natürlich, wenn sich die relativen Preisverhältnisse ändern.

Beste Grüße
coffeinjunky
Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2006 - 07:33:53    Titel:

coffeinjunky hat geschrieben:

Zitat:
Nein, lieber Dirk,

maßgeblich ist die reale Kaufkraft, nicht das, was auf dem Papier steht. Wenn wir auf unserem Geld nun hinter allen Zahlen drei Nullen hinzufügen würden, so könnte man sich bei ebenfalls im Gleichklang gestiegenen Preisen nicht mehr kaufen. Selbst nach eine kurzfristigen Euphorie würde schnell die Erkenntnis weichen, dass im Endeffekt nur die Einheit ausgetauscht wurde.


Dennoch fällt nunmehr Deine vorherige Negierung nicht mehr absolut aus. Gewiss, die illusionären Wirkungen des Geldes scheinen quantitativ begrenzt, aber situativ bis zu einem bestimmten Grad möglich zu sein.

Zitat:
Stell dir vor, man würde nicht mehr in Meter rechnen, sondern in Coffeinetern. Coffeineter ergeben sich als 3,435238*Meter. Hat also ein Bauer danach mehr Land zu bewirtschaften, da er nun alle seine Grundstücksabmessungen mir 3,435238 multiplizieren würde? Ist er glücklicher?

Wohl eher nicht.


Also ich finde die Maßeinheit Coffeineter sehr interessant und belebend. Wäre ich ein Bauer, würden mich die Coffeineter vielleicht stärker motivieren. Was sind denn schon Meter? Die gibt es bereits seit geraumer Zeit und werden allmählich langweilig. Und falls mich die Einführung der Coffeineter motivieren sollte, würde ich gegebenenfalls qualitativ mehr aus meinen Ländereien erwirtschaften. Haben nicht manchmal auch Änderungen der Begriffe und Symbole ökonomische Impulse setzen können?
Pauker
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Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2006 - 07:56:06    Titel:

ppoldi hat folgendes geschrieben:

aber GI ist ja gerade ein Fehler, von dem man erwarten sollte, dass er von Ökonomen nicht begangen wird.


Ja, das ist der eigentliche Hammer Smile

Gruß
Pauker
Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2006 - 08:21:19    Titel:

Aber, aber, Geld ist doch auch ein Illusionsgut. Oder etwa nicht?
ppoldi
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Anmeldungsdatum: 06.09.2005
Beiträge: 2443

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2006 - 15:52:54    Titel:

Dirk Nerge hat folgendes geschrieben:
Aber, aber, Geld ist doch auch ein Illusionsgut. Oder etwa nicht?



Es ist tatsächlich garnicht so einfach den Gebrauch von Geld zu rationalisieren. Normalerweise braucht man Modelle mit unendlichem Zeithorizonont, warum ?


Überleg mal was du machen würdest, wenn du wüstest, dass morgen abend 0h die Welt unterginge.
Dirk Nerge
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Anmeldungsdatum: 06.12.2005
Beiträge: 323

BeitragVerfasst am: 09 Dez 2006 - 05:18:28    Titel:

coffeinjunky hat geschrieben:

Zitat:
Sicher hast du da recht, dass es durch das Hinzufügen ganz vieler Nullen irgendeinen psychologischen Effekt geben wird. Die Frage ist, ob die Wirkung dieses Effektes von anhaltender Dauer ist. Wie lange wirkt also Geldillusion?


Im obigen Fall wäre die Illusion wahrscheinlich von kurzer Dauer. Prinzipiell ist die Existenz des Geldes aber auf Illusionen angewiesen, was sich schon aus dem immateriellen Charakter dieses Tauschmittels ergibt. Der Tausch mit Geld setzt eben mehr Fantasie und Abstraktionsvermögen voraus, als Äpfel gegen Birnen zu tauschen.

ppoldi hat geschrieben:

Zitat:
Es ist tatsächlich garnicht so einfach den Gebrauch von Geld zu rationalisieren. Normalerweise braucht man Modelle mit unendlichem Zeithorizonont, warum ?


Was wäre denn unter einem rationalen Gebrauch von Geld zu verstehen? Verhält sich der sparsame Puritaner oder der verschwenderische Hedonist rational? Ist eine Investition rational, deren Zielsetzung nicht aufgeht und womöglich im Konkurs endet? Verhält sich ein schuldenfreier Staat rational?
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