Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Wahre Gerechtigkeit
Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Wahre Gerechtigkeit
 
Autor Nachricht
Der Wüstenfuchs
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 09.11.2006
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 18:16:23    Titel: Wahre Gerechtigkeit

Warum leben wir in einer Gesellschaft, warum gibt es dieses Gebilde auf der ganzen Welt? Geht es nicht um die Selbsterhaltung, eine Ordnung zu schaffen, die unser aller Sicherheit garantiert und uns zur Verteidigung dient.
Wenn ja, dann stelle ich einmal folgende Behauptungen auf.

Widerspricht es nicht der Vernunft Mörder und Vergewaltiger am Leben zu lassen, wie kann es sein das ein Vergewaltiger der z.B. 3 Frauen vergewaltigt hat und ihr Leben total zum negativen verändert hat, in eine warme Zelle, mit medialer Unterhaltung und genügend nahrhafte Mahlzeiten am Tag gesperrt wird, während Arbeitslose, die sich nichts zu schulden haben kommen lassen auf der Straße kampieren müssen, ohne Schutz vor Wind und Wetter, ohne Hygine. Ist es nicht unvorstellbar, welcher Qual die Opfer ausgesetzt waren, welche Angst sie erleiden mussten, die Ohnmacht, das man ausgeliefert ist und hilflos, den Schmerz den man in einem bestimmten Bereich des Körpers spürten, das sie nie wieder ein normales Leben führen können. Wieviele Beziehungen werden wohl in die Brüche gehen, weil das Opfer die Ereignisse nicht verarbeiten kann ? Man ist sein leben lang gezeichnet, wieviele der Mut verlässt, lässt sich nur erahnen. Man sagt Mord ist das schlimmste Verbrechen, da wäre ich mir aber nicht so sicher, denn ist es schlimmer ob man bei einem Autounfall ums Leben kommt oder ob man für den Rest seines Lebens vom Hals abwärts gelähmt ist ? Der Tod ist manchmal die Erlösung, wobei
die Bedeutung des Mordes, keinesfalls gemildert werden soll.

Nun eine Schlussfolgerung, ist es nicht besser auch für die Gesellschaft, Mörder (natürlich keine Notwehr) und Vergewaltiger hinrichten zulassen ?
Denn letzendlich kostet ihre Existenz nur Geld, birgt in sich keinen Vorteil für die Gesellschaft und ist im Gegenteil eine Gefahr für jeden von uns!


Grüße,
der Wüstenfuchs.
Carcharoth
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 18.07.2006
Beiträge: 1536

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 18:44:50    Titel:

Auch Mörder und Vergewaltiger sind noch vollwertige Bürger des Staates, in dem du lebst. Als solche werden sie also auch behandelt - und das ist gut so!
Ein Mörder oder ein Vergewaltiger wird nicht für die Tat bestraft, die er dem Opfer angetan hat. Dass sich ein Staat dies nicht herausnimmt, ist ebenfalls gut so!
Ein Mörder oder ein Vergewaltiger wird - wie jeder Straftäter, dem seine Tat durch ein Gericht nachgewiesen wird - für den Schaden bestraft, den er dem Staat und der Gesellschaft angetan hat. Dies rechtfertigt nun einmal keine Todesstrafe.

Nach deiner Schlussfolgerung - ein Mensch erbringt keinen Dienst mehr für den Staat und kostet ihn lediglich Geld, also kann man ihn auch umbringen - würde jeder Langzeitarbeitslose, der keine Stelle findet; jeder Geisteskranke; jeder bettlägerige Alte; jeder körperbehinderte besser getötet.

Wie menschenverachtend ist das eigentlich?
Der Wüstenfuchs
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 09.11.2006
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 18:48:30    Titel:

Carcharoth hat folgendes geschrieben:
Auch Mörder und Vergewaltiger sind noch vollwertige Bürger des Staates, in dem du lebst. Als solche werden sie also auch behandelt - und das ist gut so!
Ein Mörder oder ein Vergewaltiger wird nicht für die Tat bestraft, die er dem Opfer angetan hat. Dass sich ein Staat dies nicht herausnimmt, ist ebenfalls gut so!
Ein Mörder oder ein Vergewaltiger wird - wie jeder Straftäter - für den Schaden bestraft, den er dem Staat und der Gesellschaft angetan hat. Dies rechtfertigt nun einmal keine Todesstrafe.

Nach deiner Schlussfolgerung - ein Mensch erbringt keinen Dienst mehr für den Staat und kostet ihn lediglich Geld, also kann man ihn auch umbringen - würde jeder Langzeitarbeitslose, der keine Stelle findet; jeder Geisteskranke; jeder bettlägerige Alte; jeder körperbehinderte besser getötet.

Wie menschenverachtend ist das eigentlich?


Sie schaden aber keinem Mitglied der gesellschaft auf physische und psyische Art, im Gegensatz zu den oben genannten edit: "Menschen", wolltest du wohl sagen. Ich mache dich hiermit darauf aufmerksam, dass menschenverachtende Aussagen hier nicht geduldet werden. -Pauker- wie Mörder und Vergewaltiger.

Grüße,
der Wüstenfuchs.
Mark123
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 18:59:00    Titel:

Carcharoth hat folgendes geschrieben:
Auch Mörder und Vergewaltiger sind noch vollwertige Bürger des Staates, in dem du lebst. Als solche werden sie also auch behandelt - und das ist gut so!


Ich wünschte, du würdest in deinem Verwandten- oder Bekanntenkreis einmal mit einem bestialischen Auswuchs dieser Delikte näher vertraut gemacht. Dann könntest du deinen Großmut einmal auf die Probe stellen.

Carcharoth hat folgendes geschrieben:

Ein Mörder oder ein Vergewaltiger wird nicht für die Tat bestraft, die er dem Opfer angetan hat. Dass sich ein Staat dies nicht herausnimmt, ist ebenfalls gut so!
Ein Mörder oder ein Vergewaltiger wird - wie jeder Straftäter, dem seine Tat durch ein Gericht nachgewiesen wird - für den Schaden bestraft, den er dem Staat und der Gesellschaft angetan hat. Dies rechtfertigt nun einmal keine Todesstrafe.


Abgesehn davon, dass mir beim Durchlesen deiner Stellungnahme übel wird, ist sie auch noch komplett falsch. Selbstverstämdlich wird der Täter auch für den Schaden bestraft, den er dem Opfer angetan hat. Wie saugt man sich nur so einen Blödsinn aus den Fingern?

Selbst wenn man dieses völlig falsche Faktum zu Grunde legen würde, ist deine Implikation bezüglich der Todesstrafe ebenfalls falsch. Was hat der Staat denn für einen Schaden, wenn ein Mensch erschossen wird? Einen Steuerzahler weniger? Rechtfertigt das lebenlange Haft? Wohl kaum. Eine gewisse Strafe läßt sich letztendlich niemals nach dem 1+1 System rechtfertigen. Die Todesstrafe ist aus Menschenrechtsgründen verboten und keinesfalls aus Gründen fehlender Rechtfertigungsgründe, wie du es darstellst.

Carcharoth hat folgendes geschrieben:

Nach deiner Schlussfolgerung - ein Mensch erbringt keinen Dienst mehr für den Staat und kostet ihn lediglich Geld, also kann man ihn auch umbringen - würde jeder Langzeitarbeitslose, der keine Stelle findet; jeder Geisteskranke; jeder bettlägerige Alte; jeder körperbehinderte besser getötet.

Wie menschenverachtend ist das eigentlich?


Sehr interessant. Du legst dem Gegenüber etwas in den Mund was er so nicht gesagt hat und echauffierst dich darüber.
Pauker
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 19:09:48    Titel:

Mark123 hat folgendes geschrieben:

Ich wünschte, du würdest in deinem Verwandten- oder Bekanntenkreis einmal mit einem bestialischen Auswuchs dieser Delikte näher vertraut gemacht. Dann könntest du deinen Großmut einmal auf die Probe stellen.


Ich muss mich aber sehr wundern, dass man die (nachvollziehbare) Rachsucht von Angehörigen als Maßstab für die Todesstrafe sehen soll.
Es ist eine zivilisatorische Errungenschaft bei Straftätern nicht das "hängt ihn höher" Verfahren anzuwenden und auch solche Menschen nicht auf Ihre ökonomische Verwertbarkeit für die Gesellschaft zu reduzieren.

Die Todesstrafe würde keinem helfen und nichts für niemanden besser machen. Nur einem Unrecht ein weiteres hinzufügen (damit es schön gerecht ist)

Gruß
Pauker
Mark123
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 19:22:42    Titel:

Pauker hat folgendes geschrieben:

Ich muss mich aber sehr wundern, dass man die (nachvollziehbare) Rachsucht von Angehörigen als Maßstab für die Todesstrafe sehen soll.
Es ist eine zivilisatorische Errungenschaft bei Straftätern nicht das "hängt ihn höher" Verfahren anzuwenden und auch solche Menschen nicht auf Ihre ökonomische Verwertbarkeit für die Gesellschaft zu reduzieren.

Die Todesstrafe würde keinem helfen und nichts für niemanden besser machen. Nur einem Unrecht ein weiteres hinzufügen (damit es schön gerecht ist)


Es geht hier auch weniger um die Todesstrafe, sondern um Mörder und Vergewaltiger, die sich ihre Zeit im Knast mit DSF Sexy Sport Clips oder Playstation vertreiben.

Zu den Todesstrafe-Gegnern: wenn mir jemand aufrichtig versichert, dass er angesichts seines vergewaltigten und ermordeten Kindes aus "zivilisatorischen" Gründen keine Todesstrafe fordert, hat er meinen tiefsten Respekt verdient. Alle Anderen halte ich persönlich für perfide Heuchler.
Carcharoth
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 18.07.2006
Beiträge: 1536

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 20:01:22    Titel:

>>wenn mir jemand aufrichtig versichert, dass er angesichts seines vergewaltigten und ermordeten Kindes aus "zivilisatorischen" Gründen keine Todesstrafe fordert<<

in der Situation bin ich gottlob nicht, und solange ich es nicht bin, wird es wohl auch wenig glaubwürdig rüberkommen, aber ich versuch's trotzdem:
nein ich würde keine Todesstrafe für die Täter einfordern.

Wenn ich direkt betroffen wäre bzw. mein Kind zum Opfer würde, weiß ich nicht wie ich reagieren würde. Vermutlich würde ich Rachegedanken hegen, an Selbstjustiz denken, bitter über der gesamten Menschheit werden, und ich weiß nicht, ob ich jemals wieder klar denken könnte.

Aber ich käme nie im Leben auf die Idee, zu fordern, dass dieser Zustand zum Paradigma des gesamten Strafrechts und des Justizapparates werden sollte. Ein solches Denken ist absurd, in all seinen Konsequenzen menschenverachtend und würde sich über kurz oder lang gegen den Staat kehren, der es anwendet.

Persönlicher und Gesellschaftlicher Schaden sind zwei Paar Schuhe. Und von diesem Denken weiche ich bei aller Betroffenheit über Opfer und Angehörige der Opfer nicht ab, auch nicht, wenn, wie in jüngster Zeit geschehen, die Opferheroisierung medial derart aufgesetzt-mitleidig hochgekocht wird, dass mir das Kotzen kommt.
Carcharoth
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 18.07.2006
Beiträge: 1536

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 20:09:57    Titel:

achso Mark123, für deine weniger sachlichen bzw. konstruktiven Kommentare nehme ich mir heraus, einen eigenständigen Post zu schreiben - auf die Gefahr hin dass er in den Stammtisch geschoben wird.

>>Abgesehn davon, dass mir beim Durchlesen deiner Stellungnahme übel wird<<

tja, auf persönliche Befindlichkeiten nimmt eben auch die Justiz keine Rücksicht. Du kannst ja mal einen Richter fragen, wie er die in solchen Prozessen Verurteilten richtet (nicht wie er persönlich auf sie zu sprechen ist) - als Menschen und vollwertige Bürger oder als Abschaum.

Eigentlich sollten wir doch aus dem Holocaust und einigen anderen, weniger oft herbeizitierten Ereignissen gelernt haben, dass jeder Mensch zu Barbarischem fähig ist.

>>Selbstverstämdlich wird der Täter auch für den Schaden bestraft, den er dem Opfer angetan hat. Wie saugt man sich nur so einen Blödsinn aus den Fingern?<<

Nein. Er wird für den Schaden bestraft, den er den Opfern als Gliedern einer übergeordneten Gesellschaft angetan hat. Lernt man in jedem Jurastudium, sollte aber auch zur Allgemeinbildung eines mündigen Menschen gehören.

>>Sehr interessant. Du legst dem Gegenüber etwas in den Mund was er so nicht gesagt hat und echauffierst dich darüber.<<

Ach Mark, das gehört doch zu deinen gängigsten Praktiken!! Warum sollten nicht auch andere mal ihren Spaß haben?
Im übrigen ist das von mir angeführte nur die letzte Konsequenz der von Wüstenfuchs aufgestellten Thesen.
Mark123
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 20:19:19    Titel:

Carcharoth hat folgendes geschrieben:

tja, auf persönliche Befindlichkeiten nimmt eben auch die Justiz keine Rücksicht. Du kannst ja mal einen Richter fragen, wie er die in solchen Prozessen Verurteilten richtet (nicht wie er persönlich auf sie zu sprechen ist) - als Menschen und vollwertige Bürger oder als Abschaum.


Wenn du wüsstest, wie manche Richter über die Angeklagten denken...

Carcharoth hat folgendes geschrieben:

Nein. Er wird für den Schaden bestraft, den er den Opfern als Gliedern einer übergeordneten Gesellschaft angetan hat. Lernt man in jedem Jurastudium, sollte aber auch zur Allgemeinbildung eines mündigen Menschen gehören.


Ziel der Strafe ist eine allgemeine Generalprävention in Richtung auf die Verteidigung der Rechtsordnung, eine spezialpräventive Ausprägung des Gedankens der Warnung, auf alle Fälle aber Gerechtigkeit.

p.s.: Mach dir mal keine Gedanken über meine Bildung, meine Eltern haben genug darin investiert.

p.p.s.: Studiengebühren schon bezahlt?
Carcharoth
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 18.07.2006
Beiträge: 1536

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 20:23:51    Titel:

>>Gerechtigkeit<<

ein schönes Wort. Aber Gerechtigkeit erfährt immer wieder Umdeutungen - schon einmal drüber nachgedacht?

>>p.s.: Mach dir mal keine Gedanken über meine Bildung, meine Eltern haben genug darin investiert.<<

Man merkts, aus jedem deiner Beiträge lacht einem der Bildungsüberschuss entgegen! =^.^=

>>p.p.s.: Studiengebühren schon bezahlt?<<

Aber nein, so weit sind wir in Hessen noch gar nicht - sollte jemand der aus der Marburger Ecke kommt und von seinen Eltern mit reichlich Bildung gespeist wurde, doch wissen.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Wahre Gerechtigkeit
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
Seite 1 von 3

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum