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Wahre Gerechtigkeit
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Wahre Gerechtigkeit
 
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Mark123
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Anmeldungsdatum: 31.07.2006
Beiträge: 1075

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 21:26:28    Titel:

Carcharoth hat folgendes geschrieben:

Aber nein, so weit sind wir in Hessen noch gar nicht - sollte jemand der aus der Marburger Ecke kommt und von seinen Eltern mit reichlich Bildung gespeist wurde, doch wissen.


Tja, über Geld musste ich eben nie nachdenken. Wink
Carcharoth
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Anmeldungsdatum: 19.07.2006
Beiträge: 1536

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 21:28:54    Titel:

>>Tja, über Geld musste ich eben nie nachdenken.<<

what a pity... hast was verpasst ^^
Der Wüstenfuchs
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Anmeldungsdatum: 09.11.2006
Beiträge: 70

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 21:55:38    Titel:

Der Wüstenfuchs hat folgendes geschrieben:
Carcharoth hat folgendes geschrieben:
Auch Mörder und Vergewaltiger sind noch vollwertige Bürger des Staates, in dem du lebst. Als solche werden sie also auch behandelt - und das ist gut so!
Ein Mörder oder ein Vergewaltiger wird nicht für die Tat bestraft, die er dem Opfer angetan hat. Dass sich ein Staat dies nicht herausnimmt, ist ebenfalls gut so!
Ein Mörder oder ein Vergewaltiger wird - wie jeder Straftäter - für den Schaden bestraft, den er dem Staat und der Gesellschaft angetan hat. Dies rechtfertigt nun einmal keine Todesstrafe.

Nach deiner Schlussfolgerung - ein Mensch erbringt keinen Dienst mehr für den Staat und kostet ihn lediglich Geld, also kann man ihn auch umbringen - würde jeder Langzeitarbeitslose, der keine Stelle findet; jeder Geisteskranke; jeder bettlägerige Alte; jeder körperbehinderte besser getötet.

Wie menschenverachtend ist das eigentlich?


Sie schaden aber keinem Mitglied der gesellschaft auf physische und psyische Art, im Gegensatz zu den oben genannten edit: "Menschen", wolltest du wohl sagen. Ich mache dich hiermit darauf aufmerksam, dass menschenverachtende Aussagen hier nicht geduldet werden. -Pauker- wie Mörder und Vergewaltiger.

Grüße,
der Wüstenfuchs.


Wie zynisch kann man sein und Menschen, die ein anderes Leben genommen haben und keinerlei Wert auf die Rechte und die Würde anderer nehmen, als Leben bezeichnen.

Zitat:
Die Todesstrafe würde keinem helfen und nichts für niemanden besser machen. Nur einem Unrecht ein weiteres hinzufügen (damit es schön gerecht ist)


Aber einen Menschen auf freien Fuß setzen und andere damit in Gefahr bringen, das ist vertretbar für dich ?
Wir tun diesen Menschen, wie du sie nennst, kein Unrecht, da sie selbst diesen Weg eingeschlagen haben und jeder nun einmal dafür bezahlen muss, für das was er getan hat. Und ich kann nicht für die Niederbrennung eines Schlosses, den Wert eines Holzhauses bezahlen.
Carcharoth
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Anmeldungsdatum: 19.07.2006
Beiträge: 1536

BeitragVerfasst am: 04 Dez 2006 - 23:01:40    Titel:

Die deutsche Justiz funktioniert zum Glück nicht per Aufrechnung. Über dieses "Gerechtigkeits"system sind wir innerhalb staatlicher Institutionen gottlob seit einiger Zeit schon hinaus.
lebowski
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Anmeldungsdatum: 30.07.2005
Beiträge: 388
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 05 Dez 2006 - 00:38:21    Titel:

also ich glaube die deutsche rechtsprechung will verbrechen nicht rächen, sondern verhindern.

und zwar soll die strafe einerseits andere davon abschrecken, das gleiche zu tun und andererseits den täter davon abschrecken es nochmal zu tun.

darum bekommen zb menschen, die ihre tat bereuen eine mildere strafe. die gefahr, dass sie es nochmal tun, ist viel geringer.
auf der anderen seite werden widerholungstäter strenger bestraft, denn es ist anzunehmen, dass die strafe für die erste tat nicht ausreichend war, ihn von einer widerholung abzuhalten.

bei triebtätern ist eine strafe nicht ausreichend. sie werden psychologisch behandelt, bis man davon ausgehen kann dass sie ihre tat nicht widerholen.

@mark123:
man kann unter der inhaftierung leiden, auch wenn playstation und dsf sportclips hat.
wenn die leute, die dafür zuständig sind, dass straftäter nicht zu widerholungstätern werden, ihnen eine playstation geben, dann ist davon auszugehen, dass es sich nicht negativ auswirkt.
Pauker
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Moderator


Anmeldungsdatum: 26.05.2005
Beiträge: 7831
Wohnort: Schwäbisch Hall

BeitragVerfasst am: 05 Dez 2006 - 01:08:09    Titel:

[quote="Der Wüstenfuchs"]
Wie zynisch kann man sein und Menschen, die ein anderes Leben genommen haben und keinerlei Wert auf die Rechte und die Würde anderer nehmen, als Leben bezeichnen.
Zitat:

Ich verstehe den Satz nicht. Ich habe dich nur darauf aufmerksam gemacht und tue dies gerne noch einmal, dass die Menschenwürde lt. Grundgesetz für jeden Menschen gilt. Solltest du nicht so ganz fest auf dem Boden desselbigen stehen, wäre dieses Forum nicht der richtige Platz für dich.

[quote="Der Wüstenfuchs"]
Aber einen Menschen auf freien Fuß setzen und andere damit in Gefahr bringen, das ist vertretbar für dich ?

Wo habe ich das gefordert? Ein Mensch, der eine Gefahr für seine Mitmenschen darstellt, gehört natürlich eingesperrt.
Warum man ihn deswegen umbringen muss, erschließt sich mir nicht. Dadurch wird der erste Ermordete nicht wieder lebendig. Das einzige was befriedigt wird sind Rachegelüste der betroffenen Angehörigen und/oder einer medial aufgeheizten Öffentlichkeit. Aber dafür Menschen töten?

Gruß
Pauker
samba1
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Anmeldungsdatum: 25.05.2006
Beiträge: 613

BeitragVerfasst am: 05 Dez 2006 - 13:24:50    Titel:

Wer für andere gefährlich werden kann, muß woanders leben. Die Menschen sollen vor diesen geschützt sein. Todestrafe finde ich nicht so passend, da es auch nicht besser ist als die Mörder.
Guido
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 717
Wohnort: Süddeutschland

BeitragVerfasst am: 05 Dez 2006 - 14:20:38    Titel: Re: Wahre Gerechtigkeit

Der Wüstenfuchs hat folgendes geschrieben:

Widerspricht es nicht der Vernunft Mörder und Vergewaltiger am Leben zu lassen…

Nun eine Schlussfolgerung, ist es nicht besser auch für die Gesellschaft, Mörder (natürlich keine Notwehr) und Vergewaltiger hinrichten zulassen ?
Denn letzendlich kostet ihre Existenz nur Geld, birgt in sich keinen Vorteil für die Gesellschaft und ist im Gegenteil eine Gefahr für jeden von uns!


Eine interessante Frage über die schon Generationen von Rechtsphilosophen ganze Regalkilometer gefüllt haben. Es geht letztlich um die Forderung der Todesstrafe für als todeswürdig erachtete Verbrechen.

Zunächst mal: Die Todesstrafe ist endgültig und kann nach ihrer Vollstreckung nicht mehr zurückgenommen werden. Daher ergibt sie nur in einem auf Vergeltung und Abschreckung ausgelegten Rechtssystem überhaupt einen Sinn. Rechtsysteme, die auf Prävention, Rehabilitation und Vermeidung von Verbrechen setzen (so wie das deutsche) können mit der Todesstrafe als systemfremden Element nichts anfangen.

Zudem: Der Todesstrafe liegt die Überlegung zugrunde, dass der Staat das Recht haben soll, im Namen der Justiz zu töten. Das halten viele Leute für eine unzulässige Erweiterung des Gewaltmonopols. Wird die Möglichkeit zu töten in Friedenszeiten zu einem staatlichen Instrument, so ist der Katalog todeswürdiger Verhaltensweisen bald Gegenstand politischer Erwägungen und damit letztlich ein Ausdruck administrativer Willkür. Willkür als Grundlage staatlicher Gewalt gegen die Bürger ist grundsätzlich abzulehnen. Wie kontrovers das gesehen wird, zeigen schon die Debatten um den "finalen Rettungsschuss".

Rein ökonomisch gesehen ist es sicherlich billiger Schwerverbrecher hinzurichten anstatt sie über Jahrzehnte auf Staatskosten im Knast durchzubringen. Ökonomische Überlegungen können allerdings nicht Grundlage der Rechtspflege sein. Mit der gleichen Begründung könnte man sonst Alte, Kranke, Pflegebedürftige, Behinderte … kurzum „unnütze Fresser“ sozialverträglich zu liquidieren (so oder ähnlich sahen es z.B. die Nazis mit ihren Euthanasie-Programmen). Auch ist es nicht Aufgabe der Rechtspflege irgendwelche „Vorteile“ für die Gesellschaft zu realisieren (Justiz ist kein Spekulationsgeschäft) sondern den Gesetzen Geltung zu verschaffen.
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 05 Dez 2006 - 20:49:04    Titel:

Nein, es ist nicht günstiger Menschen hinzurichten. Dazu gibt es umfangreiche Materialien aus den USA.
Bürger
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 27.11.2005
Beiträge: 2016
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2006 - 03:58:01    Titel: Re: Wahre Gerechtigkeit

Der Wüstenfuchs hat folgendes geschrieben:

Widerspricht es nicht der Vernunft Mörder und Vergewaltiger am Leben zu lassen, wie kann es sein das ein Vergewaltiger der z.B. 3 Frauen vergewaltigt hat und ihr Leben total zum negativen verändert hat, in eine warme Zelle, mit medialer Unterhaltung und genügend nahrhafte Mahlzeiten am Tag gesperrt wird, während Arbeitslose, die sich nichts zu schulden haben kommen lassen auf der Straße kampieren müssen, ohne Schutz vor Wind und Wetter, ohne Hygine.



Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Die Arbeitslosen, die auf der Straße kampieren müssen, wenn es denn so ist, sind natürlich eine Schande für unsere Gesellschaft, eine solche Schande wird aber kaum durch die Hinrichtung gefangener Straftäter geringer. Im Gegenteil, die Todesstrafe würde die Gesellschaft teurer kommen, und zwar über den Betrag im Einzelnen der ja wie Borabora meint auch schon teurer ausfällt, hinaus. Einen dreimaligen Vergewaltiger hinrichten zu lassen, würde vielen Frauen das Leben kosten, möchtest Du das, nur um Dein persönliches Gerechtigkeitsempfinden was doch sehr vom Gedanken der Rache getragen wird, zu befriedigen? Dann ist die Frage ob eine Strafverschärfung im Allgemeinen und die Einführung der Todesstrafe tatsächlich den Effekt hätte, den Du Dir vorstellst. Ich denke nicht. Straftäter lassen sich nicht immer höhere Strafen abhalten, diese Erfahrung werden die Franzosen demnächst wieder machen dürfen. Der Glaube rechtskonservativer Zeitgenossen Strafe hilft, ist falsch. Eine höhere Strafe ist eine Art Kriegserklärung, sie wird aber nicht helfen. Straftäter gehen davon aus nicht geschnappt zu werden. Wäre es anders, wären sie nicht kriminell, denn eine vernünftige Lebensplanung wenn man die lange Zeit im Knast verbringt und vorbestraft ist. erscheint nicht sehr tragfähig. Das gilt sowohl für den sporadischen Tankstellenräuber wie für den bestechlichen Beamten, beide gehen davon aus, nicht erwischt zu werden und für beide, wenn sie noch nicht erwischt wurden, wäre sich das Erwischen lassen die eigentliche Katastrophe, ob sie danach für 3 oder 7 Jahre eingesperrt werden interessiert sie zu dem Zeitpunkt ihrer Tat nicht im geringsten. Würde jemand ein Bestechungsgeld annehmen, wenn er wüsste dass er anschließend in den Knast geht, seinen Job los wird, in seinem Umfeld fortan als Krimineller gilt? Kaum, also wird die Erhöhung der Strafe auf 3 oder 4 Jahre ihn auch nicht davon abhalten. Eine bessere Kontrolle der öffentliche Vergabepraxis und damit die höhere Chance erwischt zu werden hätten vermutlich einen höheren Effekt. Die Tatsache, dass eine Tankstelle viedeoüberwacht wird, hält den ein oder anderen Straftäter eher davon ab, als die Einführung eines Boot-Lager, die drastischer Erhöhung oder die chinesische Methode die gleich die Todesstrafe gegen bestechliche Beamte verhängt ohne dass die Bestechung verschwunden wäre. Im Idealfall hält eine Gesellschaft Menschen davon ab kriminell zu werden, indem sie ihnen vernünftige Chancen anbietet. Eine drohende Todesstrafe liefert einem Täter moralisch die Rechtfertigung sich selbst zu verteidigen, es geht um sein Leben. Wenn er schon vorher rücksichtslos war, wird er es jetzt erst recht.
Eine Eskalation der Gewalt wäre die Folge, tote Polizisten, tote Zeugen und, Unbeteiligte die einfach getötet werden um schnell an Geld und einem Wagen zu kommen. Insgesamt steht zu befürchten das wesentlich mehr Menschen Opfer werden, nicht nur das Opfer. Allein wenn der Täter Geiseln nimmt, um sich einer drohenden Verhaftung und einer Todesstrafe zu entziehen. Das ganze endet vielleicht in einem Blutbad.

Insgesamt betrachtet, wird die Gesellschaft gewalttätiger, sie rüstet sich auf, wenn die Todesstrafe im Hintergrund steht, nicht weniger sondern mehr Gewalt und mehr Opfer wären langfristig unausbleiblich die Folge.




Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
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