Wir brauchen endlich eine intelligente Migrationspolitik
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Heison Full Member


Anmeldungsdatum: 05.12.2006 Beiträge: 380
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 14:59:28 Titel: Wir brauchen endlich eine intelligente Migrationspolitik |
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Die Folgen von Deutschlands Migrationsproblemen sind nicht zu übersehen. Jahrzehntelange Fahrlässigkeiten haben tiefe gesellschaftliche Spuren hinterlassen. Die Bevölkerung wurde nie befragt, muss aber mit allen Konsequenzen leben, denen sie sich im eigenen Land ausgesetzt sieht. Doch richtig anpacken tut in der Politik noch keiner etwas. Dabei drängt die Zeit: Deutschland braucht endlich eine intelligente Migrationspolitik.
Wann ist eine Migrationspolitik intelligent? Sie ist es sicher dann, wenn sie sich am Eid orientiert, den jedes Mitglied der Bundesregierung laut Grundgesetz (Art. 56 und 64) schwören muss:
"Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe.)"
Migration darf außerdem keine Einbahnstraße sein. Eine intelligente Migrationspolitik besteht daher aus einer intelligenten (A) Einwanderungs-, (B) Rückführungs- und (C) Integrationspolitik.
In jeder dieser drei Komponenten sollten sich die Prinzipien des Grundgesetz-Eides widerspiegeln. Sie sollten kohärent gestaltet werden. Widersprechende EU-Richtlinien und EU-Gesetze müssen beseitigt werden. Eine Harmonisierung mit weitentwickelten EU-Staaten sollte aber offen gehalten werden.
Zu den Zielen und Folgen weiter unten. Zunächst der Grundriss zur Diskussion:
(A) Einwanderungspolitik
- Abgesehen vom grundgesetzlichen Asylrecht muss Einwanderung den Interessen Deutschlands und der Deutschen dienen.
- Alle Einwanderer müssen ein durch internationale Vereinbarungen anerkanntes Führungszeugnis vorlegen. Vorbestrafte erhalten Zutritt nur in genau begründeten Ausnahmefällen.
- Es sollten vornehmlich bildungsnahe Zuwanderer zureisen dürfen. Ebenfalls sollte auf eine Ausgewogenheit des religiösen und kulturellen Hintergrunds der Migrantengruppen geachtet werden. Studien und Forschungsergebnisse können Grundlage für detaillierte Kriterienkataloge sein.
- Besonders gefördert werden muss die Anwerbung von Unternehmern, die Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen können.
- Familiennachzug ist nur noch möglich, wenn nachziehende Familienangehörige gute Deutschkenntnisse nachweisen und die Fähigkeit, notfalls für sich selbst zu sorgen. Alternativ wird die Familienzusammenführung im Ausland angeboten.
- Einwanderungswillige, die das Kriterium im 3. Punkt nicht erfüllen, können durch eine mindestens 5jährige Patenschaft eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Der Pate muss Deutscher sein und durch sein Privatvermögen in diesen 5 Jahren für alle anfallenden Sozialleistungen aufkommen, auch für nötige Sprachkurse. Das Kontigent der Patenschaften wird limitiert.
(B) Rückführungspolitik
Alle Nichtdeutschen sind umgehend ausreisepflichtig,
- wenn sie von einem deutschen Gericht zu mindestens 3 Monaten Haft verurteilt werden, innerhalb der ersten 4 Jahre des Aufenthalts auch bei Bewährung.
- wenn sie bei Arbeitslosigkeit und bestehender Arbeitserlaubnis nicht binnen 6 Monaten einen Job finden, bei einem Aufenthalt über 4 Jahren binnen 12 Monaten, und dabei auf finanzielle Unterstützung der Gemeinschaft angewiesen sind.
- wenn deren strafunmündige Kinder durch schwere Gewalttaten auffallen. Die Erziehung zum Respekt vor dem Recht auf körperliche Unversehrtheit der Mitmenschen liegt im Verantwortungsbereich der Eltern.
- wenn sie in aus- oder inländischen Terrororganisationen mitgewirkt haben.
- wenn ihr Asylbegehren abgelehnt wurde.
Ausnahmen sind nur bei herausragendem, gesellschaftlichem Engagement oder sonstigen besonderen Verdiensten möglich. Der Staat muss die Ausreisepflicht ggf. durchsetzen.
(C) Integrationspolitik
- Das Ziel einer Einbürgerung muss für jeden Nichtdeutschen eine realistische Option darstellen, die er mit Engagement erreichen kann. Nur dann können die Kräfte für Integrationsanstrengungen hinreichend mobilisiert werden. Einen Automatismus für die Erlangung der deutschen Staatsbürgerschaft darf es hingegen nicht geben, das gilt auch für Kinder von nichtdeutschen Eltern. Daher müssen die jüngsten Änderungen am Staatsbürgerschaftsrecht teilweise rückgängig gemacht werden.
- Eine Einbürgerung darf nur erfolgen, wenn ein Ausländer über Kenntnisse verfügt, die einem minimalen Bildungsweg eines Deutschen entsprechen. Er muss also Kenntnisse in Geschichte, Politik, aber auch Mathematik und vor allem sehr gute Kenntnisse in Deutsch als Umgangssprache mitbringen.
- Zuwanderer müssen die Zusatzkosten für Pflicht-Sprachkurse ihrer Kinder und speziell geförderte Ausländerklassen selbst tragen. Ausnahmen bilden anerkannte Asylbewerber, sofern die Kosten für sie finanziell nicht zumutbar sind.
- Grundsätzlich sollte jeder, der die Kriterien von (A) und (B) passiert hat, uneingeschränkt arbeiten dürfen.
- Der Staat fördert Projekte, die das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher ethnischer Abstammung fördern und gegen fremdenfeindliche Gewalt vorgehen.
Einige Auswirkungen und Ziele: Durch eine intelligente Migrationspolitik wird sich langfristig
- das Ansehen von Nichtdeutschen erhöhen, da sich die gesellschaftliche Zusammensetzung der Zuwanderergruppen ändern wird.
- in der Bevölkerung vorhandene Fremdenfeindlichkeit abbauen, da das beste Mittel gegen Fremdenfeindlichkeit positive Erfahrungen mit Nichtdeutschen sind.
- die allgemeine Sicherheitslage in Deutschland verbessern.
- Deutschlands Wohlstandsgarantie, sein Bildungssystem, vitalisieren und neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Sachliche Meinungen sind willkommen. Wer dieses Konzept in Gänze kritisiert, sollte bitte ein überzeugendes und realistisches Gegenkonzept präsentieren oder an kritisierten Punkten Gegenvorschläge einbringen.
Zuletzt bearbeitet von Heison am 23 Dez 2006 - 18:22:00, insgesamt 4-mal bearbeitet |
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Bürger Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 27.11.2005 Beiträge: 2016 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 15:06:41 Titel: |
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Schon wieder das Parteiprogramm der NPD?
Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger _________________ Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger |
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borabora Moderator


 Anmeldungsdatum: 05.06.2005 Beiträge: 6273
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 15:19:35 Titel: |
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| Zitat: |
| Sachliche Meinungen sind willkommen. Wer dieses Konzept in Gänze kritisiert, sollte bitte ein überzeugendes und realistisches Gegenkonzept präsentieren oder an kritisierten Punkten Gegenvorschläge einbringen. |
Ich frage mich eher was an dem o.g. "überzeugend" und "realistisch" sein soll. |
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coffeinjunky Senior Member


 Anmeldungsdatum: 27.07.2005 Beiträge: 3784 Wohnort: Europa
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 15:46:43 Titel: |
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Der Titel ist meines Erachtens nach falsch gewählt. Was wir in Wahrheit brauchen sind mündige und intelligente Bürger. Denn nur mit solchen läuft eine Demokratie richtig ab und wird nicht zum Spielball von Funktionseliten.
Mit solchen mündigen und intelligenten Bürgern, womit alle Menschen auf dem Staatsgebiet der entsprechenden Demokratie gemeint sind, kann kein grober Unsinn getan werden. Weder linker noch rechter Unsinn.
Beste Grüße
coffeinjunky _________________ Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.
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Heison Full Member


Anmeldungsdatum: 05.12.2006 Beiträge: 380
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 15:50:53 Titel: |
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| borabora hat folgendes geschrieben: |
| Zitat: |
| Sachliche Meinungen sind willkommen. Wer dieses Konzept in Gänze kritisiert, sollte bitte ein überzeugendes und realistisches Gegenkonzept präsentieren oder an kritisierten Punkten Gegenvorschläge einbringen. |
Ich frage mich eher was an dem o.g. "überzeugend" und "realistisch" sein soll. |
Was wäre denn dein Konzept einer intelligenten Migrationspolitik?
Stichwort Realismus: Sind dir einfache Parolen etwa lieber? |
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CARNAGE Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 06.11.2006 Beiträge: 350
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 16:51:57 Titel: |
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Der typ is erst 1 tag alt und scho eröffnet er so ´n thema
komisch komisch _________________ Stoppt Schäuble & CDU und rettet unsere Grundgesetze ! |
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Guido Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.06.2005 Beiträge: 717 Wohnort: Süddeutschland
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 16:56:28 Titel: |
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| Heison hat folgendes geschrieben: |
Die Folgen von Deutschlands Migrationsproblemen sind nicht zu übersehen. Jahrzehntelange Fahrlässigkeiten haben tiefe gesellschaftliche Spuren hinterlassen. Die Bevölkerung wurde nie befragt, muss aber mit allen Konsequenzen leben, denen sie sich im eigenen Land ausgesetzt sieht. Doch richtig anpacken tut in der Politik noch keiner etwas. Dabei drängt die Zeit: Deutschland braucht endlich eine intelligente Migrationspolitik.
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Zu den Ziele und Folgen weiter unten. Zunächst der Grundriss zur Diskussion:
(A) Einwanderungspolitik
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(B) Rückführungspolitik
…
(C) Integrationspolitik
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Sachliche Meinungen sind willkommen. Wer dieses Konzept in Gänze kritisiert, sollte bitte ein überzeugendes und realistisches Gegenkonzept präsentieren oder an kritisierten Punkten Gegenvorschläge einbringen. |
Das ist ein Konzept, das ich jederzeit und fast vollständig mit unterstützen würde. Es gibt die Kontrolle über Einwanderungsfragen dorthin zurück, wo sie hingehört: ins Parlament. Und es würde den Primat der Politik in Migrationsfragen wieder herstellen.
Anhänger einer ungesteuerten, erratischen Unterschichtenmigration, einer allmählichen Vertreibung von Leistungsträgern aus Deutschland, Vertreter der Sozialbürokratien und der Fördergelderverwerter werden es allerdings ablehnen, da es ihre Weltanschauung sowie ihre Existenzgrundlage gefährdet.
Und die von einem anderen Leser erwähnte NPD wird es ebenfalls ablehnen (als „zu lax, zum liberal …“) , da sie kein Interesse daran haben wird, dass soziale Probleme denen sie Stimmen und Gelder verdankt, gelöst werden, bevor sie eine gesicherte Machtbasis hat. _________________ Meine Meinung ist Public Domain - jeder darf sie sich zueigen machen
http://www.rettet-das-internet.de/ |
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Carcharoth Senior Member


 Anmeldungsdatum: 19.07.2006 Beiträge: 1536
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 17:23:56 Titel: |
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>>- Abgesehen vom grundgesetzlichen Asylrecht muss Einwanderung den Interessen Deutschlands und der Deutschen dienen. <<
Ich wünschte ja, deutsche Staatsbürger, die hier geboren sind, würden immer den Interessen Deutschlands und der Deutschen dienen... rechte Stammtischparolen und dumpfe Allgemeinplätze hätten dann endlich ausgedient.
Aber das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben -.- _________________ Man kann ja nicht alles auf der Welt hochheben und gucken, ob da noch was drunter ist. -- Max Goldt
Einverstanden sein, heißt auch: nicht einverstanden sein. -- Bertolt Brecht |
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samba1 Senior Member


Anmeldungsdatum: 25.05.2006 Beiträge: 613
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 17:28:54 Titel: |
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| Carcharoth hat folgendes geschrieben: |
>>- Abgesehen vom grundgesetzlichen Asylrecht muss Einwanderung den Interessen Deutschlands und der Deutschen dienen. <<
Ich wünschte ja, deutsche Staatsbürger, die hier geboren sind, würden immer den Interessen Deutschlands und der Deutschen dienen... rechte Stammtischparolen und dumpfe Allgemeinplätze hätten dann endlich ausgedient.
Aber das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben -.- |
Asyl und Einwanderung ist was ganz anderes. Solange das nicht verstanden wird, kann es nicht geschafft werden. |
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Bürger Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 27.11.2005 Beiträge: 2016 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 17:54:57 Titel: |
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Dumpfbackene Fremdenfeindlichkeit, die Unterstützung die diese Fremdenfeindlichkeit aus durchsichtigen populistisches Gründen erfuhr um über die geschürten Ängste Stimmen zu gewinnen, insbesondere an Koch sei zu erinnern, und die fast ungehinderte Ausbreitung eines fremdenfeindlichen Potenzials in den Foren des Internets zeigen nun ihre negative ungemein schädliche Wirkung auf unsere Gesellschaft.
Betrachten wir dazu einen Ausschnitt einer heute im Tagesspiegels erscheinen Artikels:
| Zitat: |
Berlin - Der Mann vom Fach wusste es schon länger: „Wir haben im Augenblick kaum Zuwanderung, jedenfalls keine, die in irgendeiner Form Anlass zur Sorge gäbe“, sagte der Innenminister im Mai während einer Tagung über globale Migration. Wolfgang Schäuble hatte als Chef der Unionsfraktion im Bundestag 1993 mit der SPD den hart umkämpften Kompromiss über die Einschränkung des Grundrechts auf Asyl ausgehandelt. Damals sah seine Regierung durch die befürchteten Massen zuwandernder Ausländer noch den „Staatsnotstand“ (Helmut Kohl) heraufziehen. 13 Jahre später befand Schäuble nun knapp, die Einwanderung nach Deutschland sei inzwischen „mehr eine gefühlte als eine reale“.
Jetzt nämlich ist exakt das Gegenteil zu fühlen: Auswanderung. Letztes Jahr, so sagen es die Zahlen des Statistischen Bundesamts, kamen so wenige Ausländer wie nie seit der Einheit ins Land, nämlich 579 000. Und erstmals seit Ende der 60er Jahre zogen mehr Deutsche ins Ausland (145 000) als Landsleute von dort nach Deutschland kamen (128 000).
„Der Statistik nach kehrt Deutschland ein Stück weit in seine Wanderungsgeschichte zurück, denn es war oft Ein- und Auswanderungsland zugleich“, sagt dazu Klaus J. Bade, einer der führenden deutschen Migrationsforscher. Der Osnabrücker Historiker hält die Zahlen, die hinter den aktuellen Daten der Statistiker stehen, für die dramatischeren: „Bei den deutschen Staatsangehörigen schreibt die Statistik schon rote Zahlen: minus 17 000 Wanderungsverlust im Jahr 2005. Ohne die im vergangenen Jahr zugewanderten 31 000 Spätaussiedler hätten wir einen Wanderungsverlust von bereits fast 50 000 deutschen Staatsangehörigen. Das ist schon eine deutliche Zäsur im Wanderungsgeschehen seit den 50er Jahren.“
Nach Bades Ansicht wird der Zuzug etwa von Spätaussiedlern die Statistik nicht mehr lange aufhübschen: Seit Anfang 2005 das Zuwanderungsgesetzes in Kraft getreten ist, geht deren Zahl noch stärker zurück als zuvor. Seither sind nämlich auch für mitreisende nichtdeutsche Familienangehörige Sprachprüfungen zwingend vorgeschrieben. Nun hat
Die Einwanderung von Ausländern 2005 den deutschen Wanderungssaldo noch einmal leicht ins Plus gedreht – alles in allem kamen 79 000 Menschen mehr ins Land, als ihm den Rücken kehrten. Doch Bade warnt: „Es bedarf keiner prophetischen Gaben anzunehmen, dass die Abwanderung auch in den nächsten Jahren hoch bleiben und die Zuwanderung weiter schrumpfen wird.“ Denn neben der kleiner werdenden Zahl von Spätaussiedlern sei für viele Deutsche Auswanderung zum „Befreiungsschlag gegen Unbill im deutschen Erwerbsleben“ geworden. Migranten – die, die gehen, und die, die kommen – „sind aber meist Menschen im besten Erwerbsalter“, sagt Bade. „Eine negative Wanderungsbilanz würde also die Wirkungen des demographischen Wandels im Blick auf die Altersstruktur der Bevölkerung und deren Folgen für die Sozialsysteme noch verstärken – anders gesagt: Bei schrumpfenden Wanderungsgewinnen oder sogar negativen Wanderungsbilanzen wird der Reformdruck noch schärfer, als er es ohnehin schon ist.“
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/archiv/10.07.2006/2650664.asp
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Eine heftige Ohrfeige für alle fremdenfeindlichen Beiträge in diesem Thread.
Mit freundlichen Grüßen
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Bürger _________________ Mit freundlichen Grüßen
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Bürger |
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Bürger Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 27.11.2005 Beiträge: 2016 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 18:20:27 Titel: |
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In der Tat benötigen wir eine Migrationspolitik, aber wohl anders als der Threadersteller das sieht. Inzwischen ist genau das eingetreten, wovor schon lange gewarnt wurde. Alle Industrienationen konkurrieren demnächst um Migration. Viele unserer Dumpfbackengemeinde haben das nur noch nicht erkannt. Wir müssen uns aufgeschlossen, modern und ausländerfreundlich zeigen, damit wir Migranten bekommen. Denn die Migranten die aus den ärmeren Ländern kommen, können sich die Länder aussuchen. Wir haben, anstatt uns freundlich und aufgeschlossen zu zeigen, wie es uns teilweise bei der WM noch gelang, die Migrationstür zugeschlagen, stur fremdenfeindlich und dumpf.
Aufgrund alter Klischees, Übertreibungen und einer kurzsichtigen Politik die kurzfristige Wahlerfolge durch das Spielen auf einer fremdenfeindlichen Klaviatur langfristigen sich positiv auf das Gemeinwesen auswirkenden Migration entgegenwirkte.
Obwohl wir schon fast eine Negativeinwanderung verzeichnen können, hören wir immer noch die Klagen über eine angeblich zu hohe Migration, ein einmal eingeschlagenes Rezept wird bis zum Erbrechen wiederholt, denn nur mit der Fremdenfeindlichkeit steigt oder fällt der Kurs der NPD und natürlich der fremdenfeindlichen Klüngel die sich ihr anschließt.
Da müssen wohl noch einige umdenken lernen und in der Tat ein positives Konzept entwerfen. Wir müssen lernen ausländerfeundlich zu werden, weltoffen, den Fremden keine Vorschriften machen, ihnen eine einfache Einbürgerung zusichern, den Familienzuzug ohne Beschränkung zuzulassen, ihnen Eingliederungshilfen und Sicherheiten zu offerieren. Also ziemlich das Gegenteil von dem was die fremdenfeindliche Gemeinde dieses Forums fordert.
Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger _________________ Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger |
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Pauker Moderator


Anmeldungsdatum: 26.05.2005 Beiträge: 7763 Wohnort: Schwäbisch Hall
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 18:35:45 Titel: |
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Mit der Methode haben wir bald die Welt zu Gast bei Freunden. So lange bis die Freunde keine Haare mehr auf dem Kopf haben.
Wir brauchen Scoringsysteme, wie sie jedes klassische Einwanderungsland wie die USA oder Australien haben. Wer gebildet ist, Geld hat und/oder Arbeitsplätze schafft muss herzlichst willkommen sein und darf sich keinen Problemen gegenübersehen.
Das Asylrecht muss gewahrt sein und nicht über seltsame "Sichere Drittstaatenregelung" im Prinzip abgeschafft werden.
Darüber hinaus aber sehe ich keinen Sinn dahinter, Armut und Perspektivlosigkeit ins Land zu holen... so egoistisch wird man wohl noch sein dürfen. Ich will zukünftige Rentenbeitragszahler in diesem Land haben und nicht zukünftige Sozialhilfeempfänger.
Gruß
Pauker _________________ and remember: the light at the end of the tunnel may be you! |
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Bürger Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 27.11.2005 Beiträge: 2016 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 18:55:27 Titel: |
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| Pauker hat folgendes geschrieben: |
Mit der Methode haben wir bald die Welt zu Gast bei Freunden. So lange bis die Freunde keine Haare mehr auf dem Kopf haben.
Wir brauchen Scoringsysteme, wie sie jedes klassische Einwanderungsland wie die USA oder Australien haben. Wer gebildet ist, Geld hat und/oder Arbeitsplätze schafft muss herzlichst willkommen sein und darf sich keinen Problemen gegenübersehen.
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Du hast die Konsequenz aus dem Artikel nicht richtig verstanden, denke ich. Das sind Wunschträume, die Du uns hier anbietest. Durch unsere permanent fremdenfeindliche Politik und der Verbreitung rechtsextremer Gewalt in den letzten Jahre haben wir die Attraktivität der Bundesrepublik massiv gesenkt. Wir dürfen demnächst froh sein, wenn überhaupt noch welche kommen. Die Konkurrenz schläft nicht.
Wohin geht der Fremde, vor alledem der gut ausgebildete Fremde? Dort wo ihn ein Scoringsystem erst einmal abschreckt? Dort wo man ihm sagt, Du musst erst einmal beweisen dass Du zu uns passt?
Oder dort wo man ihm sagt, Du bist willkommen, bring Deine Familie mit, für Deine Rente und die soziale Absicherung sorgen wir und Deine Kinder werden bei uns nicht benachteiligt
Die Zeiten ändern sich. Ein Unternehmen, das dringend Kunden sucht, nimmt die Kunden die es bekommt und führt kein Scoringsystem ein. Das könnte sich ein Unternehmen leisten dessen Türen eingerannt werden. Ein Scoringsystem hätten wir vor 20 Jahren machen können, als noch alle zu uns wollten. Mit der Wiedervereinigung und der Rückkehr schon in der Versenkung geglaubten deutschen Größenwahns kam dann die Fremdenfeindlichkeit und eine fürchterliche Spießerkultur im Schlepptau, welche die Politik zwang die Türen zuzuknallen, als Koch begann auf der fremdenfeindlichen Klaviatur zu spielen. Nun ist es zu spät. Es kommt keiner mehr. Der Zug ist abgefahren.
Die explizite und die implizite fremdenfeindliche Politik ist gescheitert, und zwar total gescheitert. Da hilft auch nicht der Versuch die Scherben aufzufegen um ja noch ein wenig davon zurückzubehalten. Eine Umkehrung ist dringend notwendig, und zwar um 180°.
Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger _________________ Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger |
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masterofdisaster Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.02.2006 Beiträge: 913
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 19:05:52 Titel: |
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| Zitat: |
| Alle Industrienationen konkurrieren demnächst um Migration |
Richtig, aber nicht um "irgendwelche" Immigranten, sondern um solche, die Leistungsfähig und -willig sind, d.h. gut gebildete und motiverte.
Weiterhin ist es entscheident, dass Immigranten bereit sind sich anzupassen und sich den jeweiligen Grundprinzipien und Gesetzten unterzuordnen.
Es ist ein entscheidendes Manko, dass es in Deutschland kein vernünftiges System gibt, um gerade solche Einwanderer "herauszufischen". Die jetzigen Regeln sind viel zu lasch, was beispielsweise den "Familiennachzug" oder Ausweisungsregeln für kriminelle Ausländer angeht, auf der anderen Seite viel zu streng, was die Einreise- und Bleiberegeln für qualifizierte und motivierte Immigranten angeht.
Dafür ist ein, hier auch schon mehrmals angesprochenes, sog. "Scoring-System" unerlässlich.
Auf der anderen Seite, selbst wenn die gesetzlichen Vorraussetzungen für einen Zuzug geschaffen wurden, muss Deutschland dringend an seiner Wettbewerbsfähigkeit arbeiten um in der angesprochenen Konkurrenz bestehen zu können, nicht nur um zuzugswillige und-geeignete Menschen in Deutschland willkommen zu heissen, sondern auch um endlich die Abwanderung von hiesigen "High-Potentials" zu stoppen.
Dafür wird eine stärkere Anerkennung von Leistung benötigt (aller Art), vom Hochschulwesen bis hin zum Steuersystem.
Dinge wie eine "Staffelung des ALG I nach Alter" oder ein kostenloses Studium sind leider kaum geeignet Hochqualifizierte anzulocken. Immerhin ist es längst kein Geheimnis mehr, dass beispielsweise für indische oder chinesische Studenten Deutschland als Studienort im Ausland maximal als 2. oder sogar nur 3. Wahl gilt (nach USA und GB bzw. anderen angelsächsichen Ländern wie Kanda, Australien).
Es wird dringend nötig die Rahmendbedingungen entsprechend zu gestalten. Zusätzlich ist es natürlich unerlässlich der Bevölkerung den Bedarf an Immigranten zu kommunizieren. Rechtsextreme Wahlerfolge jedenfalls, sind nur eine weitere Abschreckung und setzen das völlig falsche Signal.
Offensichtlich muss an vielen verschiedenen Fronten gleichzeitig gekämpft werden. Besser es wird so schnell wie möglcih angepackt!  |
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Bürger Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 27.11.2005 Beiträge: 2016 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 19:19:51 Titel: |
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| masterofdisaster hat folgendes geschrieben: |
| Zitat: |
| Alle Industrienationen konkurrieren demnächst um Migration |
Richtig, aber nicht um "irgendwelche" Immigranten, sondern um solche, die Leistungsfähig und -willig sind, d.h. gut gebildete und motiverte.
Weiterhin ist es entscheident, dass Immigranten bereit sind sich anzupassen und sich den jeweiligen Grundprinzipien und Gesetzten unterzuordnen.
Es ist ein entscheidendes Manko, dass es in Deutschland kein vernünftiges System gibt, um gerade solche Einwanderer "herauszufischen". Die jetzigen Regeln sind viel zu lasch, was beispielsweise den "Familiennachzug" oder Ausweisungsregeln für kriminelle Ausländer angeht, auf der anderen Seite viel zu streng, was die Einreise- und Bleiberegeln für qualifizierte und motivierte Immigranten angeht.
Dafür ist ein, hier auch schon mehrmals angesprochenes, sog. "Scoring-System" unerlässlich.
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Auch das ist die falsche Einstellung, Migranten, gerade auch die guten gehen dorthin wo sie willkommen sind, nicht dort wo die Migration erschwert wird. Warum sollten sie dann zu uns kommen? Wenn es genauso schwer wird nach Deutschland einzuwandern wie in die USA, werden sie in die USA reisen. Wenn sie aber denken, in Deutschland komme ich einfacher hin, dort wird mir an Eingliederungshilfe mehr geboten und meine Familie ist sozial abgesichert, werden wir den ein oder anderen für und gewinnen können. Wir sind nicht in der Position die Bedingungen zu diktieren. Wir müssen demnächst um Migranten werben. Du wirst es erleben.
Ansonsten werden wir alle bis 80 arbeiten dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger _________________ Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger |
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Iskander Full Member


 Anmeldungsdatum: 11.05.2006 Beiträge: 401
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 19:46:50 Titel: |
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| CARNAGE hat folgendes geschrieben: |
Der typ is erst 1 tag alt und scho eröffnet er so ´n thema
komisch komisch |
Ergänzend sei gesagt das der "Typ" diesen Thread bzw. den Anfangspost auch in 3 anderen Foren veröffentlicht hat...  |
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masterofdisaster Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.02.2006 Beiträge: 913
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 19:51:57 Titel: |
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| Zitat: |
| Auch das ist die falsche Einstellung, Migranten, gerade auch die guten gehen dorthin wo sie willkommen sind, nicht dort wo die Migration erschwert wird. Warum sollten sie dann zu uns kommen? Wenn es genauso schwer wird nach Deutschland einzuwandern wie in die USA, werden sie in die USA reisen. Wenn sie aber denken, in Deutschland komme ich einfacher hin, dort wird mir an Eingliederungshilfe mehr geboten und meine Familie ist sozial abgesichert, werden wir den ein oder anderen für und gewinnen können. Wir sind nicht in der Position die Bedingungen zu diktieren. Wir müssen demnächst um Migranten werben. Du wirst es erleben |
Dass wir um Migranten werden müssen, dass erleben wir bereits jetzt. Allerding, eben nur um bestimmte Migranten, das ist ein wichtiger Zusatz.
Ich stimme mit dir überein, dass zurzeit die USA aus verschiedenen Gründen das deutlich attraktivere Einwanderungsland ist.
Du machst allerdings einen Fehler: Du überschätzt die Schwierigkeiten, die bei einer Einreise in die USA entstehen sollen und ihre Bedeutung. Wenn es sich um eine hochqualifizierte Person handelt, die eine Stelle in den USA angeboten bekommt, dann geht das in den allermeisten Fällen blitzschnell und ohne große Bürokratie. Überhaupt ist es Unsinn, dass jemand der vorhat auszuwandern sich von einigen Tests und Überprüfungen, wie einem Scoring-System, abschrecken lässt, das beweist doch gerade der Run auf die Länder, die soetwas eingeführt haben.
Und selbst wenn es einige wenige geben sollte, die sich von einigen Fragen und der Überprüfung von Unterlagen (das ja sowieso stattfindet, ein großteil des Systems arbeitet ja "hinter den Kulissen", indem es Alter, Bildungsabschluss u.ä. Faktoren gewichtet) abschrecken lässt, dann ist das immer noch besser als wenn man dafür von unqualifizierten Immigranten überflutet wird, davon wirds nämlich auf absehbare Zeit auch noch ausreichend geben.
Was die von dir angesprochene "soziale Sicherung" angeht (jedenfalls was du dir darunter vorstellst), da kannst du dir absolut sicher sein, dass dies das letzte Kriterium ist, dass ein hochqualifizierter, ehrgeiziger, hart arbeitender und aufstiegswilliger Einwanderer, sagen wir aus Indien, bei seiner Standortwahl berüksichtigen wird. Hier (übrigens auch bei den gutqualifizierten deutschen Auswanderern) fallen eher Dinge wie günstige Steuersätze für gutverdienende oder "Neiddebatten" ins Gewicht, dass kann man ja an Einwandererländern wie den USA oder Schweiz...etc. sehen, aber solche Dinge willst du natürlich lieber nicht hören.
Insofern lassen sich die Einwände gegen ein Scoringsystem in der Realität nicht wiedererkennen und es wird höchste Zeit, dass der Wiederstand (weitgehend aus den Reihen der Union) aufgegeben wird. |
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Pauker Moderator


Anmeldungsdatum: 26.05.2005 Beiträge: 7763 Wohnort: Schwäbisch Hall
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Verfasst am: 07 Dez 2006 - 20:37:22 Titel: |
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Danke für den Beitrag... dem ist nichts hinzuzufügen. Außer, dass die Diskussion gerade auf zwei Threads läuft.
Gruß
Pauker _________________ and remember: the light at the end of the tunnel may be you! |
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Guido Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.06.2005 Beiträge: 717 Wohnort: Süddeutschland
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 00:39:46 Titel: |
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| Bürger hat folgendes geschrieben: |
Wohin geht der Fremde, vor alledem der gut ausgebildete Fremde? Dort wo ihn ein Scoringsystem erst einmal abschreckt? Dort wo man ihm sagt, Du musst erst einmal beweisen dass Du zu uns passt?
Oder dort wo man ihm sagt, Du bist willkommen, bring Deine Familie mit, für Deine Rente und die soziale Absicherung sorgen wir und Deine Kinder werden bei uns nicht benachteiligt |
Er wird in den Staat mit dem Scoringsystem gehen, da dieses für in problemlos zu überwinden ist. Und er dort dann arbeiten und Geld verdienen kann, ohne horrende Steuern und pervers hohe Soziallasten bezahlen zu müssen, mit denen man deine sozialromantischen Utopien finanziert. Zudem dieser Migrant wahrscheinlich auch keinen Wert auf importierte Unterschichten legt, die ihm und seinen Kindern das Leben erschweren.
| Bürger hat folgendes geschrieben: |
| Die Zeiten ändern sich. Ein Unternehmen, das dringend Kunden sucht, nimmt die Kunden die es bekommt und führt kein Scoringsystem ein. |
Konzepte wie Schufa, Bonitätsprüfung oder Kundenprofiling scheinen für dich keine Bedeutung zu haben…
Im Übrigen haben Regulierung der Migration und Fremdenfeindlichkeit allenfalls ein paar gemeinsame Buchstaben, aber inhaltlich so gut wie nichts miteinander zu tun. Wenn du über Fremdenfeindlichkeit diskutieren willst, mach einen Thread dazu auf anstatt die Themen anderer Leute damit off-topic zuzumüllen. _________________ Meine Meinung ist Public Domain - jeder darf sie sich zueigen machen
http://www.rettet-das-internet.de/ |
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borabora Moderator


 Anmeldungsdatum: 05.06.2005 Beiträge: 6273
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Bürger Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 27.11.2005 Beiträge: 2016 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 04:41:49 Titel: |
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| Guido hat folgendes geschrieben: |
| Bürger hat folgendes geschrieben: |
Wohin geht der Fremde, vor alledem der gut ausgebildete Fremde? Dort wo ihn ein Scoringsystem erst einmal abschreckt? Dort wo man ihm sagt, Du musst erst einmal beweisen dass Du zu uns passt?
Oder dort wo man ihm sagt, Du bist willkommen, bring Deine Familie mit, für Deine Rente und die soziale Absicherung sorgen wir und Deine Kinder werden bei uns nicht benachteiligt |
Er wird in den Staat mit dem Scoringsystem gehen, da dieses für in problemlos zu überwinden ist.
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Warum sollte er? Doch nur dann wenn er mit der Überwindung eines Scoringsystems Vorteile gegenüber anderen Staaten hat. Wenn nicht, wird er dorthin gehen, wo er unter gleich guten Bedingungen weniger Aufwand hat. Warum sollte er sich den Stress einer Prüfung unterziehen? Das ergibt keinen Sinn.
Würdest Du einen Laden besuchen, bei ansonsten gleichen zum Teil sogar schlechteren Bedingungen, in denen du erst einen Aufnahmetest absolvieren sollst? Selbst wenn Du es locker schaffen würdest, warum solltest Du? Schon am Eingang würde man mit der Achsel zucken und sagen, wenn ihr nicht wollt....
Das ist die Situation.
Wir sind in einer Konkurrenzsituation und müssen um Migranten werben, wir sind nicht in der Situation ihnen unsere Bedingungen zu diktieren. Die zeigen uns sonst locker den Mittelfinger und gehen in einen anderen Staat.
Das machen sie nämlich im Augenblick, Ich glaube nicht dass wir mit einem Scoringssystem und Einwanderungsfragebögen ala Hessen das ändern werden. Auch nicht mit dumpfen frühkapitalistischen Phrasen. Soziale Absicherung für die Familie ist übrigens ein hohes Gut und ebenfalls ein Argument. Der Run hat noch gar nicht richtig begonnen, wir werden den roten Teppich ausrollen, warte es ab.
Mit freundlichen Grüßen
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Bürger Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 27.11.2005 Beiträge: 2016 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 05:45:03 Titel: |
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| masterofdisaster hat folgendes geschrieben: |
| Zitat: |
| Auch das ist die falsche Einstellung, Migranten, gerade auch die guten gehen dorthin wo sie willkommen sind, nicht dort wo die Migration erschwert wird. Warum sollten sie dann zu uns kommen? Wenn es genauso schwer wird nach Deutschland einzuwandern wie in die USA, werden sie in die USA reisen. Wenn sie aber denken, in Deutschland komme ich einfacher hin, dort wird mir an Eingliederungshilfe mehr geboten und meine Familie ist sozial abgesichert, werden wir den ein oder anderen für und gewinnen können. Wir sind nicht in der Position die Bedingungen zu diktieren. Wir müssen demnächst um Migranten werben. Du wirst es erleben |
Dass wir um Migranten werden müssen, dass erleben wir bereits jetzt. Allerding, eben nur um bestimmte Migranten, das ist ein wichtiger Zusatz.
Ich stimme mit dir überein, dass zurzeit die USA aus verschiedenen Gründen das deutlich attraktivere Einwanderungsland ist.
Du machst allerdings einen Fehler: Du überschätzt die Schwierigkeiten, die bei einer Einreise in die USA entstehen sollen und ihre Bedeutung. Wenn es sich um eine hochqualifizierte Person handelt, die eine Stelle in den USA angeboten bekommt, dann geht das in den allermeisten Fällen blitzschnell und ohne große Bürokratie. Überhaupt ist es Unsinn, dass jemand der vorhat auszuwandern sich von einigen Tests und Überprüfungen, wie einem Scoring-System, abschrecken lässt, das beweist doch gerade der Run auf die Länder, die soetwas eingeführt haben.
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Entschuldigung das ist bullshit. Der Run auf diese Länder beweist nur, dass andere Bedingungen so gut sind, dass die Leute dorthin wollen obwohl sie ein Scoring-System und langwierige Prüfungen in Kauf nehmen. Aber sicher nicht wegen des Scoring-Tests sondern trotz des Scorings.
Davon sind wir meilenweit weg. Noch einmal das Beispiel mit dem Kaufhaus. Wenn die Angebote im Kaufhaus für die Kunden so attraktiv sind, das sich draussen lange Schlangen bilden, dann könnte sich das Kaufhaus seine Kunden aussuchen. Wenn aber nebenan ein Kaufhaus mit einer größeren Angebotspalette zu günstigeren Konditionen öffnet, wäre es wohl lächerlich an der Eingangstür eine Kontrolle einzuführen. Die können froh sein, wenn Leute kommen.
In diese Situation hat uns Fremdenhass, Selbstüberschätzung und nationale Überheblichkeit gebracht, wie gesagt unterstützt durch eine Politik die auf der fremdenfeindlichen Klaviatur spielte um an die Macht zu kommen oder von innenpolitischen Schwierigkeiten abzulenken.
Das Kind ist längst in den Brunnen gefallen. Anstatt die dringend notwendigen Maßnahmen gegen Fremdenfeindlicheit zu forcieren, werden migrationswilligen Fremden noch Steine in den Weg gelegt.
Wir müssen hier ein Bildungssystem aufbauen, dass die Migranten ausbildet, und das wird teuer. Damit können wir sie locken. Jugendlichen, denen wir anbieten sie innerhalb einer bestimmten Frist zum IT-Spezialisten, zum Ingenieur oder auch zum Facharbeiter auszubilden, könnten locken. In einem solchen Konzept ließe sich auch eine Eignungsprüfung unterbringen und rechtfertigen, denn eine Ausbildung die abgebrochen wird hätte für keine Seite Vorteile.
Aber davon sind unsere Politiker und unsere nationalen Gemüter noch meilenweit entfernt. Die schwatzen in einem der sichersten Länder der Welt von einer Ausländerkiminalität, anstatt dieses Land für seine geringe Kriminalität zu loben. Hier haben, um es einfach einmal lapidar zu sagen, manche den Schuss nicht gehört.
Im Übrigen liegt es dann an uns, wie gut wir Migranten integrieren, denn die Migranten die wir hier hin holen, werden Kinder bekommen, die in den Schulen gleiche Chancen fordern. Da können wir nicht mehr blubbern Der Jud ist selber schuld wenn wir mit Fremdenfeindlichkeit das Klima gegenüber Ausländern vergiften. Da muss die Politik sofort handeln und Lehrer einstellen, speziell solche die mit der Migrantenproblematik vertraut sind, und mit Migranten umgehen können, anstatt sich in nationaler Überheblichkeit in fremdenfeindlichen Phrasen zu wälzen und die Fremden vor den Kopf zu stoßen. Denn es wird auch für die Kinder von Spitzenkräften schwierig werden, wenn sie umziehen. Probleme sind dafür da, dass man Lösungen entwickelt und nicht die Fremden vergrätzt. Wir müssen uns noch gewaltig ändern, damit sich Fremde bei uns wohl fühlen können und nicht bei jedem Kneipenbesuch im Osten ein dunkelhäutiger Migrant um sein Leben fürchten muss.
Vielleicht, aber nur vielleicht, machte es ja inzwischen bei einigen klick, dass wir Nationalismus, als Patriotismus verkappter Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit nicht den Anforderungen entsprechen, wir benötigen Aufgeschlossenheit, Freundlichkeit, Wärme gegenüber Fremden und Toleranz den Besonderheiten der Fremden gegenüber, dann wird sich die Migrationsrate zu unseren Gunsten erhöhen.
Wer durch dumpfe Politik die Migrationsrate auf Null herunterfährt ist einfach nicht in der Lage sich die besten Migranten auszusuchen. Wir können froh sein, wenn wir einigermassen fähige Leute bekommen die sich ausbilden lassen.
Wir müssen dazu in Vorleistung treten und attraktive Angebote unterbreiten. Wie gesagt die sinnvollste Idee wäre es, mit einer Ausbildung zu locken, aber sicher nicht als Putzfrau oder als Erntehelfer, so wie ich unsere national verbrämte Gemeinde kenne, schwebt dem ein oder anderen sicher so etwas vor. Nein, nicht wie in den 60ziger Jahren wo eben nicht Grüne, Linke oder Multikultis sondern die Industrie Fremde als billige Arbeitskräfte ins Land holte, das wird heute nichts mehr. Wir müssen ihnen die Einreise richtig schmackhaft machen, das haben einige von uns noch nicht geblickt.
Diese Diskussion führe ich heute, sie wird in den nächsten Jahren noch viel stärker auf uns zukommen. Dann bitte ich doch sich an meine prophetischen Worte zu erinnern.
Ich habe vor nicht einmal 2 Jahren einen Facharbeitermangel in Deutschland prophezeit, und wurde von den neoliberalen Golblträumern als Spinner verschrien. Allmächlich zeigt sich, dass ich diese Situation völlig richtig eingeschätzt habe.
Erst durch den enormen Druck der Sozialsysteme und fehlenden Fachkräfte wird sich die Politik zäh, weil sie sich gleichzeitig mit dem im Osten immer noch nicht den Zenit überschrittenen Fremdenfeindlichkeit auseinandersetzen muss, die Migration, am liebsten wäre ihr unbemerkt, aber das wird nicht klappen, wieder ankurbeln muss, weil die Industrie genau das von ihr erwartet. Es könnte sogar sein, dass die NPD in diesem Szenario erst einmal verboten wird, nicht weil die politische Überzeugung der Verantwortlichen das erzwingt, sondern die normative Kraft des Faktischen, mit anderen Worten der Drang der Industrie die mit einem falsch ausgebildeten Arbeitslosenheer nichts anfangen kann, Migranten benötig und eine Antimigrationsbewegung nicht gebrauchen kann.
Wir können nicht erwarten, dass in Afrika oder in Albanien hundertausende hochspezialisierte Fachkräfte für unsere Bedürfnisse ausgebildet werden, und wir uns dann die Rosinen sozusagen herauspicken können, was für eine absurde Vorstellung. Die Konsequenz ist eindeutig, wir müssen selbst ausbilden. Das bedeutet aber wir müssen unsere Ausbildungssysteme effizienter gestalten und dem Markt der Zukunft anpassen. Ausbilden lässt sich am besten dort, wo sich die Leute wohl fühlen, wo wir sie abholen. Natürlich bezahlen wir die Ausbildung, auch die Sprachausbildung. Wir quartieren die Fremden dann auch nicht in unbeheizten Aufenthaltsheimen aus den 50zigern, sondern in modernen Unterkünften bis der Migrant sich nach der Ausbildung eine eigene Wohnung leisten kann.
Wenn dann die Listen länger werden und mehr Bewerber als Stellen da sind, dann können wir über Scoringsysteme nachdenken, irgendwann nach 2020.
Mit freundlichen Grüßen
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Bürger |
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masterofdisaster Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.02.2006 Beiträge: 913
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 10:45:01 Titel: |
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| Zitat: |
| Entschuldigung das ist bullshit. Der Run auf diese Länder beweist nur, dass andere Bedingungen so gut sind, dass die Leute dorthin wollen obwohl sie ein Scoring-System und langwierige Prüfungen in Kauf nehmen. Aber sicher nicht wegen des Scoring-Tests sondern trotz des Scorings. |
Das habe ich so geschrieben.
Allerdings nochmal: Ich verstehe nicht, was dein Problem mit dem Scoring-System ist: Einwandererungswillige müssen sowieso jede Menge Überprüfungen über sich ergehen lassen. Das Scoring-System ist ein System, was die weitgehend ohnehin bekannten Daten (Alter, Schulabschluss, Ausbildung/Studiengang...etc) einzeln gewichtet. Da entsteht für den Einwandererungswillige praktisch keinen Mehraufwand, da das alles automatisch "hinter den Kulissen" abläuft. Insofern ist dein ständiges Beschwören von "langwierigen Prüfungen", wie auch immer du dir das vorstellst nicht nachzuvollziehen.
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| Noch einmal das Beispiel mit dem Kaufhaus. |
Nehmen wir gerne noch einmal das Beispiel mit dem Kaufhaus, auch wenn es etwas hinkt.
Es ist richtig, dass die zahlungsbereiten "Kunden" im Moment keine Schlange stehen. Dagegen gibt es eine sehr lange Schlange an Punks (Anm.:Von mir aus können Leute so rumlaufen, wie sie möchten, dies dient nur der Veranschaulichung), die alle herein möchten. Wenn man sie herreinlässt, dann werden sie sich in die Betten im dritten Stock legen, werden ihr Bier verschütten oder die wenigen Kunden anpöbeln. Damit würden nicht nur große Kosten entstehen, sondern die wenigen Kunden würden vertrieben werden, während andere abgeschreckt würden überhaupt zu kommen.
Jetzt führt man also am Eingang des Kaufhauses ein Scoring-System ein: Jeder der hineinwill, muss einmal seine Geldbörse vorzeigen. Den zahlungswilligen Kunden macht das überhaupt nichts aus, weil sie wissen, dass dies für sie eine reine Formalie ist, dagegen wird den Punks der Eingang verwehrt. Da jetzt auch weniger Kosten fürs Reinigen anfallen, kann das Kaufhaus seinen Kunden auhc noch bedeutend bessere Preise bieten als vorher sowie hat mehr Geld zum investieren um das Kaufhaus noch attraktiver zu gestalten. Auf diese Weise funktionieren auch mehrere Kaufhäuser nebenan, und bei dennen läufts bekanntlich schon seit einiger Zeit ziemlich gut.
| Zitat: |
Vielleicht, aber nur vielleicht, machte es ja inzwischen bei einigen klick, dass wir Nationalismus, als Patriotismus verkappter Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit nicht den Anforderungen entsprechen, wir benötigen Aufgeschlossenheit, Freundlichkeit, Wärme gegenüber Fremden und Toleranz den Besonderheiten der Fremden gegenüber, dann wird sich die Migrationsrate zu unseren Gunsten erhöhen.
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Weltoffenheit, Toleranz und Patriotismus schliessen sich absolut nicht aus. Im Gegenteil, gerade dies ist bei der Integration von Einwanderen ein bedeutender Standortvorteil, das wird einem schnell klar, wenn man sich die Geschichte der Neuseeland, Kanada oder USA ansieht, wo es gelungen ist aus einem wilden Mix aus allen herren Ländern, in einem "Melting Pot" eine gemeinsame Nation zu schmieden. Wenn dagegen, wie in Deutschland eine gemeinsame, positiv besetzte Identität fehlt, dann kommt es eben schnell zu Aussagen wie "Türke mit deutschem Pass" oder wo sich Deutsche mit Immigrationshintergrund wie selbstverständlich noch als Bürger des Landes ihrer Eltern fühlen. So etwas findet man in den USA einfach nicht.
| Zitat: |
| Wenn dann die Listen länger werden und mehr Bewerber als Stellen da sind, dann können wir über Scoringsysteme nachdenken, irgendwann nach 2020. |
Für eine bestimmte Art von Bewerbern, nämlich un- oder niedrigqualifizierte gibt es bereits seit ca 15 Jahren weitaus mehr Bewerber als Stellen.
Man muss als genau hinsehen, wer gebraucht wird und wer nicht. |
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Bürger Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 27.11.2005 Beiträge: 2016 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 13:46:45 Titel: |
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| masterofdisaster hat folgendes geschrieben: |
Es ist richtig, dass die zahlungsbereiten "Kunden" im Moment keine Schlange stehen. Dagegen gibt es eine sehr lange Schlange an Punks (Anm.:Von mir aus können Leute so rumlaufen, wie sie möchten, dies dient nur der Veranschaulichung), die alle herein möchten. Wenn man sie herreinlässt, dann werden sie sich in die Betten im dritten Stock legen, werden ihr Bier verschütten oder die wenigen Kunden anpöbeln. Damit würden nicht nur große Kosten entstehen, sondern die wenigen Kunden würden vertrieben werden, während andere abgeschreckt würden überhaupt zu kommen.
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Bleiben wir wirklich beim Beispiel. Was Du erzählst ist das üblich CDU Gesülze der 90ziger Jahre das nicht ganz unschulldig an der Situation ist, in der wir uns jetzt befinden. Es waren um im Vergleich zu bleiben allerdings keine Horden von Punks sondern nur einige wenige die in der Schlange standen, schlimmer war die Mund zu Mundpropagande der Angestellten untereinander, die aus den wenigen ganze Armeen hochstilisierte. Die Führung beugte sich den Angestellten, schloß sich mit anderen Kaufhäusern zu einem Kaufhauszentrum zusammen und führte Kontrollen ein, und zwar so schöne, dass das Kaufhaus nun leer bleibt.
Die Migration wurde nicht kontrolliert, sie wurde gestoppt. Sie ist quasi zu Ende, Aus Schluss, Finito, auch wenn immer noch aus mancher politischer Ecke fremdenfeindliches Gesülze eines Migrationsstopp klngt, weil die eh keine anderen Argumente haben, um sich selbst zu rechtfertigen. D
Die 17.000 Menschen die noch zu uns kammen sind Restbestände der Aussiedlerkontingente, ohne die ins Negative gerutsch wären, d.h. mehr Menschen verlassen die Bundesrepublik als hereinkommen. Die Dumpfbackenheit der letzten 10 Jahre hat gewonnen und Deutschland hat verloren.
Andere freuen sich und haben einen Konkurrenten weniger.
Mit freundlichen Grüßen
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Bürger _________________ Mit freundlichen Grüßen
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Bürger |
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CARNAGE Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 06.11.2006 Beiträge: 350
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 14:01:42 Titel: |
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Mal ne farge in den raum werf:
Wer will heutzutage denn überhaupt noch nach germany immigrieren
NIx, nur arme oder verzweifelte menschen ! _________________ Stoppt Schäuble & CDU und rettet unsere Grundgesetze ! |
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Bürger Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 27.11.2005 Beiträge: 2016 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 14:50:06 Titel: |
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| masterofdisaster hat folgendes geschrieben: |
| Bürger hat folgendes geschrieben: |
Vielleicht, aber nur vielleicht, machte es ja inzwischen bei einigen klick, dass wir Nationalismus, als Patriotismus verkappter Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit nicht den Anforderungen entsprechen, wir benötigen Aufgeschlossenheit, Freundlichkeit, Wärme gegenüber Fremden und Toleranz den Besonderheiten der Fremden gegenüber, dann wird sich die Migrationsrate zu unseren Gunsten erhöhen.
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Weltoffenheit, Toleranz und Patriotismus schliessen sich absolut nicht aus. Im Gegenteil, gerade dies ist bei der Integration von Einwanderen ein bedeutender Standortvorteil, das wird einem schnell klar, wenn man sich die Geschichte der Neuseeland, Kanada oder USA ansieht, wo es gelungen ist aus einem wilden Mix aus allen herren Ländern, in einem "Melting Pot" eine gemeinsame Nation zu schmieden. Wenn dagegen, wie in Deutschland eine gemeinsame, positiv besetzte Identität fehlt, dann kommt es eben schnell zu Aussagen wie "Türke mit deutschem Pass" oder wo sich Deutsche mit Immigrationshintergrund wie selbstverständlich noch als Bürger des Landes ihrer Eltern fühlen. So etwas findet man in den USA einfach nicht.
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Da verwechselst Du manches und stellst anderes etwas sehr naiv dar. Zunächst ist Rassismus in den USA nichts unbekanntes, den gibt es auch dort, insbesondere in den ehemaligen Südstaaten und im Mittelwesten.
Zweitens ist die Religionsfreiheit und deren Ausübung in den USA ein Grundrecht, das dort viel stärker beachtet wird als bei uns. Sprich, die Toleranz des Staates und der meisten Menschen gegenüber den Sitten und Gebräuchen der Migranten ist trotz rednacks und Neonazis, die es auch dort gibt, viel stärker ausgeprägt. Dort rümpft niemand eine Nase über eine Moschee.
Daher fühlen sich in bestimmten Staaten der USA, - das ist keineswegs überall gleich -, Migranten akzeptierter und haben unter diesen Bedingungen weniger Probleme ihre Sitten, ihre Religion und ihre Gebräuche mit dem neuen Verständnis als Amerikaner unter einem Hut zu bringen. Das ist denke ich ein Hautptgrund um nach Amerika auszuwandern, neben den höheren Löhnen in bestimmten Berufen. Trotzdem werden auch in den USA Minderheiten manchenorts schlechter behandelt als bei uns, so einheitlich positiv ist das alles nicht, die USA profitieren hier auch von ihrem Ruf als Land der Freiheit..
Sicher ist es nicht der Patriotismus, der die Fremden in die USA zieht, das ist auch wieder so eine Verquerung von Ursachen und Wirkungen, sondern die Chancen viel Geld zu verdienen und sich eine Existenz aufbauen zu können. Der Patriotismus ist dort ein Schutz der Migranten gegen Einmischung und Fremdenfeindlichkeit, im historischen Kontext eines Einwanderungslandes ist das auch einfach zu begründen.
Diese Art des Patriotismus wird bei uns zwar immer gefordert sie existiert aber nicht wirklich, weil Patriotismus und die ihn vertreten andere Vorstellungen haben, die entgegen aller Beteuerungen eben nicht ohne fremdenfeindliche, und alte Blut&Boden Überzeugungen auskommen. Der Rassismus ist ebi uns stärker tradiert und ein fröhlicher fremdenfreundlicher Patriotismus nicht so einfach zu implementieren, wie sich das manche vielleicht im Rausch der WM gedacht haben. Dass die Leute behaupten sie wären nicht fremdenfeindliche wenn sie Nase über eine Moschee rümpfen oder sie fremde Gerüche stören zeigt eben, dass hier nur oberflächlich ertwas übergestülpt werden sollte, unter dem etwas anderes gärt. Das zu diskutieren, und anhand von Äusserungen auch explizit zu zeigen, möchten viele nicht, die sich an ihrem geschönten und etwas kitschigen Patriotismusbild festklammern. Die PISA Studie, die die Benachteiligung der Fremden uns ins Stammbuch geschirben haben sowie die fremdenfeindlichen und ausländerfreien Zonen im Osten der Republik, sowie die großen Studien über Fremdenfeindlichkeit und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, sprechen da eine ganz andere Sprache.
Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus kleben bei uns viel enger zusammen, der tradierte Rassismus ist in unserer Gesellschaft stärker ausgeprägt, wir haben in der Bevölkerung keine positive Grundstimmung gegenüber Migration. Ich erinnere mich wie verstört manche der patriotischen Heilsverkünder geklungen haben, als türkische Migranten die Deutschlandflagge an die Autos hefteten, es war der zaghafte Versuch eine Art neuen Verfassungspatriotismus zu etablieren. Anerkannt wurde das nicht, gerade einmal schweigend zur Kenntnis genommen.
Diese Art geschönten Patriotismus ohne Fremdenfeindlichkeit wird bei uns nicht funktionieren, jedenfalls reicht dazu keine einmalige WM. Wir sehen ja wie sich die neuen Patrioten in den Fussballstadien benehmen, indem Spieler dunkler Hautfarbe Angst um ihre Gesundheit haben müssen, in denen übelste Naziparolen gegrölt werden und in denen eine double speak Mentalität der Verantwortlichen das Übel dort weiter gedeihen lässt. Im Moment sind solche Auswüchse doch nur von oben zu beschränken. Jede Diskussion über einen neuen Patriotismus nehmen diese Zeitgenossen aber als Bestätigung ihres rassistischen Denkens.
Das ist im Übrigen auch der Grund, warum ich mich gegen diesen neuen Patriotismus wende, nicht weil ich irgendjemand nicht ein solches Gefühl gönnen würde, sondern einfach, weil ich nicht daran glaube, dass er bei uns so unschuldig ist, wie er daher kommt.
Stellen wir also den Patriotismus erst einmal wieder in die Ecke, da mögen manche die davon überzeugt sind ihn polieren zu müssen und Räucherstäbchen anzuzünden dies tun und kümmern uns darum der wachsenden Fremdenfeindlichkeit wesentlich entschlossener entgegenzutreten indem wir ein neues Bildungsangebot für Arbeitslose und Migranten aufbauen und damit mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Wir werden beides benötigen um den Bevölkerungsschwund entgegenzuwirken. Gleichzeitig muss die Industrie von ihren Jugendkult Abstand nehmen und wieder 40 und 50zig jährige einstellen. Wir können keine Rente bis 67 fordern und einen Ingenieur mit 50 erzählen er bekommt keinen Job mehr, wenn er sich bewirbt.
Hier wird sich genauso wie in Fragen der Migration in den nächsten Jahren einiges ändern. Aber nicht wegen der Einsichten unsere Zeitgenossen, das zeigen die Diskussionen in diesem Forum nur zu deutlich, sondern einfach weil die Bedingungen viele dazu zwingen werden ihre zum Teil dumpfbackenen Ansichten zu revidieren. Das ist die berühmte normative Kraft des Faktischen, die vielen Deutschen ihre partielle Fremdenfeindlichkeit schon noch austreiben wird. Wahrscheinlich wird unsere Gesellschaft und Politik versuchen vielen Zeitgenossen mit dumpfbackenen Auffassungen Positionen anbieten, die sie vor sich selbst ohne Gesichtsverlust leichter annehmen können. Nur ich muss das nun wirklich nicht, ich leiste es mir Klartext zu reden.
Mit freundlichen Grüßen
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Bürger _________________ Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger |
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Mark123 Senior Member


Anmeldungsdatum: 31.07.2006 Beiträge: 1075
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 18:43:09 Titel: |
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| OT im Stammtisch (Seite 8 ) zu finden (bb) |
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Jockelx Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.06.2005 Beiträge: 3306
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 18:53:11 Titel: |
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| s.o. (bb) |
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Mark123 Senior Member


Anmeldungsdatum: 31.07.2006 Beiträge: 1075
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 18:57:21 Titel: |
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| s.o. (bb) |
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Jockelx Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.06.2005 Beiträge: 3306
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 19:06:52 Titel: |
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s.o.(bb)
Zurück zum Thema:
Das irgendwelche Aufnahmetest gut ausgebildete Leute abhalten würde,
ist doch wohl durch etliche Staaten widerlegt.
Ich finde das nichtmal diskussionswürdig, zumindest wenn Integrationspolitik
nur unter diesem Aspekt behandelt wird.
Jockel |
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masterofdisaster Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.02.2006 Beiträge: 913
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 19:17:11 Titel: |
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| Bürer hat folgendes geschrieben: |
| Die Führung beugte sich den Angestellten, schloß sich mit anderen Kaufhäusern zu einem Kaufhauszentrum zusammen und führte Kontrollen ein, und zwar so schöne, dass das Kaufhaus nun leer bleibt...[...]...Die Migration wurde nicht kontrolliert, sie wurde gestoppt. Sie ist quasi zu Ende, Aus Schluss, Finito, auch wenn immer noch aus mancher politischer Ecke fremdenfeindliches Gesülze eines Migrationsstopp klngt, weil die eh keine anderen Argumente haben, um sich selbst zu rechtfertigen. |
Wenn dir genau liest, was ich schreibe, dann wird dir auch aufgefallen sein, dass ich mit dem Zustand, wie er im Moment ist, nicht zufrieden bin.
Der thread-titel heisst ja nicht umsonst "Wir brauchen endlich eine intelligente Migrationspolitik". Das heisst zum einen, dass sie intelligent sein muss (also nur diejenigen, die auch gebraucht werden) zum anderen aber auch, dass wir überhaupt eine brauchen, d.h. denjenigen, denjenigen die geeignet sind muss die Einreise erheblich erleichtert und die Bedingungen hierzulande verbessert werden.
Um nun die geeigneten Kandidaten herauszufischen, braucht es eben ein System, z.B. ein Scoring-System.
PS: Ich weiss, dass es dir schon oft mitgeteilt wurde, aber ich glaube an das Gute im Menschen: Es wäre überaus freundlich, wenn du deine Diskussionspartner nicht ständig mit Begriffen wie "übliches Gesülze" oder "dumpfbackenen Auffassungen" beschimpfen würdest. |
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Bürger Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 27.11.2005 Beiträge: 2016 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 19:56:13 Titel: |
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im Stammtisch S.8 bei den anderen Beiträgen (bb) _________________ Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger |
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Bürger Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 27.11.2005 Beiträge: 2016 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 20:11:23 Titel: |
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| masterofdisaster hat folgendes geschrieben: |
| Bürger hat folgendes geschrieben: |
| Die Führung beugte sich den Angestellten, schloß sich mit anderen Kaufhäusern zu einem Kaufhauszentrum zusammen und führte Kontrollen ein, und zwar so schöne, dass das Kaufhaus nun leer bleibt...[...]...Die Migration wurde nicht kontrolliert, sie wurde gestoppt. Sie ist quasi zu Ende, Aus Schluss, Finito, auch wenn immer noch aus mancher politischer Ecke fremdenfeindliches Gesülze eines Migrationsstopp klngt, weil die eh keine anderen Argumente haben, um sich selbst zu rechtfertigen. |
Wenn dir genau liest, was ich schreibe, dann wird dir auch aufgefallen sein, dass ich mit dem Zustand, wie er im Moment ist, nicht zufrieden bin.
Der thread-titel heisst ja nicht umsonst "Wir brauchen endlich eine intelligente Migrationspolitik". Das heisst zum einen, dass sie intelligent sein muss (also nur diejenigen, die auch gebraucht werden) zum anderen aber auch, dass wir überhaupt eine brauchen, d.h. denjenigen, denjenigen die geeignet sind muss die Einreise erheblich erleichtert und die Bedingungen hierzulande verbessert werden.
Um nun die geeigneten Kandidaten herauszufischen, braucht es eben ein System, z.B. ein Scoring-System. |
Erst einmal habe ich nicht den Titel gewählt und der Begriff intelligente Migrationspolitik kann für jeden etwas anderes bedeuten. Natürlich können wir uns um Begriffe streiten, was denn nun ein geeigneter Kandidat sei, dran liegt mir nichts. Nur auswählen kann man nur, wenn eine bestimmte Menge an auszuwählenden Kandidaten zur Wahl stehen, ansonsten musst Du, wenn Du darauf angewiesen bist zunächst nehmen was kommt und nicht was Du Dir ausmalst. Als Unternehmer kann ich mir weder Kunden noch Mitarbeiter aussuchen, sondern muss lernen mit dem vorhandenen Potenzial zu arbeiten und etwas zu unternehmen. Ich entwerfe Scoringsysteme und verstehe etwas davon. Nur es ist absolut zwecklos und schlicht relaitätsfremd, wenn man ein Scoringsystem anwenden will und nicht genügend Mitarbeiter vor der Tür stehen, mit denen sich ein solches Scoringsystem lohnt. Wenn man trotzdem Mitarbeiter benötigt, muss man sie ausbilden. Kannst Du dem folgen? Also wir haben für unsere Industrie und Wirtschaft kein Riesenpotenzial an einwanderungswilligen Migranten, die vor der Tür stehen und die wir auswählen könnten. Wenn wir sie ausbilden, dann liegt es an uns, sie so auszubilden, dass wir mit ihnen, und selbstredend sie mit uns etwas anfangen können. Das ist eine Paradigmaverschiebung um lösungsorientiert das Problem des Facharbeitermangels anzugehen. Es tut mir leid aber dein Lösungsvorschlag erscheint mir ganz ehrlich völlig untauglich, und zwar einfach deswegen. weil die Voraussetzungen zu seiner Realisation fehlen. Dort draussen stehen keine Mengen fertig ausgebildeter afrikanischer Facharbeiter und Ingenieure, die nur darauf warten von uns nach einem Scoringssystem ausgewählt zu werden. Dort draußen steht im Moment niemand.
Mit freundlichen Grüßen
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Bürger _________________ Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger
Zuletzt bearbeitet von Bürger am 08 Dez 2006 - 23:31:26, insgesamt einmal bearbeitet |
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masterofdisaster Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.02.2006 Beiträge: 913
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 20:37:28 Titel: |
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| Bürger hat folgendes geschrieben: |
Dort draussen stehen keine Mengen fertig ausgebildeter afrikanischer Facharbeiter und Ingenieuere, die nur darauf warten von uns nach einem Scoringssystem ausgewählt zu werden. Dort draussen steht im Moment niemand.
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Dass "dort draussen" niemand steht stimmt ja so nicht. Ein Blick auf die Kanaren reichen schon um das festzustellen.
Wenn man zu dem Schluss kommt, dass dort niemand geeignetes dabei ist ("afrikanische Facharbeiter und Ingenieure") dann heisst das natürlich nicht im Umkehrschluss dass man deswegen eben jemand ungeeignetes nimmt, das hilft nämlich ebenfalls niemanden.
Davon abgesehen, ist es durchaus so, dass es mögliche Kandidaten gibt, z.B. aus China, Indien oder Osteuropa, die aber oft an den Hürden Scheitern. Genau hier müssen dann auch Schritte getan werden, wenn jemand als geeignet erkannt worden ist, die Hürden zu senken, z.B. durch unbegrenzte Aufenhaltserlaubnis und einem Senken des Mindesteinkommen, viele andere Erleichterungen und Untersützungen sind denkbar.
Aber, vorher muss natürlich geschaut werden, ob der potentielle Einwanderer geeignet ist.
Ich gebe dir aber recht, entscheident ist es, gleichzeitig die Attraktivität des Standortes deutlich zu erhöhen, es wäre ja auch schon viel getan, wenn nicht mehr so viele mit deutschen Steuergeldern ausgebildete High-Potentials auswandern würden.
Was wären denn deine Vorschläge einen gut verdienenden Hochqualifizierten, der in die USA auswandern möchte, dazu zu bringen in Deutschland zu bleiben? |
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Pauker Moderator


Anmeldungsdatum: 26.05.2005 Beiträge: 7763 Wohnort: Schwäbisch Hall
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 21:34:23 Titel: |
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Eben. Setzen wir Anreize, dass die Hochqualifizierte gerne hierher kommen. Werben wir um sie und bieten Ihnen, was sie hier benötigen, um sich wohl zu fühlen.
Die Annahme, dass wir bloß weil nicht so viele Hochqualifizierte hierher kommen wollen, dann halt jeden nehmen müssen, möchte ich mal in einem Unternehmen realisiert sehen.
Mir ist nicht bekannt, dass dort bei Akademikermangel, Sonderschüler eingestellt werden, um dieses intern forzubilden.
Gruß
Pauker _________________ and remember: the light at the end of the tunnel may be you! |
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Bürger Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 27.11.2005 Beiträge: 2016 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 08 Dez 2006 - 23:43:59 Titel: |
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| masterofdisaster hat folgendes geschrieben: |
Was wären denn deine Vorschläge einen gut verdienenden Hochqualifizierten, der in die USA auswandern möchte, dazu zu bringen in Deutschland zu bleiben? |
Was für eine Frage, die solltest Du selber beantworten. Ihm eine vernünftige Arbeit geben und ihn anständig bezahlen. Arzte wandern nicht deswegen aus, weil sie hier mehr Steuern und Abgaben bezahlen müssen, das müssen sie anderswo auch. Sie verdienen anderswo einfach mehr.
Das gleiche gilt für viele andere Experten. Der Druck der Geschäftsleitung Löhne einzusparen wirkt sich eben auch auf Facharbeiter und Ingenieure aus.
Mit freundlichen Grüßen
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Bürger _________________ Mit freundlichen Grüßen
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Bürger |
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mark1234 Newbie


Anmeldungsdatum: 08.12.2006 Beiträge: 14
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Verfasst am: 09 Dez 2006 - 00:18:05 Titel: |
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| Bürger hat folgendes geschrieben: |
Was für eine Frage, die solltest Du selber beantworten. Ihm eine vernünftige Arbeit geben und ihn anständig bezahlen. Arzte wandern nicht deswegen aus, weil sie hier mehr Steuern und Abgaben bezahlen müssen, das müssen sie anderswo auch. Sie verdienen anderswo einfach mehr.
Das gleiche gilt für viele andere Experten. Der Druck der Geschäftsleitung Löhne einzusparen wirkt sich eben auch auf Facharbeiter und Ingenieure aus.
Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger |
Aha, ok. Und wenn du mir jetzt noch erklärst, welche Geschäftsleitung bei den Ärzten die Löhne einspart, höre ich auch mit dem Lachen auf. |
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samba1 Senior Member


Anmeldungsdatum: 25.05.2006 Beiträge: 613
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Verfasst am: 09 Dez 2006 - 00:19:40 Titel: |
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| Grade in der Forschung sind hier die Bedingungen nicht so toll. Da habe ich mal was von Biotechnologie gehört. Die Firma ist nach Amerika gegangen und nun ist das nicht so optimal. |
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mark1234 Newbie


Anmeldungsdatum: 08.12.2006 Beiträge: 14
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Verfasst am: 09 Dez 2006 - 00:29:53 Titel: |
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| samba1 hat folgendes geschrieben: |
| Grade in der Forschung sind hier die Bedingungen nicht so toll. Da habe ich mal was von Biotechnologie gehört. Die Firma ist nach Amerika gegangen und nun ist das nicht so optimal. |
Ja toll, aber sorry, das beeindruckt irgendwie gar nicht. "Irgendeine Firma ist mal abgewandert"... ist ungefähr so aussagekräftig wie die Meinung eines Erdkundelehrers.
Deutschland ist der Welt größte Exporteur, dritt größte Wirtschaftsmacht des Planeten und hat den zweithöchsten Handelsüberschuss. Auf Einwoher umgerechnet wären wir damit auf Platz 2. Du verstehst bestimmt, dass ich mich aufgrund dieser Fakten nur schwerlich von irgendwelchen Prognosen eines Lehrkörpers beeindrucken lasse. 80% der Wirtschaft besteht aus Psychologie, deshalb darf man sich durch solche Leute nicht beeinflussen lassen. Meckern, Meckern, Meckern ist genau das, was man hier nicht mehr braucht. |
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masterofdisaster Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.02.2006 Beiträge: 913
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Verfasst am: 09 Dez 2006 - 01:31:37 Titel: |
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| Was für eine Frage, die solltest Du selber beantworten. |
Oh, keine Angst, ich hab da genug Antworten, mich hat nur mal interessiert, wie du dir das vorstellst.
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| Ihm eine vernünftige Arbeit geben und ihn anständig bezahlen. Arzte wandern nicht deswegen aus, weil sie hier mehr Steuern und Abgaben bezahlen müssen, das müssen sie anderswo auch. Sie verdienen anderswo einfach mehr. |
Richtig, man müsste also marktgerechtere Löhne zahlen. Das finde ich Prima, dass du das auch so siehst, bisher bist du nämlich der Meinung gewesen, man müsste "den Markt in Ketten legen" oder so.
Das Beste also man fängt möglichst schnell mit einer Deregulierung des Arbeitsmarktes an.
Und was die Steuern und Abgaben angeht so müssen die zwar überall gezahlt werden, aber fast nirgendwo soviel wie in Deutschland. Ein Grenzsteuersatz von über 50% wirkt natürlich schon sehr abschreckend und leistungsfeindlich.
| Zitat: |
| Das gleiche gilt für viele andere Experten. Der Druck der Geschäftsleitung Löhne einzusparen wirkt sich eben auch auf Facharbeiter und Ingenieure aus. |
Das mag dir jetzt vieleicht komisch vorkommen, aber Druck Kosten zu sparen gibt es in anderen Ländern mindestens genau wie hier.
Überhaupt scheitern alle Versuche die Unternehmen in irgendeiner Weise für Abwanderung oder gar mangelndes Wachstum verantwortlich zu machen, wie es manche Politiker gerne tun. Denn Unternehmen können nur in den vorgegebenen Rahmen handeln.
Für manche überraschend, machen deutsche Unternehmen im Ausland hervorragende Gewinne und schaffen auch jede Menge sehr gut bezahlte Arbeitsplätze, es liegt wohl weniger an den Unternehmen sondern eher an den Rahmenbedingungen, und die können nur von der Politik geändert werden.
Daher bist du meiner Frage auch ausgeweicht. Natürlich hält man Leute indem man ihnen mehr bezahlt, aber das werden die Unternehmen schon von selber tun, wenn es für sie lohnt die Leute in Deutschland zu beschäftigen.
Daher nochmal: Was denkst du kann die Politik dazu tun, dass es sich für die Hochqualifizierten und ihre Arbeitgeber in einem globalen Umfeld lohnt die Stellen in Deutschland zu schaffen und nicht eben den USA oder einem unserer Nachbarländer? |
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Bürger Gesperrter User

Anmeldungsdatum: 27.11.2005 Beiträge: 2016 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 09 Dez 2006 - 03:15:11 Titel: |
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| mark1234 hat folgendes geschrieben: |
Aha, ok. Und wenn du mir jetzt noch erklärst, welche Geschäftsleitung bei den Ärzten die Löhne einspart, höre ich auch mit dem Lachen auf. |
Natürlich sparen Krankenhäuser auch an den Gehältern ihrer angestellten Ärzte, indem sie einfach wenige die Arbeit von vielen verrichten lässt. Hast Du den Streik der Ärzte irgendwie nicht mitbekommen? Immerhin gibt es heute mehr angestellte Ärzte als niedergelassene. Dein Lachen deute ich eher als ein Zeichen von Unwissenheit. Gerade angestellte Ärzte sind es die ins Ausland gehen, Dänemark und Norwegen, aber auch England sind beliebte Ziele. Nicht um dort als niedergelassene Ärzte sondern als in Kliniken angestellte Ärzte zu arbeiten. Die werden dort bei wesentlich besseren Arbeitsbedingungen einfach besser bezahlt, übrigens in ganz unterschiedlichen Gesundheitssystemen (Großbrittanien versus Skandinavien). In meinem Bekanntenkreis befinden sich zwei Krankenhausärzte und ein Zahnarzt mit eigener Praxis, die über die Bedingungen insbesondere im Zusammenhang mit dem Ärztestreik erzählen, wie ein Arbeitstag in einer Klinik aussieht und welchen Belastungen sie dort ausgesetzt sind bzw. was es bedeutet eine eigene Praxis zu eröffnen.
Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger _________________ Mit freundlichen Grüßen
ein
Bürger |
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Ecclesiastes Senior Member


 Anmeldungsdatum: 15.12.2005 Beiträge: 1411
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Verfasst am: 30 Jan 2007 - 23:20:26 Titel: |
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Danke.
Den Stammtisch hier habe ich eingeschätzt als Treffpunkt der Stammuser - und das bin ich ja noch nicht.
Eher Frischfisch
ecc _________________ Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar
(Ingeborg Bachmann) |
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borabora Moderator


 Anmeldungsdatum: 05.06.2005 Beiträge: 6273
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Verfasst am: 30 Jan 2007 - 23:22:41 Titel: |
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| Ecclesiastes hat folgendes geschrieben: |
Danke.
Den Stammtisch hier habe ich eingeschätzt als Treffpunkt der Stammuser - und das bin ich ja noch nicht.
Eher Frischfisch
ecc |
Nein, der Stammtisch ist der Ort an dem offtopic Diskussionen geführt werden - dieser Thread hat ein anderes Thema als "Soziologie". _________________ Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. (Kurt Tucholsky)
Mancher hält sich für vollkommen, nur weil er geringere Ansprüche an sich stellt. (H.Hesse) |
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schelm Senior Member


 Anmeldungsdatum: 31.07.2006 Beiträge: 4306
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Verfasst am: 30 Jan 2007 - 23:23:27 Titel: |
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Jeder darf im Zweifelsfall in den Stammtisch migrieren ! Diesbezüglich ist die Migrationspolitik hier äußerst liberal !
M.f.G. Schelm _________________ ... Ich zeig dir meine Wahrheit.. für einen Augenblick. ( Ich+Ich ) |
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NocheinBürger Junior Member


Anmeldungsdatum: 27.01.2007 Beiträge: 56 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 02 Feb 2007 - 11:13:18 Titel: |
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| Zitat: |
| wenn die Kriminalität als der Hauptkritikpunkt gegen Ausländer und Migranten wegfällt |
Wer sagt denn, dass sie wegfällt? Ausländer und Migranten begehen Verbrechen. Eine Diskussion, ob sie nun mehr oder weniger kriminell sind als Deutsche ist für den Eimer. Ein Deutscher kann gerne Verbrechen in Deutschland begehen - dafür wandert er in den Bau. Ein Ausländer hat in Deutschland keine Verbrechen zu begehen, wenn er nicht abgeschoben werden will. Was Du erzählst ist mir herzlich egal. Ich habe meine Meinung und Du Deine.
| Zitat: |
Aber die fremdenfeindliche Gemeinde hat natürlich noch weitere Eisen im Feuer. Wenn nicht die Kriminalität, dann ist eben der Tierschutz. Und dann werden begeisterte Autofahrer die sich einen Spaß erlauben so viele Tiere wie möglich mit ihrem psychologisch als Penisersatz aufgemotzen Jeep zu jagen um dieses großartige Gefühl einer Macht über Tod und Leben zu fühlen, auf einmal zu den sensibelsten Tierschützern, dann nämlich, wenn es darum geht ob ein Schaf durch das Schächten oder durch eine Bolzenschuß vom Leben in den Tod befördert werden soll. Das ist dann selbstredend lächerlich und völlig unglaubwürdig.
Verwundert reibt man sich die Augen, wenn die gleiche Klientel sich in an dem Aussehen von grünen Politikerinnen oder in der Emanzipationsbewegung etablierten Frauen echauffiieren und deren Wert allein an deren sexueller Attraktivität messen, im Übrigen oft genug ohne ihre eigene 150 kg Körperlichkeit zur Disposition zu stellen, plötzlich beginnen Frauenrechte in den Mittelpunkt der Diskusion zu stellen so als seien sie jahrzehntewährende Mitstreiterinnen einer Alice Schwarzer. Natürlich werden nicht die dieser Klientel eigenen, oft unerträgliche dummen und chauvinistischen Einstellungen, Sprüche und Verhaltensweisen diskutiert, nein, weit gefehlt, das würde ja Einsichtsfähigkeit voraussetzen. Zum Thema werden ausschließlich die Rechte muslimischer Frauen auserkoren, nicht wirklich um ihnen zu helfen, sondern allein zu belegen wie verwerflich sich doch Ausländer verhalten. Dass unseren migrationskritischen Freunden wertkonservativer Einstellungen ob dieser grotesken Doppelmoral die Tasten ihrer Tastatur beim Eintippen ihrer Anklagen nicht einzeln ins Gesicht springen und sich schlicht weigern so einen Unsinn weiterzutransportieren, liegt wohl allein daran, dass die Bezeichnung vom intelligenten Keyboard eben doch nur eine verkaufsfördende Werbeidee ist.
Einfach und direkt formuliert sind solche offensichtliche wenig glaubwürdige Aussagen hinsichtlich der eigenen Betroffenheit ganz schnell in den Papierkorb zu werfen.
Natürlich können und müssen wir auch Integration und deren Probleme diskutieren, aber eben nicht von einem fremdenfeindlichen Standpunkt aus, nicht um Ausländer zu diskreditieren sondern die Integration zu fördern. Dazu gehört aber in erster Linie die Bekämpfung der Fremdenfeindlichkeit im Land, denn sie ist eine der entscheidenden-, einer Integration im Wege stehenden Verhaltensweise zu vieler Deutscher. |
Reine Provokation. Habs überflogen. Du versuchst, sämtliche Themen nochmal zu resümieren und alles zu polemisieren... als ob viel blabla den Fakten, die ich anhand von Quellen (s.o.) aufgelistet habe entgegen stehen könnten. Irgendwo doch (immer noch) arm...
@ Iskander
| Zitat: |
| Du solltest mal die weltanschauliche Katze aus dem sack lassen anstatt hier erfundene Geschichten (wie in deinen ersten Post mit dem Nocheinbürger Account) aus der Fakeria zu erzählen. |
Du kannst gar nicht wissen, ob diese Geschichten erfunden sind oder nicht. Genausowenig wie ich ihre Existenz beweisen kann. Aber ich kann und habe Zeitungsartikel/Reden/etc gepostet, um zu unterstreichen, dass diese Geschichten wahr sein können. ("Aktuelle Erhebungen wiesen aus, dass Schüler nichtdeutscher Herkunft häufiger als Täter an Gewaltvorfällen beteiligt seien als deutsche Schüler; der ganz überwiegende Teil der Täter sei männlich. Unter den bei der Staatsanwaltschaft Berlin registrierten jungen „Intensivtätern“ sowie den in der Berliner Jugendstrafanstalt Inhaftierten seien junge männliche Personen mit Migrationshintergrund überdurchschnittlich häufig vertreten.") Kannst Du mir das Gegenteil beweisen? Ich habe das erlebt, habe diese Artikel gelesen, und sehe mich bestätigt. Regt Euch doch drüber auf - mir (wiederum) herzlich egal. |
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Ecclesiastes Senior Member


 Anmeldungsdatum: 15.12.2005 Beiträge: 1411
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Verfasst am: 02 Feb 2007 - 13:31:43 Titel: |
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| Recht komisch hat folgendes geschrieben: |
Zum Thema "Ethnisierung" von Kriminalität:
Seit 1993 ist der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen an allen polizeilich registrierten Tatverdächtigen bundesweit kontinuierlich zurückgegangen; diese Feststellung basiert unmittelbar auf der zuverlässigsten uns zur Verfügung stehenden Quelle zur Entwicklung tatsächlicher Kriminalität (aus dem sog. Hellfeld).
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Kann man das auch irgendwo nachlesen?
ecc _________________ Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar
(Ingeborg Bachmann) |
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Heison Full Member


Anmeldungsdatum: 05.12.2006 Beiträge: 380
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Verfasst am: 07 Mai 2007 - 23:28:44 Titel: |
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Teile der Berliner SPD haben ein Arbeitspapier aufgestellt, das eine Neujustierung der Zuwanderungspolitik vorsieht, die sich am Nutzen für die Gesellschaft orientiert - Zuwanderung soll unter dem Strich die Probleme für die Gesellschaft verringern, nicht neue schaffen. Es wird erstmals von einem "Anforderungsprofil" für die Migranten gesprochen.
Ein richtiger Schritt, wobei mir auffällt, dass sich das Papier in wichtigen Punkten mit meinem Positionspapier aus diesem Thread in #1 deckt (siehe unten). Selbst einzelne Formulierungen wie der Leitspruch sind ähnlich. Da mein Posting damals als Diskussionsgrundlage gedacht war, freue ich mich, dass große Parteien wie die SPD das Thema jetzt offen und mit klaren Konzepten auf die Tagesordnung setzen. Ich hoffe, dass diese Diskussion auch innerparteilich in konstruktiven Bahnen verläuft und zu Ergebnissen führt, dann wird die CDU erst recht in die Hufe kommen müssen.
http://www.welt.de/berlin/article855370/Haertere_Regeln_fuer_Zuwanderer.html
Zitat 1:
"Zuwanderung darf keine Einbahnstraße sein"
Eine eindeutige Position vertreten Hilse und Hillenberg in der Frage, was passiert, wenn Integrationsbemühungen scheitern. In dem Papier heißt es: „Zuwanderung darf keine Einbahnstraße sein. Wenn sich herausstellt, dass Menschen nach einigen Jahren nicht von eigener Arbeit leben können oder kriminell geworden sind, müssen sie Deutschland wieder verlassen.“
Vergleiche mit Posting #1: "Migration darf außerdem keine Einbahnstraße sein."
Zitat 2:
„Familienzusammenführung muss nicht ausschließlich in Deutschland stattfinden."
Vgl. mit Posting #1: "Alternativ wird die Familienzusammenführung im Ausland angeboten."
Zitat 3:
"1. Die Gesellschaft muss Bedarf an den Fähigkeiten des Zuwanderers haben."
Vgl. mit Posting #1: "Abgesehen vom grundgesetzlichen Asylrecht muss Einwanderung den Interessen Deutschlands und der Deutschen dienen."
Zitat 4:
"5. Er oder sie darf keinerlei Vorstrafen haben.“
Vgl. mit Posting #1: "Alle Einwanderer müssen ein durch internationale Vereinbarungen anerkanntes Führungszeugnis vorlegen. Vorbestrafte erhalten Zutritt nur in genau begründeten Ausnahmefällen." _________________ Migration ist keine Einbahnstraße - für eine intelligente Einwanderungs-, Rückführungs- und Integrationspolitik |
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J.C.Denton Gesperrter User

 Anmeldungsdatum: 10.12.2006 Beiträge: 6282
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Verfasst am: 08 Mai 2007 - 09:42:23 Titel: |
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@Heison
Das kling schon recht ordentlich. Wie kann das umgesetzt werden? _________________ Der Mensch ist mit zwei Gütern gesegnet- der Hoffnung und der Unkenntnis der Zukunft. Letzteres ist sogar noch wertvoller.[N.Lakoba]
www.business-podium.com |
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Heison Full Member


Anmeldungsdatum: 05.12.2006 Beiträge: 380
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Verfasst am: 08 Mai 2007 - 16:00:45 Titel: |
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Wie üblich, durch eine parlamentarische Mehrheit oder, wie ich es mir schon lange wünsche, durch Volksentscheide bei relevanten bundesdeutschen Fragestellungen, dazu gehört ganz sicher das grundlegende Migrationskonzept.
Rechtlich gesehen ist der Rahmen durch das Grundgesetz, das eine unterschiedliche Behandlung nach er Staatsbürgerschaft erlaubt und auch die sogenannten "Deutschenrechte" von den allgemeine Rechten unterscheidet, und durch das Aufenthaltsgesetz (siehe z.B. § 55 Ermessensausweisung) schon fast komplett vorgegeben.
Insofern ist das vorgestellte Konzept des SPD-Arbeitskreises als auch mein Konzept letztlich ein Ausgestaltungsprogramm, das auf vorhandenen Rechtsstrukturen aufbauen kann.
Erste kleine Schritte gibt es übrigens im Rahmen des neuen Bleiberechts, z.B. wird der Familiennachzug in Zukunft restriktiver gehandhabt (es sollen u.a. in Zukunft einfache Deutschkenntnisse verlangt werden.) _________________ Migration ist keine Einbahnstraße - für eine intelligente Einwanderungs-, Rückführungs- und Integrationspolitik |
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salla Full Member


Anmeldungsdatum: 28.04.2007 Beiträge: 135
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Verfasst am: 08 Mai 2007 - 17:02:13 Titel: |
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Ich will mich hier nicht groß einmischen, aber ich will trotzdem mal meinen Senf dazu geben....
"Erste kleine Schritte gibt es übrigens im Rahmen des neuen Bleiberechts, z.B. wird der Familiennachzug in Zukunft restriktiver gehandhabt (es sollen u.a. in Zukunft einfache Deutschkenntnisse verlangt werden.)"
Insgesamt sind die ja schon ziemlich schnell auf den Trichter gekommen....
Ich würd mir mal anschauen wie die Amis und Aussies das handhaben...in Europa ist das einfach nur lächerlich^^
Über den Westen muss ich wohl nicht viel sagen....in vielerlei Hinsicht ist der krimineller als so manches islamisches Land....zumindest was Außenpolitik betrifft. |
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