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Wir brauchen endlich eine intelligente Migrationspolitik
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Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 3634

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 18:48:46    Titel:

Es ist doch alles eine Frage von Inklusion und Exklusion. Diese altbekannte, hier schon oft bemühte Prämisse zeigt immer wieder, wie die eigene Identitätsbildung funktioniert.

Wie schon viele Migranten hat auch ein Großteil der Ostdeutschen das Bedürfnis, von der ökonomisch, kulturell und politisch bestimmenden Mehrheitsgesellschaft der Deutschen als gleichberechtigt wahrgenommen und in die gemeinsame Identität inkludiert zu werden. Da der Ostdeutsche sich gegenüber dem Deutschen aufgrund einer Vielzahl von sozioökonomischen Variablen als benachteiligt empfindet (und es empirisch betrachtet auch tatsächlich zu sein scheint), muss er die gemeinsame Identität nach außen hin festigen, d.h. er muss eine noch schwächere Gruppe exkludieren. Wenn hier also ein "Im Osten unseres Landes" zu lesen ist, liegt der Appell klar auf dem "unseres". Der Ostdeutsche sucht den Schulterschluss mit dem Deutschen und möchte mit einem gemeinsamen Finger auf den Migranten zeigen, womit die eigene Misere nur zu gut überdeckt wird. Dass der Deutsche den Ostdeutschen mitunter aber mit all den sozialen Phänomen (Links- und Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit etc.) wahrnimmt, weist der Ostdeutsche pikiert zurück. Das Bedürfnis nach Gemeinsamkeit ist menschlich und verständlich, jedoch verwehrt es dieser typologisierte Ostdeutsche dann eben der nach ihm schwächeren Gruppe. Er zieht eben eine Trennlinie, um sich nicht selbst gegenüber den Deutschen behaupten oder sich seinen sozialen Problemlagen stellen zu müssen. Nicht zuletzt deshalb ist Fremdenfeindlichkeit gerade in Ostdeutschland ein gravierendes Problem, wohingegen der Deutsche seltener auf Erklärungsmuster wie "Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze und Frauen weg" (die Ironie der Aussage in einem Landstrich, der faktisch frei von Menschen mit Migrationshintergrund ist, ist kaum zu übersehen) zurückgreifen muss.
Jedoch ist in Deutschland gegenüber Ostdeutschland der Antisemitismus statistisch betrachtet ausgeprägter, was sich aber auch recht gut in das oben genannte Erklärungsmuster einfügen lässt.
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 18:54:35    Titel:

Lamasshu hat folgendes geschrieben:

Wie schon viele Migranten hat auch ein Großteil der Ostdeutschen das Bedürfnis, von der ökonomisch, kulturell und politisch bestimmenden Mehrheitsgesellschaft der Deutschen als gleichberechtigt wahrgenommen und in die gemeinsame Identität inkludiert zu werden. Da der Ostdeutsche sich gegenüber dem Deutschen aufgrund einer Vielzahl von sozioökonomischen Variablen als benachteiligt empfindet (und es empirisch betrachtet auch tatsächlich zu sein scheint), ...


Wie schon so oft beweist du soeben wieder, geistig und analytisch in den Neunziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts steckengeblieben zu sein.

Wo wohnst du eigentlich? In welchem Winkel Deutschlands hat sich solch ein Bild von Deutschland gehalten bzw. so fest etabliert?

Ansonsten noch viel Spaß beim "Diskutieren" mit dem kleinen Doppel-X-Troll.

Ich schau mir derweil den Tatort mit "Boerne und Thiel" an.
Das ist bei weitem unterhaltsamer. Rolling Eyes
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 18:57:57    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:
nAim hat folgendes geschrieben:

Nein wir reden hier doch über Migranten.


Na dann halte dich auch dran.
Cool

Falls es dir weiterhilft. Gib einfach "Migration(Soziologie)" bei Wikipedia ein, falls dir die Bedeutung dieses Begriffes entfallen ist. Wink

Ansonsten stehen dir die beiden anderen Diskutanten deines dynamischen Trios sicher für weiteres sinnfreies Gefasel zur Verfügung.


Zitat:
Migration, Wanderung ist in der Soziologie und Soziogeographie ein unterschiedlich gefasster Begriff für den dauerhaften Wechsel des Lebensumfeldes einer Person, einer Gruppe oder einer Gesellschaft im geographischen und sozialen Raum.Migration, Wanderung ist in der Soziologie und Soziogeographie ein unterschiedlich gefasster Begriff für den dauerhaften Wechsel des Lebensumfeldes einer Person, einer Gruppe oder einer Gesellschaft im geographischen und sozialen Raum.


http://de.wikipedia.org/wiki/Migration_%28Soziologie%29

Den Niedergang der DDR und die Eingliederung in die BRD kann man wohl als wechsel des Lebensumfeldes bezeichnen oder? Aber keine Sorge wir hier im Westen sind natürlich aufgeschlossen und unterstützen euch bei der Integration.
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 19:02:10    Titel:

Das witzige an der Sache ist, das die 80% der Muslime die in Deutschland nicht von der Stütze leben, also Steuern zahlen, die Integration des Ostens mittragen. Filzstift wettert hier also mitunter gegen diejenigen, die seine Integration bezahlt haben.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7572

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 19:04:47    Titel:

Kannste vergessen, nAim. Filzstift muss jetzt erstmal schmollen, dann wird er 2-3 Tage warten und kommentarlos seine Anti-Moslem-Bloggerei wieder aufnehmen Wink

Und getrost ignorieren, dass seine "Landsleute" in so manchen Belangen nicht wesentlich erfolgreicher oder besser integriert sind, als die Bevölkerungsgruppe der sich seine Hetze hier widmet...

Wie gesagt. Ist schon blöd, wenn man plötzlich selbst unter Beschuss steht und nicht mehr "die Moslems"...
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 19:07:29    Titel:

nAim hat folgendes geschrieben:


Den Niedergang der DDR und die Eingliederung in die BRD kann man wohl als wechsel des Lebensumfeldes bezeichnen oder? Aber keine Sorge wir hier im Westen sind natürlich aufgeschlossen und unterstützen euch bei der Integration.


Darf ich dich daran erinnern, dass "unsere" ehemalige FDJ-Sekretärin "eure" CDU führt und "unserem" Land als Bundeskanzlerin vorsteht. Cool
Insofern ist eure Integration - vor allem wenn man noch die Linksverschiebung der CDU mit einrechnet - doch gut gelungen. Wink
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 3634

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 19:08:10    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:
Wie schon so oft beweist du soeben wieder, geistig und analytisch in den Neunziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts steckengeblieben zu sein.

Wo wohnst du eigentlich? In welchem Winkel Deutschlands hat sich solch ein Bild von Deutschland gehalten bzw. so fest etabliert?


Verstehe mich bitte nicht falsch, ich nehme für mich sogar in Anspruch, einer derjenigen Deutschen zu sein, der verhältnismäßig häufig nach Ostdeutschland (mindestens ein Drittel der Deutschen war schließlich noch nie in Ostdeutschland, wie kürzlich anlässlich des Tages der Wiedervereinigung erhoben wurde) fährt und auch zahlreiche Ostdeutsche im Freundeskreis hat. Diesen ist die Integration in die Mehrheitsgesellschaft auch sehr überzeugend gelungen, einige der von mir aufgezählten Problemlagen waren für manche auch der Grund, weshalb sie Ostdeutschland den Rück gekehrt haben.

Also keine Sorge, ich akzeptiere den Ostdeutschen ebenso wie andere Menschen, die mit einer anderen Staatsangehörigkeit geboren wurden und nun hier leben. Meine Hoffnung ist, dass sich Ostdeutsche, die in zweiter oder gar dritter Generation in Deutschland leben, besser in eine pluralistische, demokratische und liberale Gesellschaft integrieren als dies mitunter der ersten Generation gelungen ist. Und von dieser ersten Generation müssen wir im Sinne einer Integration fordern, dass sie nicht - wie sie über Jahrzehnte getan haben - Menschen anderer Hautfarbe, Religion o.ä. als notgedrungen geduldete bzw. vom System aufgezwungene Gäste herabwürdigen (http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/die-schuld-der-ddr/).
Lamasshu
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Anmeldungsdatum: 23.12.2005
Beiträge: 3634

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 19:11:20    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:

Darf ich dich daran erinnern, dass "unsere" ehemalige FDJ-Sekretärin "eure" CDU führt und "unserem" Land als Bundeskanzlerin vorsteht.


Korrekt. Angela Merkel ist das Paradebeispiel dafür, dass in einem freiheitlichen Deutschland niemand kritisiert wird, nur weil er einer anderen Gruppe als der Mehrheitsgesellschaft stammt. Darum muss es eben umso bedenklicher stimmen, dass dieses Bewusstsein von so vielen Ostdeutschen nur im eigenen Interesse angenommen und nicht anderen Gruppen fernab der Mehrheitsgesellschaft zugestanden wird.

Und wenn wir Deutsche, Ostdeutsche, Migranten und Ausländer offen aufeinander zugehen, können wir eines Tages auch auf die von dir benutzten Anführungszeichnen verzichten.
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2134

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 19:27:22    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:
nAim hat folgendes geschrieben:


Den Niedergang der DDR und die Eingliederung in die BRD kann man wohl als wechsel des Lebensumfeldes bezeichnen oder? Aber keine Sorge wir hier im Westen sind natürlich aufgeschlossen und unterstützen euch bei der Integration.


Darf ich dich daran erinnern, dass "unsere" ehemalige FDJ-Sekretärin "eure" CDU führt und "unserem" Land als Bundeskanzlerin vorsteht. Cool
Insofern ist eure Integration - vor allem wenn man noch die Linksverschiebung der CDU mit einrechnet - doch gut gelungen. Wink


Ja die war Integrationswillig. Aber wir müssen jetzt mal die Tabus brechen und über den Integrationsunwilligen Rest sprechen.Doe Ostdeutschen müssen unsere Spielregeln anerkennen, wenn sie mitspielen wollen. Wie wärs wir fangen bei dir an. Akzeptierst du die Relgionsfreiheit?
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 10 Okt 2010 - 20:54:28    Titel:

nAim hat folgendes geschrieben:


Ja die war Integrationswillig. Aber wir müssen jetzt mal die Tabus brechen und über den Integrationsunwilligen Rest sprechen.Doe Ostdeutschen müssen unsere Spielregeln anerkennen, wenn sie mitspielen wollen. Wie wärs wir fangen bei dir an. Akzeptierst du die Relgionsfreiheit?


Die alte Bundesrepublik wie sie bis Ende der Neunziger existierte, gibt es doch seit mindestens 15 Jahren nicht mehr.
Mit dem Wegfall der "sozialistischen deutschen Alternative" ist der Zwang sich vom Osten abzugrenzen, weggefallen und das gesamte politische Deutschland nach links gerückt. Viele politische Positionen, haben sich seit Jahren dem Bild, wie es in der DDR vermittelt wurde angenähert. Konservative Positionen wurden dem "K(r)ampf gegen rechts" geopfert.

Diskussionskultur und Geschichtsverständnis haben sich der "DDR-Kultur" angenähert. Was wir nüchtern betrachtet heute vorfinden, ist eine Melange aus beiden Systemen.

o.t.

Der "Tatort" war wieder mal sehr sehenswert. Wink
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