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HA in Sachenrecht - organisatorische Frage
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Lailam
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Anmeldungsdatum: 27.11.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 12 Dez 2006 - 20:59:35    Titel: HA in Sachenrecht - organisatorische Frage

hallo,
ich muss demnächst eine Hausarbeit, eine kurze (10S.), schreiben...Da ich sie zum ersten mal schreibe, weiss ich garnicht wie und was ich zitieren soll?! Ok so manche Sachen kann ic mir schon vorstellen, vor allem BGHEntscheidungen und so...Aber muss man viel zitieren???
Jura2004
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Anmeldungsdatum: 12.09.2006
Beiträge: 110

BeitragVerfasst am: 12 Dez 2006 - 22:02:32    Titel:

Klar jeder fremde Gedanke muss zitiert werden. Ebenso ist es sowieso ne wissenschaftliche Arbeit, dass hat zu Folge das dir keine andere Möglichkeit bleibt als dir ne Menge Meinungen und Materialien einzuholen. Ich hab bei ner 20-Seitigen Hausarbeit zwischen 80 und 100 Fussnoten und ein ca. 20-30 Quellen beinhaltendes Literaturverzeichnis. Wichtig sind vor allem Aufsätze da dies ja die Primärliteratur darstellt, Lehrbücher und Kommentare sind Sekundärliteratur.
MarenK
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Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 11:44:31    Titel: Re: HA in Sachenrecht - organisatorische Frage

Lailam hat folgendes geschrieben:
Aber muss man viel zitieren???


Nein. Sinn und Zweck einer wissenschaftlichen Arbeit ist es nicht möglichst viele Zitate zu haben - auch wenn einige Studenten dies gerne glauben. Natürlich musst du fremde Gedanken, Meinungen belegen können, aber man sollte es auch nicht übertreiben und bewusst einfach nur Zitate reinquetschen wollen...! Ich habe bei meiner 25-seitigen Hausarbeit "nur" 50 Zitate - und das hat dicke gereicht - im Gegenteil: Der Korrektor fand es sogar sehr gut, dass ich wichtige Dinge alle belegen konnte. Teils werden von Studenten schwachsinnige Aussagen wie beispielsweise "Der objektive Tatbestand müsste zu nächst erfüllt sein" oder "Ein Bund-Länder-Streit kommt nur in Frage wenn" u.ä. (wo einige ernsthaft eine Fussnote hinterpacken) gar nicht erst zitiert habe. Und der Sinn und Zweck einer Hausarbeit ist es auch das Lehrbuchwissen dann auf deinen konkreten Fall anzuwenden, wo du halt selbst mit deiner Argumentation gefragt bist. Im Schnitt sagt man zwar 3-4 Fussnoten pro Seite, aber weniger schadet auch nicht, sofern dein Text halt keine Lücken aufweist. Wenn du eine Meinung eines Autors oder einen Meinungsstreit/Definition darstellst und dies über mehrere Zeilen geht, musst du die Fussnote nur an den letzten Satz ans Ende stellen - und nicht hinter jedem Satz. Einige machen aber allen ernstes in einem Abschnitt der übernommen wurde hinter jeden Satz dann eine (bzw dieselbe) Fussnote...überflüssig und strenggenommen sogar falsch.

Für eine juristische Hausarbeit reicht es dir ca. 3 Standardkommentare zu schnappen, gepaart mit 2-4 Lehrbüchern und - falls du Lust hast - mal in der Jus, Jura, NJW o.ä. nach 1-2 Aufsätzen zu gucken - das reicht auch dicke für's Literaturverzeichnis. Sofern passend ein BGH, BVerfGE...-Urteil noch mit einbeziehen (Achtung: das darf aber nicht im Literaturverzeichnis aufgelistet werden).

Man sollte es nicht übertreiben - ich bin soweit im Ergebnis von der Punktzahl immer gut gefahren - desweiteren sollte man sich auch nicht großartig mehr Mühe machen, als es wert ist: Schnell schreiben (damit man noch etwas Freizeit hat und sich nicht die ganzen Semesterferien damit aufhält Wink ) und abhaken (auch wenn's dann nicht zweistellig sein sollten: es zählt ja sowieso nicht ins Examen o.ä. - von daher auch nicht länger mit aufhalten und mehr Zeit reinstecken als nötig).
Jura2004
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Anmeldungsdatum: 12.09.2006
Beiträge: 110

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 14:01:05    Titel:

Also wenn du bei uns so fahren würdest landeste schnell bei 2 Punkten.^^
Nein im Ernst es kommt da voll auf den Korrektor an, wenn du zufällig an nen Rechtswissenschaftler landest haste sicherlich pech wenn du kaum Aufsätze drin hast oder nach seiner Meinung zu wenig Fussnoten usw drin sind (100 wurden bei mir auch schon als eher zu wenig bemängelt). Bei Korrekturassistenten aus der Praxis haste sicherlich mit Urteilen und Kommentaren bessere Chancen. Aber vorher weiß man dies ja nie. Von sinnlosen Zitierungen sicherlich immer die Finger weg, die Frage was sinnlos oder nicht sinnlos kann aber schon teilweise sehr schwammig sein. Beim Korrekturlesen fällt mir zudem immer wieder auf das manche Leute immer wieder Streits über Aufbautechniken führen, dass ist z.B. nicht nur überflüssig sondern gänzlich falsch.
MarenK
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Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 14:31:46    Titel:

Jura2004 hat folgendes geschrieben:
Also wenn du bei uns so fahren würdest landeste schnell bei 2 Punkten.^^

Wundert mich, dass bei euch Qualität der Quantität nachsteht. Zwei Bekannte studieren auch Jura: eine an der FU Berlin, ein anderer in Mannheim und fahren mit diesem System auch mehr als sehr gut (die Bekannte hat in der letzten Hausarbeit (25 Seiten) 65 Fussnoten gehabt und kam auf ein zweistelliges Ergebnis). Das ist nämlich die Ziel- und Schwerpunktsetzung die viele Studenten vergeblich suchen. Natürlich müssen Nachweise erfolgen, aber nicht wild um sich geworfen und nicht für jeden Satz eine neue: keine Scheu einfach mal über 3-4 Zeilen die selbe Fussnote zu verwenden, anstatt krampfhaft seine 100 Fussnoten vollkriegen zu wollen um möglichst viele Quellen aufweisen zu können, die man sich dann zwar vermehrt, aber alle nur oberflächlich (eben damit man Zitate hat) angeguckt hat. Im Vordergrund steht das eigenständige wissenschaftliche arbeiten auf den konkreten Fall - unterstützt durch Lehrmeinungen/Streits etc.
Jura2004 hat folgendes geschrieben:

Nein im Ernst es kommt da voll auf den Korrektor an, wenn du zufällig an nen Rechtswissenschaftler landest....Bei Korrekturassistenten aus der Praxis...

Weiß ja nicht wie es bei euch ist, aber bei uns werden Hausarbeiten grundsätzlich IMMER (es sei denn ein Krankheitsfall o.ä. machts vereinzelt nicht möglich, weil weniger anwesend sind) von Mitarbeitern des jeweiligen Lehrstuhls korrigiert + vereinzelt vom Prof selbst nochmal (die besonders guten und HA unterm Strich sowieso immer vom Prof nochmal). Very Happy
Jura2004
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Anmeldungsdatum: 12.09.2006
Beiträge: 110

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 14:41:22    Titel:

Echt immer vom Lehrstuhl? Das ist Luxus den du ansonsten nur an der Buccerius Law School hast. Ich hab ein paar mal die Uni gewechselt und es war immer so, dass auch Korrekturassisten aus der Praxis ihrer Tätigkeit walteten. Very Happy
So hab ich Stempel von Kanzleien ohne Ende unter der Arbeit gefunden^^
MarenK
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Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 14:47:17    Titel:

Jura2004 hat folgendes geschrieben:
Echt immer vom Lehrstuhl?

Jop, immer vom Lehrstuhl! Nur falls mal am Lehrstuhl wer krank ist wird nen Ausschreiben gemacht und Korrekturassis zusätzlich von anderen Lehrstühlen und/oder Unis gesucht - kam aber bisher erst einmal vor. Dachte bis eben eigtl. das wäre "normal" und überall so. Shocked

In welchem Semester bist du denn ? Very Happy
Jura2004
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Anmeldungsdatum: 12.09.2006
Beiträge: 110

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 15:01:14    Titel:

Bin im 7ten Semester (2x gewechselt). Ich dachte daher es ist immer normal das die Arbeiten durch die ganze Republik ziehen.^^ Irgendwie ist das witzig^^
Shafirion
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Anmeldungsdatum: 01.04.2005
Beiträge: 1290

BeitragVerfasst am: 13 Dez 2006 - 16:45:30    Titel:

http://www.uni-konstanz.de/FuF/Jura/koch/lehre/ws06/gutinform_formalia.pdf
Tiere sind keine Sachen
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Anmeldungsdatum: 19.04.2006
Beiträge: 73

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2006 - 20:16:11    Titel:

viele fussnoten sind nie schlecht, wenn denn passen. ich hatte in meiner ö-rechts hausarbeit für den kleinen Schein 120 Fussnoten auf 15 Seiten bei 39 Quellen. Wichtig ist mE das die Anzahl der Fussnoten im Verhältnis zur Quellenanzahl steht.
Wichtig in einer Gutachtenhausarbeit ist, dass man anhand von Meinungsabwägungen zu einem vertretbaren Ergebnis komme. Um so mehr Quellen ich in meine Abwägung mit einbeziehe desto besser. Im Prinzip vergleichbar mit dem Gesetz der großen Zahl aus der Statistik.
Wichtig bei den Quellen ist, dass eine hinreichende Anzahl von Aufsätzen und Monographien verwndet wird, falls diese vorhanden sind.
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