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Signapur angreifen?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> Signapur angreifen?
 

Gegen Signapur muß interveniert werden
Ja
44%
 44%  [ 12 ]
Nein
44%
 44%  [ 12 ]
Weiß nicht
11%
 11%  [ 3 ]
Stimmen insgesamt : 27

Autor Nachricht
v2.web
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 909

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 19:40:30    Titel:

Also hat er nur 60 von 100 Stockschlägen bekommen?
Das ist für mich kein akzeptabler Kompromiss.
Andere Beispiele zeigen das Gegenteil:
Zitat:
Premier Lee hat einen Tag nach seinem Gespräch mit Merkel, noch von Berlin aus, einen in Singapur inhaftierten Australier wegen Drogenbesitzes henken lassen. Vier Wochen zuvor hatte er gutgeheißen, daß ein Vietnamese aus gleichem Grund hingerichtet wurde.

Meiner Meinung nach, ich will hier aber nicht den Rahmen sprengen und nur kurz auf ein Statement eines Users eingehen, ist es ein schwereres Verbrechen das Staaten den mißbräuchlichen Umgang mit Drogen und Medikamenten die schon seit jahrtausenden angewendet werden fördert, indem es durch ein Verbot einer breiter Schicht von Bürgern die nie klauen, nie Mordern, etc. die Existenz auf ein legales Dasein verwehrt, somit sogar in meinen Augen unbescholtenen mit dem Tode bedroht.
Beachtlich sind dabei die Parallelen der unterdrückerischen Gesetzgebung, wenn man dieses Thema mit dem Hauptmotiv des Interventionsantrags des Openers vergleicht, nämlich das Verbot von Homosexualität zu sanktionieren, welches eben vermehrt beachtlicherweise eben auch in solchen Staaten auftritt, und meiner Einschätzung nach "eine Form der staatliche Vergewaltigung" genannt werden darf.
Meine These der Mittäterschaft der Kollaborateure wird untermauert betrachtet man das Motiv dieser "diplomatischen Gespräche".
Ich vermute auch Clinton hat nicht extra mit Singapur geredet um die Anzahl der Stöckchenhiebchen zu reduziierfen, sondern diese "Kritik" ist sicherlich im Rahmen anderer Gespräche geäußert worden, so auch im Fall Merkel, derenMotiv es sogar war die Kooperation mit dem faschistoiden System Singapur noch weiter auszubauen:
Zitat:
Hervorgehoben hätten die Regierungschefs beider Länder die »sicherheitspolitische Zusammenarbeit und die Terrorismusbekämpfung«. Bundeskanzlerin Merkel ließ diesbezüglich erklären, es gebe ein »großes gemeinsames Interessenspektrum«.

http://www.sopos.org/aufsaetze/43fcd58f3846f/1.phtml
Singapur ist somit schon alleine als ein Komplize Deutschlands überführt.
v2.web
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 909

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 19:49:49    Titel:

Noch mehr Infos aus dem gleichen Artikel:
Zitat:
l aut Amnesty International hat Singapur, gemessen an seiner v ier-Millionen-Bevölkerung, eine der höchsten Raten an Todesurteilen. Nach 1991 (seitdem die Menschenrechtsorganisationen genau mitzählen) sind dort mehr als 420 Menschen exekutiert worden. Singapurs Drogengesetze schreiben die Todesstrafe bei mehr als 20 verschiedenen Tatbeständen zwingend vor. Sie steht außerdem auf viele weitere Verbrechen, sogar schon auf schwerwiegende Eigentumsdelikte.

Geschworenengerichte gibt es in Singapur nicht. Meist wird nur vor Einzelrichtern verhandelt. Singapurs Prozeßrecht enthält Bestimmungen, wonach fallweise die Beweislast nicht der Anklage, sondern der Verteidigung obliegt – ein Hohn auf jede Rechtspflege. Das Lee-Regime vertritt den Standpunkt, bei der Todesstrafe handele es sich um kein menschenrechtsrelevantes Thema.

Zitat:
Singapurs Bürger haben Personalpapiere mit biometrischen Daten. Bei Wah-len müssen sie ihre Personenkennzahl auf dem Stimmzettel eintragen – so daß der Staat von jedem seiner wahlberechtigten Bürger weiß, wen er gewählt hat oder ob er der Wahl ferngeblieben ist.
Salvini
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Anmeldungsdatum: 02.08.2005
Beiträge: 754

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 19:56:54    Titel:

Jetzt verstehe ich Dich ein bisschen besser!

Das sind Dinge, die ich nicht wußte.

Es ist traurig: Aber die Weltgemeinschaft hat eine grauenvolle Toleranz solchen Dingen gegenüber, und das schon sehr lange.

S.
Salvini
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Anmeldungsdatum: 02.08.2005
Beiträge: 754

BeitragVerfasst am: 16 Dez 2006 - 09:21:57    Titel:

Hier wäre die Frage wichtig, ob solche juristischen Eliten, welche da "über Leben und Tod" auch unkontrolliert entscheiden, sich frei rekrutieren oder aber nur nach bestimmten Kriterien; also nur ganz bestimmte Teile der Gesellschaft Singapurs Zugang zu den Richter Ämtern haben.

Eine ganz neue, pikante Fragestellung! Exclamation

S.
vanti
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Anmeldungsdatum: 07.11.2006
Beiträge: 296
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 16 Dez 2006 - 17:32:13    Titel:

Es ist ein Staatsgesetz, bestimmte Delikte werden mit dem Tode bestraft. Wenn der Angeklagte einen fairen Prozess hatte, ist die todesstrafe juristisch sicher. Der Angeklagte war sich zum Tatzeitpunkt dessen bewusst. Wenn nicht, Pech. Wir haben und vor allem die UN hat sich nicht in die örtliche Justiz einzumischen.
v2.web
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 909

BeitragVerfasst am: 16 Dez 2006 - 17:37:57    Titel:

Findest Du es einen "fairen Prozess" wenn die Beweißlast bei der Verteidigung liegt?
Salvini
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Anmeldungsdatum: 02.08.2005
Beiträge: 754

BeitragVerfasst am: 16 Dez 2006 - 18:49:55    Titel:

v2.web hat folgendes geschrieben:
Findest Du es einen "fairen Prozess" wenn die Beweißlast bei der Verteidigung liegt?


Genau!
Das widerspricht den Prinzipien des Rechtsstaates und dem bereits von den Römern entwickelten Prinzip "in dubio pro reo".

S.
vanti
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Anmeldungsdatum: 07.11.2006
Beiträge: 296
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 16 Dez 2006 - 21:45:57    Titel:

v2.web hat folgendes geschrieben:
Findest Du es einen "fairen Prozess" wenn die Beweißlast bei der Verteidigung liegt?


Soso, dann belege das mal!
v2.web
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 21.10.2006
Beiträge: 909

BeitragVerfasst am: 16 Dez 2006 - 21:58:58    Titel:

Zitat:
Soso, dann belege das mal!


http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/0/1408f274ca472239c12570a500489d63?OpenDocument
Zitat:
Das Rauschgiftmissbrauchsgesetz (Misuse of Drugs Act) sieht ein obligatorisches Todesurteil bei mindestens 20 verschiedenen Tatbeständen vor und enthält eine Reihe von Annahmen, bei welchen die Beweislast nicht der Anklagevertretung sondern der Verteidigung obliegt.


http://library.fes.de/fulltext/stabsabteilung/01106.htm
Zitat:
Strafbar wurde auch der „versuchte illegale Grenzübertritt„. Die Beweislast für die Unschuld wurde dem Ausländer aufgebürdet
Firezz
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Anmeldungsdatum: 14.11.2005
Beiträge: 658

BeitragVerfasst am: 16 Dez 2006 - 23:58:39    Titel:

Ich beantworte deine Frage mit einer einzigen rhetorischen Frage.
"Wen interessiert Signapur?" .
Im Übrigen steht Singapur da nicht alleine da.
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