Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Widerrufsrecht!?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Widerrufsrecht!?
 
Autor Nachricht
instrumentscharfen
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 16.02.2006
Beiträge: 169

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2006 - 18:42:32    Titel: Widerrufsrecht!?

Folgendes Beispiel:

Person A bestellt sich bei einem Onlineversandhandel Artikel B! Paar Minuten später stoniert Person A Artikel B per email. Doch ein Tag später bekommt Person A eine Antwort auf seine email, in der es heißt, dass das Artikel B schon zu Person A versand wurde. Nun will Person A das Paket mit dem Artikel B garnicht erst annehmen und die Rechnung für Artikel B demzufolge garnicht erst zahlen !

Handelt Person A gemäß dem Widerrufsrecht?
meisterjoda
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 14.04.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 14 Dez 2006 - 20:38:56    Titel:

Schöner Fall, der einige Probleme hervorbringt. Meines ERachtens, ohne jetzt alles groß nachgeschlagen zu haben, gilt Folgendes:

Person A kann ja den Artikel annehmen, aber den Artikel dann zurücksenden (-> Widerruf). Die KOsten der Rücksendung trägt dann der Verkäufer, sofern der Artikel mehr als 40 € kostet.
Fragloch ist dann hier, ob Person A (die ja idR die Kosten der Zusendunmg der Artikels zu sich selbst bezahlen muss), vom verkäufer erstattet bekommt.
Und das ist eine sehr strittige Frage, auf die es bisher noch keine höchstrichterliche Antwort gibt. Die h.M. geht azfgrund einer richtlinienkonfirmen Auslegung des § 357 davon aus, dass der KÄufer die KOstetn erstattet bekommt.

In dem MOment, in dem Person A aber den Widerruf erklärt, hat sie von ihrem Widerruf Gebrauch gemacht. Hat der Verkäufer trotz Kenntnis des Widerrufs den Artikel verschickt, so verhält er sich gem. § 242 treuwidrig und müsste die Hinsendekosten erstatten, gleiches gilt auch für die Rücksendekosten, soweit der Artikel weniger als 40 € kostet.
instrumentscharfen
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 16.02.2006
Beiträge: 169

BeitragVerfasst am: 16 Dez 2006 - 10:32:46    Titel:

Dann gehen wir davon aus, dass Person A das Paket annimmt um es dann später wieder zurückzuschicken.
Muss er dennoch erstmal den vollen Betrag in Form einer Überweisung etc. bezahlen und diesen Betrag dann später wieder zurückfordern?
Wie schon erwähnt ist die Erstattung der Vesandkosten, die bei der Versendung vom Verkäufer zum Käufer angefallen sind fraglich.
Daher geht es bei der Erstattung primär um den Warenwert!
Eumeline
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 02.04.2006
Beiträge: 117

BeitragVerfasst am: 20 Dez 2006 - 15:04:37    Titel:

Hi Instrumentscharfen!

Die Neufassung des § 357 II 3 BGB spricht davon, dass der Verbraucher die Kosten des Rückversandes zu tragen hat (auch wenn der Warenwert unter 40 € liegt), wenn die Gegenleistung noch nicht erbracht wurde (also Zahlung des Kaufpreises).

Daraus lässt sich schließen, dass man im Falle eines Widerrufes nicht erst zahlen muss, um dann seinem Geld wieder hinterherzurennen (sehr unwirtschaftlich).

Liebe Grüße

Eumeline
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Widerrufsrecht!?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum