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Warum keine Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit?
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Foren-Übersicht -> Physik-Forum -> Warum keine Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit?
 
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Jocelyne Lopez
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Anmeldungsdatum: 25.07.2006
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BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 09:28:28    Titel: Warum keine Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit?

Hallo zusammen!

Ein Thema für Physikkenner aber auch für naturwissenschaftlich interessierte Laien:

Warum hat man noch keine Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit durchgeführt?

Alle bisherigen Messungen der Lichtgeschwindigkeit, einschließlich diejenige, die 1983 zur Festsetzung des Wertes von c mit 299.792.458 m/s als absolute konstante Grenzgeschwindigkeit des Lichtes sind als sogenannte Zwei-Weg-Messungen durchgeführt worden, d.h. beim Zurücklegen einer Strecke A-B-A nach Aufprall mit einem Spiegel. Das bedeutet, dass dieser Wert eine gemittelte Geschwindigkeit zwischen Hin- und Rückweg des Lichts darstellt, was sehr ungünstig und wenig aussagekräftig ist: Das Licht könnte z.B. rein theoretisch 10 mal so schnell auf den Hinweg als auf den Rückweg nach Aufprall mit dem Spiegel sein, man kann es bei einer gemittelten Geschwindigkeit nun mal nicht feststellen…

Die Nützlichkeit einer Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit liegt also auf der Hand und würde kaum von Wissenschaftlern in Frage gestellt werden: Eine der grundsätzlichen Unwissenheiten bei der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichts ist eben, dass man mit einer gemittelten Geschwindigkeit zwischen A und B und zurück bei einer Zweiwegmessung keine sicheren Aussagen über die jeweilige Geschwindigkeit auf den Halbstrecken Hinflug und Rückflug treffen kann. Das ist nun unbestritten und auch für Physiklaien nachvollziehbar. Dieses Problem besteht schon seit langem, deshalb fehlen Einwegmessungen der Lichtgeschwindigkeit, die darüber Klarheit und auch neue Erkenntnisse bringen könnten, zum Beispiel über folgende Auswirkungsursachen auf die Geschwindigkeit von c, die theoretisch vorstellbar sind:

- Geschwindigkeitsverlust (nicht nur Verzögerung) nach Aufprall mit verschiedenen Hindernissen (mit verschiedenen Atomen und mit verschiedener Anzahl von Atomen),

- Genaue Geschwindigkeitsänderungen unter Auswirkung von verschiedenen Umwelteinflüssen (Druck, Temperatur, Magnetfelder, Gravitation...)

- Widerstand eines hypothetischen Äthers.

Bei einer Zweiwegmessung vermischen sich diese verschiedenen vorstellbaren Auswirkungsfaktoren bzw. heben sich auf, so dass man weiter in Dunkel tappt und beliebige Auslegungen anstellen darf.



Ich habe mir eine Versuchsanordnung zur Messung der Einweggeschwindigkeit des Lichts ausgedacht, die ich hier gerne zur Diskussion stellen möchte:

- Man montiert an den beiden Enden einer 20 m langen Stange eine Lichtquelle A (Laser) und ein Empfänger B (Lichtsensor).

- Jeweils direkt an der Lichtquelle und an dem Empfänger montiert man auch zwei Zwillingsatomuhren.

- Man synchronisiert vorher die Atomuhren und prüft, dass sie perfekt synchron laufen.



Dann startet man die eigentliche Messung eines Lichtstrahles:

Die Atomuhr A1 sendet und registriert den Zeitpunkt des Startsignals zur Lichtquelle A (Signalübertragungszeit zur Lichtquelle kann man wegen der Nähe vernachlässigen)

Die Atomuhr B2 empfängt und registriert den Zeitpunkt des Stoppsignals an Empfänger B (Signalübertragungszeit zum Empfänger kann man wegen der Nähe vernachlässigen)

Wir haben dann die genaue Laufzeit des Lichtstrahles zwischen A und B und die genaue Länge der Strecke (Stange): Wir können die genaue Einweggeschwindigkeit des Lichtstrahles in freien Lauf zwischen A und B berechnen.

Jetzt können wir meinetwegen die Stange in anderen Richtungen drehen und auch da jeweils die genaue Einweggeschwindigkeit des Lichtstrahles zwischen A und B messen.

Ich hätte gerne die Meinung von interessierten Lesern, ob diese Experimentidee methodologisch in Ordnung und auch technisch machbar ist. Was meint Ihr?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
isi1
Moderator
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 6231
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 09:48:18    Titel:

Hallo Jocelyne Lopez,
das stimmt nicht!, denn Olaf Römer, der als erster die Lichtgeschwindigkeit gemessen hat, hat eine Einwegmessung durchgeführt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Olaf_R%C3%B6mer#Lichtgeschwindigkeit

Auch James Bradleys Entdeckung der Aberration des Lichtes im Jahr 1728 war eine Messung der Lichtgeschwindigkeit als Einwegmessung.
http://de.wikipedia.org/wiki/James_Bradley
_________________
Grüße aus München, isi •≡≈ ¹₁₂½√∠∞±∫αβγδεηκλπρσφω ΔΣΦΩ
Jocelyne Lopez
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2006
Beiträge: 96
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 10:00:09    Titel:

Hallo isi!

isi1 hat folgendes geschrieben:
Hallo Jocelyne Lopez,

das stimmt nicht!, denn Olaf Römer, der als erster die Lichtgeschwindigkeit gemessen hat, hat eine Einwegmessung durchgeführt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Olaf_R%C3%B6mer#Lichtgeschwindigkeit

Auch James Bradleys Entdeckung der Aberration des Lichtes im Jahr 1728 war eine Messung der Lichtgeschwindigkeit als Einwegmessung.
http://de.wikipedia.org/wiki/James_Bradley


Ja, das stimmt. Diese beiden Messversuche habe ich ausgeklammert, weil es sich um astronomische Beobachtungen handelt, und nicht um Labormessungen bzw. um Experimentalphysik. Außerdem liegen sie ganz lange zurück, wir haben jetzt viel bessere und präzisere Instrumente zur Verfügung, so daß wir ruhig neue Einwegmessungen durchführen könnten.

Als Beispiel möchte ich die historischen und anerkannten Labor-Messversuche von Léon Foucault 1862 mit der Drehspiegelmethode, die danach öfter wiederholt wurden (Fizeau hatte zuvor Messungen mit einem Zahnrad und zahlreichen Spiegeln durchgeführt):

Die 5 Spiegeln (1 Drehspiegel und 4 stationären sphärischen Spiegeln) waren in Abstand von 5 m so eingeordnet, dass die Gesamtstrecke des Lichts mit „ca. 20 m“ angegeben wurde. Siehe zum Beispiel die Originalversuchsanlage von Léon Foucault, die im Pariser Museum „Arts et Métiers“ aufgestellt ist:

http://visite.artsetmetiers.free.fr/...t_lumiere.html

Die Zeit wurde dabei nicht direkt mit einer Uhr gemessen, sondern durch die Drehzahlgeschwindigkeit des Motors des rotierenden Spiegels ermittelt, angegeben mit „ca. 24.000 Umdrehung/Min.

Die Genauigkeit der ermittelten Geschwindigkeit ist natürlich alleine durch die Ungenauigkeit der Messungen der Strecke und der Zeit sehr beeinträchtigt, dazu kommt noch, dass das Licht eben durch 5 Spiegeln reflektiert wurde und auch noch durch eine Linse durchlaufen musste, wo man doch weiß, dass das Medium Glas die Geschwindigkeit des Lichts verlangsamt…

Trotzdem hat zum Beispiel Maxwell 1865 seine Theorie auf dieser Messung aufgebaut und dieses Messergebnis für seine Berechnungen verwendet:


Zitat:

MM. WEBER and KOHLRAUSCH: v = 310,740,000 Meter pro Sekunde
M. FIZEAU: V = 314,858,000 Meter pro Sekunde
M. FOUCAULT: V = 298,000,000 Meter pro Sekunde
Abgeleitet vom Koeffizienten der Aberration: V = 308,000,000 Meter pro Sekunde.


Man fragt sich dann, wieso die Maxwellsche Gleichungen zu brauchbaren empirischen Anwendungen führen konnten, oder? Wink

Heutzutage haben wir viel bessere Messinstrumente zur Verfügung: Hochpräzise Atomuhren und hochempfindliche Lichtdetektoren, mehr braucht man nicht dazu, man fragt sich also, warum man dann nicht einfach eine Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit damit durchführt, ohne jegliche Hindernisse wie Spiegeln oder Linse auf der Strecke des Lichtsignales. Zumal, dass wir schon seit langem wissen, dass verschiedene Faktoren bei der Reflektion des Lichts auf verschiedene Hindernisse die Geschwindigkeit des Lichtsignals beeinflusst, so wie Wikipedia es zum Beispiel bei der Beschreibung von Lasermessgeräten bestätigt:


Zitat:

Wikipedia schreibt:

Die optische Abstandsmessung (auch: Laserentfernungsmessung) wird benutzt um die Distanz zwischen einem Abstandssensor und einem Objekt zu messen. Die Präzision hängt von verschiedenen Faktoren ab:

• von der Oberfläche der beiden Objekte (Material, Farbe)
• von der zu messenden Distanz
• von Umwelteinflüssen



Eine Einweggeschwindigkeitsmessung des Lichts ohne Hindernisse auf eine freie Messstrecke würde also auf jeden Fall neue Erkenntnisse bringen. Warum führt man sie nicht durch?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
isi1
Moderator
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 6231
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BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 10:14:34    Titel:

Also ich seh' schon, Jocelyne Lopez,
ich habe da jemand vom Fach vor mir!
Ich könnte mir vorstellen, dass eine Einwegmessung nicht so genau durchgeführt werden kann, da die Signallaufzeit für den Zeitpunkt des Absendens des Photons wahrscheinlich sehr viel ungenauer ermittelt werden kann, als die Vakuumlichtgeschwindigkeit.
_________________
Grüße aus München, isi •≡≈ ¹₁₂½√∠∞±∫αβγδεηκλπρσφω ΔΣΦΩ
Jocelyne Lopez
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2006
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BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 10:27:24    Titel:

Hallo isi!

isi1 hat folgendes geschrieben:

Ich könnte mir vorstellen, dass eine Einwegmessung nicht so genau durchgeführt werden kann, da die Signallaufzeit für den Zeitpunkt des Absendens des Photons wahrscheinlich sehr viel ungenauer ermittelt werden kann, als die Vakuumlichtgeschwindigkeit.


Ja, die Signallaufzeit "Start" zum Laser und "Stop" vom Lichtsensor ist ein Ungenauigkeitsfaktor, dieser Einwand wurde in der Tat schon erhoben.

Aber diese Ungenauigkeit besteht grundsätzlich bei allen Messungen mit Uhren, man muß es in Kauf nehmen, und man kann bei meinem Experimentvorschlag diese Signallaufzeit vernachlässigen bzw. als annehmbare Fehlereinschätzung betrachten, wegen der Nähe der Atomuhren jeweils zum Laser und zum Lichtsensor: Die Uhren sollen ganz dicht am Laser bzw. am Lichtsensor montiert werden, so nahe wie technisch möglich, um die Laufzeit der Übertragungssignale zu minimieren.

Man könnte diese Messung selbstverständlich auch im Vakuum durchführen.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
isi1
Moderator
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 6231
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BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 10:32:35    Titel:

Gutes Argument, Jocelyne Lopez,
die Atomuhren werden ja auch mit höchster Genauigkeit synchronisiert. In einem Vortrag der PTB wurde sogar erklärt, die Abweichungen durch die Höhe über NN. und die Geschwindigkeit mache ein Vielfaches der Genauigkeit der Uhren aus.
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Grüße aus München, isi •≡≈ ¹₁₂½√∠∞±∫αβγδεηκλπρσφω ΔΣΦΩ
armchairastronaut
Moderator
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Anmeldungsdatum: 31.10.2005
Beiträge: 5913
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BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 12:13:04    Titel: Re: Warum keine Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit?

Jocelyne Lopez hat folgendes geschrieben:
Ich hätte gerne die Meinung von interessierten Lesern, ob diese Experimentidee methodologisch in Ordnung und auch technisch machbar ist. Was meint Ihr?


Es wäre wohl hilfreich, die beiden Uhren nachher wieder zusammenzuführen und erneut zu vergleichen?
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The mind is not a vessel to be filled,
but a fire to be kindled. (Plutarch)
Jocelyne Lopez
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2006
Beiträge: 96
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BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 13:58:01    Titel: Re: Warum keine Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit?

Hallo armchairastronaut,

armchairastronaut hat folgendes geschrieben:


Es wäre wohl hilfreich, die beiden Uhren nachher wieder zusammenzuführen und erneut zu vergleichen?



Ja, die Prüfung der Synchronisation auch nach dem Experiment wäre wohl als Sicherheit nützlich, obwohl es eigentlich keinen Grund geben sollte, dass die Uhren bei der kurzen Dauer der Messung sich verstellen sollten, vor allem bei gleichbleibenden Umweltbedingungen. Uhrenvergleichen sind aber Gang und Gebe in der Wissenschaft und der Technologie, das führen die Fachleute tagtäglich aus, das sollte kein Problem darstellen.

Ein Teilnehmer in einem Forum informierte mich z.B. darüber, dass heutzutage schon Messungen von Universitäten und Observatorien durchgeführt werden, wobei Zeitvergleiche von Atomuhren mit einer Auflösung von besser als eine Nanosekunde möglich sind (1 ns = 1 Milliardstelsekunde).

Siehe Dr. Gregor Dudle, Leiter des Labors Zeit und Frequenzen, Bern, Schweiz
http://www.ch.ch/unternehmen/00179/00181/00202/index.html?lang=de&msg-id=3995

Ich meine, das würde vollkommen für das vorgeschlagene Experiment reichen, oder? So präzis war die Reihe von Zweiwegmessungen nicht, die zur Festsetzung der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit 1983 geführt hat, davon ganz abgesehen, dass man eben bei einer gemittelten Geschwindigkeit prinzipiell gar keine Aussage über die Geschwindigkeit auf einer Halbstrecke treffen kann.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
someDay
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 14:01:38    Titel: Re: Warum keine Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit?

Jocelyne Lopez hat folgendes geschrieben:

Alle bisherigen Messungen der Lichtgeschwindigkeit, einschließlich diejenige, die 1983 zur Festsetzung des Wertes von c mit 299.792.458 m/s als absolute konstante Grenzgeschwindigkeit des Lichtes sind als sogenannte Zwei-Weg-Messungen durchgeführt worden, d.h. beim Zurücklegen einer Strecke A-B-A nach Aufprall mit einem Spiegel.


Inhaltlich falsch. Es gab einige solcher Experimente (Isaak, 1970; Krisher, 1990; etc), die alle auch die Einweglichtgeschwindigkeit bestaetigen. Die Gruende fuer Zweiwegemessungen liegt darin, das mit Einwegeexperiment sich nicht widerlegen liesse, das die Lichtgeschwindigkeit nur in Aether-Frames konstant ist.

sD.
LucyDiamond
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 10.01.2006
Beiträge: 2022

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 15:30:52    Titel: Re: Warum keine Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit?

Jocelyne Lopez hat folgendes geschrieben:

Ich habe mir eine Versuchsanordnung zur Messung der Einweggeschwindigkeit des Lichts ausgedacht, die ich hier gerne zur Diskussion stellen möchte:

- Man montiert an den beiden Enden einer 20 m langen Stange eine Lichtquelle A (Laser) und ein Empfänger B (Lichtsensor).

- Jeweils direkt an der Lichtquelle und an dem Empfänger montiert man auch zwei Zwillingsatomuhren.

- Man synchronisiert vorher die Atomuhren und prüft, dass sie perfekt synchron laufen.



Dann startet man die eigentliche Messung eines Lichtstrahles:

Die Atomuhr A1 sendet und registriert den Zeitpunkt des Startsignals zur Lichtquelle A (Signalübertragungszeit zur Lichtquelle kann man wegen der Nähe vernachlässigen)

Die Atomuhr B2 empfängt und registriert den Zeitpunkt des Stoppsignals an Empfänger B (Signalübertragungszeit zum Empfänger kann man wegen der Nähe vernachlässigen)

Wir haben dann die genaue Laufzeit des Lichtstrahles zwischen A und B und die genaue Länge der Strecke (Stange): Wir können die genaue Einweggeschwindigkeit des Lichtstrahles in freien Lauf zwischen A und B berechnen.

Jetzt können wir meinetwegen die Stange in anderen Richtungen drehen und auch da jeweils die genaue Einweggeschwindigkeit des Lichtstrahles zwischen A und B messen.

Ich hätte gerne die Meinung von interessierten Lesern, ob diese Experimentidee methodologisch in Ordnung und auch technisch machbar ist. Was meint Ihr?


Ich würde dazu gerne wissen, wie man die genaue Länge des Stabes bestimmen will, ohne auf einen Laser zurückzugreifen.

Selbst wenn man die Länge auf ein paar µm genau bestimmen kann, ist der Fehler zu gross, um die Lichtgeschwindigkeit mit ausreichender Genauigkeit zu messen.
Jocelyne Lopez
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Anmeldungsdatum: 25.07.2006
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BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 16:10:35    Titel: Re: Warum keine Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit?

Hallo someDay,

someDay hat folgendes geschrieben:

Die Gruende fuer Zweiwegemessungen liegt darin, das mit Einwegeexperiment sich nicht widerlegen liesse, das die Lichtgeschwindigkeit nur in Aether-Frames konstant ist.

sD.


Was meinst Du damit? Was hat der Äther mit der Messung der Lichtgeschwindigkeit zu tun? Zumal wir nicht mal wissen, ob es ein Äther gibt? Ich möchte auch nicht einen hypothetischen Äther messen, ich möchte nur die Einweggeschwindigkeit des Lichts messen.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Jocelyne Lopez
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2006
Beiträge: 96
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 16:20:46    Titel: Re: Warum keine Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit?

Hallo LucyDiamond,

LucyDiamond hat folgendes geschrieben:


Ich würde dazu gerne wissen, wie man die genaue Länge des Stabes bestimmen will, ohne auf einen Laser zurückzugreifen.

Selbst wenn man die Länge auf ein paar µm genau bestimmen kann, ist der Fehler zu gross, um die Lichtgeschwindigkeit mit ausreichender Genauigkeit zu messen.



Ich stimme Dir im Prinzip zu, jedoch ist das auch nicht anders bei allen anderen Messungen der Lichtgeschwindigkeit gewesen…

Die Genauigkeit von Längenmessungen auf zig Stellen ist sowieso nur eine mathematische Abstraktion: So scharf sind unsere Augen nicht… In der Praxis kann man keine Strecke auf zig Stellen messen, weder mit konventionellen Methoden noch mit Lasergeräten, und das war auch nie der Fall bei all den anderen Messungen der Lichtgeschwindigkeit bis heute noch. Und es wird immer so bleiben, es ist eher ein erkenntnistheoretisches Problem bei allen Messungen: Die Meßbarkeit der Natur hat für uns Menschen ihre Grenze.

Man sollte also bei meiner Messanordnung die Strecke so genau messen, wie es eben konkret und technisch in der Praxis möglich ist, entweder mit konventionellen Vermessungstechniken oder meinetwegen mit Laser, das spielt sowieso wie gesagt in der Praxis keine Rolle: Das ist ein Trugschluß zu glauben, dass man irgendeine Strecke zur Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit je auf ein Mikron genau messen kann und gemessen hat: Solche genauen Angaben über Längenmessungen werden auch nie aus der Meßpraxis gewonnen, sondern wenn schon aus einer reinen mathematischen Abhängigkeit, die de facto in der Realität nicht zu überprüfen ist.

Mit der Messung der Lichtgeschwindigkeit befinden wir uns sowieso stark an der Grenze der technischen Messbarkeit, auch heute noch. In der Experimentalphysik muß man es eben in kauf nehmen und so genau messen, wie es konkret messbar ist, damit muß man sich abfinden und damit hat man sich auch bis jetzt mit der Messungen der Lichtgeschwindigkeit abgefunden.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
LucyDiamond
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 10.01.2006
Beiträge: 2022

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 16:28:26    Titel:

Das verstehe ich nun überhaupt nicht... eine Länge ist eine physikalische Grösse und kann bestimmt genauer gemessen werden als meine Augen sind. Ich sag als Stichwort nur mal Rastertunnelmikroskopie, da kann ich die Atome abzählen und die Länge eines Objekts im Bereich von Angstrom messen (wenn das Objekt hinreichend klein ist natürlich). Das hat überhaupt nichts mit Erkenntistheorie zu tun.
Und wenn man eine Länge mit einem Laser misst, dann benutzt man doch die Lichtgeschwindigkeit ^^ Wenn diese (das will man ja anscheinend hier nachweisen) von der Orientierung der Lichtausbreitung abhängig ist, wäre es nicht zulässig, die Länge des Stabes mittels Laser zu vermessen. Und wenn man bloss ein Lineal dranhält und die Skala mit ner Lupe abliest, also meintetwegen auf 10tel Millimeter genau, dann reicht das eben nicht, um eine unterschiedliche Lichtlaufzeit bei unterschiedlicher Orientierung nachzuweisen. Verständlich ?
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someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 17:30:13    Titel: Re: Warum keine Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit?

Jocelyne Lopez hat folgendes geschrieben:

Was meinst Du damit? Was hat der Äther mit der Messung der Lichtgeschwindigkeit zu tun? Zumal wir nicht mal wissen, ob es ein Äther gibt? Ich möchte auch nicht einen hypothetischen Äther messen, ich möchte nur die Einweggeschwindigkeit des Lichts messen.


Nochmal: Es gibt diese Messungen bereits. Moechtest du sie selbst messen (aus welchem Grund auch immer), empfehle ich die Lektuere dieser Messungen, zu finden in der Unibibliothek deiner Wahl. In diesen wirst du auch eine Diskussion des Ergebnisses finden.

sD.
Jocelyne Lopez
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2006
Beiträge: 96
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 17:31:26    Titel:

LucyDiamond hat folgendes geschrieben:
Das verstehe ich nun überhaupt nicht... eine Länge ist eine physikalische Grösse und kann bestimmt genauer gemessen werden als meine Augen sind. Ich sag als Stichwort nur mal Rastertunnelmikroskopie, da kann ich die Atome abzählen und die Länge eines Objekts im Bereich von Angstrom messen (wenn das Objekt hinreichend klein ist natürlich). Das hat überhaupt nichts mit Erkenntistheorie zu tun.
Und wenn man eine Länge mit einem Laser misst, dann benutzt man doch die Lichtgeschwindigkeit ^^ Wenn diese (das will man ja anscheinend hier nachweisen) von der Orientierung der Lichtausbreitung abhängig ist, wäre es nicht zulässig, die Länge des Stabes mittels Laser zu vermessen. Und wenn man bloss ein Lineal dranhält und die Skala mit ner Lupe abliest, also meintetwegen auf 10tel Millimeter genau, dann reicht das eben nicht, um eine unterschiedliche Lichtlaufzeit bei unterschiedlicher Orientierung nachzuweisen. Verständlich ?
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Als Beantwortung Deiner Anmerkungen poste ich hier eine kleine Liste der offiziellen und international anerkannten Meßversuche der Lichtgeschwindigkeit in der Geschichte der Physik bis 1983, die ich von einem Teilnehmer in einem Forum habe (es handelt sich, außer den 3 erstgenannten, ausnahmslos um Mehrweg- bzw. Zweiweggeschwindigkeiten):


Meßversuche:

1600 - kein Ergebnis (Galileo Galilei, Stoppuhr)
1676 - 214.000 km/s Ole Römer, astronomische Beobachtungen
1728 - 295.000 km/s James Bradley, astronomische Beobachtungen
1849 - 315.300 km/s Louis Fizeau,
1862 - 298.000 km/s Foucault
1878 - 300.140 km/s Michelson
1879 - 299.910 km/s Michelson
1881 - 299.810 km/s Newcomb
1882 - 299.860 km/s Newcomb
1882 - 299.853 km/s Michelson
1885 - 299.860 km/s Newcomb
1902 - 299.901 km/s Henri Perrotin
1927 - 299.796 km/s Michelson,
1924 - 299.802 km/s Michelson
1926 - 299.798 km/s Michelson
1932 - 299.774 km/s Pease/Pearson
1956 – 299.792,7 km/s Wadley
1956 – 299.791,9 km/s Rank
1956 – 299.792,4 km/s Edge
1956 – 299.792,2 km/s Edge
1957 – 299.792,6 km/s Wadley
1958 – 299.792,5 km/s Froome
1960 – 299.792,6 km/s Kolibayev
1966 – 299.792,44 km/s Karolus
1967 – 299.792,56 km/s Simkin
1967 – 299.792,50 km/s Grosse
1972 – 299.792.462 m/s Bay,Luther,White
1972 – 299.792.460 m/s NBS (Boulder)
1973 – 299.792.457,4 m/s Evenson et. al.
1973 – 299.792.458 m/s NRC, NBS
1974 – 299.792.459 m/s Blaney
1978 – 299.792.458,8 m/s Woods
1979 – 299.792.458,1 m/s Baird
1983 – 299.792.458,6 m/s NBS


Administrative Festlegung der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit:

1983: 17. Generalversammlung für Masse und Gewicht: 299.792.458 m/s

Festlegung der absoluten konstanten Lichtgeschwindigkeit und neue Definition der Maßeinheit "Meter" (kürzer als der vorherige Urmeter, wegen der Abrundung). Nach der neuen Eichung des Meters nach der Lichtgeschwindigkeit dürfen theoretisch keine neuen Versuche stattfinden.


Meinst Du, dass die Strecken bei diesen Versuchen mit einem Rastertunnelmikroskop gemessen wurden?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
as_string
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Anmeldungsdatum: 04.08.2006
Beiträge: 2622
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 18:13:16    Titel:

Jocelyne, Du hast immer noch nicht verstanden, dass Deine schon so häufig verwendete Liste der LG-Messungen absolut nichts wert ist, wenn Du nicht dazu die Fehlerbereiche angibst.

Wie oft wurde Dir das jetzt eigentlich schon gesagt?

Gruß
Marco
Fon
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Anmeldungsdatum: 15.12.2006
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 15 Dez 2006 - 19:42:09    Titel:

Gegenfrage an Frau Lopez: Wie synchronisieren Sie die benoetigten Uhren?
Und was verstehen Sie unter "Widerstand eines hypothetischen Äthers"?
Jocelyne Lopez
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2006
Beiträge: 96
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 16 Dez 2006 - 15:27:15    Titel:

Fon hat folgendes geschrieben:
Gegenfrage an Frau Lopez: Wie synchronisieren Sie die benoetigten Uhren?
Und was verstehen Sie unter "Widerstand eines hypothetischen Äthers"?


Diese Fragen habe ich weiter oben ausführlich und ausreichend behandelt und geantwortet:

- Atomuhren werden von den Fachleuten tagtäglich synchronisiert und sind tagtäglich im Einsatz in der Wissenschaft und der Technologie. Das ist kein Problem Atomuhren zu synchronisieren, egal was für ein Verfahren dabei angewandt wird. Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob sie mechanisch oder mit Funk, mit Schall, mit Strom oder mit Licht synchronisiert werden. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass man die beste Auflösung bei der Synchronisierung mit Licht erreichen kann, da das Licht die höchste von uns bekannte Geschwindigkeit ist und sich dadurch für die beste Auflösung der Synchronisation eignet.

- Es gibt heutzutage die Möglichkeit, Zeitvergleiche bei Atomuhren von besser als 1 Nanosekunde zur erreichen (siehe oben). Eine Genauigkeit von 1 Nanosekunde ist durchaus für die Durchführung einer Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit annehmbar, genauer waren die bisherigen Mehrweg- oder Zweiwegmessungen nicht, auch nicht diejenige, die 1983 zur Festsetzung der absoluten konstanten Geschwindigkeit des Lichts geführt hat.


Dagegen ist meine Frage immer noch nicht beantwortet:

Was spricht Ihrer Meinung nach gegen eine Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit nach der von mir vorgeschlagenen Messanordnung?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
as_string
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 04.08.2006
Beiträge: 2622
Wohnort: Heidelberg

BeitragVerfasst am: 16 Dez 2006 - 16:02:02    Titel:

Hallo Jocelyne!

Wenn Du keine isotrope und konstante Lichtgeschwindigkeit voraussetzt (und das ist es ja, was Du erst testen willst), dann kannst Du Uhren nur dann synchronisieren, wenn sie am selben Ort sind. Sobald sie auseinander stehen bzw. wenn Du sie nach der Synchonisation auseinander bewegst, dann kannst Du nicht mehr wissen, ob die Uhren immer noch synchron sind. Nach der Relativitätstheorie ist es sogar so, dass sie zwar in einem Bezugssystem synchron sein können, aber im anderen nicht mehr, aber auch das kann man nur so feststellen, wenn man das Postulat der konstanten Lichtgeschwindigkeit voraussetzt, was Du aber ja erst noch überprüfen willst.

Die von Dir erwähnten Synchronisationstechniken setzen deshalb immer eine konstante Lichtgeschwindigkeit voraus. Du müsstest zuerst das Problem lösen, wie man zwei synchronisierte Uhren haben kann, die nicht am selben Ort stehen. Und eben das ist prinzipiell nicht möglich, wenn man keine konstante Lichtgeschwindigkeit voraussetzt. Da kann Dir auch kein noch so genialer "Fachmann" helfen.

Diesem Zirkelschluss rennst Du jetzt schon Wochen in sämtlichen Foren hinterher. Egal, was man Dir sagt, Du kommst an dieser Stelle einfach nicht weiter. Was erhoffst Du Dir jetzt eigentlich in diesem Forum? Eine Bestätigung wirst Du nicht erhalten können und eine weitere Absage nimmst Du ja sicher genau so wenig an, wie in den anderen Foren auch.

Gruß
Marco
Fon
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 15.12.2006
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 16 Dez 2006 - 19:11:34    Titel:

Jocelyne Lopez hat folgendes geschrieben:
Fon hat folgendes geschrieben:
Gegenfrage an Frau Lopez: Wie synchronisieren Sie die benoetigten Uhren?
Und was verstehen Sie unter "Widerstand eines hypothetischen Äthers"?


Diese Fragen habe ich weiter oben ausführlich und ausreichend behandelt und geantwortet:

- Atomuhren werden von den Fachleuten tagtäglich synchronisiert und sind tagtäglich im Einsatz in der Wissenschaft und der Technologie. Das ist kein Problem Atomuhren zu synchronisieren, egal was für ein Verfahren dabei angewandt wird. Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob sie mechanisch oder mit Funk, mit Schall, mit Strom oder mit Licht synchronisiert werden. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass man die beste Auflösung bei der Synchronisierung mit Licht erreichen kann, da das Licht die höchste von uns bekannte Geschwindigkeit ist und sich dadurch für die beste Auflösung der Synchronisation eignet.




Wie können Sie mit Licht zwei voneinander entfernte Atomuhren synchronisieren, wenn Sie widerlegen wollen, dass Licht in jede Richtung diesselbe Geschwindigkeit hat?
Dies war ja eine Ihrer Annahmen:
Zitat:

Das Licht könnte z.B. rein theoretisch 10 mal so schnell auf den Hinweg als auf den Rückweg nach Aufprall mit dem Spiegel sein, man kann es bei einer gemittelten Geschwindigkeit nun mal nicht feststellen…


Um dies zu verdeutlichen: Sie platzieren einen Lichtpulser in die Mitte der beiden Atomuhren. Dieser sendet einen Lichtpuls aus. Wenn dieser bei den beiden Atomuhren ankommt, setzen beide Uhren die Zeit auf '0'. Wie können Sie nun sicher sein, dass der Lichtpuls bei beiden Uhren wirklich gleichzeitig ankommt, wenn Sie die Isotropie der Lichtgeschwindigkeit nicht voraussetzen wollen? Verstehen Sie die Problematik?


2. Widerstand eines hypothetischen Äthers. Haben Sie das vorrelativistische Ätherkonzept überhaupt verstanden? Da ging es auf jeden Fall nie um einen WIDERSTAND (der einen Energieverlust implizieren würde).
Jocelyne Lopez
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 10:51:25    Titel:

Fon hat folgendes geschrieben:


Wie können Sie mit Licht zwei voneinander entfernte Atomuhren synchronisieren, wenn Sie widerlegen wollen, dass Licht in jede Richtung diesselbe Geschwindigkeit hat?

Dies war ja eine Ihrer Annahmen:
Zitat:

Das Licht könnte z.B. rein theoretisch 10 mal so schnell auf den Hinweg als auf den Rückweg nach Aufprall mit dem Spiegel sein, man kann es bei einer gemittelten Geschwindigkeit nun mal nicht feststellen…


Um dies zu verdeutlichen: Sie platzieren einen Lichtpulser in die Mitte der beiden Atomuhren. Dieser sendet einen Lichtpuls aus. Wenn dieser bei den beiden Atomuhren ankommt, setzen beide Uhren die Zeit auf '0'.

2. Widerstand eines hypothetischen Äthers. Haben Sie das vorrelativistische Ätherkonzept überhaupt verstanden? Da ging es auf jeden Fall nie um einen WIDERSTAND (der einen Energieverlust implizieren würde).



Die Existenz eines Äthers (also ein allgegenwärtige materielles Trägermedium zur Ausbreitung des Lichts) ist eine Hypothese, die mit zahlreichen Varianten altbekannt in der Physik ist (er wurde sogar schon von den Alten Griechen postuliert). Sie können gern Wikipedia nachschlagen, wenn Sie sich unter meinen Ausdruck "hypothetischer Äther" nichts vorstellen können, Sie werden ganz bestimmt fündig.

Jedoch interessiert mich wie gesagt nicht die Ätherhypothese bei der Messung der Einweggeschwindigkeit des Lichts. Man sollte sich erst einmal unbedingt von jeglichen voreingenommenen Theorien und Wunschergebnisse bei der Durchführungen von Messungen vorsehen: Messungen sind keine Theorien, sie können zwar zu Theorien führen, sie sind jedoch selber keine Theorien.

Ich habe persönlich keine feste Meinung über die Existenz oder die Nicht-Existenz eines Äthers, darüber haben sich die Wissenschaftler jahrzehnten lang sowieso heftig gestritten und streiten sich heute noch... ich habe nur eine experimentale Meßanordnung zur Messung der Einweggeschwindigkeit des Lichtes vorgeschlagen, mehr nicht. Noch einmal: Eine Messung ist keine Theorie, eine Messung ist eine Messung.



Fon hat folgendes geschrieben:

Wie können Sie nun sicher sein, dass der Lichtpuls bei beiden Uhren wirklich gleichzeitig ankommt, wenn Sie die Isotropie der Lichtgeschwindigkeit nicht voraussetzen wollen? Verstehen Sie die Problematik?

Es gibt hierbei keine "Problematik" bzw. kein Zirkelschluß und man braucht auch nicht eine absolute konstante Lichtgeschwindigkeit vorauszusetzen, um Uhren in unmittelbarer Nähe mit dem Licht zu synchronisieren: Sonst würden die Auflösungen bei der Synchronisierung unter allen Bedingungen immer perfekt 100%ig auf Anhieb gelingen, und das ist eben nicht der Fall. Man braucht also keine Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorauszusetzen, um Uhren zu synchronisieren: Die Lichtgeschwindigkeit ist zum Beispiel in der Atmosphäre und im Nahbereich der Erde bekanntlich nicht konstant, das wissen wir eindeutig durch verschiedene empirische Technologien (z.B. GPS und Lasermessgeräte), wo Abweichungen der Laufzeiten tagtäglich festgestellt werden, das ändert nichts daran, dass Uhren mit dem Licht synchronisiert werden können und auch synchronisiert werden. Man muß nur die verschiedenen Auflösungen als Messgenauigkeit berücksichtigen. Und wie gesagt, ist eine Auflösung von besser als 1 Nanosekunde bei modernen Atomuhren durchaus für die vorgeschlagene Einwegmessung annehmbar. Es gibt also methodologisch und technisch gesehen hierbei gar keine "Problematik" bzw. Zirkelschluß.

Auch wenn man die Relativitätstheorie bei dieser Messung unbedingt berücksichtigen will (und das wollen die Relativisten unbedingt, unbedingt, unbedingt) gibt es sogar auch hierbei kein Zirkelschluß: Albert Einstein selbst hat in seiner ART die Annahme einer konstanten Lichtgeschwindigkeit aufgegeben, die er in seiner SRT postuliert hat. Die Relativisten sollten also nicht päpstlicher als der Papst sein, oder?

Es gibt also weder methodologisch, noch technisch, noch theoretisch nach der Relativitätstheorie hier ein Zirkelschluß. Der Zirkelschluß und die Denkblockade existieren nur in den Köpfen der Relativisten, und man braucht die sowieso nicht, um Uhren zu synchronisieren.

Ich mache zum Beispiel in diesem Zusammenhang auf den Wissenschaftler Ron Hatch aufmerksam, der amerikanische „Boss“ der GPS-Technologie, er kennt sich also besser als wir alle hier mit Synchronisationen von Uhren und Uhrenvergleichen aus, davon können wir ausgehen, und der gleichzeitig ein entschiedener Kritiker der Relativitätstheorie ist:

Homepage von Ronald R. Hatch
http://egtphysics.net/index.htm

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
M_Hammer_Kruse
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 11:06:57    Titel:

Hallo,

wer sich darüber wundert, daß der obige Beitrag nicht so richtig zu den Fragen von Fon zu passen scheint: Die Autorin hat hier wortgleich etwas kopiert, was sie im Welt-Forum schon abgesondert hat.

Allerdings paßt es dort auch nicht zu den Fragen, die sie zu beantworten vorgibt. Ich habe dort etwas dazu geschrieben und will es hier nicht wiederholen.

Gruß, mike
Jocelyne Lopez
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 12:35:46    Titel:

M_Hammer_Kruse hat folgendes geschrieben:


Allerdings paßt es dort auch nicht zu den Fragen, die sie zu beantworten vorgibt. Ich habe dort etwas dazu geschrieben und will es hier nicht wiederholen.



Dazu die Biographie von Ronald R. Hatch aus seiner Homepage:

Zitat:
Ron has served in several positions for the Institute of Navigation (ION) and in June 2001 was elected President of ION. (This is the organization that conducts the premier conference relating to the Global Positioning System (GPS), a conference typically drawing over 2,000 people to the sessions and exhibits.)

He has been working with navigation and communications using satellites since 1962, when, still in college, he worked for the U.S. Science Exhibit at the Seattle World's Fair demonstrating the Doppler effect on the signals received from the TRANSIT satellites of the Navy Navigation Satellite System. This system was developed by Johns Hopkins Applied Physics Laboratory, where Ron worked developing navigation algorithms immediately following college.

Throughout his 30-year career in satellite navigation systems with companies such as Boeing and Magnavox, Ron has been noted for his innovative algorithm design for Satellite Navigation Systems. He has consulted for a number of companies and government agencies developing dual-frequency carrier-phase algorithms for landing aircraft, multipath mitigation techniques, carrier phase measurements for real time differential navigation at the centimeter level, algorithms and specifications for Local Area Augmentation System (LAAS), high-performance GPS and communication receivers, and Kinematic DGPS.

In 1994, he received the highest honor of the ION's Satellite Division, the Johannes Kepler Award for "Sustained and significant contributions to satellite navigation" -- only the fourth recipient of this prestigious award.


Auch wenn ein Herr Hammer-Kruse der Meinung ist, dass der Mann in der GPS-Technologie nicht kompetent sei, ändert es überhaupt nichts an der Tatsache, dass bei der GPS-Technologie tagtäglich synchronisierte Atomuhren in Einsatz sind und Zeitvergleiche mit sehr hoher Genauigkeit tagtäglich vorgenommen werden.

Mehr brauchen wir auch nicht für die vorgeschlagene Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit.



Und irgendwann wird auch der notorische Stalker Herr Hammer-Kruse vielleicht auch verstehen, das Stalking zwar leider "Mode" geworden ist, jedoch keine Diskussionskultur.

Jocelyne Lopez
someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 12:50:53    Titel:

Jocelyne Lopez hat folgendes geschrieben:
Sie können gern Wikipedia nachschlagen, wenn Sie sich unter meinen Ausdruck "hypothetischer Äther" nichts vorstellen können, Sie werden ganz bestimmt fündig.


Der konkrete Ausdruck war aber nun "Widerstand des hypothetischen Aethers". Dieser Begriff ist nicht belegt (wie das der Vorposter schon erklaerte).

sD.
Fnord
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 13:10:20    Titel:

Zuerst muss ich mal Herrn M_Hammer_Kruse recht geben Frau Lopez. Ihre Antwort passt zum Teil nicht wirklich auf Fons Beitrag... (wenigstens gings mir da nicht als einzigen so Rolling Eyes)

Aber zum Thema, da sind noch so Sachen die ich nicht wirklich verstanden habe:

1.Koennen sie das genaue vorgehen fuer die Synchronisation der Uhren geben ohne konstante Lichtgeschwindigkeit. Aus ihrem Beitrag bin ich nicht besonders schlau geworden. Also waere nett wenn das schoen Schritt fuer Schritt erklaert waere damit ichs auch verstehe.
Denn jede Idee fuer die Synchronisation laeuft bei mir auf die Annahme einer konst Lichtgeschwindigkeit hinaus

2.Wenn die Lichtgeschwindigkeit gemessen werden soll braucht man ja die Entfernung zwischen Quelle und Empfaenger. Wie soll die ausgemessen werden? Heute ist ja der Meter ueber die Lichtgeschw. definiert => Vermessung mit Licht geht ja nicht. Man muesste also den Urmeter rauskramen. Aber der ist fuer so eine Messung ja eigentlich auch zu ungenau.

Waere nett wenn die Fragen beantwortet wuerden.

Fnord

PS: Ronald R. Hatch hat ja anscheinend einen schoenen Werdegang aber davon, dass er ein begabter Physiker ist (und ich ihm damit die Widerlegung physikalischer Grundsaetze glauben sollte) lese ich nichts.
altertoby
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Anmeldungsdatum: 12.03.2006
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 14:22:00    Titel:

Man könnte die Lichtgeschwindigkeit auch mit einer Uhr messen Smile
Nur dazu müsste sich das Licht auf einer Kreisbahn bewegen, wie es das jedoch ohne Spiegel machen möchte bzw ob das noch unter Einwegmessung zu verstehen ist...ka Smile

Aber wie synchronisieren denn Ihre Fachmänner die Uhren?
Sie schicken einen Lichtimpuls an die Uhren um diese in Gang zu setzen, also von der Mitte zu den beiden Uhren; wenn sich das Licht jetzt zur Uhr A schneller ausbreitet als zur Uhr B würden diese beiden Uhren auch unterschiedlich laufen Smile (vllt. haben Sie jetzt die Fragen meiner Vorposter verstanden und können darauf antworten)
as_string
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Anmeldungsdatum: 04.08.2006
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 14:25:29    Titel:

Fnord hat folgendes geschrieben:
1.Koennen sie das genaue vorgehen fuer die Synchronisation der Uhren geben ohne konstante Lichtgeschwindigkeit. Aus ihrem Beitrag bin ich nicht besonders schlau geworden. Also waere nett wenn das schoen Schritt fuer Schritt erklaert waere damit ichs auch verstehe.
Denn jede Idee fuer die Synchronisation laeuft bei mir auf die Annahme einer konst Lichtgeschwindigkeit hinaus

Das geht mir genau so! Würde mich über eine detailierte Darstellung auch sehr freuen! Twisted Evil

Fnord hat folgendes geschrieben:
2.Wenn die Lichtgeschwindigkeit gemessen werden soll braucht man ja die Entfernung zwischen Quelle und Empfaenger. Wie soll die ausgemessen werden? Heute ist ja der Meter ueber die Lichtgeschw. definiert => Vermessung mit Licht geht ja nicht. Man muesste also den Urmeter rauskramen. Aber der ist fuer so eine Messung ja eigentlich auch zu ungenau.

Muss man die Länge wirklich kennen? Ich könnte mir vorstellen, dass man das fest auf eine drehende Scheibe montieren könnte, ähnlich wie bei M&M. Dann wüsste man, dass die Länge gleich bleibt und wenn man dann unterschiedliche Werte für die LG heraus bekommt, ist die Annahme einer konstanten LG schon widerlegt.

Gruß
Marco
Jocelyne Lopez
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 16:06:38    Titel:

someDay hat folgendes geschrieben:
Jocelyne Lopez hat folgendes geschrieben:
Sie können gern Wikipedia nachschlagen, wenn Sie sich unter meinen Ausdruck "hypothetischer Äther" nichts vorstellen können, Sie werden ganz bestimmt fündig.


Der konkrete Ausdruck war aber nun "Widerstand des hypothetischen Aethers". Dieser Begriff ist nicht belegt (wie das der Vorposter schon erklaerte).



Diesen Ausdruck versteht sich meiner Meinung nach von selbst, wenn Du Dir meinen Experimentvorschlag überlegt: Einwegmessung der Geschwindigkeit eines Lichtstrahls von A nach B auf einer freien Strecke.

Das heißt, dass die Meßvorrichtung auf der Erde ruht, sowohl Lichtquelle als Beobachter, und sie werden gleichermaßen von der Rotation der Erde mitgeführt. Wenn ein materielles Medium existiert, kann man also seinen Einfluß auf die Geschwindigkeit nicht feststellen, wenn man nur eine Messung in eine einzige Richtung vornimmt. Wenn man jedoch gleich danach die Einwegmessung in verschiedenen Richtungen vornimmt und feststellt, das dabei Abweichungen in der Geschwindigkeit vorkommen, kann man annehmen, dass ein "Widerstand" dieses materiellen Mediums stattgefunden hat, so ungefähr wie man sich vorstellt, dass man ein Widerstand feststellt, wenn man gegen den Strom schwimmt. Wobei hier die Abweichungen mehr oder weniger ausgeprägt ausfallen würden, je nachdem ob dieses Medium um die Erde ruht oder von der Erde auch mitgeführt wird (verschiedene Hypothesen wurden nämlich in der Physik in diesem Zusammenhang aufgestellt).

Dieser Ausdruck "Widerstand" ist also m.E. sehr anschaulich, zumindest für interessierte Physiklaien, und wurde zum Beispiel auch von verschiedenen Physikern in Zusammenhang mit dem Äther verwendet, z.B. bei der relativistischen Längenkontraktion, wie G.O. Mueller in seiner Dokumentation verzeichnet:

Zitat:
G.O. Mueller hat geschrieben:

Über die absolute Größe der Speziellen Relativitätstheorie
http://www.ekkehard-friebe.de/buch.pdf
Kapitel 2 – Seite 100:

Während Lorentz die Kontraktion sehr wohl hypothetisch als physikalische Wirkung der Bewegung gegen den Äther in Form einer elastischen Verformung des absolut bewegten Körpers aufgefaßt hat, ebenso auch M. v. Laue ohne Äther-Hypothese, möchte Minkowski die unvermeidliche und unangenehme Frage nach der Ursache der behaupteten Kontraktion gern loswerden und behauptet zu diesem Zweck von der Kontraktion dreierlei:

(1) sie ist nicht Folge von Widerstand im Äther;
(2) sie ist der Begleitumstand eines Umstandes;
(3) sie ist ein Geschenk von oben.


Ich finde also den Ausdruck "Widerstand des Äthers" in diesem Zusammenhang, sowie auch in meinem Experimentvorschlag zur Einwegmessungen der Lichtgeschwindigkeit in verschiedenen Richtungen ganz anschaulich, zumindest wie gesagt für interessierte Physiklaien, die auch möglicherweise diesen Thread lesen und verfolgen möchten.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
as_string
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 16:29:15    Titel:

Jocelyne!

Da sieht man mal, dass Du noch nicht mal die verquerten Texte Deiner heiß geliebten GOM-Bibel richtig verstehst!
Stell Dir mal einen See vor, auf dem sich Wasserwellen ausbreiten. Diese Wellen werden durch das Medium Wasser nicht gebremst, das Wasser stellt den Wellen also keinen Widerstand entgegen.
Wenn aber auf dem selben See im selben Wasser-Wellen-Medium ein Ruderboot ist, dann stellt das Wasser (also das Medium) diesem Ruderboot einen Widerstand seiner Bewegung relativ zum Medium entgegen.
Was Du aber meinst ist eine Mitführung der Wasserwellen durch das Medium Wasser... Das ist mal was ganz was anderes...

Gruß
Marco

PS: Was ist denn jetzt eigentlich mit der Synchronisation?
Fon
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 19:40:47    Titel:

Frau Lopez, Sehen Sie ein, dass Sie zwei Uhren mit einem Lichtpuls nicht synchronisieren können, wenn Sie annehmen, dass das Licht von A nach B nicht gleich lange braucht, wie von B nach A? Sie können ja nicht etwas voraussetzen, was Sie messen wollen!
M_Hammer_Kruse
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 19:49:51    Titel:

Hallo Fon,

das sieht sie nicht ein: Um die Synchronisation geht es hier doch gar nicht. Das ist eine Aufgabe für die Techniker und Uhrmacher. Das machen die tausendmal am Tag auf der ganzen Welt. Es geht hier nur um eine simple Messung der Lichtgeschwindigkeit, ist das so schwer zu verstehen? Und die Synchronisation der Uhren hat damit gar nichts zu tun. Das können die Technker schon machen, notfalls müssen da ein paar Leute von Uhrenhersteller kommen, die können das schon. Ist Dir das klar?

Und außerdem versteht sie gar nicht, wieso die Relativisten sich so gegen die Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit wehren. Die ist nämlich noch nie gemacht worden. Und so weiter und so weiter. Verstehst Du das, Fon?

Gruß, mike
Selektron
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 22:03:38    Titel:

M_Hammer_Kruse hat folgendes geschrieben:

Das können die Technker schon machen, notfalls müssen da ein paar Leute von Uhrenhersteller kommen, die können das schon.

Gruß, mike


Das können sie eben nicht, egal wie sie sich anstrengen werden, sie werden nicht in der Lage sein, zu beweisen, dass die Uhren absolut (im Sinne von absoluter Gleichzeitigkeit) synchron laufen, demnach ist eine Einwegmeßung nicht aussagekräftig, denn man müsste die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit vorher (bei der Synchronisation) annehmen, obwohl man diese auf die Probe stellen will Rolling Eyes .
M_Hammer_Kruse
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Anmeldungsdatum: 06.03.2006
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 22:10:15    Titel:

Hallo Selektron,

erzähle das der Dame, die hier mit ihrer Einwegmessung insistiert.

Wenn es Dir gelingt, ihr etwas begreiflich zu machen, was in ihrem Ich-habe-sowieso-immer-recht-und-die-Fachleute-sind-alle-Idioten-Weltbild nicht vorgesehen ist, bekommst Du den Alpha-Centauri-Ehrenpreis.

Gruß, mike


Zuletzt bearbeitet von M_Hammer_Kruse am 17 Dez 2006 - 22:28:19, insgesamt einmal bearbeitet
Fon
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 22:22:58    Titel:

Na Frau Lopez, es scheint hier wirklich alle zu interessieren, wie Sie (resp. Ihr Uhrmacher) die Uhren synchronisieren. Wie machen Sie dies, wenn Sie die Isotropie der Lichtgeschwindigkeit (d.h. das Licht ist in alle Richtungen gleich schnell) NICHT voraussetzen können? Wenn Sie uns über diesen Schritt Ihres Experimentes aufgeklärt haben, diskutieren wir gerne über weitere Fragen!
Jocelyne Lopez
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 23:04:45    Titel:

Selektron hat folgendes geschrieben:


Das können sie eben nicht, egal wie sie sich anstrengen werden, sie werden nicht in der Lage sein, zu beweisen, dass die Uhren absolut (im Sinne von absoluter Gleichzeitigkeit) synchron laufen, demnach ist eine Einwegmeßung nicht aussagekräftig



Doch, eine Einwegmessung ist eben schon aussagekräftig, wenn die Uhren nur mit 1 Nanosekunde Unterschied nach den geltenden Konventionen laufen. Und das können die Uhrmacher und Fachleute heutzutage bewirken, überprüfen und auch bescheinigen. So aussagekräftig waren die bisherigen Experimente um die Messung der Lichtgeschwindigkeit eben nicht.

Es geht hier nicht darum Uhren „absolut“ oder „absolut zum Äther“ synchronisieren zu wollen, was das auch immer bedeuten mag: Wir spekulieren hier nicht über Hypothesen und Theorien, sondern wir untersuchen Messanordnungen der Experimentalphysik. Man synchronisiert auch in der Praxis keine Uhren „absolut“ und auch nicht „absolut zum Äther“, was das auch immer bedeuten mag, sondern man synchronisiert Uhren gegenseitig. Das ist doch der Sinn der Sache bei einer Synchronisation, das die Uhren relativ zueinander synchron laufen, das ist gerade der Sinn der Sache. Und heutzutage ermöglichen die Fachleute tagtäglich, dass Atomuhren gegenseitig synchron laufen, mit einer Genauigkeit von besser als 1 Nanosekunde. Das ist Gang und Gebe in der Wissenschaft und in der Technologie, das ist unbestreitbar. Und mehr braucht man eben nicht für die Durchführung der Messung.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
as_string
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Anmeldungsdatum: 04.08.2006
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 23:15:59    Titel:

Jocelyne Lopez hat folgendes geschrieben:

Es geht hier nicht darum Uhren „absolut“ oder „absolut zum Äther“ synchronisieren zu wollen, was das auch immer bedeuten mag: Wir spekulieren hier nicht über Hypothesen und Theorien, sondern wir untersuchen Messanordnungen der Experimentalphysik. Man synchronisiert auch in der Praxis keine Uhren „absolut“ und auch nicht „absolut zum Äther“, was das auch immer bedeuten mag, sondern man synchronisiert Uhren gegenseitig. Das ist doch der Sinn der Sache bei einer Synchronisation, das die Uhren relativ zueinander synchron laufen, das ist gerade der Sinn der Sache. Und heutzutage ermöglichen die Fachleute tagtäglich, dass Atomuhren gegenseitig synchron laufen, mit einer Genauigkeit von besser als 1 Sekunde. Das ist Gang und Gebe in der Wissenschaft und in der Technologie, das ist unbestreitbar. Und mehr braucht man eben nicht für die Durchführung der Messung.


Es geht genau darum, die Uhren relativ zueinander zu synchronisieren. Keiner hat hier etwas von "absolut synchronisieren" oder "absolut zum Äther" oder sonst was gesagt. Wohl wieder etwas quer kopiert aus einem anderen Forum?
Klar synchronisiert man heute Uhren, auch über weite Entfernungen. Aber: Man setzt dabei immer eine isotrope und konstante Lichtgeschwindigkeit voraus! Also funktionieren diese Methoden nicht mehr, wenn man genau das überprüfen will.

Das hat einfach keinen Zweck...

Gruß
Marco


Zuletzt bearbeitet von as_string am 17 Dez 2006 - 23:22:13, insgesamt 2-mal bearbeitet
p-norm
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 23:16:58    Titel:

das ist unglaublich...sie hats immer noch nicht gecheckt... Shocked
someDay
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Anmeldungsdatum: 04.09.2005
Beiträge: 3889

BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 23:17:14    Titel:

Jocelyne Lopez hat folgendes geschrieben:

Doch, eine Einwegmessung ist eben schon aussagekräftig, wenn die Uhren nur mit 1 Nanosekunde Unterschied nach den geltenden Konventionen laufen. (...) So aussagekräftig waren die bisherigen Experimente um die Messung der Lichtgeschwindigkeit eben nich


Das die Wissenschaft heute in der Lage ist, zwei Uhren zu synchronisieren, ist Einsteins Verdienst - saemtliche Anwendungen setzen die Theorie vorraus. Es ist nicht moeglich, einen maximalen Messfehler vorrauszusetzen, der auf einer Theorie aufbaut, die man beweisen oder widerlegen moechte.

Es gibt per Definition keine Moeglichkeit die Uhren zu synchronisieren, ohne a priori die Konstanz einer Lichtgeschwindigkeit anzunehmen - wie as_string das schon erlauetert hat.

Ansonsten moechte ich feststellen, das es nicht Meinung der Wissenschaft ist, das "die bisherigen Experimente nicht aussagekraeftig sind".

sD.
Fon
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Anmeldungsdatum: 15.12.2006
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 23:30:02    Titel:

Zitat:
Und das können die Uhrmacher und Fachleute heutzutage bewirken, überprüfen und auch bescheinigen. So aussagekräftig waren die bisherigen Experimente um die Messung der Lichtgeschwindigkeit eben nicht.


Mit welchem Prinzip synchronisieren diese Fachleute denn die Uhren?

Antwort: Sie nehmen an, dass die Lichtgeschwindigkeit konstant und isotrop ist. Dies wollen Sie, Frau Lopez, ja aber eben widerlegen. Somit können Sie Ihre Uhren nicht durch diese Fachleute synchronisieren lassen. Sehen Sie die Problematik jetzt?
M_Hammer_Kruse
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Anmeldungsdatum: 06.03.2006
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 23:38:12    Titel:

Zitat:
das ist unglaublich...sie hats immer noch nicht gecheckt...


Und das Unglaublichste dabei ist: Man hat ihr das mit der Synchronisation in etlichen Foren schon gesagt. Wie merkbefreit ist die Frau eigentlich?

Wenn sie in einem Forum endgültig abblitzt, fängt sie im nächsten mit demselben Schmarrn wieder an. Und zwar nicht etwa dort, wo sie im letzten aufgehört hat. Nein, ganz am Anfang!

Und dann kommen natürlich die gleichen Fragen, die gleichen Argumente, die gleichen Erklärungen einer neuen erstaunten Forengemeinschaft. Und dann bringt die Dame - oft wortgleich - denselben Unsinn zur Tastatur.

Und im Lauf der "Diskussion" wandelt sich das Erstaunen dann regelmäßig erst in Belustigung über soviel Borniertheit und dann in Entsetzen über soviel Dummheit.

So geht das jetzt seit Monaten.

Gruß, mike
Jocelyne Lopez
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2006
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 23:42:54    Titel:

M_Hammer_Kruse hat folgendes geschrieben:


So geht das jetzt seit Monaten.


Tja, armer Hammer_Kruse, das ist der schwere Schicksal der Stalker...

Jocelyne Lopez
Fon
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Anmeldungsdatum: 15.12.2006
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 23:45:34    Titel:

Und wie siehts jetzt mit der Synchronisation aus, Frau Lopez?
M_Hammer_Kruse
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Anmeldungsdatum: 06.03.2006
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 23:47:55    Titel:

Hallo Fon,

Zitat:
Sehen Sie die Problematik jetzt?


Nein, die sieht keine Problematik, die ihr jemand anderes aufzeigt. Sie nimmt nur Probleme wahr, die sie selber konstruiert hat. Und die basieren dann meist auf ihrer Unkenntnis der Sachverhalte.

So glaubt sie z. B., daß Licht bei der Reflektion an einem Spiegel seine Geschwindigkeit ändert. Oder daß man die Lichtgeschwindigkeit nicht als lambda*ny bestimmen könne, weil man dann ja nicht eine Strecke und eine Zeit mißt.

Ein ganzer Satz ihrer nicht hebbaren Falschbildungs-Singularitäten findet sich hier. Aber es besteht Grund zu der Annahme, daß es sich dabei nur um eine endliche Teilmenge einer überabzählbaren Mannigfaltigkeit handelt.

Gruß, mike
p-norm
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Anmeldungsdatum: 26.09.2006
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BeitragVerfasst am: 17 Dez 2006 - 23:56:47    Titel:

M_Hammer_Kruse hat folgendes geschrieben:


Und im Lauf der "Diskussion" wandelt sich das Erstaunen dann regelmäßig erst in Belustigung über soviel Borniertheit und dann in Entsetzen über soviel Dummheit.


naja, ich hab schon krassere exemplare erlebt...
aber die frau versteht definitiv die fundamentalen grundkonzepte der physik nicht...irgendwie alle, die SRT auf solche "konstruktive" art in frage stellen, sind keine physiker und daher mangelt es diesen an verständnis der physik und deren problemen...
Fon
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Anmeldungsdatum: 15.12.2006
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BeitragVerfasst am: 18 Dez 2006 - 00:02:19    Titel:

Zitat:

Ein ganzer Satz ihrer nicht hebbaren Falschbildungs-Singularitäten findet sich hier.


Na dann können wir ja immerhin noch rundherumintegrieren Smile

Frau Lopez, wie synchronisieren Ihre Experten die beiden Uhren?
p-norm
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Anmeldungsdatum: 26.09.2006
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BeitragVerfasst am: 18 Dez 2006 - 00:13:50    Titel:

ich hätte da mal ne ander frage an die fr. Lopez...nachdem ich mir ihre beiträge in diversen foren angeschaut hab, möchte ich gerne erfahren, warum sie SRT und Einstein nicht mögen? weil sie es nicht verstehen?
Jocelyne Lopez
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 25.07.2006
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Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 18 Dez 2006 - 08:13:42    Titel:

p-norm hat folgendes geschrieben:
ich hätte da mal ne ander frage an die fr. Lopez...nachdem ich mir ihre beiträge in diversen foren angeschaut hab, möchte ich gerne erfahren, warum sie SRT und Einstein nicht mögen? weil sie es nicht verstehen?


Ich möchte hier nicht untersuchen, wer die SRT und Einstein mag oder nicht mag, verstanden oder nicht verstanden hat, sondern habe ich hier einen Vorschlag zur Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit zur Diskussion gestellt.

Dazu brauche ich die RT nicht, keiner braucht eine Theorie, um eine Messung durchzuführen, sondern nur möglichst präzise Meßinstrumente.
Du entwickelst auch keine Theorie über die Wachstum der Menschen, wenn Du z.B. wissen willst, wie groß Du bist, oder? Wink

Außerdem geht es mir persönlich darum in meinen Experimentvorschlag nicht vordergründig die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit zu überprüfen (das ist ja Tabu, man fängt sich dabei Stalker ein... Sad ), sondern den Wert der Grenzgeschwindigkeit des Lichtes ohne Aufprallen auf jegliche Hindernisse auf einer freien Strecke zu ermitteln, was bis jetzt noch nie ermittelt wurde: Bei Mehrweg- oder Zweiwegmessungen prallt der Lichtstrahl immer auf Spiegeln bevor er gemessen wird, bei astronomischen Beobachtungen muß er durch eine Linse laufen. Ich fände eben sehr interessant zu wissen, wie schnell das Licht vor dem Spiegel und vor der Linse läuft. Das wissen wir bis jetzt noch nicht. Bist Du hier nicht neugierig?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
Fon
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Anmeldungsdatum: 15.12.2006
Beiträge: 43

BeitragVerfasst am: 18 Dez 2006 - 08:48:19    Titel:

Ok Frau Lopez, in Ihrer Versuchsbeschreibung fehlt aber immer noch die Anleitung, um die Uhren zu synchronisieren. Wie gedenken Sie, oder Ihre Experten dies zu tun, wenn Sie das folgende annehmen:
Zitat:
Das Licht könnte z.B. rein theoretisch 10 mal so schnell auf den Hinweg als auf den Rückweg nach Aufprall mit dem Spiegel sein, man kann es bei einer gemittelten Geschwindigkeit nun mal nicht feststellen…
LucyDiamond
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Anmeldungsdatum: 10.01.2006
Beiträge: 2022

BeitragVerfasst am: 18 Dez 2006 - 09:51:05    Titel:

Jocelyne Lopez hat folgendes geschrieben:
Ich fände eben sehr interessant zu wissen, wie schnell das Licht vor dem Spiegel und vor der Linse läuft. Das wissen wir bis jetzt noch nicht. Bist Du hier nicht neugierig?


Ich denke, er ist nicht neugierig, weil er weiss dass das Licht keine Geschwindigkeit verliert wenn es auf einen Spiegel trifft.

Zur vorgeschlagenen Versuchsanordnung : Ich habe es zwar am Anfang des Threads bereits erwähnt, aber irgendwie wurde meine Frage nicht richtig beantwortet.
Ich würde gerne wissen, wie man die Länge des Lichtwegs bestimmen soll, ohne auf eine Messung mittels Laser zurückzugreifen. Denn wenn man die Länge nur auf x % genau bestimmen kann, kann man ebenfalls die Lichtgeschwindigkeit nur mit einem Fehler von mind. x% bestimmen, und das wird nunmal nicht ausreichen, um die Abhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit von der Ausbreitungsrichtung zu bestimmen.

Weiterhin wurde doch bereits darauf hingewiesen, dass mehrfach Einwegmessungen der Lichtgeschwindigkeit durchgeführt wurden. Warum sind diese Messungen nicht akzeptabel ?
Jocelyne Lopez
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Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 18 Dez 2006 - 13:56:11    Titel:

LucyDiamond hat folgendes geschrieben:
Jocelyne Lopez hat folgendes geschrieben:
Ich fände eben sehr interessant zu wissen, wie schnell das Licht vor dem Spiegel und vor der Linse läuft. Das wissen wir bis jetzt noch nicht. Bist Du hier nicht neugierig?

Ich denke, er ist nicht neugierig, weil er weiss dass das Licht keine Geschwindigkeit verliert wenn es auf einen Spiegel trifft.


Das trifft nicht zu:

Man weiß zum Beispiel schon lange, dass Photonen (oder Photonenwellen, je nach Auslegung) beim Aufprallen mit Atomen eine Pause machen bevor sie re-emittiert werden. Der Vorgang der Reflektion, Absorption und Re-Emission ist weitgehend unerforscht. Das hat mir zum Beispiel auch kürzlich ein fachlich qualifizierter Teilnehmer in einem Forum in diesem Zusammenhang bestätigt:
Zitat:
1. Reflektion, Spiegelung ist in der Wirklichkeit Absorption und Emission. Je nach Ziel-Material (blau-rot; Holz-Metal usw.) dringt der Lichtstrahl unterschiedlich tief ins Ziel (1-6 Atomlagen z.B.) bevor er „reflektiert“ - man spricht von Phasenverschiebung. Auch vom Material her, wäre durchaus denkbar, dass die ersten Photonen (Phasen) nur absorbiert, aber nicht emittiert werden. Hier handelt es sich um ein Prozess, der noch völlig in Dunkel liegt.

Diese verschiedenen Verzögerungen in der Laufzeit des Lichtstrahls je nach Zielmaterial bestätigt auch Wikipedia bei dem Einsatz von Lasermessgeräten in der Empirie:
Zitat:
Die optische Abstandsmessung (auch: Laserentfernungsmessung) wird benutzt um die Distanz zwischen einem Abstandssensor und einem Objekt zu messen. Die Präzision hängt von verschiedenen Faktoren ab:

• von der Oberfläche der beiden Objekte (Material, Farbe)
• von der zu messenden Distanz
• von Umwelteinflüssen

Man kann unter Umständen zwar Näherungen und Erfahrungswerte zwischen verschiedenen Zielmaterialen bei der Reflektion gewinnen (Brechungsindexe), zum Beispiel zwischen verschiedenen Spiegeln, aber eben nicht sozusagen die „Urgeschwindigkeit“ des Lichtstrahls vor dem Aufprallen mit einem Spiegeln erfahren, wobei das Zielmaterial der Reflektion bei den Messungen von c standardmäßig und stillschweigend immer Spiegelmaterial ist (also Glas + Metall). Brechungsindexe geben aber per Definition nur Auskünfte über die Geschwindigkeit des Lichts nach dem Aufprallen, und nicht vor dem Aufprallen.

Die Geschwindigkeit vor dem Aufprallen mit dem Spiegel interessiert mich aber, wir kennen sie jedoch nicht, weil wir sie noch nie gemessen haben. Angenommen würde die Geschwindigkeit vor dem Aufprallen mit einem Spiegel 10 x so hoch als nach dem Aufprallen sein, wir könnten es nie erfahren. Wie schnell läuft ein Lichtsignal auf einer völlig freien Strecke? Das fände ich interessant zu wissen.

Auch sogar im Vakuum haben wir es nie gemessen: Wenn man schon ein Spiegel (Glas + Metall) auf der Strecke des Lichtes in einem Vakuum stellt, kann man noch kaum von einem „Vakuum“ auf dieser Strecke sprechen, oder? Wink




LucyDiamond hat folgendes geschrieben:

Zur vorgeschlagenen Versuchsanordnung : Ich habe es zwar am Anfang des Threads bereits erwähnt, aber irgendwie wurde meine Frage nicht richtig beantwortet.
Ich würde gerne wissen, wie man die Länge des Lichtwegs bestimmen soll, ohne auf eine Messung mittels Laser zurückzugreifen. Denn wenn man die Länge nur auf x % genau bestimmen kann, kann man ebenfalls die Lichtgeschwindigkeit nur mit einem Fehler von mind. x% bestimmen, und das wird nunmal nicht ausreichen, um die Abhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit von der Ausbreitungsrichtung zu bestimmen.


Doch, die Frage habe ich schon ausreichend beantwortet: Messtechnisch lässt sich eine Strecke in unserer Makrodimension nunmal nicht auf ein Mikron oder sogar auf ein paar Mikron erfassen. Man muß sich schon bei der Messung von experimentellen Meßstrecken mit einem Bruchteil von Millimetern begnügen, wenn überhaupt, dann ist man schon gut bedient. Wie glaubst Du denn, dass man in der Experimentalphysik Strecken mit Hochpräzision misst? Auf ein Atom genau? Wie stellst Du Dir das konkret vor? Man kann nicht eine Strecke von ein paar Metern mit einem Rastertunnelmikroskop messen, wie stellst Du Dir das denn konkret vor? Wie glaubst Du, dass man die Strecken bei den Hochpräzisionsmessungen der Lichtgeschwindigkeit bis jetzt gemessen hat, die Du ja anerkennst? Glaubst Du etwa, man habe sie mit einem Rastertunnelmikroskop gemessen? Du stellst hier Anforderungen, die in der Experimentalphysik nie erfüllt wurden und auch nicht erfüllt werden können. Sad Experimentalphysik und Vermessungskunde sind ja keine abstrakten mathematischen Rechnereien...

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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