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Ist das Leben Sinnlos?
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Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
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BeitragVerfasst am: 12 Jan 2010 - 13:26:57    Titel:

Zitat:
Wenn alles nach Zufall läuft ist das Leben nur ein Hin-und-Her-geworfen-werden, ohne wirklichen Sinn. Und ohne ein Weiter-nach-dem-"Tod", nicht wahr? Du bist ein prinzipiell unsinniges und unnötiges Rädchen in einem Riesenapparat, von dem Du nichts hast ausser einem Lidschlag, wenn man Zeit aus dem Raum betrachtet, der keine Zeitmessung hat. Für mich eine schlechte Perspektive. Dann müsste man nach dem Motto leben: Jetzt erst recht! Und alles tun, um dem Leben (auch rücksichtslos, denn nachher bringt es Dir ja nichts mehr) diesen winzigen Wert abzuringen, der das Leben noch irgendwie lebenswert macht.

Von der reinen Beschreibung dieser Wirklichkeit her würd ich dir total zustimmen. Das Leben ist nichts anderes als ein Hin-und-Her-geworfen-werden, ohne wirklichen Sinn. Und ohne ein Weiter-nach-dem-"Tod".
Natürlich ist das aus von unserer Position aus eine schlechte Perspektive, weil wir dann nichts "sinnvolles" mit unserem Leben anzufangen wissen. Es wurde aber schon in vielen Thread hier gesagt, dass die emotionale oder ethische Bewertung eines Sachverhalts nichts über deren Wahrheitsgehalt aussagt. Kurz: Unsere Existenz richtet sich nicht danach ob wir einen Sinn haben wollen.
Wie man damit umgeht, dass man ohne Konsequenzen aus diesem Leben geht ist eine ganz andere Frage. Letztlich lassen sich keine Werte normieren und ich würde auch behaupten, dass auch Gott das nicht kann, ohne sich auf seine Autorität zu berufen. Werte sind immer Festlegungen die einen bestimmten Zweck haben, aber niemals eine logische Ableitung vorweisen können. Wenn Gott das Recht hat Werte festzulegen, weil er alles geschaffen hat, dann ist diese Zusprechung des Rechts bereits aus der Normierung entstanden, dass ein Schöpfer über seine Schöpfung verfügen darf, was sich nun jedoch jeglicher Begründung entzieht. Von daher verliert jeder Wert irgendwann seine Gültigkeit, egal ob mit oder ohne Leben nach dem Tod.
Meine persönliche Schlussfolgerung daraus ist, dass alle Menschen entweder in den Himmel oder in die Hölle kommen müssen, da sich durch das Fehlen letztendlicher Werte über keinen Menschen mehr urteilen lässt.

Zitat:
Aber nun stell Dir vor: Du standest vor der "Bühne Erde", wie vor der DVD mit dem tollen Spiel drauf, das Du schon immer mal durchspielen wolltest, mit allen Varianten, die möglich sind - einfach weil es geil ist, dies Spiel... Und Du wähltest Dir einen Avatar, und fingst nun an, ihn aufzubauen, in dem ersten Leben als Reicher, und in dem zweiten als Bettler - gleiche Rollen sind doch langweilig auf die Dauer, oder? Im dritten als Schwuler, im vierten als Nazi, und im 5. als Sexwüstling, usw. usf. Da auch noch viele andere Mitspieler da sind brauchst Du natürlich Abmachungen, um Sachen zu erleben (z.B. wie es ist, betrogen, oder getötet zu werden - ein Täter braucht ein Opfer, oder?) Nur: der Spielpartner will ja auch diese Erfahrung machen, also wechselt Ihr die Rollen im nächsten Leben - das soll langweilig sein??? Nicht wirklich, das Leben auf Erden hat sooo viele Facetten...
Das Interessante dabei ist: Du hast zwar die Rolle im Groben ausgewählt, aber Du weisst im Leben nicht, was Du Dir ausgewählt hast, insofern steht prinzipiell alles offen...

Da gibts doch was von Ratiopharm, oder?
Sorry, dass ich es so direkt sage, aber du redest dir einfach alles schön. Man will also die Erfahrung machen wie es ist sein Leben lang ausgebeutet und am Ende zu Tode gefoltert zu werden?? Hmm, entweder ist das gerade mein erstes Leben oder ich kann mich nich daran erinnern wie das ist. Aber sonderlich scharf darauf bin ich wirklich nicht. Hast du noch nie nen Horrorfilm gesehen? Zumal das immer noch nicht erklärt wonach man sich bei seinem ersten Leben die Erfahrungen aussucht.
Außerdem widersprichst du dir damit, dass wenn ich alle Varianten mal 'durchspielen' kann, das Weiter-nach-dem-Tod für den Menschen ohne Konsequenz ist. Das was du als "Jetzt erst recht" kritisierst, implizierst du in deiner Theorie auf eine viel konkretere Weise als es ein Bild ohne Sinn des Lebens überhaupt könnte. Selbst eine grobe Rolle gibt schon einiges an Erfahrungen vor. Sei du mal ein Mädchen in Thailand und sag dann noch mal, dass man sich seine Rolle grob aussucht.
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Eranos
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BeitragVerfasst am: 12 Jan 2010 - 16:36:16    Titel:

Erzkind hat folgendes geschrieben:
Letztlich lassen sich keine Werte normieren und ich würde auch behaupten, dass auch Gott das nicht kann, ohne sich auf seine Autorität zu berufen. Werte sind immer Festlegungen die einen bestimmten Zweck haben, aber niemals eine logische Ableitung vorweisen können. Wenn Gott das Recht hat Werte festzulegen, weil er alles geschaffen hat, dann ist diese Zusprechung des Rechts bereits aus der Normierung entstanden, dass ein Schöpfer über seine Schöpfung verfügen darf, was sich nun jedoch jeglicher Begründung entzieht.

Gott ist kein Herrscher, das ist eine Vorstellung aus dem Alten Testament von einem Gott, der wie ein Stammesältester oder Sippenchef über das Leben der Sippe entscheiden kann. Gott ist der Strom des Seins, aus dem alles gemacht ist, was ist. Im Hebräischen bedeutet der Name Jahwe = "Ich Bin der Ich Bin", was ich übersetze mit "Ich Bin das Sein". Aber Er hat auch eine persönliche Note, ist also auch ansprechbar.
Das, was Gott uns mitgegeben hat auf unsere Wanderung durchs Universum ist die Freiheit der Schöpfung und der Entscheidung. Gott mischt sich nicht ein in Deine Erfahrungen, Du darfst sie alle ausnahmslos machen. Du bist einzig dem Kausalgesetz unterworfen (sonst würde ja Chaos im Universum herrschen, oder?) - "Was Du säest wirst Du ernten", d.h. Du hast die Verantwortung für Deine Schöpfung, musst hinter Dir auch aufräumen - wie in Deinem Spielzimmer als Kind.
Zitat:
Von daher verliert jeder Wert irgendwann seine Gültigkeit, egal ob mit oder ohne Leben nach dem Tod.
Meine persönliche Schlussfolgerung daraus ist, dass alle Menschen entweder in den Himmel oder in die Hölle kommen müssen, da sich durch das Fehlen letztendlicher Werte über keinen Menschen mehr urteilen lässt.

Es gibt keine Hölle es sei denn auf der Erde, wenn wir sie jemand bereiten... Weisst Du auch warum? Weil niemand urteilt und verurteilt - das ist ein Kennzeichen underer 3D-Welt, das aus unserer scheinbaren Ohnmacht resultiert. Das heisst, aus der "oberen" Sicht ist alles "gut", weil alles Erfahrung ist, und Erfahrung ist gut. Du fängst ja auch nicht an, über Deinen Avatar aus dem DVD-Spiel zu urteilen, oder?
Zitat:
Da gibts doch was von Ratiopharm, oder?
Sorry, dass ich es so direkt sage, aber du redest dir einfach alles schön. Man will also die Erfahrung machen wie es ist sein Leben lang ausgebeutet und am Ende zu Tode gefoltert zu werden??

Ja, Erfahrung ist das Wertvollste, was Du erleben kannst. Ich möchte Dir ein ganz persönliches Beispiel geben: nach der Scheidung habe ich Jahre gebraucht, um darüber hinweg zu kommen, und wenn Du mich damals gefragt hättest, hätte ich die Zeit garantiert um ein paar Jahre zurück gedreht, um die Gegebenheiten zu ändern.
Heute sehe ich das aus der Perspektive dessen, der daraus gelernt hat und sage: es war eine gesegnete Zeit!! Eine Zeit der Läuterung, der Änderung von Sichten und Perspektiven, des intensiven Lernens. Ist halt leider so: im grössten Leid gibt es die wertvollsten Erkenntnisse zu haben. Und auf diese Erkenntnisse ist Deine Seele genau so scharf wie auch meine, glaube es mir.
Zitat:
Hast du noch nie nen Horrorfilm gesehen?

O ja, erinnere Dich an Deinen letzten Horrorfilm, wie Du mitgefiebert hast...!!! Wenn er wirklich gut war, hast Du mitgezittert und hast Dich innerlich mit zu Tode erschreckt... Was für ein Genuss, gib es zu!! That's life! Geil auf ALLES, was es zu erleben gibt, glaub es mir!
Zitat:
Außerdem widersprichst du dir damit, dass wenn ich alle Varianten mal 'durchspielen' kann, das Weiter-nach-dem-Tod für den Menschen ohne Konsequenz ist. ...Selbst eine grobe Rolle gibt schon einiges an Erfahrungen vor. Sei du mal ein Mädchen in Thailand und sag dann noch mal, dass man sich seine Rolle grob aussucht.

Ist da ein Unterschied zu der Rolle eines Soldaten, der in Stalingrad eingekesselt wurde? Trotzdem: sind alle hin und haben es erlebt - egal, ob sie dabei erschossen wurden oder nicht.
Vielleicht habe ich mich schlecht ausgedrückt, oder Du hast meine Kommentare von vorher nicht alle gelesen: Du darfst alles machen - ABER alles hat eine Konsequenz, das ist das Kausalgesetz...
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Erzkind
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BeitragVerfasst am: 12 Jan 2010 - 17:30:26    Titel:

Zitat:
Ja, Erfahrung ist das Wertvollste, was Du erleben kannst. Ich möchte Dir ein ganz persönliches Beispiel geben: nach der Scheidung habe ich Jahre gebraucht, um darüber hinweg zu kommen, und wenn Du mich damals gefragt hättest, hätte ich die Zeit garantiert um ein paar Jahre zurück gedreht, um die Gegebenheiten zu ändern.
Heute sehe ich das aus der Perspektive dessen, der daraus gelernt hat und sage: es war eine gesegnete Zeit!! Eine Zeit der Läuterung, der Änderung von Sichten und Perspektiven, des intensiven Lernens. Ist halt leider so: im grössten Leid gibt es die wertvollsten Erkenntnisse zu haben. Und auf diese Erkenntnisse ist Deine Seele genau so scharf wie auch meine, glaube es mir.

Du kannst hier aber nicht einfach von dir auf andere schließen. Was du hast ist eine Bewältigungsstrategie für Probleme: Du hast für dich festgelegt, dass die Erfahrung, die du aus Problemen ziehst der Gegenwert zu dem Leid ist, das das Problem verursacht hat. Das sieht aber nicht jeder Mensch so.
Dem steht gegenüber, dass die Erkenntnis aus einem Problem es im Vergleich mit dem verursachten Leid nicht wert ist gemacht zu werden. Um nicht zu konkret zu werden: Wenn man als Kind was schlimmes erlebt hat, was man sein Leben lang nicht verarbeiten kann, dann hat die gewonnene Erfahrung zwar irgendwas gutes, ist das was man aber jetzt sein Leben lang durchmachen muss nicht wert. Erfahrung ist nur so viel wert, wie der "Erfahrene" ihr Wert zuspricht und ich z.B. würde sagen: Scheiß auf Erfahrung, hauptsache glücklich. Für mich ist Glück mehr wert als Erfahrung und ich bin nicht scharf auf diese Erkenntnisse. Ich bin froh, dass ich nicht frieren muss und keinen Hunger leide und dass man mir nie was schlimmes angetan hat und - glaube es mir - mehr als die Hälfte der Menschen auf dieser Erde würde so ziemlich alles geben um mit mir tauschen zu dürfen und das obwohl für mich das Leben keinen Sinn hat. Das heißt unsere beiden Ansichten stehen sich gegenüber und keine der beiden kann für sich Allgemeingültigkeit beanspruchen. Meine Meinung kann genauso wenig auf andere übertragen werden wie deine. Das bedeutet, dass sich hierin kein allgemeiner Sinn des Lebens begründen lässt. Er verbleibt damit im Subjektiven und ist eine unbekannte Spekulation.

Zitat:
Was für ein Genuss, gib es zu

Nein, es war eklig. Im Ernst, ich guck wirklich selten Horrorfilme. Wenn ich mich gruseln will guck ich einfach die Live-Übertragung des Parlamentfernsehens ^^

Ok, das mit dem 'Varianten durchspielen' und dem Mädchen in Thailand hätte ich nich in einen Absatz packen sollen. Ich meinte damit, wenn man alle Varianten durchspielen kann/soll/darf kann das keine Konsequenz haben. Mal bin ich Massenmörder und danach öhhhmm reicher und berühmter Filmstar oder irgendwer sonst der es so richtig gut hat.

Zitat:
Du fängst ja auch nicht an, über Deinen Avatar aus dem DVD-Spiel zu urteilen, oder?

Doch, das nennt man "sich an die eigene Nase packen". Mach ich aber viel zu wenig.

Zitat:
Im Hebräischen bedeutet der Name Jahwe = "Ich Bin der Ich Bin", was ich übersetze mit "Ich Bin das Sein".

Soweit ich weiß ist Jahwe der Ausspruch für JHWH und kein Name, sondern eine Chiffre, um Gott nicht auf einen Namen festzulegen. In Exodus 3,14 spricht Gott nicht von seinem Namen, sondern von seinem Sein.
In den 10 Geboten legt Gott doch Regeln fest, wie es ein Sippenchef tut.

Zitat:
Gott mischt sich nicht ein in Deine Erfahrungen, Du darfst sie alle ausnahmslos machen

Wenn ich alle Erfahrungen machen darf, dann kann das für mich doch keine Konsequenzen haben, sonst dürfte ich sie ja nicht machen.
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jufru
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Anmeldungsdatum: 05.08.2006
Beiträge: 133

BeitragVerfasst am: 12 Jan 2010 - 18:39:53    Titel:

Zitat:
Wenn alles nach Zufall läuft ist das Leben nur ein Hin-und-Her-geworfen-werden, ohne wirklichen Sinn. Und ohne ein Weiter-nach-dem-"Tod", nicht wahr? Du bist ein prinzipiell unsinniges und unnötiges Rädchen in einem Riesenapparat, von dem Du nichts hast ausser einem Lidschlag, wenn man Zeit aus dem Raum betrachtet, der keine Zeitmessung hat. Für mich eine schlechte Perspektive. Dann müsste man nach dem Motto leben: Jetzt erst recht! Und alles tun, um dem Leben (auch rücksichtslos, denn nachher bringt es Dir ja nichts mehr) diesen winzigen Wert abzuringen, der das Leben noch irgendwie lebenswert macht.

Es ist mir relativ egal, ob ich ein spielball von irgentwelchen kräften bin, mein leben wohlmöglich determiniert ist oder sonstiges. Ich fühle mich super, also kann das ja garnicht so schlimm sein, ohne eine perspektive auf ein leben nach dem tod. Ich seh auch keine notwendigkeit, dass mein leben ein sinn hat. Das würde ja heißen, ich sollte eigentlich eine aufgabe erfüllen. Würde mich ja eher einschränken, als dass es mein leben bereichert.
Das ganze hält mich auch nicht davon ab, respektvoll mit meinen mitmenschen umzugehen. Warum auch, nur weil mein leben kein sinn hat, bin ich ja trotzdem nicht alleine auf welt, dass ich mir einfach das recht rausnehmen kann, ohne rücksicht einen drauf zu machen.


Zitat:
Aber nun stell Dir vor: Du standest vor der "Bühne Erde", wie vor der DVD mit dem tollen Spiel drauf, das Du schon immer mal durchspielen wolltest, mit allen Varianten, die möglich sind - einfach weil es geil ist, dies Spiel... Und Du wähltest Dir einen Avatar, und fingst nun an, ihn aufzubauen, in dem ersten Leben als Reicher, und in dem zweiten als Bettler - gleiche Rollen sind doch langweilig auf die Dauer, oder? Im dritten als Schwuler, im vierten als Nazi, und im 5. als Sexwüstling, usw. usf. Da auch noch viele andere Mitspieler da sind brauchst Du natürlich Abmachungen, um Sachen zu erleben (z.B. wie es ist, betrogen, oder getötet zu werden - ein Täter braucht ein Opfer, oder?) Nur: der Spielpartner will ja auch diese Erfahrung machen, also wechselt Ihr die Rollen im nächsten Leben - das soll langweilig sein??? Nicht wirklich, das Leben auf Erden hat sooo viele Facetten...
Das Interessante dabei ist: Du hast zwar die Rolle im Groben ausgewählt, aber Du weisst im Leben nicht, was Du Dir ausgewählt hast, insofern steht prinzipiell alles offen...


So viel ich auch draus lernen würde, trotzdem möchte ich kein am hungertuch nagendes kind in afrika sein. Wie käme ich auch dazu mir sowas auszusuchen. Als unendliches wesen kann man sowas natürlich erwägen. Aber wozu sollte ich das machen, wenn ich mir ein tolles leben aussuchen kann. Außer ich könnte einklagen, dass ich in einer fantasy welt leben kann. Aber selbst da würde ich mir kein schicksal aussuchen wollen, sondern mich dahin entwickeln, wohin mich mein leben führt.

Es ist natürlich auch schön, dass du über die scheidung deiner eltern hinweg bist und auch erfahrung sammeln konntest. Doch würde ich niemanden so ein schicksal wünschen, so reichhaltig die erfahrung auch wäre. Es gibt einfach erfahrungen, auf die ich verzichten kann. Ich muss auch nicht auf eine herdplatte packen um die erfahrung zu machen, dass das ding heiß ist. mir würde es reichen, wenn man es mir sagen würde ^^.
Eranos
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BeitragVerfasst am: 12 Jan 2010 - 20:49:35    Titel:

Erzkind hat folgendes geschrieben:
Erfahrung ist nur so viel wert, wie der "Erfahrene" ihr Wert zuspricht und ich z.B. würde sagen: Scheiß auf Erfahrung, hauptsache glücklich. Für mich ist Glück mehr wert als Erfahrung und ich bin nicht scharf auf diese Erkenntnisse.

Das ist ganz normal, was Du sagst - Hauptsache glücklich - die Frage ist hier: WER sagt das? Nun, Du hast bestimmt auch von den unterschiedlichen Ebenen unseres Selbst gehört (s. z.B. Freud), ich möchte Dir eine erklären: es gibt das Ego auf der untersten Stufe, dann die Seele darüber, und ganz oben das Höhere Selbst - Dein göttlicher Anteil.
Das Ego sagt: mir soll es gut gehen, komme was wolle - denn es stirbt mit dem Tod, also ist es in erster Linie auf Überleben um jeden Preis gestimmt.
Die Seele dagegen sagt: mich interessiert nur die Erfahrung, die gemacht wird. Denn sie stirbt nicht, hat also dies Problem des Ego's nicht.
Und unser göttlicher Anteil sagt: alles ist gut, jede Erfahrung ok, wenn sie zur Liebe führt, zum göttlichen Sein.
Zitat:
Wenn ich mich gruseln will guck ich einfach die Live-Übertragung des Parlamentfernsehens ^^

Nett, danke für den Grinseffekt Smile
Zitat:
Zitat:
Im Hebräischen bedeutet der Name Jahwe = "Ich Bin der Ich Bin", was ich übersetze mit "Ich Bin das Sein".

Soweit ich weiß ist Jahwe der Ausspruch für JHWH und kein Name, sondern eine Chiffre, um Gott nicht auf einen Namen festzulegen. In Exodus 3,14 spricht Gott nicht von seinem Namen, sondern von seinem Sein.
In den 10 Geboten legt Gott doch Regeln fest, wie es ein Sippenchef tut.

Gott ist dort mit JHWH gekennzeichnet, weil es im Hebräischen keine Vokale gibt - wie im Arabischen ebenfalls, soviel ich weiss.
Gott ist das Sein, ich habe es ja auch so übersetzt: Ich Bin das Sein.
Die 10 Gebote sind - so wie Du sie kennst - nur eine für uns heute ganz schlechte Übersetzung dessen, was im Hebräischen wirklich steht. Luther hat das vielleicht für seine Zeit gut getan (zumindest gut gemeint), aber die genaue Übersetzung ist - ein Wow! Klingt wie Poesie - etwas Grandioses, ich habe diese Übersetzung mal gelesen. Überwältigend, sage ich Dir.
Und diese Gebote sind Interpretation des Übersetzers, denn im Alt-Hebräischen gibt es keine Zeitwörter wie wir sie kennen, da heisst es z.B. nur: "Du - nicht töten". Nun, Du siehst, man kann da gar vieles hinein interpretieren. Wie wäre es mit: "Du brauchst nicht zu töten" - weil Ich, Gott, immer für dich da bin und dich durch alle Gefahren hindurch leite.
Zitat:
Wenn ich alle Erfahrungen machen darf, dann kann das für mich doch keine Konsequenzen haben, sonst dürfte ich sie ja nicht machen.

Nicht ganz: Du hast die Verantwortung dafür, nicht mehr und nicht weniger. Ist doch fair, oder? Sollen alle anderen für Dein Chaos büssen müssen?
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Eranos
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BeitragVerfasst am: 12 Jan 2010 - 20:59:51    Titel:

jufru hat folgendes geschrieben:
So viel ich auch draus lernen würde, trotzdem möchte ich kein am hungertuch nagendes kind in afrika sein. Wie käme ich auch dazu mir sowas auszusuchen. Als unendliches wesen kann man sowas natürlich erwägen. Aber wozu sollte ich das machen, wenn ich mir ein tolles leben aussuchen kann. Außer ich könnte einklagen, dass ich in einer fantasy welt leben kann.

Du selbst willst nicht leiden, denn Dein Ego hat kein Interesse an geistigem Wachstum, nur an Überleben, s.o. Aber Deine Seele, die Dich, Avatar, leitet.
Einklagen kannst Du das nicht, denn Du hast es ja gewählt...
Zitat:
Es gibt einfach erfahrungen, auf die ich verzichten kann. Ich muss auch nicht auf eine herdplatte packen um die erfahrung zu machen, dass das ding heiß ist. mir würde es reichen, wenn man es mir sagen würde ^^.

Stimmt nicht ganz: jedes Kind muss diese Erfahrung der heissen Herdplatte machen, Sagen hilft wirklich nicht - bitte schau Dir die Realität an. Ich sagte meinem kleinen Sohn: "Tu die Finger nicht an die Steckdose, da ist ein kleiner Zwerg, der tut ganz stark weh, wenn Du zu nahe kommst". Was tat er...? Letztendlich ist nur die eigene Erfahrung wichtig - auch die Erfahrung eines Volkes/einer Volksseele, wenn Du willst.
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Erzkind
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BeitragVerfasst am: 12 Jan 2010 - 23:46:01    Titel:

Zitat:
Nicht ganz: Du hast die Verantwortung dafür, nicht mehr und nicht weniger. Ist doch fair, oder? Sollen alle anderen für Dein Chaos büssen müssen?

Aus der Perspektive wie ich sie verstanden habe sieht das so aus: Was ich tue geht auf mein Konto und da bleibt es. In diesem Leben schlachte ich Menschen und im nächsten bin ich Präsident der USA (ok, Bush hat das sogar in einem Leben geschafft *g) Und ja, die anderen büßen für mein Chaos. Wenn ich mir im nächsten Leben aussuchen kann, was ich für Erfahrungen machen will, dann ist das Inkonsequenz, Inkonsequenz und noch mal Inkonsequenz.

Also, diese Theorie kommt einfach hinten und vorne nicht hin. Es funktioniert auch nicht, wenn man sagt, dass alle Menschen alle Erfahrungen machen sollen. Denn sobald ich z.B. sage, dass ich wissen will wie es ist eine bestimmte andere Person zu sein (z.B. Johnny Depp) stoße ich an die Grenze, dass es diese Person nur ein mal gibt und dass es nur dieser einen Seele möglich ist, diese Person zu sein. Kurz: Es gibt unendlich viele mögliche Erfahrungen und nochmal unendlich viele Erfahrungen, die wir niemals machen können, weil der Moment sie zu machen einmalig und unwiederbringlich ist und wir würden mit dem Erfahrungen sammeln niemals fertig werden, also würden wir auch nie einem großen Plan entsprechen können.
Es bleibt also nur, dass bestimmte Erfahrungen gemacht werden sollen, wenn dahinter ein höherer Sinn stecken soll. Dadurch das selektiert wird, ergibt sich, dass nicht jede Erfahrung gemacht werden muss. Natürlich kann man aus Leid lernen, aber das heißt noch nicht, dass es das auch wert war. Guck dir auf youtube Dokus über irgendwelche seelischen Störungen an. Diese Menschen sind nicht froh über das was sie erfahren haben und werden es nie sein, weil dieses kleine bisschen was sie daraus lernen konnten das Leid niemals aufwiegen kann.
Wenn man diese Theorie umdreht werden bestimmte Erfahrungen auch egoistisch. Nehmen wir an, ein Mann lernt eine Frau (oder einen anderen Mann) kennen und verlieben sich und super-mega-ober-krass glücklich. Und auf dem Höhepunkt ihres Glücks ... wird er von nem Auto überfahren. Seine Frau wird totunglücklich, kann den Verlust zeitlebens nicht verkraften und nimmt sich irgendwann das Leben. Wenn nun dieser Mann vor seiner Geburt gesagt hat: Ja, die und die Erfahrungen will ich machen, dann tut er damit zum einen seiner Frau schreckliches an und zum anderen greift in die Erfahrungen die die Frau macht in gewaltiger Weise ein. Hieran zeigt sich auch, dass nicht jede Erfahrung ihren Preis wert ist.
Zumal keine Erfahrung einen Wert an sich hat, sonst wäre sie nicht sinnvoll. Damit eine Erfahrung einem Sinn gerecht werden kann, muss sie für etwas gut sein. Wenn nun aber eine Erfahrung unter großen Leid gemacht wurde und diese Erfahrung nur für die gerade so erträgliche Bewältigung dieses Leids nützlich ist, dann wäre diese Erfahrung ohne das Leid nutzlos und somit hätte man auch auf das Leid verzichten können. Konkret: Einem Kind wird was schlimmes angetan und es lernt um damit fertig zu werden zu dissoziieren (einfach: Wahrnehmung abspalten). Wäre diesem Kind das entsprechende nie angetan worden, hätte es auch nicht lernen müssen sich selbst in solchen Moment auszublenden.

Zitat:
Ich sagte meinem kleinen Sohn: "Tu die Finger nicht an die Steckdose, da ist ein kleiner Zwerg, der tut ganz stark weh, wenn Du zu nahe kommst". Was tat er...? Letztendlich ist nur die eigene Erfahrung wichtig

Evil or Very Mad

Zitat:
Die 10 Gebote sind - so wie Du sie kennst - nur eine für uns heute ganz schlechte Übersetzung dessen, was im Hebräischen wirklich steht ... Du - nicht töten

"Du brauchst nicht töten wäre wieder eine Übersetzung mit einem Zeitwort. "Du nicht töten" ist ein Gebot. Ein Gebot ist ein Gebot ist ein Gebot. S. vorheriger Post.

Zitat:
Das ist ganz normal, was Du sagst - Hauptsache glücklich - die Frage ist hier: WER sagt das? Nun, Du hast bestimmt auch von den unterschiedlichen Ebenen unseres Selbst gehört (s. z.B. Freud), ich möchte Dir eine erklären: es gibt das Ego auf der untersten Stufe, dann die Seele darüber, und ganz oben das Höhere Selbst - Dein göttlicher Anteil.
Das Ego sagt: mir soll es gut gehen, komme was wolle - denn es stirbt mit dem Tod, also ist es in erster Linie auf Überleben um jeden Preis gestimmt.
Die Seele dagegen sagt: mich interessiert nur die Erfahrung, die gemacht wird. Denn sie stirbt nicht, hat also dies Problem des Ego's nicht.
Und unser göttlicher Anteil sagt: alles ist gut, jede Erfahrung ok, wenn sie zur Liebe führt, zum göttlichen Sein.

Das heißt Es, Ich und Über-Ich. Das Es ist das Lustprinzip und ist der Ursprung aller Bedürfnisse. Das Über-Ich ist das Moralprinzip und bewertet die Bedürfnisse. Das Ich muss nun zwischen diesen beiden und den Anforderungen der Realität vermitteln.
Achja: Freud ist esoterischer Schwachsinn.

Zitat:
alles ist gut, jede Erfahrung ok, wenn sie zur Liebe führt, zum göttlichen Sein

Ah, wir haben eine Einschränkung. Erfahrungen sind also nur dann gut, wenn sie zur Liebe führen. Naja, schon mal ein Anfang Wink
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BeitragVerfasst am: 13 Jan 2010 - 00:39:54    Titel:

Zitat:
Du selbst willst nicht leiden, denn Dein Ego hat kein Interesse an geistigem Wachstum, nur an Überleben, s.o. Aber Deine Seele, die Dich, Avatar, leitet.
Einklagen kannst Du das nicht, denn Du hast es ja gewählt...


Also mein ego hat interesse dran. weiß ja nicht, wie es bei dir aussieht Wink. Mein ego zieht ja vorteile draus, weil er damit wohlmöglich besser frauen aufreissen kann. Nur weiß es zu differenzieren, welche erfahung sie nicht machen will. Und ich weiß auch nicht, wo der sinn darin liegen soll, schmerzhafte erfahrung zu machen. Erfahung macht für mich nur soweit sinn, soweit es mir von nutzen ist (mit der einschränkung, dass die kosten nicht zu hoch sind. die abzuwägen liegt aber allein bei mir) oder wenn es auf irgenteine weise mich glücklich macht. sei es spass, oder dass ich mich gut unterhalten kann.

Um auf das beispiel mit dem herd zurückzukommen. Ich würde jetzt auch nicht mehr in eine schlucht springen, da ich mir denken kann, dass das nicht gut ausgeht ^^. dazu muss ich nicht erst die erfahrung machen. bei kindern ist das was anderes, ihr interesse soll einfach gestillt werden, ohne konsequenzen vorher durchzudenken.

Aber ich glaube es bringt auch nicht viel darüber zu reden, da es einfach dein glaube ist. selbst wenn es für mich als sinnlos oder nichts positives erscheint, wirst du ja nicht davon los lassen.
Mich würde nur interessieren, wie du auf diese jenseitsidee gekommen bist eranos.
Eranos
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BeitragVerfasst am: 13 Jan 2010 - 13:12:09    Titel:

Erzkind hat folgendes geschrieben:
Und ja, die anderen büßen für mein Chaos. Wenn ich mir im nächsten Leben aussuchen kann, was ich für Erfahrungen machen will, dann ist das Inkonsequenz, Inkonsequenz und noch mal Inkonsequenz.

Ist nicht ganz so: es ist alles ein Riesen-Zusammenspiel, "hinter der Bühne" kennt man sich und macht Riesen-Lebens-Szenarios, weil vieles allein oder im kleinen Rahmen nicht bewerkstelligt werden kann, z.B. ein Krieg. Insofern büsst hier niemand für andere, sondern hat jeder sein Einvernehmen gegeben, um irgendeine Erfahrung zu machen. Auch krieg "spielen" ist irgendwo eine wichtige erfahrung - denk doch mal, wie oft Du in der Kindheit mit anderen gekämpft hast, und wieviel Spass es gemacht hat... Smile
Die Erfahrungen kannst Du Dir aussuchen, aber je mehr Sachen liegen bleiben desto zäher wird die Sache für Dich, Du wirst immer mehr eingeschränkt in der Handlungsfreiheit - ist wie auch hier: wenn Du etwas Böses repetiert tust, musst Du zuerst zahlen, dann wiedergutmachen, denn kommst Du ins Kittchen für eine kurze Zeit, dann für eine längere... bis Du die Lektion gelernt hast.
Zitat:
Es funktioniert auch nicht, wenn man sagt, dass alle Menschen alle Erfahrungen machen sollen. Denn sobald ich z.B. sage, dass ich wissen will wie es ist eine bestimmte andere Person zu sein (z.B. Johnny Depp) stoße ich an die Grenze, dass es diese Person nur ein mal gibt und dass es nur dieser einen Seele möglich ist, diese Person zu sein. Es bleibt also nur, dass bestimmte Erfahrungen gemacht werden sollen, wenn dahinter ein höherer Sinn stecken soll. Dadurch das selektiert wird, ergibt sich, dass nicht jede Erfahrung gemacht werden muss.

Also einen Johnny Depp gibt es nur einmal, aber vielleicht warst Du ein anderer Musiker, der ganz ähnliche Erfahrungen gemacht hat. Es ist auch nicht nötig, ALLE Erfahrungen zu machen, ich denke, es ist nur nötig, dass es ein geschlossenes Ganzes ergibt und Du am Schluss im Reinen mit Dir selbst und mit der Umwelt bist, d.h. die endgültige Lektion der allumfassenden Liebe erfasst hast. Ich Bin der Ich Bin...

Zitat:
...Und auf dem Höhepunkt ihres Glücks ... wird er von nem Auto überfahren. Seine Frau wird totunglücklich, kann den Verlust zeitlebens nicht verkraften und nimmt sich irgendwann das Leben. Wenn nun dieser Mann vor seiner Geburt gesagt hat: Ja, die und die Erfahrungen will ich machen, dann tut er damit zum einen seiner Frau schreckliches an und zum anderen greift in die Erfahrungen die die Frau macht in gewaltiger Weise ein.

Der "Spielverlauf" wird vorher abgemacht, und glaube, mir, solche tiefen negativen Erlebnisse werden nur mit "Partnern" gemacht, mit denen man ein besonders inniges Verhältnis hat, denn "hinter dem Schleier" tut niemand anderem etwas Böses. Also ist auch nur ein sehr nahestendes Wesen bereit, Dir weh zu tun - eben damit Du die betreffende Erfahrung machen darfst. Insofern sind besonders z.B. Scheidungspartner sich sehr nahestende Seelen.

Zitat:
"Du brauchst nicht töten wäre wieder eine Übersetzung mit einem Zeitwort. "Du nicht töten" ist ein Gebot. Ein Gebot ist ein Gebot ist ein Gebot. S. vorheriger Post.

"Du nicht töten" kann auch sein: "Du brauchst nicht töten" - denn Ich , dein Gott, beschütze Dich auf allen Deinen Wegen...
Zitat:
Zitat:
alles ist gut, jede Erfahrung ok, wenn sie zur Liebe führt, zum göttlichen Sein

Ah, wir haben eine Einschränkung. Erfahrungen sind also nur dann gut, wenn sie zur Liebe führen. Naja, schon mal ein Anfang Wink

Ok, Du merkst, ich denke auch in unseren Kategorien von Gut und Böse, aber gemeint ist "wertvoll".
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Zuletzt bearbeitet von Eranos am 13 Jan 2010 - 16:41:27, insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragVerfasst am: 13 Jan 2010 - 14:32:23    Titel:

jufru hat folgendes geschrieben:
Also mein ego hat interesse dran... Mein ego zieht ja vorteile draus, weil er damit wohlmöglich besser frauen aufreissen kann. Und ich weiß auch nicht, wo der sinn darin liegen soll, schmerzhafte erfahrung zu machen.

Schau mal, immer wieder dieselben Erfahrungen zu machen bringt auf Dauer keine wirkliche Befriedigung - nehmen wir Dein Beispiel: Frauen aufreissen. Auch wenn es sich doll anhört: ich glaube, dass ein Mensch, der nur darauf aus ist, so viele Frauen als möglich aufzureissen, hat möglicherweise einen grossen Mangel an Selbstvertrauen, so dass er sich immer wieder selbst beweisen muss, was ihm doch fehlt - wahre Zuneigung. Ein Selbstbetrug letztendlich... Vielleicht hatte er keine richtige Mutter, die sich ihm zugewendet hat, und "bestraft" jetzt alle Frauen, deren er habhaft werden kann (eigentlich sucht er die Liebe, die er nicht bekommen hat, bei den anderen Frauen). D.h. auch, dass er über diesen Mangel an Liebe von aussen einen eigenen Mangel an Selbstliebe aufgebaut hat.
Solange er nicht lernt, sich selbst anzunehmen wird er nie wirkliche Befriedigung haben. Es ist eine schmerzhafte Erfahrung in seinem Inneren, dass es Liebe von aussen nicht gibt, wenn sie innen nicht existiert, d.h. wenn innen statt dem Liebestank nur ein Nachtstopf vorhanden ist... So wird er über diesen Schmerz lernen müssen, sich selbst mehr Aufmerksamkeit zu schenken und langsam den Liebestank aufzubauen...
Zitat:
Mich würde nur interessieren, wie du auf diese jenseitsidee gekommen bist eranos.

Smile Das sind Informationen und Weisheiten, die man über verschiedene geistige Botschaften erfahren kann... - ist nicht auf meinem Mist gewachsen, aber in mir zu einem Puzzle gewachsen... Ich habe mal Theologie studiert und mich mit Glaubenssachen auseinander gesetzt. Habe dort gelernt, kritisch zu denken, und nicht alles anzunehmen, was andere einem vorsetzen. Und wenn man sucht, findet man die Puzzleteile... Smile
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BeitragVerfasst am: 13 Jan 2010 - 19:37:19    Titel:

Zitat:
Ist nicht ganz so: es ist alles ein Riesen-Zusammenspiel, "hinter der Bühne" kennt man sich und macht Riesen-Lebens-Szenarios, weil vieles allein oder im kleinen Rahmen nicht bewerkstelligt werden kann, z.B. ein Krieg. Insofern büsst hier niemand für andere, sondern hat jeder sein Einvernehmen gegeben, um irgendeine Erfahrung zu machen.

Schon klar. Im Himmel ist dann Jahrmarkt und alle planen zusammen die nächste Warparade Wink

Um mal die eigentliche Frage zu stellen: Warum sollte man das was du hier alles erzählst glauben?
Ich komm mir eher vor als würde ich mit einem der gerne Rollenspiele, wie das schwarze Auge, spielt eine fiktive Spielwelt planen und die unlogischen Punkte dieser Spielewelt bearbeiten. Du schmeißt hier mit Prämissen und Behauptungen um dich, von denen eine absurder ist als die andere, dass man das nicht mehr Diskussionsgrundlage nennen kann.
Ich kann mir auch irgendwas diffuses als Hinterbühne des Lebens ausdenken und alles so umdeuten, dass es da rein passt.
Und ich denke um diesen Hintergrund geht es dir und allen die versuchen dem Leben einen Sinn zu zuschreiben. Mit einem Verweis auf sich selbst kann uns das Leben keinen zufrieden stellenden Sinn geben, wir wollen uns nicht nur reproduzieren, wir wollen für etwas höheres gut sein. Du versuchst diesen Sinn aus dem Begriff der Erfahrung zu abstrahieren indem du sagst, dass der Sinn des Lebens darin besteht Erfahrung zu sammeln. Das mit dem Leben vor und nach dem Leben ist dabei natürlich nötig, denn würden Erfahrung mit dem Tod verloren gehen, wären sie auch über das Leben hinaus nicht sinnvoll. Also braucht man einen Rahmen in dem sich die Erfahrung übertragen lässt, was du hier mit deinem Seele-Avatar-Konzept versuchst. Letztlich ist es keine Frage der logischen Beweisbarkeit mehr, denn diese entzieht sich bei deiner Behauptung genauso leichtfertig der Überprüfbarkeit wie Gott oder das fliegende Spaghetti-Monster. Du setzt eine Entität voraus um eine andere Entität zu beweisen. Somit ist deine Theorie nichts anderes als die Theorie, dass das fliegende Spaghetti-Monster die Welt geschaffen hat.
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BeitragVerfasst am: 14 Jan 2010 - 12:59:56    Titel:

Erzkind hat folgendes geschrieben:
Warum sollte man das was du hier alles erzählst glauben?...
Mit einem Verweis auf sich selbst kann uns das Leben keinen zufrieden stellenden Sinn geben, wir wollen uns nicht nur reproduzieren, wir wollen für etwas höheres gut sein. Du versuchst diesen Sinn aus dem Begriff der Erfahrung zu abstrahieren indem du sagst, dass der Sinn des Lebens darin besteht Erfahrung zu sammeln. Das mit dem Leben vor und nach dem Leben ist dabei natürlich nötig, denn würden Erfahrung mit dem Tod verloren gehen, wären sie auch über das Leben hinaus nicht sinnvoll. Also braucht man einen Rahmen in dem sich die Erfahrung übertragen lässt, was du hier mit deinem Seele-Avatar-Konzept versuchst. Letztlich ist es keine Frage der logischen Beweisbarkeit mehr, denn diese entzieht sich bei deiner Behauptung genauso leichtfertig der Überprüfbarkeit wie Gott oder das fliegende Spaghetti-Monster. Du setzt eine Entität voraus um eine andere Entität zu beweisen. Somit ist deine Theorie nichts anderes als die Theorie, dass das fliegende Spaghetti-Monster die Welt geschaffen hat.

Richtig aus Deiner Sicht und mit Deiner Logik. Im Grunde genommen ist für einen Atheisten alles Humbug, oder? Es ist (fast) nichts beweisbar, berührbar - es sind alles nur eigene Erlebnisse, etwa von Medien, die etwas von der Welt hinter dem Vorhang durchgeben/channeln, oder nicht mal das - ein Gefühl im Inneren, das sagt: da kannst Du Vertrauen zu aufbauen, das fühlt sich gut an, das kann dich trösten und Mut geben. Das ist logisch und in Gedanken nachvollziehbar. Oder es ist sogar so "phantastisch" dass man es mit seinem Verstand nicht mal glauben will.
Die Glaubenswelt bleibt ein ganz persönlicher Zugang, wo man sich drauf einlassen kann - und diese Erfahrungen dann macht - oder es abweist. Ich finde, diese eingeschränkte Welt des Beweisbaren ist ziemlich trocken, oder? Je klüger und besser wir werden, desto mehr müssen wir zugeben, dass es da Sachen gibt, die sich unserer Logik einfach entziehen, z.B. dass die Quanten im Weltall miteinander kommunizieren und je nach dem Gedankenfluss des Experimentators das Ergebnis in der Quantenphysik anders ist... wow! Wenn man dies erfasst kann man nur ganz klein werden und bescheiden, oder? Und froh sein, dass man ein Glaubenssystem hat, das diese Sachen erklärt, auch wenn nicht alles logisch nachvollziehbar ist.
Der alte Kirchenglaube, dass nach diesem Leben die Guillotine kommt als Jüngster Tag und abgerechnet wird, um entweder... oder... ist auf Machterhalt ausgelegt, hat aber keine Lebendigkeit in sich und es fehlt die innere Logik, wenn ich Gott = Liebe sehe, aber dann den Jüngsten Tag - es hat sich ja niemand (dieser Theorie nach) das Leben aussuchen können, um dafür verantowrtlich zu sein, und alle werden nach dem gleichen Kamm geschert, oder? Da ist Obiges logisch ud gibt die Antworten, die hier schuldig bleiben...
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BeitragVerfasst am: 15 Jan 2010 - 01:25:51    Titel:

Zitat:
Richtig aus Deiner Sicht und mit Deiner Logik

Meine Sicht, worunter ich Voraussetzungen für die Argumentation verstehe, habe ich so gering wie es mir möglich war gehalten und mich so gut es ging auf einzelne Gegenpositionen zu deinen Prämissen beschränkt, z.B. "Scheiß auf Erfahrung, Hauptsache glücklich" oder dass nicht jede Erfahrung es Wert ist gemacht zu werden.
Dass ein Mensch eine eigene Logik im Rahmen einer Argumentation hat wäre mir neu. Letztlich argumentieren wir doch alle im logischen Rahmen der Sprache. Wer von dieser Logik abweicht wird von anderen nicht verstanden werden. Von daher hab ich nicht mit meiner Logik argumentiert, sondern versucht logische Schlüsse aus den Erkenntnissen zu ziehen. Ich weiß, das klingt alles ganz schön abgehoben; entschuldige bitte diese Eitelkeit Smile

Zitat:
Im Grunde genommen ist für einen Atheisten alles Humbug, oder?

Ich würde sagen für einen A-the-isten ist all das Humbug, was die Existenz eines Gottes voraussetzt. Dazu gehört für mich auch die Unterstellung, dass die Natur (im weitesten Sinne) ein Subjekt habe, sprich: Dass es sowas wie Schicksal, Sinn oder Leben nach dem Tod gäbe. Das macht für mich den Unterschied zwischen zwei nicht bewiesenen oder unbeweisbaren Dingen aus: Die Existenz des Universums ist auch ohne ein Subjekt im Hintergrund denkbar, auch wenn wir nicht wissen, wie es entstanden ist. Dass der Mensch ein Schicksal habe oder das Leben einen höheren (oder tieferen ^^) Sinn setzt voraus, dass ein Subjekt diesen Sinn definiert oder das Schicksal festgelegt hat.
Man muss so ehrlich sein zu sagen, dass für die Frage nach der Entstehung des Universums zuerst das gleiche gilt wie für die Frage nach einem Sinn des Lebens: Nur weil man die Antwort noch nicht gefunden hat, heißt es nicht, dass es sie nicht gibt. Der Unterschied zwischen diesen beiden Fragen ist aber das bereits beschriebene Subjekt.

Zitat:
Es ist (fast) nichts beweisbar, berührbar - es sind alles nur eigene Erlebnisse, etwa von Medien, die etwas von der Welt hinter dem Vorhang durchgeben/channeln, oder nicht mal das - ein Gefühl im Inneren, das sagt: da kannst Du Vertrauen zu aufbauen, das fühlt sich gut an, das kann dich trösten und Mut geben. Das ist logisch und in Gedanken nachvollziehbar. Oder es ist sogar so "phantastisch" dass man es mit seinem Verstand nicht mal glauben will.

Zum Thema Beweisbarkeit gab es kürzlich eine interessante Diskussion im Thread "Ist Gott bewiesen?" Smile
Zum diesem Gefühl im Inneren kann ich sagen, dass ich dieses Gefühl auch kenne aus der Zeit in der ich selbst sehr religiös war. Ich glaube ich kann behaupten, dass ich weiß wovon du sprichst.

Zitat:
Ich finde, diese eingeschränkte Welt des Beweisbaren ist ziemlich trocken, oder?

Kann man denke ich sehen wie man will. Für die Welt die wir versuchen mit unserem Verstand wahrzunehmen und zu verstehen ist es egal wie wir sie sehen.

Zitat:
Je klüger und besser wir werden, desto mehr müssen wir zugeben, dass es da Sachen gibt, die sich unserer Logik einfach entziehen

Lustig, da hab ich mich vor kurzem mit ner Freundin drüber unterhalten. Ich würde eher sagen, dass unser Verstand irgendwo auch seine Grenzen hat. Es ging bei dieser Unterhaltung darum, ob wir überhaupt jemals in der Lage sein werden das Gehirn vollständig zu verstehen, weil es möglicherweise viel zu komplex ist, als dass ein einzelner Mensch (denn verstehen muss es ja jeder für sich, nicht im kolletiv) es mit seinem einzelnen Gehirn jemals vollständig nachvollziehen könnte.
Davon abgesehen gilt wohl auch hier, dass gerade über die Dinge, die sich unserer Logik entziehen keine überprüfbaren Aussagen machen lassen. Wir können nur aufgrund verschiedener Annahmen Vermutungen anstellen.

Zitat:
Und froh sein, dass man ein Glaubenssystem hat, das diese Sachen erklärt, auch wenn nicht alles logisch nachvollziehbar ist.

Wer den Widerspruch findet kriegt ein Eis Wink

Zitat:
es fehlt die innere Logik, wenn ich Gott = Liebe sehe, aber dann den Jüngsten Tag - es hat sich ja niemand (dieser Theorie nach) das Leben aussuchen können, um dafür verantowrtlich zu sein, und alle werden nach dem gleichen Kamm geschert, oder?

aber dann den Jüngsten Tag ......? ...?
Aus diesem Satz allein kann ich jetzt nicht schließen ob du dieser Theorie widersprichst oder zustimmst; von dem was du bisher geschrieben hast würd ich vermuten, dass du widersprichst.
Dass sich niemand sein Leben so ausgesucht hat würde ich auch so sehen. Wir werden einfach zufällig irgendwo auf der Welt geboren und müssen sehen wie wir damit klar kommen. Manche in reichen und wohlhabeden Industrienationen, andere in armen, vom Bürgerkrieg zerrütteten Entwicklungsländern. Manche werden durch diese Umstände besonders sozial (Ich bin reich, also will ich teilen / Ich weiß wie es ist, wenn man hungert, also will ich das bisschen was ich hab mit anderen teilen), manche werden durch die selben Umstände besonders asozial (Ich bin reich und es ist alles meins / Ich hab Hunger, mir egal wie es den anderen geht). Wobei man wenn dann nur einem von diesen vier Typen böse sein könnte, wenn überhaupt. Denn letztlich kann auch dieser eine Asoziale nichts dafür, dass er so ist. Er ist durch die Umstände so geworden und handelt nun nachdem was er für richtig hält. Wir auf der Erde brauchen ein Sanktionssystem um Leute von bestimmten Verhaltensweisen (z.B. anderen zu schaden) abzuhalten. Für Gott ist das doch alles gleich. Ich denke, wenn es einen Gott und einen Himmel gibt, dann werden alle Menschen in den Himmel kommen und nicht nur die 'Guten'. Selbst wenn man sagt, dass die Menschen sehr wohl etwas dafür können, wie sie sind und dafür die volle Verantwortung tragen, wie könnte ein liebender Gott einen Menschen für die Fehler zu Lebzeiten für immer in der Hölle verrotten lassen? Letztlich werden wir alle über einen Kamm geschoren, über den Kamm der Vergebung (poah, was für ne blöde Allegorie, klingt wie ein Ich+Ich Songtext ^^).

LG, A.
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BeitragVerfasst am: 15 Jan 2010 - 12:52:33    Titel:

Erzkind hat folgendes geschrieben:
Dass ein Mensch eine eigene Logik im Rahmen einer Argumentation hat wäre mir neu. Letztlich argumentieren wir doch alle im logischen Rahmen der Sprache. Wer von dieser Logik abweicht wird von anderen nicht verstanden werden.

Sicherlich baut sich jeder von uns seine eigene Logik auf, die vor allem auf den eigenen Erfahrungen beruht, daher haben wir immer wieder auch Meinungsverschiedenheiten, die wir nicht auflösen können (z.B. Existenz Gottes), oder?
Zitat:
Zitat:
Je klüger und besser wir werden, desto mehr müssen wir zugeben, dass es da Sachen gibt, die sich unserer Logik einfach entziehen

Lustig, da hab ich mich vor kurzem mit ner Freundin drüber unterhalten. Ich würde eher sagen, dass unser Verstand irgendwo auch seine Grenzen hat. Es ging bei dieser Unterhaltung darum, ob wir überhaupt jemals in der Lage sein werden das Gehirn vollständig zu verstehen, weil es möglicherweise viel zu komplex ist, als dass ein einzelner Mensch (denn verstehen muss es ja jeder für sich, nicht im kolletiv) es mit seinem einzelnen Gehirn jemals vollständig nachvollziehen könnte.

Bitte mache Dir klar, dass wir unser Gehirn momentan nur zu 10 % effektiv nutzen. D.h. wenn wir auf 25% kommen werden wir ganz andere Zusammenhänge verstehen können, die jetzt völlig nebulös sind... Und unser Augenvermögen ist auch stark eingeschränkt - vielleicht hast Du von diesen sogenannten "Orbs" gehört, die man auf digitalen Kameras sehen, aber mit den Augen nicht wahrnehmen kann. Fazit: dem Unbekannten alle Existenz absprechen ist wohl nicht adäquat... Smile
Zitat:
Dass sich niemand sein Leben so ausgesucht hat würde ich auch so sehen. Wir werden einfach zufällig irgendwo auf der Welt geboren und müssen sehen wie wir damit klar kommen.

Nein, überhaupt nicht. Ich bin der absoluten Überzeugung, dass wir unser Leben selbst ausgesucht haben, dass nichts zufällig geschieht sondern nach eigenen Gesetzmässigkeiten, die wir nicht alle kennen, weil wir in der 3D-Welt einfach zu beschränkt in der Wahrnehmung sind. Doch glaube ich, wir kommen bald (2012...) in die 5D, dann wird sich vieles verbessern... Smile
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BeitragVerfasst am: 15 Jan 2010 - 22:02:46    Titel:

Die Behauptung von manchen ExpertInnen, dass Gehirnforscher schätzten, dass der Durchschnittsmensch nur etwa 10 Prozent der Gesamtkapazität seines Gehirns nutzt, ist Unsinn, denn es gibt keinen ernstzunehmenden Neurowissenschaftler, der das in dieser Form behauptet.

http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEHIRN/GehirnFunktion.shtml
jufru
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BeitragVerfasst am: 16 Jan 2010 - 02:38:20    Titel:

Zitat:
Richtig aus Deiner Sicht und mit Deiner Logik. Im Grunde genommen ist für einen Atheisten alles Humbug, oder?


Man kann diese position auch kritisch sehen. Sich blind nur auf gefühle verlassen, kann einen auch kaput machen (gut bei dir ist es was anderes, wenn man denkt, dass alles vorher schon festgelegt es und alle erfahrung gut ist). Aber aus meiner sicht sind gefühle und emotionen dinge, die blos dem zufall unterliegen. Dass ich gerade zu jemanden total patzig bin, kann zufällig daran liegen, dass mich meine Freundin verlassen hat. Nun stell dir vor, ich lasse mich voll und ganz auf dieses gefühl ein. Außer, dass ich selber aufs maul bekomme, beeinträchtige ich auch mein umfeld negativ. Mir persönlich hilft in solchen moment, wo mir mein gefühl etwas anderes sagt sehr oft, dass ich erstmal drüber nachdenke und nicht spontan handle. Das soll nicht heißen, dass ich nicht spontan bin, aber es muss sich auch in einem gewissen rahmen abspielen. Von daher finde ich es auch wichtig, dass leute lernen rational und kritisch zu denken. Nur leider sind das sehr wenige. Das hängt auch nicht mit dem bildungsgrad zusammen. ein beispiel wären die führungspersönlichkeiten der npd. ich glaube, dass das sehr kluge menschen sind. aber sie lassen sich von ihren irrationalen tendenzen leiten. Ich kann ihre intentionen nicht einsehen, aber ich kann mir vorstellen, dass sie vom gefühl der begierde nach macht geleitet werden.

Aber ich kann dir auch sagen, dass ich als atheist nicht alles erklären muss. Ich höre nu nicht auf zu lieben, musik zu hören, etc. Wenn ich gitarre spiele habe ich manchmal phasen, wo ich einfach garnicht wirklich anwesend bin, wo ich einfach nur eintauche. nur weil ich das nicht erklären kann, heißt es ja nicht, dass in meinem kopfkino nicht vorhanden ist. Es stört mich auch nicht, dass das leben naturwissenschaftlich gesehen vieliecht total unromantisch ist. Die Fähigkeit zu genießen besitze ich ja trotzdem. auch wenn es wohlmöglich nur ein paar hormono oder elektrische signale in meinem gehirn sind.

Nur, wo ich den unterschied zwischen atheisten und theisten sehe, suche ich nicht eine erklärung im metaphysischen raum.
Klar macht man sich über gott und die welt gedanken. Aber für mich macht man es sich nur einfach, wenn man gott überall als notstopfen einsetzt.


Zitat:
Der alte Kirchenglaube, dass nach diesem Leben die Guillotine kommt als Jüngster Tag und abgerechnet wird, um entweder... oder... ist auf Machterhalt ausgelegt, hat aber keine Lebendigkeit in sich und es fehlt die innere Logik, wenn ich Gott = Liebe sehe, aber dann den Jüngsten Tag - es hat sich ja niemand (dieser Theorie nach) das Leben aussuchen können, um dafür verantowrtlich zu sein, und alle werden nach dem gleichen Kamm geschert, oder? Da ist Obiges logisch ud gibt die Antworten, die hier schuldig bleiben...


Also ich verstehe nicht so recht, wie gerade du dir anmaßt darüber zu urteilen. Wenn sie daran glauben wollen, sei es noch so unlogisch und irrational haben einige vieleicht ja auch ihre ganz speziellen gefühle der göttlichen verbundenheit gehabt.
Naja dass es dann instrumentalisiert wird. Das kann man im prinzip mit jeder religion machen.
Für mich als atheist macht dein bild vom jenseits genauso wenig sinn, wie dass der katholiken.

Code:
Sicherlich baut sich jeder von uns seine eigene Logik auf, die vor allem auf den eigenen Erfahrungen beruht, daher haben wir immer wieder auch Meinungsverschiedenheiten, die wir nicht auflösen können (z.B. Existenz Gottes), oder?


Ich glaube, dass man davon ausgeht, dass es für den menschen eine allgemeine logik gibt. wie gesagt, sonst könnten sich die menschen garnicht verständigen. Die meinungsverschiedenheiten entstehen dann eher aus unbegründeten behauptungen, missverständnissen oder einer unstringenten argumentation.
Gerade dein beispiel "gott" passt dann so garnicht da rein. Da das mit gott ja nichts mit der logik zu tun hat. Sondern einfach auf individuelle erlebnisse, die sich nicht auf andere übertragen lassen. Es ist ja nunmal nicht etwas, was sich wie ein experiment wiederholen lässt.
Das andere problem ist vieleicht, dass gläubige gewisse gefühle, die ich ihnen auch ganricht abstreiten will, der göttlichen liebe zuschreiben. Wenn ich dann jetzt sagen würde, ich habe auch dieses gefühl, würde es aber nichts göttliches zuschreiben, sondern nur dem verlangen, dass ich auf toilette muss.
dornbusch
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BeitragVerfasst am: 16 Jan 2010 - 05:17:16    Titel:

Zitat:
Ich glaube, dass man davon ausgeht, dass es für den menschen eine allgemeine logik gibt. wie gesagt, sonst könnten sich die menschen garnicht verständigen. Die meinungsverschiedenheiten entstehen dann eher aus unbegründeten behauptungen, missverständnissen oder einer unstringenten argumentation.
Gerade dein beispiel "gott" passt dann so garnicht da rein. Da das mit gott ja nichts mit der logik zu tun hat. Sondern einfach auf individuelle erlebnisse, die sich nicht auf andere übertragen lassen. Es ist ja nunmal nicht etwas, was sich wie ein experiment wiederholen lässt.


Logik kann zwischen Menschen als "Sprache" dienen bei Themen die Gegenstand logischen Schließens sein können.
Sprache dagegen ist keineswegs logisch und erhebt diesen Anspruch auch gar nicht. Sprache ist geprägt von Bildern und Mustern, die immer mehr als nur eindeutig sind.
Das Beispiel mit dem Tötungsverbot zeigt das ganz gut. (Übrings ist der "Du" in diesem Satz das Volk Israel!)

Gott hat mit Logik tatsächlich ebensowenig zu tun wie mein Erleben. Ich sehe das Problem im Gespräch zwischen Theisten und Atheisten gar nicht mal in mangelnder Logik begründet, sondern eher in der Unfähigkeit des Atheisten, sich in der Glaubenssprache der Theisten auszudrücken.

"Ich verehre Gott als den Schöpfer des Universums" ist ein Bekenntnis, zu dem ein Atheist nichts sinnvolles hinzufügen kann. Deswegen kommt es dann gerne zu so Albernheiten wie dem FSM!.

Gruß Dornbusch
Erzkind
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BeitragVerfasst am: 16 Jan 2010 - 11:47:48    Titel:

Ich würde vermute, dass das mit dem Spaghetti-Monster zuerst nur eine direkte Reaktion auf die Forderung der Intelligent-Design-Bewegung ist, weil die ja zu der als wissenschaftlich anerkannten Evolutionstheorie ihre nicht als wissenschaftlich anerkannte Schöpfungslehre auf den Lehrplan der US-Schulen setzen wollten.
Als beliebte Religionsparodie hat es sich dann verselbständigt, weil es mit genauso einfachen Dogmen argumentiert wie die anderen Weltreligionen um diesen einen Spiegel vorzuhalten und zu sagen: Schaut, das was wir hier haben ist ausgedacht und wenn man die Inhalte wegnimmt findet man die gleichen Formen in Sachen Schöpfung, Jenseits, Beweisbarkeit etc.
Alles was wir hier über Gott diskutiert haben, könnte man genauso auf das FSM beziehen, es tut nur keiner, weil jeder weiß, dass es eine Lüge ist.
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Zuletzt bearbeitet von Erzkind am 17 Jan 2010 - 04:41:11, insgesamt einmal bearbeitet
nAim
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BeitragVerfasst am: 16 Jan 2010 - 12:07:12    Titel:

Der Sinn des Lebens ist doch leicht erklärt. Überleben und Fortpflanzen.

Hier im Westen ist das jetzt allrdings so leicht geworden, dass sie Leute noch irgendeinen Mysteriösen anderen Sinn suchen anstatt einfach ihr Leben zu genießen.
jufru
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Anmeldungsdatum: 05.08.2006
Beiträge: 133

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2010 - 04:29:47    Titel:

Zitat:
Sprache dagegen ist keineswegs logisch


Doch klar muss sprache logisch sein. Sonst würde man immer zusammenhangslosen quatsch von sich geben. Die logik gibt doch den rahmen, wie man die einzelnen begriffe in beziehung zu setzen hat.
Du magst zwar ein anderes bild vieleicht von sprache haben, aber für mich ist sprache ausdruck des denkens und denken unterliegt halt der menschen angeborenen logik.
Du sagst es ja selber, die bilder sind nicht eindeutig. Das liegt aber daran, dass menschen unter den selben wörtern nicht die selben begriffe verstehen.

Zitat:
Ich sehe das Problem im Gespräch zwischen Theisten und Atheisten gar nicht mal in mangelnder Logik begründet, sondern eher in der Unfähigkeit des Atheisten, sich in der Glaubenssprache der Theisten auszudrücken.


Wo ist das problem, die einen sind halt theisten und die anderen atheisten. Was hat ein atheist für ein interesse sich in glaubensfragen auszudrücken. Ich sage, dass ich nicht glaube, füge eine begründung an und dann hat sich die sache erstmal gegessen. Ich bin doch für glaubensfreiheit in einem bestimmten rahmen, aber atheisten und theisten sollten sich vieleicht eher gemeinsame gesprächsthemen suchen. An das weltliche glauben zum glück beide. Von daher sehe ich da auch kein problem ^^.


Zitat:
"Ich verehre Gott als den Schöpfer des Universums"

Warum ist das sinnvoller, als die aussage "ich verehre niemanden als schöpfer des universums"?

Ich versteh einfach das problem einiger theisten nicht, dass man nicht an gott glaubt.
Ich kann natürlich nachvollziehen, dass viele sich von atheisten provoziert fühlen, weil diese ihnen den glauben absprechen wollen.
Es soll doch jeder seinen glauben haben können. Es muss ja garnicht rational erklärbar sein. Wenn man damit glücklich ist.
dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3811

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2010 - 05:24:22    Titel:

Jufru

Sprache ist keineswegs logisch

"es schneit"

"das Mädchen"

sind zwei kleine Beispiele aus der deutschen Sprache. Kannst du das logische Problem da sehen?

Zitat:
Wo ist das problem, die einen sind halt theisten und die anderen atheisten. Was hat ein atheist für ein interesse sich in glaubensfragen auszudrücken. Ich sage, dass ich nicht glaube, füge eine begründung an und dann hat sich die sache erstmal gegessen. Ich bin doch für glaubensfreiheit in einem bestimmten rahmen, aber atheisten und theisten sollten sich vieleicht eher gemeinsame gesprächsthemen suchen. An das weltliche glauben zum glück beide. Von daher sehe ich da auch kein problem ^^.



Das Problem der Atheisten besteht darin, daß sie ständig bei religiösen Themen mitreden wollen, ohne daß sie subtantiell etwas beitragen können.

"An das weltliche glauben zum Glück beide" sagst du. Ich bin mir sicher, daß beide nicht dasselbe glauben.
Und ganz ehrlich, daß du Atheist bist, stört mich kein bisschen.

Was mich stört, sind solche Provokationen:

Zitat:
Das andere problem ist vieleicht, dass gläubige gewisse gefühle, die ich ihnen auch ganricht abstreiten will, der göttlichen liebe zuschreiben. Wenn ich dann jetzt sagen würde, ich habe auch dieses gefühl, würde es aber nichts göttliches zuschreiben, sondern nur dem verlangen, dass ich auf toilette muss.


Oben noch redest du von rational-kritischer Vernunft, und jetzt redest du von deiner Verdauung. Aber du hast dir sicher gehofft, daß du einen Theisten damit provozieren kannst.
Bravo! Du hast es geschafft.

Gruß Dornbusch
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
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BeitragVerfasst am: 17 Jan 2010 - 05:39:03    Titel:

Zitat:
Das Problem der Atheisten besteht darin, daß sie ständig bei religiösen Themen mitreden wollen, ohne daß sie subtantiell etwas beitragen können

Dafür meinen die Theisten sich immer bei Ethik und Politik und sowas einmischen zu müssen Wink
Hach, ich provoziere so gerne, da wird mir immer so blümerant zu mute Smile
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dornbusch
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Anmeldungsdatum: 26.10.2007
Beiträge: 3811

BeitragVerfasst am: 17 Jan 2010 - 06:49:33    Titel:

Very Happy

Provokation angekommen? Ich wünsch dir einen schönen Sonntagmorgen!

Gruß Dornbusch
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 702
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BeitragVerfasst am: 17 Jan 2010 - 12:01:12    Titel:

Danke, den wünsch ich dir auch Smile

Kennste den schon: Warum weigern sich Atheisten Viagra zu nehmen? - Weil sie nicht an die Auferstehung glauben Laughing

LG, A.
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jufru
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Anmeldungsdatum: 05.08.2006
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BeitragVerfasst am: 17 Jan 2010 - 12:57:29    Titel:

Zitat:
Sprache ist keineswegs logisch

"es schneit"

"das Mädchen"


für mich hat der erste satz trotzdem eine logische struktur, sonst würde ich ja nicht verstehen, was du sagen würdest.

"das mädchen" ist kein satz, von daher besitzt es auch keine logische struktur.

Zitat:
Das Problem der Atheisten besteht darin, daß sie ständig bei religiösen Themen mitreden wollen, ohne daß sie subtantiell etwas beitragen können.


Ich gehe mal von aus, dass es dann auch einen bestimmten grund hat. Natürlich rede ich mit theisten über religiöse themen, wenn sie versuchen damit einfluss auf gesellschaftliche strukturen nehmen wollen. Denn das stört mich dann wirklich, wenn mir leute auf grund ihres glaubens bestimmte werte und verhaltensregeln aufdrängen wollen.


Zitat:
Das andere problem ist vieleicht, dass gläubige gewisse gefühle, die ich ihnen auch ganricht abstreiten will, der göttlichen liebe zuschreiben. Wenn ich dann jetzt sagen würde, ich habe auch dieses gefühl, würde es aber nichts göttliches zuschreiben, sondern nur dem verlangen, dass ich auf toilette muss.


Vieleicht kam nicht richtig durch, was ich damit sagen wollte.
Aber mich stört es immens auf dauer, wenn mich atheisten von ihrem glauben überzeugen wollen. und als argument für ihren glauben werden dann gefühle gebracht. Aber das wäre zumindestens für mich kein grund jetzt auf einmal an gott zu glauben. Weil dieses benannte gefühl für mich dann nicht von gott kommt. Aber vieleicht, weil ich auf toilette muss Wink.

Code:
"An das weltliche glauben zum Glück beide" sagst du. Ich bin mir sicher, daß beide nicht dasselbe glauben.
Und ganz ehrlich, daß du Atheist bist, stört mich kein bisschen.

naja der inhalt dieses weltlichen glauben wird sich garantiert unterscheiden, aber dass es dieses weltliche leben gibt, werden die wenigsten bestreiten. von daher ist das auch die gesprächsgrundlage der atheisten und theisten.
Nur reagieren atheisten vieleicht etwas unverständlich, wenn man dann versucht das jenseits mit in diese sphäre zu bringen.
jufru
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BeitragVerfasst am: 17 Jan 2010 - 12:59:08    Titel:

huch das letzte zitat habe ich ausversehen mit der antwort in die code-klammern gesteckt:

Zitat:
"An das weltliche glauben zum Glück beide" sagst du. Ich bin mir sicher, daß beide nicht dasselbe glauben.
Und ganz ehrlich, daß du Atheist bist, stört mich kein bisschen.


naja der inhalt dieses weltlichen glauben wird sich garantiert unterscheiden, aber dass es dieses weltliche leben gibt, werden die wenigsten bestreiten. von daher ist das auch die gesprächsgrundlage der atheisten und theisten.
Nur reagieren atheisten vieleicht etwas unverständlich, wenn man dann versucht das jenseits mit in diese sphäre zu bringen.
dornbusch
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BeitragVerfasst am: 17 Jan 2010 - 20:55:26    Titel:

Hallo Jufru

du kannst jederzeit deine Posts überabeiten. Fehler passieren mir auch. Alles nicht so schlimm!

Zur Sprache.

"Es schneit" kannst du wohl verstehen, denn du hast die Sprache gelernt. Der Logiker könnte sich bei diesem Satz aber überlegen, was diese "Es" sei, das da aktiv "schneit".
Und beim Mädchen stellt sich der Logiker die Frage, warum "es" als Ding genannt wird, obwohl es doch nach vernünftigem Urteil ein weiblicher Mensch ist. "Die" Mädchen wäre angebracht. Aber das Deutsche kennt dann auch noch "der" Mädchen". Logisch?

desweiteren schreibst du:


Zitat:
Natürlich rede ich mit theisten über religiöse themen, wenn sie versuchen damit einfluss auf gesellschaftliche strukturen nehmen wollen. Denn das stört mich dann wirklich, wenn mir leute auf grund ihres glaubens bestimmte werte und verhaltensregeln aufdrängen wollen.



Ich vermute, daß du hierbei an etwas sehr Konkretes denkst. Das würde mich interessieren!

Welche demokratisch und theistisch begründete Gesetzesnorm verpflichtet dich zu einem Verhalten und stört dich damit?

Gruß Dornbusch
Erzkind
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BeitragVerfasst am: 17 Jan 2010 - 21:59:09    Titel:

Zitat:
"Es schneit" kannst du wohl verstehen, denn du hast die Sprache gelernt. Der Logiker könnte sich bei diesem Satz aber überlegen, was diese "Es" sei, das da aktiv "schneit".
Und beim Mädchen stellt sich der Logiker die Frage, warum "es" als Ding genannt wird, obwohl es doch nach vernünftigem Urteil ein weiblicher Mensch ist. "Die" Mädchen wäre angebracht. Aber das Deutsche kennt dann auch noch "der" Mädchen". Logisch?

Der Inhalt der Sprache ist in diesem Fall nicht logisch, das stimmt. Aber ihr Aufbau selber muss logisch sein, sonst würde man es nicht verstehen. Wir haben uns gewissermaßen darauf geeinigt, dass das Wort 'Mädchen' den Artikel 'das' tragen soll, obwohl wir wissen, dass es eigentlich weiblich ist. Der Aufbau den wir damit aber machen ist und bleibt logisch, sonst reden wir Blödsinn. Wenn man sagt: "Das Mädchen spielt mit dem Ball" ist der Artikel das für ein weibliches Kind zwar eigentlich unzutreffend, aber wir haben uns darauf geeinigt trotzdem so zu verfahren. Die Logik dabei ergibt sich nicht aus den Wörtern, sondern aus ihrer Konstellation zueinander. Genauso kann man sagen "Die Buch spielt kochen" - dieser Satz ist dann von seiner Bedeutung her falsch, von der Konstellation der Satzteile jedoch richtig. Das was Eranos hier als eigene Logik bezeichnete ist, dass wir die Semantik der Sprache unterschiedlich mit Bildern ausfüllen (=Wortwahl). Meiner Meinung nach fällt die Auswahl der verwendeten Bilder jedoch unter das, was ich als Sicht bezeichnet hatte (ne, Moment, das war auch Eranos). Die Logik der Satzteilkonstellation halten wir jedoch alle ein, sofern wir wollen, dass man uns versteht.
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jufru
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BeitragVerfasst am: 18 Jan 2010 - 01:15:00    Titel:

Zitat:
Ich vermute, daß du hierbei an etwas sehr Konkretes denkst. Das würde mich interessieren!

Welche demokratisch und theistisch begründete Gesetzesnorm verpflichtet dich zu einem Verhalten und stört dich damit?


Man muss dazu vieleicht auch sagen, dass viele aus meiner familie sehr religiös sind, aber gleichzeitig sehr unkritisch mit ihrem glauben umgehen, sprich: alles was ihnen der geistliche sagt ist wahr.

Ein beispiel betrifft meine mutter. Meine mutter hat sich von meinem vater auf grund von alkoholismus geschieden. das einzige, was die familie väterlicherseits interessierte, dass meine mutter gegen eins der 10 gebote verstoßen hat.

Oder in der klon-thematik. habe ich auch viele sagen hören, dass wir das nicht dürfen, weil wir damit gott spielen.

Bevor mir wieder jemand vorwirrft, dass ich alle gläubigen über einen kamm schere ... das tu ich nicht. mir ist sehr wohl bewusst, dass das nicht alle religiösen leute representiert.

Doch wären das für mich situationen, wo ich anfangen würde zu diskutieren. Denn für mich ist es kei ne begründung etwas zu machen oder nicht zu machen, weil gott xy es gesagt hat. das kann jeder gerne mit sich selber ausmachen.
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BeitragVerfasst am: 18 Jan 2010 - 19:42:01    Titel:

jufru hat folgendes geschrieben:
...Aber aus meiner sicht sind gefühle und emotionen dinge, die blos dem zufall unterliegen. Dass ich gerade zu jemanden total patzig bin, kann zufällig daran liegen, dass mich meine Freundin verlassen hat.

Für mich liegt ein Widerspruch in deinem Gesagten: wenn du patzig bis, weil dich deine Freundin verlassen hat ist das doch ein absoluter kausaler Zusammenhang und kein Zufall, oder? Zufall wäre etwas, was keinen Grund hat,- aber du wirst sowas nicht wirklich finden, denn unsere Wissenschaft ist soweit in der Quantenphysik, dass sie sagen, dass ein Quantum irgendwo im All weiss, was mit einem anderen Quantum im All passiert... alles ist in einem Zusammenhang.
Zitat:
Aber ich kann dir auch sagen, dass ich als atheist nicht alles erklären muss. Ich höre nu nicht auf zu lieben, musik zu hören, etc. Wenn ich gitarre spiele habe ich manchmal phasen, wo ich einfach garnicht wirklich anwesend bin, wo ich einfach nur eintauche.

Das ist etwas sehr Schönes, Du tauchst in eine andere Dimension ein - weisst Du, wir auf der Erde haben nur 2 Sachen, die wir multidimensional wahrnehmen können, das sind Malerei und Musik, d.h. wir können mehr als 3 Farben auf einmal sehen, und können mehr als 3 Töne zugleich hören. Daher sind diese 2 Dinge Sachen, die unseren Geist stark erheben können... Smile.
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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2010 - 03:41:01    Titel:

Zitat:
... absoluter kausaler Zusammenhang

Nein, wohl eher nur ein kausaler Zusammenhang. Absolut passt da nicht so ganz rein.
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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2010 - 04:21:39    Titel:

Hallo Jufru

Zitat:
Ein beispiel betrifft meine mutter. Meine mutter hat sich von meinem vater auf grund von alkoholismus geschieden. das einzige, was die familie väterlicherseits interessierte, dass meine mutter gegen eins der 10 gebote verstoßen hat.


Du kannst deine Mutter beruhigen! Ein solches Gebot gibt es unter den 10 Geboten nicht.

Wenn einer einem derart wahnbehafteten sozialem Gefüge lebt, wie du es da andeutest, dann wird ihm der Weg in den Atheismus nicht helfen. Vielmehr soll der seine Koffer packen und sich eine menschlichere Umgebung suchen.

Gruß Dornbusch
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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2010 - 06:42:36    Titel:

lol ja hör auf den weisen Dornbusch und hinterfrage seine "guten" Absichten bloß nicht. Schließlich möchte er ja nur "helfen"..( ganz "ohne" Eigennutz).. Rolling Eyes
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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2010 - 18:05:55    Titel:

Zitat:
Für mich liegt ein Widerspruch in deinem Gesagten: wenn du patzig bis, weil dich deine Freundin verlassen hat ist das doch ein absoluter kausaler Zusammenhang und kein Zufall, oder? Zufall wäre etwas, was keinen Grund hat,- aber du wirst sowas nicht wirklich finden, denn unsere Wissenschaft ist soweit in der Quantenphysik, dass sie sagen, dass ein Quantum irgendwo im All weiss, was mit einem anderen Quantum im All passiert... alles ist in einem Zusammenhang.


Für mich ist das kein widerspruch. Zufall ist für mich auch nicht mehr als unüberschaubare kausale zusammenhänge. Könnte man alle kauselketten überwachen, gäbe es meiner vorstellung nach kein zufall mehr. doch endet das ja schon relativ schnell in einem chaotischen system.

Zitat:
Du kannst deine Mutter beruhigen! Ein solches Gebot gibt es unter den 10 Geboten nicht.


Ich wollte das gebot des ehebrechens andeuten, was ich es weiß, eins der 10 gebote ist. Und selbst wenn es das nicht wäre, es geht ja ums prinzip, dass sie sagen, dass man eher mit einem alkoholiker zusammenleben sollte, als sich zu scheiden und das aus ihrem glauben ableiten.

Zitat:

Wenn einer einem derart wahnbehafteten sozialem Gefüge lebt, wie du es da andeutest, dann wird ihm der Weg in den Atheismus nicht helfen. Vielmehr soll der seine Koffer packen und sich eine menschlichere Umgebung suchen.


danke für deine weisheiten :-S.
ob es nützt oder nicht, darum geht es ja auch garnicht. ich bin nicht atheist, weil ich da den größten nutzen draus ziehe.
Ich habe lediglich auf anfrage ein beispiel gegeben.
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BeitragVerfasst am: 19 Jan 2010 - 22:29:20    Titel:

Zitat:
Aber aus meiner sicht sind gefühle und emotionen dinge, die blos dem zufall unterliegen. Dass ich gerade zu jemanden total patzig bin, kann zufällig daran liegen, dass mich meine Freundin verlassen hat

Ich würde sagen Zufall entsteht, wenn sich wie hier zwei Systeme "begegnen". Dass man aus Beziehungsgründen zu jemandem patzig ist, ist in der Hinsicht Zufall, das 'Beziehung' und 'andere Leute' (ich nenns einfach mal so) nicht viel (bzw. gar nichts) miteinander zu tun haben und trotzdem sich das eine auf das andere auswirkt; der kausale Zusammenhang also auf das andere System überspringt und diese Person wird sich natürlich fragen, ob das was mit ihr selbst zu tun hat, hat es aber nicht und kann somit als Zufall gesehen werden. Man hat dann zufällig eine patzige Person getroffen. Dass dahinter eine kausale Kette steckt ist schon klar, aber diese Übertragung von 'Beziehung' zu 'andere Leute' ist durch Zufall entstanden, weil es genauso gut hätte sein können, dass es so nicht passiert.

LG, A.
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rina123
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Anmeldungsdatum: 26.04.2011
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BeitragVerfasst am: 26 Apr 2011 - 15:08:20    Titel:

Zu diesem Thread wurde zwar lange nichts mehr geschrieben, aber ich eröffne mal das Thema wieder:
Die Frage nach dem universalen Sinn des Lebens wird für uns Menschen wohl für alle Ewigkeit unergründlich sein. Biologisch gesehen ist es uns wohl allen klar, weshalb wir auf der Erde sind- um die Spezies zu erhalten. Im Religiösen Sinne gibt es einfach zu viele Auslegungen auf den Sinn des Lebens, soll man sich nun eine davon aussuchen, welche einem am meisten zusagt oder ist man eh damit aufgewachsen und erschließt somit den Sinn des Lebens von selbst, weil es einem initiiert worden ist und das ´Glück´ hat, sich keine eigene Lebensphilosophie zu suchen oder neu erstehen zu lassen? Die Religion, wenn man denn nun an eine glaubt, ist dem rationalem (wissenschaftlichem Denken) Menschen doch weit voraus: Es läßt den Menschen nicht mehr nach dem Sinn des Lebens suchen, sondern danach Leben! Somit muss man sich wenigstens kein Kopfzerbrechen machen, ob es ein Leben nach dem Tod nun gibt oder nicht, denn in jeder Religion lebt man in irgendeine Art un Weise weiter. Wären da nicht die ganzen Dogmen (Strafandrohungen usw.) und Zweifel, die aufkommen, wenn man das Ganze aus naturwissenschaftlicher Sicht betrachtet, wäre es wirklich eine große Erleichterung für Körper/Geist und Seele. Denn das wäre dann der Sinn des Lebens, nach den Grundsätzen der Religion zu leben und dafür seinen Lohn zu erhalten.
Nun ist man Atheist/Agnostiker: Am Besten man denkt gar nicht soviel darüber nach und genießt das Leben soweit es einem möglich ist. Dabei sollte man sich von der Gesellschaft nicht zu viel aufdiktieren lassen und versuchen einen eigenen Lebenssinn für sich zu schaffen, um für den Rest des Lebens dafür auszukommen, sei es indem man einen Teil seines Lebens in seinen Nachwuchs hinterlegt und somit auf geistiger und körperlicher Ebene etwas hinterlässt oder ganz einfach die besten Seiten des Lebens versucht zu genießen.
Wenn man nicht die Mittel, ob nun emotional oder materiell, zur Verfügung stellen kann, um mit den Höhen und Tiefen (Leid durch Krankheiten, Tod Angehöriger, Arbeitslosigkeit etc.) zurechtzukommen, warum sollte man demjenigen nicht auch die Möglichkeit einräumen sich das Leben zu nehmen? Wer gibt einem das Recht darüber zu urteilen, ob es rechtens oder feige ist? Gott, ich? Gott hat uns also den freien Willen gegeben, warum gibt es dann soviele Ge-/Verbote in der Bibel? Warum können wir nicht über unser eigenes Leben selbst entscheiden? Wenn Gott so eine Welt erschaffen kann und so ein komplexes Wesen ist, dass wir es nicht einmal erahnen können, warum sollte er dann nicht vergeben/verstehen können, dass ein Mensch aus tiefstem Leid lieber sterben will, als in einer ihm gottverlassenen Welt zu leben? Dafür wird doch Gott sicherlich Verständnis haben, denn der christliche Gott ist zwar hartherzig aber gerecht, oder?
Und ist es für uns Normalsterbliche nicht zu vermessen zu urteieln, ob der Freitod feige ist? Viellicht ist er sogar mutig, da er ja die Konsequenzen daraus kennt: Hölle oder Selbstvernichtung!!! Wenn jemand eine dieser beiden Möglichkeiten auf sich nimmt, muss er auf dieser Welt schon die Hölle kenengelernt haben, da hat er wahrscheinlich auch keine Angst mehr vor der überirdischen Hölle! Twisted Evil
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BeitragVerfasst am: 27 Apr 2011 - 19:01:53    Titel:

@rina123
Code:
...warum sollte man demjenigen nicht auch die Möglichkeit einräumen sich das Leben zu nehmen? Wer gibt einem das Recht darüber zu urteilen, ob es rechtens oder feige ist? Gott, ich? Gott hat uns also den freien Willen gegeben, warum gibt es dann soviele Ge-/Verbote in der Bibel? Warum können wir nicht über unser eigenes Leben selbst entscheiden? Wenn Gott so eine Welt erschaffen kann und so ein komplexes Wesen ist, dass wir es nicht einmal erahnen können, warum sollte er dann nicht vergeben/verstehen können, dass ein Mensch aus tiefstem Leid lieber sterben will, als in einer ihm gottverlassenen Welt zu leben? Dafür wird doch Gott sicherlich Verständnis haben, denn der christliche Gott ist zwar hartherzig aber gerecht, oder?
Jeder Mensch hat das Recht, mit seinem Leben zu tun, was er will. Es kommt nicht darauf an, "gut" zu sein oder böse, sondern - Erfahrungen zu machen und daran zu reifen.
Nicht Gott hat die Ge-/Verbote erlassen, das haben die Menschen getan und falsch übersetzt. Z.B. heisst das Gebot original: "Du - nicht töten". Im Hebräischen ist es anders als im Deutschen, keine solchen Zeitwörter. Nun kannst du einsetzen: Du sollst nicht..., oder Du darfst nicht..., oder auch Du musst nicht töten - den Ich, dein Gott, bin immer mit dir (z.B.).
Religionen sind immer einengend, auch wenn sie das Gegenteil behaupten. Sie lassen die Erfahrung als wichtigsten Bestandteil des Lebens nicht zu, sondern bescheren dir ein "Durchschnittsleben" und gaukeln dir dafür Versprechungen vor, wofür du einiges tun musst...

Wie du sagst: Gott hat uns den freien Willen gegeben, damit wir nicht zu Seinen Marionetten werden. Er vergibt alles und versteht alles, denn Er ist nicht hartherzig und "gerecht" - was für ein strenges Wort, oder? Crying or Very sad sondern nur voller Liebe für uns, Seine Geschöpfe.
Oder bist du "hartherzig und gerecht", wenn dein Kind stolpert und sich verletzt, weil es gerade lernt, zu laufen? Es gibt ja auch Solche, die dann anfangen, zu schimpfen...

Betreff Freitod: eigentlich ist keine Situation in unserem Leben so schlimm, dass wir uns das Leben nehmen müssten. Stell dir vor, dass wir selber uns all diese "Stolpersteine" auf den Lebensweg gelegt haben, damit wir etwas daraus lernen. Wenn wir nun in einer solchen Lernsituation aus dem irdischen Leben wieder aussteigen können wir die Erfahrung nicht machen, die wir eigentlich machen wollten...
Du siehst: eigentlich ist es schade. Oft wartet die Lösung hinter der nächsten Ecke... Smile
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rina123
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Anmeldungsdatum: 26.04.2011
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 27 Apr 2011 - 20:03:58    Titel:

In meinen Worten steckt manchmal auch etwas Sarkasmus drin. Ich bin ein Agnostiker und glaube nicht an Gott, von daher sehe ich die Religionen immer mit Skepsis an. In vielerlei Dingen ist Gott hartherzig, dafür braucht man nur alle monotheistischen Weltreligionen mit ihren Heiligen Büchern anzusehen und bekommt schon eine gewisse Ahnung von dem ´gerechten´ Gott, damit meine ich alle Götter, ob Allah, christlicher Gott etc. Und sogar in den Naturreligionen einiger Urstämme gibt/gab es immer einen mehr oder minder hartherigen Gott. Wenn ich gläubig wäre, hätte ich Angst vor diesem Gott. Möchte eine Gott, dass seine Untertanen, Geschöpfe, die er nach seinem Bildnis erschaffen hat, dass sie sich vor ihm fürchten: Ja, das will er, besser gesagt, die Menschen, die dahinter stehen und diese Weisheiten in Bücher verfasst haben. Denn im Grunde genommen ist jede Religion eine Gesetzesauslegung, für die damaligen Zeiten gewesen, um die Spezies Mensch im Zaum zu halten, um sie in die Zivilisation einzuführen. Irgendwelchen Menschen, und vielleicht haben sie sogar selbst daran geglaubt und es ist alles aus Aberglaube entstanden (Bestes Beispiel für diese Theorie: Der Herr der Fliegen-WillliamGolding), haben diese Schriften verfasst, um den Menschen in ihrer Unvernunft Einhalt zu gebieten und Nächstenliebe einzuimpfen. Um dem einen gewissen Druck geben zu können, haben sie den ´hartherzigen´ Gott erschaffen, denn ohne Konsequenzen (Angsteinflösung vor der Hölle, Verwehrung vor dem Himmelstor), würde es jetzt vielleicht noch wie bei den Neandertalern aussehen. Der Mensch braucht einen Halt, eine Blickrichtung, einen Führer, im irdischen, sowie im überirdischen Leben. Leider haben die Religionen (oder auch die irdischen hierbei diabolischen Führer) aber auch das Gegenteil bewirkt: Hexenverfolgung, Kreuzritter, Kamikaze, islamischer Fundamentalismus. Ob die Religion uns nun Segen oder selbst Hölle auf Erden gebracht hat, ist nochmal eine andere Frage. Ich möchte auch nicht bestreiten, dass es sicherlich auch in vielen Dingen sehr hilfreich und tröstend gewesen ist/immer noch ist.
Ein Suizidgefährdeter wird Dir mit Deinen Argumenten, die Du bezüglich der doch so wunderbaren schönen Seiten im Leben aufstellst, tausend weitere Argumente dagegen schleudern. Alles, was Du auf dieser Welt als schön und lebenswert betrachtest, kann für den Anderen in seiner jeweiligen Lebenssituation die reinste Qual sein. Wenn Du so denkst, hast Du noch nie so gelitten und ich hoffe, das wirst Du auch in Zukunft nicht, dann bist Du wirklich ein glücklicher Mensch, wenn man es aus dieser Art und Weise betrachtet, verliere das nur nicht.
Was die Erfahrung hier auf Erden angeht, kann ich gut und gerne auf den Leidensweg verzichten. Dann möchte ich lieber unerfahren, naiv und optimistisch bleiben, statt zerschlagen, traurig und weise. Möchtest Du erleben wie ein eigenes Kind von Dir stirbt; eine Dich verzehrende Krankheit erleben; Krieg, wo deine Freunde vor Dir wegsterben, zerfetzt in tausend Teile; ausgebeutete Kinder, hungernde, mißhandelte Kinder; zur Prostitition gewungenen Frauen? Sag diesen Frauen, dass es einen Sinn gibt weiterzuleben, die würden sich dann erst recht erschießen. Nein, Nein, dann verzichte ich lieber auch auf die guten Erfahrungen in diesem Leben, wenn ich weiß, dass ich den leidenden auch entgehen kann: All dies unter dem Aspekt, dass ich mir im Überirdischen diese Welt aussuchen könnte, um Erfahrungen zu sammeln. Ich gehe mal davon aus, dass ich es mir nicht ausgesucht habe, auf diese Welt gekommen zu sein, also versuche ich trotzdem noch die guten Seiten für mich herauszunehmen. So Lebensmüde bin ich dann doch nicht, aber ich bin auch noch (und hoffentlich) nie in diesen Extremsituationen gewesen, aber ich kann es trotzdem verstehen, weshalb und dass sich Menschen das Leben nehmen. Vielleicht haben sie wenigstens dort ihren Frieden!!!
feezn
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Anmeldungsdatum: 27.03.2011
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BeitragVerfasst am: 28 Apr 2011 - 00:39:26    Titel:

ignorabel erzeugt perpetuum propoartionalität (flächen volumen dichte verhältnisse) eine desorbierende wechselwirkung die energie erzeugt?

keine ahnung in der frage geht es nur darum ob es ein ende gibt welche besagt das beides oder nichts unendlich ist
New Aaron
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BeitragVerfasst am: 02 Mai 2011 - 11:12:41    Titel: Universell gültiger Sinn

Entgegen anders lautenden Meinungen: das leben hat einen Sinn und der ist für alle Menschen gültig: Vom Sinn des Kosmos
Erzkind
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BeitragVerfasst am: 02 Mai 2011 - 16:01:48    Titel: Re: Universell gültiger Sinn

New Aaron hat folgendes geschrieben:
Entgegen anders lautenden Meinungen: das leben hat einen Sinn und der ist für alle Menschen gültig: Vom Sinn des Kosmos


Ohne auf den Rest des Beitrags weiter eingehen zu wollen, steht da zum Thema Sinn nur was der Sinn des Kosmos sein soll: "Der Sinn des Kosmos war es, den Menschen zu schaffen". Das sagt aber nichts darüber aus, was der Sinn des Menschen ist. Die Argumentation geht nur bis zu dem Punkt wo es den Menschen gibt, aber was sein Sinn ist, wird nicht gesagt.

Und um auf mögliche Antworten voraus zugreifen: Wenn man nun für den Menschen einen Sinn ausmachen könnte, was wäre wiederum der Sinn dieses Sinns? Soll heißen: Sinn ist hinsichtlich seiner Begründung regressiv, denn er bezieht sich immer auf eine nächste Instanz. Entweder gibt es also unendlich viele Instanzen womit die Frage nach dem Sinn nie geklärt werden kann oder (was meiner Meinung entspricht) jeglicher Sinn ist am Ende unbegründet, denn wenn man zu einer letzten Instanz kommt, hat diese keine nächste Instanz auf der sich ihr Sinn begründen kann. Nochmal in kurz: Entweder muss die Frage nach dem Sinn offen bleiben oder es gibt keinen Sinn.

Liebe Grüße,
Alex
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New Aaron
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BeitragVerfasst am: 02 Mai 2011 - 16:17:45    Titel: Re: Universell gültiger Sinn

Erzkind hat folgendes geschrieben:
New Aaron hat folgendes geschrieben:
Entgegen anders lautenden Meinungen: das leben hat einen Sinn und der ist für alle Menschen gültig: Vom Sinn des Kosmos


Ohne auf den Rest des Beitrags weiter eingehen zu wollen, steht da zum Thema Sinn nur was der Sinn des Kosmos sein soll: "Der Sinn des Kosmos war es, den Menschen zu schaffen". Das sagt aber nichts darüber aus, was der Sinn des Menschen ist. Die Argumentation geht nur bis zu dem Punkt wo es den Menschen gibt, aber was sein Sinn ist, wird nicht gesagt.

Nun ja, vielleicht nicht besonders ausführlich.
"Aber die Evolution kann nun nicht, nachdem sich im Menschen Stoff, Geist und Seele differenziert haben, ohne eine bewusste Entscheidung desselben für diese erfolgen. Mit anderen Worten: der Mensch muss seine eigene Evolution in die Hand nehmen.
Wenn wir die Höherentwicklung der Lebewesen betrachten, nämlich ihre Hierarchie, so sehen wir, dass ein Lebewesen um so höher auf der Leiter des Seins steht, je unabhängiger es von seiner Umgebung geworden ist." (...)

(In seiner heutigen Entwicklung ist der Mensch deshalb in eine Sackgasse geraten) .
Die einseitige "Verbesserung" der äußeren Verhältnisse hielt ihn davon ab, sich wirklich weiter zu entwickeln. Primäres Ziel des Menschen müsste es deshalb sein, innere Befriedigung (Glück) durch Loslassen seiner nach außen gerichteten Begierden zu finden. Dieser Weg ist ebenso im Christentum wie im Buddhismus vorgezeichnet."

Quelle
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BeitragVerfasst am: 02 Mai 2011 - 16:33:28    Titel: Re: Universell gültiger Sinn

New Aaron hat folgendes geschrieben:
Erzkind hat folgendes geschrieben:
New Aaron hat folgendes geschrieben:
Entgegen anders lautenden Meinungen: das leben hat einen Sinn und der ist für alle Menschen gültig: Vom Sinn des Kosmos


Ohne auf den Rest des Beitrags weiter eingehen zu wollen, steht da zum Thema Sinn nur was der Sinn des Kosmos sein soll: "Der Sinn des Kosmos war es, den Menschen zu schaffen". Das sagt aber nichts darüber aus, was der Sinn des Menschen ist. Die Argumentation geht nur bis zu dem Punkt wo es den Menschen gibt, aber was sein Sinn ist, wird nicht gesagt.

Nun ja, vielleicht nicht besonders ausführlich.
"Aber die Evolution kann nun nicht, nachdem sich im Menschen Stoff, Geist und Seele differenziert haben, ohne eine bewusste Entscheidung desselben für diese erfolgen. Mit anderen Worten: der Mensch muss seine eigene Evolution in die Hand nehmen.
Wenn wir die Höherentwicklung der Lebewesen betrachten, nämlich ihre Hierarchie, so sehen wir, dass ein Lebewesen um so höher auf der Leiter des Seins steht, je unabhängiger es von seiner Umgebung geworden ist." (...)

(In seiner heutigen Entwicklung ist der Mensch deshalb in eine Sackgasse geraten) .
Die einseitige "Verbesserung" der äußeren Verhältnisse hielt ihn davon ab, sich wirklich weiter zu entwickeln. Primäres Ziel des Menschen müsste es deshalb sein, innere Befriedigung (Glück) durch Loslassen seiner nach außen gerichteten Begierden zu finden. Dieser Weg ist ebenso im Christentum wie im Buddhismus vorgezeichnet."

Quelle


Und nehmen wir an dem wäre so (dass der Sinn des Mnschen ist, dass er seine Evolution selbst in die Hand nimmt bzw. von seiner Umgebung unabhängiger wird), was ist dann der Sinn davon?

Liebe Grüße,
Alex
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New Aaron
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Anmeldungsdatum: 26.01.2008
Beiträge: 78

BeitragVerfasst am: 02 Mai 2011 - 16:39:40    Titel: Re: Universell gültiger Sinn

Erzkind hat folgendes geschrieben:
New Aaron hat folgendes geschrieben:
Erzkind hat folgendes geschrieben:
New Aaron hat folgendes geschrieben:
Entgegen anders lautenden Meinungen: das leben hat einen Sinn und der ist für alle Menschen gültig: Vom Sinn des Kosmos


Ohne auf den Rest des Beitrags weiter eingehen zu wollen, steht da zum Thema Sinn nur was der Sinn des Kosmos sein soll: "Der Sinn des Kosmos war es, den Menschen zu schaffen". Das sagt aber nichts darüber aus, was der Sinn des Menschen ist. Die Argumentation geht nur bis zu dem Punkt wo es den Menschen gibt, aber was sein Sinn ist, wird nicht gesagt.

Nun ja, vielleicht nicht besonders ausführlich.
"Aber die Evolution kann nun nicht, nachdem sich im Menschen Stoff, Geist und Seele differenziert haben, ohne eine bewusste Entscheidung desselben für diese erfolgen. Mit anderen Worten: der Mensch muss seine eigene Evolution in die Hand nehmen.
Wenn wir die Höherentwicklung der Lebewesen betrachten, nämlich ihre Hierarchie, so sehen wir, dass ein Lebewesen um so höher auf der Leiter des Seins steht, je unabhängiger es von seiner Umgebung geworden ist." (...)

(In seiner heutigen Entwicklung ist der Mensch deshalb in eine Sackgasse geraten) .
Die einseitige "Verbesserung" der äußeren Verhältnisse hielt ihn davon ab, sich wirklich weiter zu entwickeln. Primäres Ziel des Menschen müsste es deshalb sein, innere Befriedigung (Glück) durch Loslassen seiner nach außen gerichteten Begierden zu finden. Dieser Weg ist ebenso im Christentum wie im Buddhismus vorgezeichnet."

Quelle


Und nehmen wir an dem wäre so (dass der Sinn des Mnschen ist, dass er seine Evolution selbst in die Hand nimmt bzw. von seiner Umgebung unabhängiger wird), was ist dann der Sinn davon?

Liebe Grüße,
Alex


Erst einmal "muss" man diesem Sinn ganz praktisch nachkommen. Dann erst kann sich der nächste Schritt enthüllen.
Erzkind
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BeitragVerfasst am: 02 Mai 2011 - 18:07:35    Titel: Re: Universell gültiger Sinn

New Aaron hat folgendes geschrieben:

Erst einmal "muss" man diesem Sinn ganz praktisch nachkommen. Dann erst kann sich der nächste Schritt enthüllen.



Zwischen der einen Behauptung
Zitat:
Entgegen anders lautenden Meinungen: das leben hat einen Sinn und der ist für alle Menschen gültig
und der anderen Behauptung, die jegliche Begründung offen lässt, liegt eine ziemlich große argumentative Kluft. Also, finde ich.

Liebe Grüße,
Alex
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BeitragVerfasst am: 13 Mai 2011 - 16:11:56    Titel:

rina123 hat folgendes geschrieben:
Was die Erfahrung hier auf Erden angeht, kann ich gut und gerne auf den Leidensweg verzichten. Dann möchte ich lieber unerfahren, naiv und optimistisch bleiben, statt zerschlagen, traurig und weise. Möchtest Du erleben wie ein eigenes Kind von Dir stirbt; eine Dich verzehrende Krankheit erleben; Krieg, wo deine Freunde vor Dir wegsterben, zerfetzt in tausend Teile; ausgebeutete Kinder, hungernde, mißhandelte Kinder; zur Prostitition gewungenen Frauen? ...
Ich gehe mal davon aus, dass ich es mir nicht ausgesucht habe, auf diese Welt gekommen zu sein, also versuche ich trotzdem noch die guten Seiten für mich herauszunehmen.
Nun ganz praktisch: stell dir vor, dass du , als du zum ersten Mal auf die Erde kamst, dir ein Leben in Sorglosigkeit erwählt hast - du kannst die Erde wie eine riesige Bühne sehen, wo die Menschen gewisse Rollen übernommen haben, um sich in diesen Rollen zu finden und sie weiter zu spielen - und damit Erfahrungen zu machen.
Vielleicht beim zweiten Mal genauso. Aber spätestens danach muss es doch etwas fade geworden sein, immer nur in der Rolle des Gewinners zu leben - die Rolle des Verlierers ist doch viel interessanter von der Erfahrung her, oder?

So wähltest du auch diese Rollen, in allen möglichen Variationen. Mir sagte vor ein paar Tagen, dass ich im Mittelalter mal auch eine Hafenschlampe gewesen sein. Nun, auf den ersten Blick ist das eine traurige, schmerzhafte Rolle, mit vielen Entbehrungen, wenig wirkliche Zuneigung/Liebe, oder? Nun, ich entgegnete, dass ich in DER Rolle bestimmt sehr eindrückliche Erfahrungen gemacht habe, für die ich sonst viele Leben in einem Frauenkörper gebraucht hätte...
Was ist ein Erdenleben im Vergleich zu den Erfahrungen, die man dort machen kann?
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Moscha
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BeitragVerfasst am: 15 Mai 2011 - 18:00:58    Titel:



Zuletzt bearbeitet von Moscha am 01 Feb 2012 - 14:33:06, insgesamt einmal bearbeitet
Eranos
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BeitragVerfasst am: 15 Jun 2011 - 17:37:04    Titel:

@Moscha
Zitat:
Zitat:
Eranos hat folgendes geschrieben:
Weil unsere geistigen Fuehrer "vergessen" haben/wollten, uns aufzuklaeren.
Oder: Weil wir vergessen haben, zu was wir JA gesagt?. Und: Wieso - mehrere - Führer? Geht man davon aus, dass man in mehreren Dimensionen gleichzeitig 'gastiert', wäre dann nicht m-ein Überbewusstsein auch mein einziger Führer? Ich = Computer. Überich = Zentralcomputer?
Wir haben ja eigentlich mehrere Engel als Begleiter, auch Geistführer, die uns näher betreuen. Von uns hängt es ab, ob wir sie in unseren Alltag einbeziehen wollen, denn sie werden sich nie aufdrängen, sie lassen uns den freien Willen, immer.
Diese Engel können durchaus auch Anteile des eigenen Ur-Engels sein, der sich, als er in die Dualität kam, aufgesplittet hat in männliche und weibliche Anteile - also letztlich andere "Ichs", die uns betreuen - so wie auch unser Höheres Selbst es tut.
Zitat:
Oder: Nimmt man auch nur einen einzigen Wunsch mit, wenn man die physische Ebene verlässt, man wird sich erneut in den (Er-)Lebensfluss stürzten, um zu erleben.
So schnell geht es nicht, wir kommen langsam aus der 3D heraus in die 5D, und dürfen noch viele Gedanken haben und auch mitnehmen, wenn wir gehen wollen... Smile Wichtig ist, nicht abhängig zu sein.
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Erzkind
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BeitragVerfasst am: 16 Jun 2011 - 14:16:09    Titel:

Zitat:
Aber spätestens danach muss es doch etwas fade geworden sein, immer nur in der Rolle des Gewinners zu leben - die Rolle des Verlierers ist doch viel interessanter von der Erfahrung her, oder?

Im Bezug auf die Thematik der Behandlung von Tieren wäre das gequälte Tier der Verlierer, dessen transzendente Seele genau diese Erfahrung machen will.

Zitat:
Ich glaube nicht, dass wir bestimmen dürfen, welche Erfahrungen wir andere Wesen machen lassen sollen.

Wann immer ein Mensch mit einem anderen Menschen in irgendeine Form von Interaktion tritt (und sei es, dass man sich einmal kurz über einen Kilometer Entfernung sieht) entsteht eine Wechselwirkung in der beide eine Erfahrung machen (im Fall des Beispiels, dass es noch mindestens einen weiteren Menschen gibt). Es ist also völlig unmöglich zusammen zu leben und dabei nicht auf die Erfahrungen die andere machen irgendeinen Einfluss zu nehmen.
Deiner Logik nach hat nun jedes Lebewesen auf dieser Welt genau die Rolle, die es sich ausgesucht hat. Man kann also davon ausgehen, dass z.B. ein Schwein im Zuchtbetrieb deshalb ein Schwein im Zuchtbetrieb ist, weil die dahinter steckende Seele diese Erfahrung mal der Verlierer zu sein machen wollte. Die Seele ist also damit gewissermaßen einverstanden, dass der Avatar eingesperrt, gemästet, gequält und getötet wird. Gleiches gilt für jegliche "Verlierer" auf der Welt, sei es ein hungerndes Kind in Afrika, eine vergewaltigte Frau, ein zu Tode gehetzter Ausländer, etc. Was ich sagen will ist, dass deine Vorstellung einer (wie auch immer begründeten) Erfahrungssammlung jegliche noch so abartigen Verbrechen vollends legitimieren bzw. sogar dazu auffordern.

Liebe Grüße,
Alex
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es ist alles nicht schlimm, es wird alles noch schlimmer

Wer den Error 500 satt hat, kann sich ja mal auf bildungs-foren.de umsehen. Die Community von uni-protokolle, nur ohne Fehler und ohne Werbung!


Zuletzt bearbeitet von Erzkind am 16 Jun 2011 - 20:57:29, insgesamt einmal bearbeitet
knut hacker
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Anmeldungsdatum: 16.11.2009
Beiträge: 1037
Wohnort: Hölle auf Erden

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2011 - 19:50:40    Titel: Re: Klingelingeling ...

Moscha hat folgendes geschrieben:
Sein und Nichtsein ist dasselbe.

Du sagst es!
Heraklit von Ephesus (545-475 v, Chr.):
ταὐτὸν...εἶναι καὶ μὴ εἶναι
dasselbe...( ist ) Sein und Nichtsein ( A 7; Arist. Metaph.Γ 3. 1005b 23 )
Und speziell:
ταὐτό τ΄ ἔνι ζῶν καὶ τεθνηκὸς
dasselbe ist: lebendig und tot ( Ps.- Plutarch, Cons. ad Apoll. 106 E – DK 22 B 88 )
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Welchen Sinn sollte denn ein Sinn haben?
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