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Skiausrüstung ausgeliehen/im Geschäft bestreitet die Rückgab
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Skiausrüstung ausgeliehen/im Geschäft bestreitet die Rückgab
 
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elshalom
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Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 20:46:12    Titel: Skiausrüstung ausgeliehen/im Geschäft bestreitet die Rückgab

Ich habe folgendes Problem:
Meine 17jährige Tochter war über Silvester in Österreich. Dort hat sie sich am Silvestertag Ski und Schuhe geliehen. Ausleihgebürh 32,00 Euro. Sie stand noch nie vorher auf Skiern und hat nach gut 2/3 Stunden diese wieder zurückgegeben (dachte sie zumindest).
Heute ruft das Skigeschäft aus Österreich an und fragt, ob J....R.... bei uns wohnen würde, was ich auch bejahte. Der Ladenbeseitzer sagte mir dann, dass Ski und Schuhe fehlen würden und er aufgrund der Ausweiskopie, die sie beim Ausleihen wohl obligatorisch machen, er unsere Telefonnummer in Deutschland erfragt hat. Da meine Tochter zu dem Zeitpunkt nicht zu Hause war, habe ich einen Rückruf vereibart. Als meine Tochter wieder zu Hause war, fragte ich sie nach dem Ablauf der Rückgabe und ich dachte, ich fall in Ohnmacht.
Sie ist also zusammen mit ihrem Freund zurück zu dem Geschäft um die Ski abzugeben. Ein, wie sie dachte Mitarbeiter des Geschäfts sprach sie an und fragte sie, ob sie die Ausrüstung zurückgeben wolle. Sie bejahte in dem in dem Glauben, sie übergebe draußen vor dem Geschäft einem Mitarbeiter die Skiausrüstung. Mir ist sofort der Gedanke gekommen, dass sie da jemand ganz fürchterlich gelinkt hat. Wir haben nun diesen Ladenbesitzer angerufen und ihm gesagt, sie hätte die Ausrüstung zurückgegeben. Er wollte die genaue Uhrzeit wissen, da dieses Geschäft wohl videoüberwacht ist.
Ich habe mich ein bisschen schlau gemacht und kann es aber nur auf das deutsche BGB beziehen. Leider bin ich absoluter Laie auf dem Gebiet und komme somit auch nicht recht weiter. Taschengeldparagraf??? noch nicht voll geschäftsfähig???
Kann mir jemand hier im Forum sagen, ob da evtl. noch etwas auf uns zukommt?? Oder mir zumindest einen Rat geben, wie wir uns im Falle einer Rechnung zu verhalten haben??
Für eine schnelle Antwort wäre ich mehr als dankbar. Hoffe sehr, ich finde hier Hilfe -
Danke an alle, die möglicherweise einen Rat für mich haben, die Sache belastet mich sehr. Meine Tochter ist am Boden zerstört.
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1205
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 21:57:24    Titel:

Vermute, daß die sich rechtlich etwas schwieriger einzuordnen ist.

Könnte gut sein, daß auf den Vertrag österreichisches Recht anzwenden ist.
Irgend jemand hier, der sich mit IPR gut auskennt ?


Zuletzt bearbeitet von hani125 am 02 Jan 2007 - 22:09:22, insgesamt einmal bearbeitet
Heini2
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Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 22:01:21    Titel:

Was Geschäftsfähigkeit betrifft, so gelten die Vorschriften des Landes, aus dem die Person kommt.

Deiner 17 Jährigen Tochter ist zwar nicht voll geschäftsfähig, doch ist hier die Wirksamkeit des Geschäftes zu bejahen, wie du schon selbst sagtest, zumindest über den Taschengeld§§.


edit: Eine andere Frage ist, ob deine Tochter ein Verschulden der Unmöglichkeit der Rückgabe trifft. Zumindest trifft den Ladeninhaber eine Pflicht, seinen Geschäftsbreich von solchen Scharlatanen frei zu halten, Mitschuld Ladeninhaber, falls überhaupt Anspruch gegen deine Tochter.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 22:09:27    Titel:

Selbst wenn man ein vertragliches Schuldverhältnis aufgrund fehlender Einwilligung der Eltern verneinen sollte (was ich ebenso wie mein Vorredner allerdings nicht so sehe, auch wenn ich vorliegend noch nicht mal den Taschengeldparagraph bemühen würde), ist dennoch an einen deliktischen Anspruch zu denken. Nach deutschem Recht kommt hier der § 823 Abs. 1 BGB in Betracht, da bezüglich der Abgabe der Skier an einen Nichtberechtigten wohl ein Fahrlässigkeitsvorwurf nicht aus der Welt zu schaffen sein wird.

Aufgrund der zu erwartenden hohen Ersatzforderungen und der Tatsache, dass hier keine Rechtsberatung stattfinden darf, würde ich allerdings den Rat eines ausgebildeten Profis mit Kenntnissen im österreichischen Privatrecht empfehlen. www.frag-einen-anwalt.de bietet eine gute und unkomplizierte Erstberatung.
Heini2
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Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 22:15:02    Titel:

§823 wird nicht zur Anwendung kommen, hier gilt wieder Ö-Recht. Selbst nach deutschem Recht, wäre auch hier eine Mitschuld des Ladeninhabers nach o.g. in Betracht kommen.

Was diese Onlineanwälte betrifft... besuche lieber die Kanzlei deines Vertrauens. Die kannste auch besser bei der Gurgel bekommen, wenn was schief läuft....
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 02 Jan 2007 - 22:30:13    Titel:

Deswegen auch "nach deutschem Recht". Wink Ich schätze mal das wird sich in anderen Rechtsordnungen ähnlich darstellen, § 1295 Abs. 1 ABGB geht in diese Richtung. Das mit der Mitschuld wird wohl schwierig, da die Ausrüstung vor dem Geschäft übergeben wurde. Da werden Vorkehrungen wohl schwierig zu treffen sein; allenfalls eine Hinweispflicht könnte man - da es sich hier angsichts des Alters um unerfahrene Entleiher handelte - annehmen, sofern es sich nicht nur um einen Einzelfall handelte. Wertungs- und Kompromissfrage. Wink
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