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Pflichpraktikum sinnvoll?
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Pflichpraktikum sinnvoll?
 
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Eumeline
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Anmeldungsdatum: 02.04.2006
Beiträge: 117

BeitragVerfasst am: 11 Jan 2007 - 11:53:13    Titel:

Hallo zusammen,

also ich finde die Praktikas nicht schlecht.
Natürlich braucht man auch etwas Glück, damit man eben nicht wie bereits beschrieben eine innige Beziehung zu Kaffeemaschine oder Kopierer aufbaut und ansonsten nichts Nützliches mitnimmt. Ich war im 3. Semester bei einem RA und wurde dort auch schon richtig gut gefordert. Sollte einzelne Mandantengespräche inkl. der kompletten Akte mir in die Form eines SV bringen und sollte die dann bearbeiten wie eine Klausur. Anschließend ging der RA mit mir meine fehlerhafte Lösung durch und hat mir erklärt was ich warum falsch gemacht habe. Das war sehr hilfreich.
Auch war ich bei den Mandantengesprächen und Gerichtsterminen dabei. Mir wurde immer viel erklärt, wenn ich was nicht verstanden hatte.

Deshalb bin ich nun wieder am selben Praktikumsplatz und darf nun hauptsächlich recherchieren. Und gerade kürzlich habe ich meinen ersten Antrag in einer familienrechtlichen Angelegenheit verfasst (natürlich wandert mein Antrag aber nicht zu Gericht, der RA wird wohl einen eigenen verfassen Laughing )

Das Problem mit den kostspieligen Praktika hatte ich auch: Ich wollte zu einer Versicherung und hätte da aber für sechs Wochen entweder nach Köln oder Hamburg gehen müssen. Leider kann ich mir das nicht leisten. Sonst hätte ich das auf jeden Fall gemacht!!!

Deshalb: Wenn der Platz so GUT ist und du dir das leisten kannst: Ab nach München!!!

Liebe Grüße
Eumeline
BostonLegal
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Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 300

BeitragVerfasst am: 11 Jan 2007 - 12:45:44    Titel:

Was ist das denn überhaupt für eine naive Frage, ob die "sinnvoll" sind!?

Natürlich sind sie das! Viele meiner Kommilitonen haben während ihres Studiums zum Teil mehr als 4 Praktika mit einer Gesamtlänge von 6 Monaten absolviert. Und das im Ausland (USA, Australien, Hongkong, EU), bei internationalen Großkanzleien, Bundesministerien, großen Automobilkonzernen etc.

Es gibt im Jurastudium schon genug Praxisferne, da muss man jede erdenkliche Möglichkeit, die sich einem in den Semesterferien bietet, nutzen, um Praktika abzuleisten. Ansonsten hast du nach dem 1. Staatsexamen keine Chance, um im Referendariat an die wirklich interessanten Stagen heranzukommen. Das wird dir jeder Ausbildungsleiter sagen!

Da helfen auch keine Prädikatsexamina, ohne Zusatzqualifikationen und die entsprechenden praktischen Erfahrungen während des Studiums und Refs bist du später aufgeschmissen. Du musst alles dafür tun, um dich von den anderen zu unterscheiden und dich für potentielle Arbeitgeber interessant zu machen.

Und lernen tut man während dieser Praktika ernorm viel, mehr als in jeder BGB-Vorlesung. Praktische Anwaltsarbeit, vor allem mit prozessualem Bezug, ist eine hervorragende Vorbereitung auf diesen Bereich im Staatsexamen!

Die Leute haben Vorstellungen...ts ts ts

Greetz
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 11 Jan 2007 - 13:26:30    Titel:

Wenn du solche Aussagen triffst, dann unterscheide bitte richtig. Für den Anwaltsberuf mögen deine Aussagen stimmen.

Für die Einstellung in den Staatsdienst sind sie definitiv falsch. Dort zählen NUR die Noten im 1. und v.a. 2. Staatsexamen, da helfen dir keine Zusatzqualis (und 6-monatige Praktika in den USA zähle ich nicht mehr unter die Studentenpraktika, um die es hier ging = 13 Wochen, sondern schon unter Zusatzquali)!

Außerdem muss man nicht gleich so arrogant daherkommen... ("Was ist das für eine Frage?" "Ts ts ts...") Rolling Eyes

Es ging hier - wie bereits erwähnt - nicht um großartig tolle insges. 6-monatige Zusatzpraktika in den USA, sondern um die regulären "normalen" Praktika von 13 Wochen. Und an herkömmlichen Stellen, wo man diese ableistet, sind sie - mal abgesehen von einem kleinen Einblick ins Berufsleben - nahezu sinnfrei. Das haben mir merkwürdigerweise sogar Anwälte bestätigt. Sie sind lediglich Zulassungsvoraussetzungen zum 1. Staatsexamen und interessieren später keine Sau mehr.
Und nochmals: Hier ist von den 13-Wöchigen Praktika die Rede, nicht von 6-monatigen Zusatzpraktika, die schon eine Zusatzqulia darstellen.
Asterisque
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Anmeldungsdatum: 03.05.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 11 Jan 2007 - 14:04:23    Titel:

Ich ziehe es auch vor während dem Studium irgendwie die Pflichtpraktika hinter mich zu bringen anstatt mir die tollsten Stellen an Land zu ziehen.
So hab ich meine Praktika am Amtsgericht einer Kleinstadt, bei einer Verbandsgemeindeverwaltung und bei einer Anwaltskanzlei in einer Kleinstadt gemacht.
Gerade in der Kanzlei hab ich was die Anwaltsarbeit angeht aber doch recht viel gelernt. Ich hatte auch mehr oder weniger meine eigenen Mandanten. Cool

Klar, ein Praktikum im Bundestag oder Bundesjustizministerium oder in einer australischen Kanzlei fänd ich auch ganz nett. Aber es ist mir während des Studiums einfach zu kostenaufwändig. Ich gehe nach dem Examen eh ein Jahr nach Australien und werd mich vor Ort dann noch um ein 2-monatiges Praktikum bemühen insofern es die Finanzen zulassen.
Erbsenkopf
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Anmeldungsdatum: 17.07.2006
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 16 Jan 2007 - 20:55:03    Titel:

Hi
bin auch in Köln Very Happy
Auch schon im Lernstress?

Bin allerdings schon im vierten Semester und muss immer noch das Praktikum in der Verwaltung machen! Deswegen...
@Krawallbiene und Marina - Könntet ihr mir irgendwie erzählen, wie ich am besten beim Gericht oder irgendwo in der Verwaltung an einen Praktikumsplatz komme? Sollte ich mich da einfach blind bewerben? Musstet ihr lange warten?

War lange nicht mehr aktiv hier im Forum Confused Ich erinnere mich aber daran dass einige von euch die HA von Prof. Katzenmeier geschrieben haben (letztes Semester)
Shocked

Hoffe bei euch auch erfolgreich!

@Syndikus - Ich würde auch an deiner Stelle versuchen irgendwie die Chance nach München zu gehen nutzen! Viel Spaß

Danke
Very Happy
Krawallbiene
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Anmeldungsdatum: 15.08.2005
Beiträge: 5181

BeitragVerfasst am: 16 Jan 2007 - 21:14:20    Titel:

@ erbsentopg nein ich hab die HA beim katzi nicht gecshrieben sondern im ersten semester bei der steinbeck. Smile

aber zu dem praktikumsplatz...ich habe mich nicht beworben..der bürgermeister isn schuldfreudn von meinem vater gewesen..die haben zwar so kein kontakt mehr aber der kommt bei der tanke wo meine mum arbeitet öfters vorbei und da hat meine mum ( lach - japp ich lasse mich bewerben *lol*) gefragt ob ich da nen praktikum machen könnte.. hat sofort zugesagt. habe mich dann mit ihm und dem Hausanwalt dermich da auch betreuen wird getroffen und in 3 wochen fange ich an...
Erbsenkopf
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Anmeldungsdatum: 17.07.2006
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 16 Jan 2007 - 21:36:34    Titel:

Ach sooo läuft das...
Eine coole mum hast du da Very Happy

Na ja, ich muss mir mal was überlegen. Da ich nicht aus Deutschland komme, habe ich da nicht so die connections hier!
Ich denke aber schon dass ich irgendwo einen Platz finden werde...irgendwie

Ich wünsche dir viel Spaß in der Verwaltung Wink
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 16 Jan 2007 - 21:50:54    Titel:

Praktikumsbewerbungen sind vollkommen unproblematisch und wenn man sich früh genug bewirbt, bekommt man immer einen Platz.

Ich habe nach dem 2. ein Praktikum beim Amtsgericht gemacht, habe mich einige Monate vorher beworben. Das Praktikum war super und ich würde jedem eher Amts- als Landgericht empfehlen, da du beim AG von einzelnen Richtern allein betreut wirst und nicht so eine Massenabfertigung wie beim LG. Ich habe super Einblicke in alle Bereiche bekommen (StR war natürlich am spannendsten).
Andererseits kommt man beim LG ggf. auch in den Knast (als Besucher Cool ), aber ich war auch in der Geschlossenen, wo sie in der Unterbringung sitzen und habe auch eine Anhörung zur Aufrechterhaltung einer U-Haft miterlebt. Von daher ist das gar nicht langweilig beim AG; mal abgesehen von den Verkehrsunfällen Wink . Jeder, der schonmal beim AG war, weiß, was ich meine.
Beim LG bekommt man natürlich in manchen Städten nicht so leicht einen Platz, weil sich da immer verhältnismäßig viele bewerben. Kommt natürlich immer drauf an, wie viele genommen werden.

Jetzt nach dem 3. mache ich ein Praktikum bei der Stadtverwaltung. Mal sehn, wies wird.

Also: Einfach bewerben, mit Anschreiben, Immatrikulationsbescheinigung und Lebenslauf und fertig ist die Kiste.
Erbsenkopf
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Anmeldungsdatum: 17.07.2006
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 16 Jan 2007 - 22:17:31    Titel:

Danke:)

Ich versuchs einfach mal!
Syndicus
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Anmeldungsdatum: 10.01.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2007 - 13:04:52    Titel:

Liebe Kolleginn/en Very Happy , ich danke euch vielmals für eure Antworten, bin echt begeistert hier von dem Forum, 'ne super Sache!
Ich hab mich im Endeffekt für München entschieden, da der dortige Anwalt hauptsächlich Transportrecht macht, was ich evtl. machen möchte. Ein AG-Leiter von mir meinte, dass es ganz gut ist, wenn ich mich irgendwann für eine Promotion auf dem Gebiet des Transportrechts entscheiden sollte und Praktika beim Anwalt für TRansportrecht gemacht habe. Das ist dann von Vorteil, wenn man im Examen nicht grade "voll befridigend" hat, aber ein bestimmtes Profil entwickelt hat, indem man Praktika auf dem Gebiet des Transportrechts gemacht hat. Ich weiß zwar noch nicht genau, was ich später machen möchte, aber ich will mir nicht jetzt schon die Möglichkeit verbauen!
Ich wünsch euch allen VIEL ERFOLG bei euren Klausuren, falls euch welche noch bevorstehen Wink
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