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Verurteilung im Referendariat; Wechsel des Ausbildungsortes
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HenningOl
Gast






BeitragVerfasst am: 02 Dez 2004 - 21:31:57    Titel: Verurteilung im Referendariat; Wechsel des Ausbildungsortes

Tach auch,
habe mehrere Probleme, die den juristischen Vorbereitungsdienst betreffen. Wäre dankbar, wenn mir jemand dazu etwas sagen könnte.
Also habe im Juni 2003 mein Referendariat in NW begonnen. Bin im Dezember 2003 zu 150 TS Geldstrafe verurteilt worden. Wurde daraufhin zum obersten "Chef" zitiert, der mir erklärte, ich könne den Vorbereitungsdienst fortführen. Hatte im Jahre 2004 dann wieder Ärger mit dem Gesetz und habe die Entlassung beantragt, da ich dachte, daß mit der zu erwartenden Verurteilung eh alles gelaufen sein würde. Jetzt im November 2004 habe ich einen Strafbefehl über 40 TS erhalten und ärgere mich, daß ich so schnell die Flinte ins Korn geworfen habe.
Habe mir bereits überlegt, mich erneut in NW zu bewerben, dies ist allerdings
erst in frühestens sechs Monaten möglich. Da ich aus Niedersachsen stamme, stellt sich mir die Frage, ob es vielleicht möglich ist, mich hier zu bewerben und mein Referendariat fortzusetzen?

Weiß jemand Rat?
Mir ist bewußt, daß sich die ganze Geschichte verrückt und unfassbar anhört, ist aber leider die volle Wahrheit.
Vorab schon mal vielen Dank!
Rick
Gast






BeitragVerfasst am: 04 Dez 2004 - 15:46:40    Titel:

Aloha,

also, fangen wir mal von vorn an.

Du hast einmal 150TS und einmal 40TS erhalten - wenn ich mich richtig an das BZRG erinnere, werden erst Geldstrafen ab 180TS in das Führungszeugnis aufgenommen und du darfst dich bisher als "unbestraft" bezeichnen. Dein gräßter Fehler war, dass du selbst deine Entlassung verlangt hast.

I.d.R. fliegst du aus dem Referendariat nicht so schnell raus. Eine Entlassung geschieht mit Sicherheit, wenn du eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr und mehr erhälst. Da heisst, wenn du einen Referendariatsplatz hast, dann ist der im Regelfall sicher (von den genannten Ausnahmen mal abgesehen).

Bei der (Wieder)Einstellung kann das unter Unständen anders aussehen. Mit dem Führungszeugnis kriegst du keine Probleme, allerdings musst du auf den meisten Bewerbungsforumlaren angeben, ob und wo du bereits im Vorbereitungsdienst warst. Hier könnte es zu Problemen kommen, da das Justizministerium in Niedersachsen so mit Sicherheit problemlos rausbekommen kann, warum du in NRW ausgestiegen bist.

Die meisten Bundesländer haben konkrete Bewerbungsfristen und Einstellungstermine für den Vorbereitungsdienst. Au0erhalb dieser läuft eigentlich kaum etwas. D.h., du wirst wahrscheinlich nicht nahtlos in Niedersachsen in den Vorbereitungsdienst kommen. Du kannst natürlich mal telefonisch bei denen anfragen und versuchen, da etwas zu erreichen. Auf dem offiziellen Weg geht da nichts.

Ich würde mich einfach zum nächst möglichen Einstellungstermin bewerben und abwarten, was passiert. Ich hoffe, die drehen dir aus der Geschichte mit den TS nicht gleich einen Strick. Es soll schon Leute gegeben haben, die wg. "vergessenen" BaföG-Angaben große Schwierigkeiten hatten...

Viel Erfolg !
HenningOl
Gast






BeitragVerfasst am: 05 Dez 2004 - 21:01:43    Titel:

Tag Rick,
zunächst schönen Dank für deine Antwort.
Wie gesagt ich ärgere mich auch über meine Kurzschlußhandlung, aber das ist jetzt ja leider nicht mehr zu ändern.
Allerdings habe ich die Entlassung ja nicht direkt wegen meinen Verurteilungen beantragt, sondern eigentlich, um einer Entlassung durch das OLG zuvorzukommen. Habe mir überlegt, dass eine Entlassung auf eigenen Wunsch einen besseren Eindruck macht.
Ich war ja bereits entlassen, als ich zu den 40 TS verurteilt worden bin, habe natürlich keine Ahnung, ob die über die Verurteilung trotzdem noch informiert worden sind.
Ich weiß ja nicht, inwieweit bei einer Bewerbung in Niedersachsen das "Vorleben" des Bewerbers durchleuchtet wird.
Denke aber auch ich werde mich einfach bewerben und sehen was kommt.
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