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Jura studieren um Richter zu werden!
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Jura studieren um Richter zu werden!
 
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DrFaust
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Anmeldungsdatum: 23.01.2007
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2007 - 13:30:56    Titel: Jura studieren um Richter zu werden!

Hallo liebe Forenmitglieder,

für mich stellt sich nun schon seit längerem die Frage, ob ich Jura studieren soll. Ich habe nach dem Abi ne Bankausbildung gemacht, um erstmal einen praktischen Hintergrund zu haben.(und um die Entscheidung herauszuzögern)

Nun ist ja nicht so einfach Jura zu Studieren und wo man hinsieht wird einem davon abgeraten, diesen Weg heute noch zu gehen. So habe auch ich Verwandte und Bekannte die zu 90% sagen, "Um Gottes Willen, nicht Jura, ein Studium in die Arbeitslosigkeit!".

Mein Ziel, quasi der einzige Grund Jura zu studieren, ist, Richter zu werden. Nachdem ich in der Klasse 9 ein Praktikum gemacht habe, hat sich dieser Berufswunsch immer stärker verfestigt.

Ist sowas zu schaffen? Kann man durch Fleiß gut genug sein, um dies zu schaffen??

Oder sollte man lieber jetzt BWL studieren, weil man damit viel mehr "Geld" verdienen kann auch wenn es einem vieleicht nicht gefällt?

Es geht mir bei der Idee ja auch nicht ums Geld...

Ich sehe auch die Rechtswissenschaft selbst, als Studium das irgendwie ein Teil unserer Zivilisation ist. So wie Medizin, die Funktionsweise des Körpers beschreibt, beschreibt die Rechtswissenschaft meines Erachtens nach die Funktionsweise unserer Gesellschaft und ist verankert in jedem einzelnen Bereich unseres Lebens.

Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass das keiner verstehen will...

So genug geschwafelt, was sagt ihr dazu ??
Trip
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Anmeldungsdatum: 07.01.2007
Beiträge: 54
Wohnort: Baden-Würrtemberg

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2007 - 14:07:28    Titel:

Hör nicht auf das Geschwätz der anderen, sondern studier das was dir Spaß macht beziehungsweise was dich interessiert.
Und dasmit dem Thema: Jura- ein Studium in die Arbeitslosigkeit, das würde ich so nicht stehen lassen, denn wer kann sagen was heute in 8-9 Jahren sein wird, denn so lange wirst du in der regel studieren

Und wenn es dein Traum ist Richter zu werden, dann studier Jura und nicht BWL, damit du nicht in 30 JAhren ne Midlife-crisis bekommst Wink
Pandur
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Anmeldungsdatum: 16.03.2006
Beiträge: 849

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2007 - 14:38:12    Titel:

Trip hat folgendes geschrieben:
Hör nicht auf das Geschwätz der anderen, sondern studier das was dir Spaß macht beziehungsweise was dich interessiert.

Das sehe ich grundsätzlich auch so,

ABER nicht wenn als einziger Berufswunsch Richter auf der Liste steht. Wer sich nicht mit dem Anwaltsberuf anfreunden kann, dem rate ich dringend vom Jurastudium ab. Die Realität zeigt leider, dass den Richterwunsch zwar sehr viele Studenten hegen, die Examensergebnisse den meisten davon aber wieder einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen.

http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/92079,0.html

Gruß Pandur
FU
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Anmeldungsdatum: 05.04.2006
Beiträge: 116

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2007 - 14:39:38    Titel:

Mit Fleiß geht (fast) alles - das gilt natürlich auch für Jura. Wenn Dein großer Berufswunsch Richter ist dann studier Jura und leg Dich kräftig ins Zeug. Klar, Sparziergang ist das keiner, aber auch auf keinen Fall unmöglich. Man hats auf alle Fälle zum Großteil selbst in der Hand.

BWL ist übrigens auch kein Spaziergang, und wenn man gelangweilt ist und ein mittelmäßiges BWL-Studium hinlegt ist es die große Frage, ob man später so nen superbezahlten Job kriegt. BWL zu studieren weil man sonst nix weiß (das gilt meiner Meinung nicht nur für BWL sondern für jedes Uni-Studium) ist ein totaler Quatsch. Erstens wird dann das Studium bitter, zweitens wird das danach wahrscheinlich noch viel bitterer...
J.C.Denton
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Anmeldungsdatum: 10.12.2006
Beiträge: 6279

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2007 - 15:27:03    Titel:

Es gibt doch auch Wirtschftsrecht. Das ist mehr für Unternehmen gedacht, um dort die rechtlichen Fragen zu verstehen.
DrFaust
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Anmeldungsdatum: 23.01.2007
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2007 - 18:10:37    Titel:

FU hat folgendes geschrieben:
Mit Fleiß geht (fast) alles -


Fleiß, das ist auch der Weg den ich einschlagen wollte. Naja, bisher hat es immer auf dem Weg funktioniert.

Aber wieviel Stunden in der Woche würdet ihr denn schätzen wären das so?

50 ? 60?

Und ne andere Sache... Ich habe jetzt schon viel gelesen, das man "viel lesen" soll. Das würde auf das Studium vorbereiten etc. Gibt es da noch was, was man tuen kann? Was sollte man lesen?
Sollte man wirklich Autoren wie Thomas Mann vorziehen oder Robert Musil um das Gedächnis zu trainieren??
BostonLegal
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Anmeldungsdatum: 02.01.2007
Beiträge: 300

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2007 - 19:07:24    Titel:

Zitat:
DrFaust hat folgendes geschrieben:

Ich sehe auch die Rechtswissenschaft selbst, als Studium das irgendwie ein Teil unserer Zivilisation ist. So wie Medizin, die Funktionsweise des Körpers beschreibt, beschreibt die Rechtswissenschaft meines Erachtens nach die Funktionsweise unserer Gesellschaft und ist verankert in jedem einzelnen Bereich unseres Lebens.


Mit dieser Ansichtsweise zerstreust du doch schon einen Großteil deiner Selbstzweifel. Niemand kann dir sagen, ob Jura letzten Endes das "richtige Studium" für dich sein wird, aber dein schon jetzt vorhandenes, großes Interesse an Rechtswissenschaft ist eher selten unter Jurastudenten, da diese mit Jura i.d.R. eine Verlegensheitswahl treffen und denken, dass ihnen damit später alle Türen und beruflichen Optionen offenstehen.

Dein Berufswunsch "Richter" ist auch nachvollziehbar. Nur sollte dir klar sein, dass du dafür ein mindestens mit "Vollbefriedigend" abgeschlossenes, sogenanntes Prädikatsexamen wirst vorweisen müssen. In beiden Examen. Das ist nicht unbedingt leicht, aber mit dem notwendigen Eifer auf jeden Fall zu erreichen. Und du sagt ja von dir selbst, dass du ein fleißiger Mensch bist... Smile

BWL aus Gründen angeblich besserer Berufsaussichten zu studieren, halte ich für einen veritablen Fehler. Dein Interesse und deine Neigungen sollten den Ausschlag geben und nicht die fragwürdige Überlegung, ob dein Studium "arbeitsmarkttauglich" ist. Jura ist ein sehr interessantes und facettenreiches Wissenschaftsgebiet und ist alles andere als "trocken", wie das immer wieder - von manch einem Unwissenden - behauptet wird.

Zu deinen Lesegewohnheiten: Mit Thomas Mann wirst du im Jurastudium weniger in Berührung kommen, wenn dann vielleicht mit Dichterjuristen wie Goethe, der selbst Jura studiert hat und gelegentlich in rechtsphilosophischen Grundlagenveranstaltungen oder Exegesen im Hauptstudium behandelt wird. Lies dir lieber einmal ein Buch zur Einführung in die Rechtswissenschaft bzw. zur juristischen Methodenlehre (das wichtigste im ganzen Studium) durch.

Danach kannst du dich dann besser entscheiden. Viel Glück.
FU
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Anmeldungsdatum: 05.04.2006
Beiträge: 116

BeitragVerfasst am: 24 Jan 2007 - 19:10:03    Titel:

Also ich denke der größte Fehler, ein Jurastudium anzugehen, wäre es, sich auf irgendein "Patentrezept" zu stürzen.

"Für 4 Jahre daheim einsperren" und "viel Lesen" sind Dinge die oft genannt werden. Aber so wie ich das erfahren habe und durfte gibt es einfach kein Patentrezept.

Rep oder nicht Rep, Vorlesung oder Eigenstudium, Lehrbuch oder Skripte, Theorie oder Praxis, schnell oder langsam..

Dass sind alles Dinge die jeder für sich rausfinden muss. Ich kann ein ganz anderer Lerntyp sein als der Student neben mir, trotzdem können wir auf dem gleichen Punkteniveau sein.
Andersherum kann jemand 12 Stunden am Tag Lehrbücher lesen ohne effetkiv was daraus mitzunehmen, weils halt nicht seine Art ist. Das fängt ja schon beim Thema "welche Bücher" an. Der eine findets ganz toll wie Maurer schreibt, der andere kann damit gar nichts anfangen und nimmt Degenhardt.

Vieles wird auch denk ich zu heiß gekocht. Wen man seine Art und Weise gefunden hat, Jura einem halbwegs liegt und man bereit ist auch was einzusetzen (Geld für Lehrmittel, Zeit fürs Lernen und/oder Vorlesungen, usw..) dann ist Jura ebenso zu schaffen wie jeder andere Studiengang.

Und wenn man sich dessen von vornherein bewusst ist und von Anfang an dabei ist und am Ball bleibt dann muss man denk ich auch gar nichts vorlernen oder vorarbeiten.

Also wie gesagt: Ratschläge (auch diesen) immer zur Kenntnis nehmen, sich aber nie blenden lassen (weder von der Hemmer-Methode noch von den wehementen Examen-ohne-Rep-Verfechter - die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte) und überlegen was für einen selbst das Beste sein könnte!
Asterisque
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Anmeldungsdatum: 03.05.2006
Beiträge: 576
Wohnort: Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 25 Jan 2007 - 17:27:55    Titel:

Gerade mit einer Ausbildung bei der Bank hat man als Jurist grundsätzlich sehr gute Chancen. Vor allem bei den Insolvenzberatern/verwaltern und in der Wirtschaft.
Wenn man aber tatsächlich den Richterstuhl anstrebt, dann zählt nur das Examen.

Ich hätte auch lieber mal vorher so eine nette Ausbildung gemacht.
Rechtsreferendar
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 391

BeitragVerfasst am: 26 Jan 2007 - 19:32:33    Titel:

warum willst du Richter werden?
Richter - zumindest die Richter an unteren Gerichten - sind Einzelgänger, selbstgefällig ... die sind nicht das, für was man sie hält ...


Zuletzt bearbeitet von Rechtsreferendar am 30 Jan 2007 - 17:22:13, insgesamt einmal bearbeitet
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