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Heizkissen
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Foren-Übersicht -> Chemie-Forum -> Heizkissen
 
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Stahlherz
Gast






BeitragVerfasst am: 05 Dez 2004 - 22:56:53    Titel: Heizkissen

Kennt ihr diese Heizkissen in denen ein Stück Metall in Gel schwimmt und wenn man es knickt wird das Kissen warm? Weiß einer was da genau vor sich geht?
Also ich habe mal nachgeguckt und herausgefunden, dass das Metallstück magnetisch ist! Dieses Gel ist im Normalzustand Flüssig und wird dann Kristallin!

Ach ja und wenn man es in Kochendes Wasser hält wird es wieder weich und ist wiederbenutzbar!
rudola
Gast






BeitragVerfasst am: 21 Dez 2004 - 11:36:35    Titel:

Die Frage stelle ich mir auch immer!
Wieso es warm wird weiß ich ja (Kristallisationswärme), nur was für ein Salz ist das und was genau bewirkt das Metall??? Question
Butzelsche
Newbie
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Newbie


Anmeldungsdatum: 13.12.2004
Beiträge: 42
Wohnort: Fürth

BeitragVerfasst am: 21 Dez 2004 - 18:04:12    Titel:

Das Salz ist irgendeine Verbindung mit Acetat und einem Metall, oder H. Der Versuch die Paste herzustellen lief aber, bei uns heute in Chemie, vollkommen schief. Probierts am besten gar nicht erst aus, ist zwar nicht gefärlich, aber die Verhältnisse stimmen irgendwie nie. Außerdem springt beim Erhitzen das Glas ganz gerne.
Durch das Metall werden Ionen freigesetzt, glaub ich, dadurch wird das Gel kristallin. ich bin mir da nicht so sicher, wäre schön, wenn mich jemand verbessert, wenn es falsch sein sollte.
neos
Junior Member
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Junior Member


Anmeldungsdatum: 15.12.2004
Beiträge: 69
Wohnort: Essen

BeitragVerfasst am: 23 Dez 2004 - 13:21:37    Titel:

Das Zeug bildet einfach mit dem metall ein Salz, welches bei Auskristallisieren Wärme freisetzt!
Pinky
Gast






BeitragVerfasst am: 24 Dez 2004 - 01:37:28    Titel: ICh beschäftige mich zuviel mit Chemie +g+

das habe ich aus nem anderen Forum von paradoxtom. Es geht aber noch ausführlicher http://dc2.uni-bielefeld.de/dc2/tip/01_99.htm


Die Flüssigkeit ist eine Salzlösung aus wenig Wasser und viel Natriumacetat-Trihydrat (etwa 10 Teile Salz auf 1 Teil Wasser). So viel Natriumacetat-Trihydrat lässt sich eigentlich gar nicht in Wasser lösen. Wenn man das Wasser erhitzt, löst sich das Salz jedoch komplett, da sich in heißem Wasser deutlich mehr Salz lösen lässt und außerdem weiteres Wasser aus dem Salz freigesetzt wird. Beim Abkühlen der Flüssigkeit könnte man nun erwarten, dass das überschüssige Salz ausfällt - also immer nur so viel Salz im Wasser gelöst bleibt, wie man auf Grund der Löslichkeit erwarten könnte. Genau das geschieht allerdings nicht. Wenn die Flüssigkeit abkühlt, ist mehr Salz in ihr gelöst als eigentlich möglich ist. Solche Zustände nennt man metastabil: Erst bei Störungen fällt das überschüssige Salz aus; es kristallisiert.
Solch eine Störung erreicht man durch das Knicken des Metallplättchens: Dabei entstehen kleinste Unebenheiten im Metall, an denen die Kristallisation beginnt. Etwas Ähnliches ist Ihnen vielleicht schon mal mit einer Flasche Sprudelwasser oder Sekt passiert: Wenn sie zu lange im Gefrierfach abkühlt, ist der Sprudel zwar noch flüssig, wenn Sie ihn herausholen. Aber nach dem Öffnen sprudelt Kohlenstoffdioxid (CO2) heraus und durch diese Störung beginnt die Flasche von oben nach unten zu vereisen. Dabei steigt die Temperatur von beispielsweise -5°C im unterkühlten Sprudel auf 0°C im Sprudel-Eis.
Mit solch einer unterkühlten Flüssigkeit haben wir es auch bei den Taschenwärmern zu tun. Und auch hier steigt die Temperatur beim Kristallisieren an - und zwar um bis zu 35°C.
Vereinfacht gesagt, handelt es sich bei der abgegeben Wärme um die so genannte Kristallisationswärme (Erstarrungsenthalpie).
Wenn man z.B. 18 Gramm Eis schmelzen will, muss man ihm 6 Kilojoule Wärme zugeben. Genau dieselbe Wärmemenge wird als Kristallisationswärme wieder frei, wenn das Eis gefriert. Ähnlich ist es auch beim Taschenwärmer: Beim Auskristallisieren wird Wärme frei.


Diese Erklärung ist jedoch nur auf den ersten Blick plausibel. Sie erklärt nicht, warum der Taschenwärmer sich so stark erhitzt und so lange heiß bleibt.
Was passiert beim Erhitzen des Taschenwärmers genau? Das Natriumacetat-Trihydrat wird in der Hitze zersetzt: Dabei wird das fest in das Kristallgitter eingebaute Kristallwasser abgegeben und es entsteht zuerst wasserfreies Natriumacetat:



Erhitzt man weiter, löst sich das entstandene Natriumacetat in seinem eigenen Kristallwasser - jedoch nicht vollständig: Damit sich alles lösen kann, ist in den Taschenwärmern noch zusätzliches Wasser enthalten.



Während der "Aufladevorgang" des Wärmekissens aus zwei getrennten Reaktionen besteht, verläuft die Entladung - also die Wärme-Abgabe in einem Schritt:



Dabei gibt es eine Besonderheit, die für die Funktion des Taschenwärmers sehr wichtig ist: Die Kristallisationswärme erhitzt das Kissen so stark, dass die Bildung des Natriumacetat-Trihydrats wieder verhindert wird. Erst wenn sich das Kissen ein wenig abgekühlt hat, kann neues Natriumacetat-Trihydrat entstehen und damit auch neue Wärme, die wiederum zu einer kurzen Pause in der Wärmeabgabe führt. Durch dieses ständige Stop-and-go bleibt der Taschenwärmer besonders lange warm. [url][/url]
neos
Junior Member
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Anmeldungsdatum: 15.12.2004
Beiträge: 69
Wohnort: Essen

BeitragVerfasst am: 24 Dez 2004 - 23:43:14    Titel:

Danke für diese ausführliche und sehr genaue Erklärung. kann mir jetzt sehr gut vorstellen wie das funktioniert
pinky
Gast






BeitragVerfasst am: 25 Dez 2004 - 20:06:38    Titel:

Bitte, aber ich möchte darauf hinweisen, dass ich es nicht selbst geschrieben habe.....es ist von www.tomchemie.de
jjj
Gast






BeitragVerfasst am: 10 Jan 2005 - 15:44:01    Titel: thanx

hey danke, das hilft mir bei den hausaufgaben weiter!!!! Very Happy Very Happy
Gast







BeitragVerfasst am: 20 Jan 2005 - 18:57:07    Titel:

http://www.tomchemie.de/wbb2/thread.php?threadid=133&hilight=Kissen
DanielDuesentriebHD
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Anmeldungsdatum: 20.07.2007
Beiträge: 316
Wohnort: Bei Heidelberg

BeitragVerfasst am: 23 Dez 2007 - 15:00:07    Titel:

Mal nur interessehalber, wie hoch ist eigentlich die spezifische Energie, dieser Lösung (kJ/kG) ?
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