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wie schwer ist das W.Ing-Studium?
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Foren-Übersicht -> Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik -> wie schwer ist das W.Ing-Studium?
 
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gambla
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Anmeldungsdatum: 20.01.2007
Beiträge: 35
Wohnort: binsdorf BW

BeitragVerfasst am: 27 Jan 2007 - 12:11:20    Titel: wie schwer ist das W.Ing-Studium?

hallo zsamma,

also hab vor im sommer mit einem W.ing-studium anzufangen, weil mich das fach schon vom namen hören gefällt und natürlich interessiere mich für diese ökonomisch- technischen zusammenhänge. übrigens die berufsaussichten sehen ja relativ gut aus.

aber ich weiß auch, dass das fach sehr zeitaufwendig ist und stoffvolumen immens sind, deswegen möchte ich mich mal bei euch drüber vorzeitig informieren, damit ich mich da dann nicht total verlaufe.

also die frage ist umfangreich, ich weiß, aber i bitte jedem etwas dazu zuschreiben, was ihr halt wisst, freue mich auf jeden beitrag.

nun wie soll ich mir das studium vorstellen? stichwörter: auswendiglernen/sachlicher verstand? viele lektüre, technische vorkenntnisse, physik anteil usw. Wink
Life begins @40 Knots
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Anmeldungsdatum: 20.12.2006
Beiträge: 99

BeitragVerfasst am: 27 Jan 2007 - 14:09:05    Titel:

Also bei der derzeitigen Schwemme von Wing Einschreibungen würde es mich wundern wenn die Berufsaussichten noch in 5 Jahren so gut sind.
Wing ist nen verkapptes BWL Studium mit 1-2 Semstern Ingvorlesungen mehr nicht zumindest, wenn die Fachrichtung Produktion und Vertrieb usw. heißt. Bei FR Machinenbau siehts dann schon wieder anders aus.
gambla
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Anmeldungsdatum: 20.01.2007
Beiträge: 35
Wohnort: binsdorf BW

BeitragVerfasst am: 27 Jan 2007 - 16:32:52    Titel:

Life begins @40 Knots hat folgendes geschrieben:
Also bei der derzeitigen Schwemme von Wing Einschreibungen würde es mich wundern wenn die Berufsaussichten noch in 5 Jahren so gut sind.


aber wieso denn?
deutsche ingenieure sind und werden doch immer hoch angesehen, würde die situation in 5 etwa anders sein? warum??

außerdem was spricht denn überhaupt dagegen, w.ing zu studieren? man kann ja immernoch in einzelne richtung vertieft gehen wenn man will oder?
namba10
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Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 95
Wohnort: Barcelona, Spanien bzw. bald Karlsruhe

BeitragVerfasst am: 27 Jan 2007 - 19:02:07    Titel: Hey

Erst einmal zur ursprünglichen Frage:

Gedächtnis/Verstand (um es mal elegant zu formulieren): Ich würde sagen 60:40 (zum Vergleich: vom Hören-Sagen her würde ich Diplom-Mathe bei 25:75 einschätzen). In Karlsruhe sind im ersten Semester 6 Fächer bzw. Klausuren zu bestehen:
-Mathe: Meines Erachtens nach relativ einfach (Maschinenbauler haben "Höhere Mathematik", die ich aber ehrlich gesagt auch nicht viel höher einschätze..), aber von vielen anderen gefürchtet und geächtet; das wohl am meisten Verstand verlangende Fach)
-VWL: Nicht allzu komplex; der Stoff in sich wird in der Vorlesung wesentlich schwerer dargestellt, als er in Wirklichkeit ist. Hier kann man es sich aussuchen; entweder verstehen oder WIRKLICH ALLES auswendig lernen
-Rechnungswesen: x-fache Wiederholung desselben Ablaufs; pures Reinstopfen von Konzepten und stereotypisierter Vorgehensweisen
-Informatik: Vielleicht das schwerste Fach; viel Stoff, das wiederum viel Verstand verlangt. Die Klausur jedoch soll angeblich die leichteste sein..Na mal sehn!
-Werkstoffkunde: Auswendiglernen abstrakter element- und material-bezogener Konzepte sowie von physikalischen Formeln, die anschließend auf Grundschulniveau-Aufgaben anzuwenden sind
-Stoffumwandlungen und Bilanzen: Der Chemie ähnlich; Behandlung von Kinetik, Thermodynamik und Mechanik aller möglicher Reaktionen. Relativ komplexe Rechnungen, verlangt deshalb wohl schon etwas Intelligenz (natürlich auch Gedächtnis..)

Persönlich hatte ich ein vom Verstehen her schwierigeres Studium erwartet, und bin in diesem Sinne etwas enttäuscht. Man benötigt keinerlei Vorkenntnisse (viele Sachverhalte der Abiturperiode werden - wenn auch kurz - wieder durchgenommen); Lektüre ist aus meiner Perspektive her einfach unangesagt (ich habe gerade mal 2 Bücher aus der Bibliothek ausgeliehen, geschweige denn welche gekauft; aber auch hier könnte dir ein anderer widersprechen); und der Physik-Anteil ist, zumindest im 1. Semester, überraschend und aus meiner Sicht erfreulich niedrig. Auch von der Quantität her scheint mir nun der Stoff gering; dies mag aber an meinen SEHR hohen Erwartungen vor dem Studium liegen/gelegen haben. Einigermaßen interessant ist es trotzdem..

..aber kommen wir zu den Berufsaussichten zu sprechen. Einen Punkt würde ich gerne herausheben, und das wäre die Wichtigkeit des Studienortes und, vor allem, der Spezialisierungsrichtung. Ich würde WiIngs prinzipiell in 2 Gruppen unterteilen: a) die, die auch wirklich in Technik interessiert sind und auch in einem solchen Bereich arbeiten wollen, und sich des Wirtschaftsteils 1) irgendwann einen Vorteil oder 2) das Sparen eines MBA erhoffen, und b) WiWis, die einfach etwas Technik dazunehmen weil sie es in der Schule auch einigermaßen hinbekommen haben und weil es sie von BWLern distanziert. Jobaussichten von a) und b) sind komplett anders einzuordnen. b) befinden sich im Bereich BWL, und haben vielleicht auf Grund ihrer Technik-Kenntnisse einen kleinen Vorteil (aber wie gesagt; wenn es jeder studiert weiss man auch nicht, was es bringen wird). a) dagegen können vielleicht eine der 18000 freien Ingenieurstellen in Deutschland annehmen und ein schönes Geld verdienen, indem sie durch ihre WiWi-Kenntnisse schnell im Unternehmen aufsteigen. Na ma sehn..

Hoffe des war hilfreich..

MfG
MattB
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Anmeldungsdatum: 22.04.2006
Beiträge: 62

BeitragVerfasst am: 27 Jan 2007 - 19:34:42    Titel:

ich studier im ersten semester wirtschaftsingenieurwesen an der uni-hannover.
kann noch nicht wirklich viel sagen, weil ich eben noch im ersten semester bin, aber das studium ist schon ziemlich zeitaufwendig.
hab mein abi ohne große anstrengungen mit einem sehr guten schnitt gemacht, aber jetzt an der uni muss man schon ackern.

Die fächer, die ich bisher hatte:

technischer bereich:
- technische mechanik I statik und anfang elastostatik
herleitung der formeln teilweise durchaus kompliziert aber nachvollziehbar. am ende muss man die herleitung nicht unbedingt können (ich hab aber den anspruch für mich zu verstehen, warum die formel nun so ist), stattdessen muss man mit den Formeln an Beispielen rechnen können. Wenig Handwerkszeug, aber in der Anwendung durchaus anspruchsvoll. wichtig: vieeele beispielaufgaben rechnen.

- grundlagen der elektrotechnik I
wie ich inzwischen gehört habe, weiß man auch außerhalb hannovers, dass dieses fach hier ein "killerfach" ist. man behandelt netzwerkberechnungen und elektrostatische feldtheorie. teilweise sehr abstrakt, aber machbar. der grund für die hohen durchfallquoten liegt meiner Meinung nach in dem bewertungsverfahren in hannover (es gibt nur richtig oder falsch, d.h. selbst bei einem falschen vorzeichen gibt es 0 punkte auf die ganze aufgabe!). dazu kommt, dass man die klausuren in der vorgesehenen zeit einfach nicht vollständig lösen kann. auch hier muss man viele übungsaufgaben rechnen, um zu bestehen.

- mathematik für ingenieure I
der stoff der vorlesung ist sehr anspruchsvoll, die aufgaben sind auch noch recht anspruchsvoll. viele aufgaben kann man zwar nach schema-x rechnen, wer aber VERSTEHEN will, muss da deutlich mehr machen als noch im Mathe-LK

WIRTSCHAFTSTEIL

- buchführung
ziemlich einfach. einmal das prinzip der buchungssätze verstehen und dann noch wissen, welche aktionen wie gebucht werden... in meinen augen das leichteste fach

- kosten/leistungsrechnung
sehr viele theoretische fachbegriffe. vom professor leider nicht immer gut im zusammenhang dargestellt. aber wenn man das prinzip dann doch versteht ist es von der mathematik einfach machbar.

- wirtschaftsinformatik
da hab ich keinen vergleich, aber mit programmieren hat das fach bei uns fast gar nichts zu tun. mehr damit, wie netzwerke in unternehmen aufgebaut sind, nach welchen vorgehensweisen anwendungssoftware entwickelt und eingeführt wird, etc.


Mein Fazit: Man brauch sowohl Intelligenz, als auch Fleiß um zu bestehen. In der Schule bin ich mit Intelligenz alleine gut durchgekommen, während andere sich auch nur mit Fleiß durchbeißen konnten. Hier im Studium muss brauch man beides.
lollo25
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Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 27 Jan 2007 - 20:30:05    Titel:

Hallo,

ein Freund von mir hat mal einige Semester W.ing studiert und meinte es ist wirklich sau schwer. Nur noch Mathe und Mechanik. Ich bin selbst Mechaniker und hab diese Sache nicht verstanden die er mir mal gezeigt hat. Musst du dir gut überlegen so ein studium, viele brechen irgendwann ab.
MDu
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Anmeldungsdatum: 18.05.2006
Beiträge: 270

BeitragVerfasst am: 27 Jan 2007 - 23:36:35    Titel:

lollo25 hat folgendes geschrieben:
Hallo,

ein Freund von mir hat mal einige Semester W.ing studiert und meinte es ist wirklich sau schwer. Nur noch Mathe und Mechanik. Ich bin selbst Mechaniker und hab diese Sache nicht verstanden die er mir mal gezeigt hat. Musst du dir gut überlegen so ein studium, viele brechen irgendwann ab.
egal ob fake oder nicht...unbedingt lesen

http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/111052,0.html

Very HappyVery HappyVery HappyVery HappyVery HappyVery HappyVery Happy
rotschl
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Anmeldungsdatum: 04.12.2005
Beiträge: 646

BeitragVerfasst am: 28 Jan 2007 - 12:31:17    Titel:

Das Wiing-Studium ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Während es in Karlsruhe in der Tat ein verkapptes BWL-Studium darstellt und die Absolventen danach schwerlich als Ingenieure arbeiten können, hast du an anderen Unis ein sehr hartes Programm, wo du auch Schwerpunkte in der jeweiligen ausgesuchten Ingenieurwissenschaft setzen musst und auch entsprechende vorgeschriebene Ingenieurspraktikas in Unternehmen machen musst, die den gleichen Inhalt haben wie die der Ingenieure.
Natürlich haben die Ingenieure noch zusätzliche Schwerpunkte, was sie etwas flexibler auf dem Ingenieursmarkt macht, jedoch fehlt ihnen dann das betriebswirtschaftliche Wissen.
Jogo
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Anmeldungsdatum: 07.12.2004
Beiträge: 742

BeitragVerfasst am: 28 Jan 2007 - 14:08:35    Titel:

Für diejenigen, die nach dem Wiing in den ingenieurstechnischen Sektor einsteigen wollen, gibt es die Möglichkeit vom Generalisten zum Spezialisten weiter zu studieren. Postgradual in 4 Semestern zum Bauing. usw., wer sich nur geringfügig erweitern möchte, der kann bspw. in kürzerer Zeit den Schweißfaching oder auch nur den Refa-Schein für die Arbeitsvorbereitung nach legen. Sinnvoll sind solche Aktionen wenn man evtl. einen Job als vereidigter Sachverständiger, in der Konstruktion o.ä. anstrebt.

Im Bwl Bereich braucht man bspw. für den Controller als Wiing keine weitergehende Vertiefung, eine Stabsstelle ist da eigentlich immer drin, einfacher wirds, wenn das Diplom noch ein Prädikat aufweist. Bis auf Marketing stimmen die Inhalte des Wiing und Bwl`lers zu 70% über ein. BCG-Matrix oder Ansoff sind marketingtechnisch irrelevant fürn Wiing, dafür gibts ja die anderen ...

gambla hat folgendes geschrieben:
nun wie soll ich mir das studium vorstellen? stichwörter: auswendiglernen/sachlicher verstand? viele lektüre, technische vorkenntnisse, physik anteil usw.


Wenn du dir eine techniklastige Bildungsschmiede aussuchst, dann wird der Ing.teil stärker vertreten sein, fand ich vorteilhafter. Bis zum Vordiplom ist analytisches Denken und Handeln gefragt, Auswendiglernen wird kaum ausreichen, evtl. bei Vwl. Im Hauptstudium wird es ein wenig ruhiger, später entscheidest du mit deiner Schwerpunktwahl den Level, ist interessenabhängig.

namba10 hat folgendes geschrieben:
-Informatik: Vielleicht das schwerste Fach; viel Stoff, das wiederum viel Verstand verlangt. Die Klausur jedoch soll angeblich die leichteste sein..Na mal sehn!


Also richtig fummelig war der CAD/CAM/CAP/CAQ-Teil, Theorie und Praxis Klausuren bis zur Ohnmacht. Da war SAP R3 eigentlich reine Erholung.

Hier scheints ja immer mehr angehende Wiings zu geben Very Happy .
muemmel_0811
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Anmeldungsdatum: 06.06.2006
Beiträge: 266

BeitragVerfasst am: 13 Feb 2007 - 08:42:48    Titel:

Maike83 hat folgendes geschrieben:
ich fang dieses semster w.ing an. sprecht ihr von der uni karlsuhe oder von der fh karlsruhe, wenn ihr sagt, es ist so wirtschaftslastig???

Definitv von der Uni Karlsruhe! Hab hier ein paar Kollegen, die WI an der Uni Karlsruhe studiert haben und glauben, sie wären was besseres im Vgl. zu anderen WIlern, weil Karlsruhe einen angeblich so guten Ruf hat. Was aber wohl noch keiner von denen gemerkt hat, ist, dass sie alle reine BWLer-Jobs haben und dem Ing. in ihrem Titel noch nicht mal ansatzweise gerecht werden. Und mit ihrem Studium aus Karlsruhe auch niemals mehr auch nur ansatzweise in Richtung Technik kommen werden.

Noch mal was zu den Jobaussichten allgemein:
richtig: als WI versteht auch die Industrie erstmal einen Ing mit BWL und nicht einen BWLer mit Mathe und Physik, letzteres ist mittlerweile nämlich als technische BWL studierbar.

falsch: ein WIler wird einem "vollwertigen" Ing. vorgezogen.
Denn ein WIler wird niemals, egal wo er studiert hat, die Tiefe eines normalen Ing.Studiums erreichen.

falsch: Die ach so rosigen Jobaussichten
Ein richtiger WI wird überall dort eingesetzt, wo Wirtschaft und Technik aufeinander prallen. Aber genau das sind die Bereiche, bei denen in schlechten Zeiten als erstes gespart wird.
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