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Gehandelte Waren
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EinstürzendeNeubauten
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Anmeldungsdatum: 29.08.2006
Beiträge: 358

BeitragVerfasst am: 31 Jan 2007 - 22:09:25    Titel: Gehandelte Waren

Hi,

ich habe mal gehört, dass gehandelte Waren alle den selben Preis haben - die Binnenpreise sich aber jedoch eben unterscheiden!

Aber wie kann das denn sein - sagt man nicht immer, man müsse billig anbieten, damit man viele Produkte auf den Weltmärkten einkaufen kann? Ist das nicht gerade das was Händler machen? Billig einkaufen/importieren, und teuer verkaufen?
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
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BeitragVerfasst am: 31 Jan 2007 - 23:41:04    Titel:

Ähm, meinst du damit die Kaufkraftparitätentheorie? (law of one price)

Fragende Grüße
coffeinjunky
EinstürzendeNeubauten
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Anmeldungsdatum: 29.08.2006
Beiträge: 358

BeitragVerfasst am: 02 Feb 2007 - 19:26:41    Titel:

Wenn ich das wüsste^^

Ich habe eben gehört, dass Länder unterschiedliche Binnenpreise haben, aber im Handel seien sie alle gleich (habe ich auch beim Balassa-Samuelson-Theroem so verstanden - d.h. dass die Preise der handelbaren Güter sich nicht unterscheiden).
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 02 Feb 2007 - 23:23:35    Titel:

Ja, wenn du den Wechselkurs mit hinzunimmst, so soll das angeblich so sein. Wir wissen zwar, dass es tendentiell nicht so ist, aber das ist erstmal egal. Es fehlt uns leider an jeglicher guter Theorie die Finanzmärkte mit in die Makromodelle zu integrieren, so dass auf "eher fehlerhafte" Modelle zurück gegriffen werden.

Idee ist folgende: wenn der Kaffee in UK gemessen in Pfund*Wechselkurs billiger wäre, würde ich sofort Unmengen an englischem Kaffee importieren. Dadurch passt sich entweder das inländische Preisniveau, das ausländische Preisniveau oder der Wechselkurs so lange an, bis alles den gleichen Wert hat. Arbitrage ist hier das Stichwort.

Allerdings muss man das nicht unbedingt ernst nehmen. Bei handelbaren homogenen Gütern mit hohem Handelsvolumen kann dies aber eine sehr sinnvolle Annahme sein. Insbesondere bei Gütern, die in den Industrieländern nachgefragt werden.

Beste Grüße
coffeinjunky
EinstürzendeNeubauten
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Anmeldungsdatum: 29.08.2006
Beiträge: 358

BeitragVerfasst am: 02 Feb 2007 - 23:25:55    Titel:

Ah okay - die Annäherung der Preise ist aber dann ein sehr langfristiger Effekt oder?


Wie sieht das hier mit aus?

"Ausgangspunkt von Balassas Überlegungen war die These, dass Entwicklungsländer bei handelbaren Gütern (Tradeables) eine niedrigere Arbeitsproduktivität aufweisen als Industrieländer. Aufgrund des weltweiten Wettbewerbs und der Gültigkeit der Kaufkraftparität unterscheiden sich jedoch die Preise für beide Güter nicht."

Ich verstehe irgendwie nicht den Unterschied zwischen Wechselkurs und Kaufkraftparität - wofür braucht man letzteres?
coffeinjunky
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Anmeldungsdatum: 27.07.2005
Beiträge: 3783
Wohnort: Europa

BeitragVerfasst am: 02 Feb 2007 - 23:34:18    Titel:

Na ja, der Balassa Samuelson-Effekt besagt ja nichts anderes, als dass die steigende Arbeitsproduktivität in Aufhol-Ländern die Löhne in der Branche handelbarer Güter steigen lässt, ohne dass es zu höheren Preisen kommt. Da der Faktor Arbeit aber mobil ist, müssen auch die anderen Branchen nicht handelbarer Güter die Löhne erhöhen, wodurch dort aber wieder die Preise steigen. Folglich gibt es Inflation.

Ein Wechselkurs ist im Grunde das Tauschverhältnis zweier Währungen. Die Kaufkraftparität besagt, wie dieses Tauschverhältnis überall sein soll. Nämlich genau so, dass die Kaufkraft in allen Ländern gleich ist. Man könne, so die Theorie, mit einem Euro überall in der Welt die gleiche Menge an Gütern kaufen.

Das dem nicht so ist, ist aber ein anderes Thema.

Beste Grüße
coffeinjunky
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