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Mythos Jesus und Christentum
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hosenscheisser
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Anmeldungsdatum: 23.01.2006
Beiträge: 259

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2007 - 23:14:00    Titel:

Welche Methode der geschichtlichen Nachweise willst du haben?
Jede Erkenntnis - egal in welcher wissenschaftlichen Disziplin - hängt von der Methode (den Axiomen) ab, die vorausgesetzt wird.

Die neuzeitliche Erkenntnistheorie, ausgehend von Descartes mit der Subjekt-Objekt-Spaltung gibt vor, die Wahrheit über ein Objekt nur erfassen zu können (soweit ich das verstanden habe!) wenn das erkennende Sujekt ausserhalb der Wahrheit steht.
Damit sind persönliche Zeugnisse von "Gläubigen" a priori ausgeschlossen, da diese Zeugen ja von der Wahrheit des Bezeugten ausgehen.
-Andreas-
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Anmeldungsdatum: 05.02.2007
Beiträge: 167
Wohnort: Hamminkeln (NRW)

BeitragVerfasst am: 05 Feb 2007 - 23:47:09    Titel:

ich kann dir ein buch empfehlen zu dem thema:

"und die bibel hat doch recht" von werner keller
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2007 - 07:23:48    Titel:

-Andreas- hat folgendes geschrieben:
ich kann dir ein buch empfehlen zu dem thema:

"und die bibel hat doch recht" von werner keller


Kenne ich.
Das ist absolut relgiös motiviert.
Ich will Analysen von Historikern der ANTIKE ...
oder welche zur Geschichtswissenschaft.

Gruss
M.

P.S.

Ist Artus heiliger Gral nicht weniger oder mehr historisch gesichert?
Und das Gilgamesch-Epos?
Alles ALTE Klamotten - wie das christliche Phänomen?

Lügen und Gerüchte und Legendenbildung war seinerzeit legitim!

Es ist merkwürdig, dass sich unter den Zehn Geboten keine klare Vorschrift gegen das Lügen befindet. Zwar steht dort, man solle "kein falsches Zeugnis gegen seinen Nächsten ablegen", ihn also nicht verleumden, aber gegen die Lüge im weiteren Sinn findet sich auf den zwei Steintafeln, die Moses vom Sinai mitbrachte, kein Wort. (An anderer Stelle - 3. Mose 19,11 - heißt es dann freilich: "Ihr sollt nicht stehlen noch lügen noch betrügerisch handeln einer mit dem anderen.") Dieses Versäumnis ist umso erstaunlicher, als die Lüge die Kraft hat, ganze Gesellschaften zum Einsturz zu bringen; jedenfalls dann, wenn der emeritierte Philosophieprofessor Harry G. Frankfurt Recht hat.

In der überfluteten indonesischen Hauptstadt Jakarta ist die Zahl der Toten und Obdachlosen weiter gestiegen. Bei der schwersten Überschwemmung seit fünf Jahren kamen bis Montag 30 Menschen ums Leben.

Mehr als 340 000 Menschen waren obdachlos.

Es galt weiter der höchste Alarmzustand, da abermals Regenfälle (Sintflut schon wieder?)

Am fünften Tag der Katastrophe stand Jakarta zu etwa 70 Prozent unter Wasser.

Strom- und Wasserversorgung waren vielerorts zusammengebrochen.

Mehr als 12 000 Menschen klagten über Atem-, Haut- und Durchfallerkrankungen.

Da war also wieder die vollkommene Schöpfung nebst Erbsünde.

Und vor allem war einer nicht da: Der Schöpfer selbst!

Trotz Versprechungen und Verheißungen vor 2000 Jahren warten wir bis heute auf seine Rückkehr... und da warten wir noch lange, ungefähr unendlich lange.

>>> Lügen und Mythen haben eben doch "lange" Beine!
Carcharoth
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Anmeldungsdatum: 18.07.2006
Beiträge: 1536

BeitragVerfasst am: 06 Feb 2007 - 12:44:00    Titel:

Multivista: was willst du?

Willst du jetzt Fakten, auf die sich das Christentum als Fundament stützt?
Oder lediglich deine Zweifel am christlichen Glauben artikulieren?

Beides ist vollkommen legitim und nachvollziehbar, sollte aber differenziert werden. Du verwischst hier beides miteinander und ziehst es damit von der historischen (Geschichte-Forum) in eine philosophische (Philosophie-Forum) Ebene. Damit präsentierst du aber gleichzeitig eine verstärkte Angriffsfläche um "zurückzuschlagen"...
asgard
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Anmeldungsdatum: 19.12.2006
Beiträge: 40

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2007 - 12:51:57    Titel:

Kann dir auch ein Buch empfehlen:

Karlheinz Deschner "Und abermals krähte der Hahn"
quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3493

BeitragVerfasst am: 07 Feb 2007 - 19:52:09    Titel:

Multivista hat folgendes geschrieben:
Ich will Analysen von Historikern der ANTIKE ...

Historiker in unserem Sinne gab es in der Antike nur sehr begrenzt. Die Sache mit der Methode ...
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 09 Feb 2007 - 13:33:26    Titel:

Carcharoth hat folgendes geschrieben:
Multivista: was willst du?
Willst du jetzt Fakten, auf die sich das Christentum als Fundament stützt?


Ja!
Und zwar solche Fakten oder ZEUGBISSE, die einer
"Historischen Wissenschaft" genügen.

Und die Widersprüche verifizieren oder falsifizieren... Beispiel:

Wer war römischer Statthalter bei Jesus` Geburt?
Es war Cyrenius oder Publius Sulpicius Quirinius.
Die von Kaiser Augustus angeordnete Volkszählung wurde also von
Cyrenius durchgeführt

Nein, nicht Herodes war also zu dieser Zeit der Statthalter.

Herodes war bis zum Jahr 4 vor Christus König von Judäa.

Das zdf brachte mal eine entspr. "Dokumentation" dazu und d"Die Zeit"
schrieb:

"Dennoch wird Herodes im Matthäus-Evangelium der Kindermord von
Bethlehem zugeschrieben. Demnach ließ Herodes alle Knaben unter zwei
Jahren töten, nachdem Sterndeuter aus dem Morgenland ihm prophezeit
hatten, dass mit Jesus der neue König der Juden geboren wurde. Auf
diese Weise wollte Herodes die unliebsame Konkurrenz aus dem Weg
schaffen. In den historischen Quellen wird der Bethlehemitische
Kindermord jedoch nicht erwähnt. Vermutlich handelt es sich daher um
eine Legende"

Ich weiss aber nicht, ob es sich auch so verhalten könnte:

Jesus wurde doch nicht im (fiktiven) Jahr 0 geboren, sondern im Jahre 7
vor Chr. (?)....

Also dann wäre Herodes doch Statthalter zur Zeit Jesu Geburt gewesen.

Oder muss man dann -wenn Prämisse ist, dass Jesu 7 vor Chr. geboren
wurde, satt im Jahre "0" - a u c h Herodes zurückdatieren?
Auf 11 Jahre vor Chr.?

Wenn nicht, dann wäre Herodes ja also zu Geburt Jesu immerhin am Leben gewesen, wobei der Kindermord mal hier historich zweitrangig sein soll.
Fourstringer
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Anmeldungsdatum: 12.02.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 12 Feb 2007 - 19:48:19    Titel:

Nicht so einfach was Du da wissen willst alles.

Ich hab da mal ne Hausarbeit drüber gemacht, die war 2.0, nicht super aber annehmbar.

Die Angaben des Geburtsjahres schwanken, sicher dürfte allerdings sein dass es nicht "0" war. Erwähnt wird Jesus in der Antike nur sehr selten, bei Josephus Flavius zum Beispiel:

„Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann, wenn man ihn überhaupt einen Menschen nennen darf. Er war nämlich der Vollbringer ganz unglaublicher Taten und der Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen. So zog er viele Juden und auch Heiden an sich. Er war Christus. Und obgleich ihn Pilatus auf Betreiben der Vornehmsten unseres Volkes zum Kreuzestod verurteilte, wurden doch seine früheren Anhänger ihm nicht untreu. Denn er erschien ihnen am dritten Tage wieder lebend, wie gottgesandte Propheten dies mit tausend anderen wunderbaren Dingen von ihm vorherverkündet hatten. Und noch bis auf den heutigen Tag besteht das Volk der Christen, die sich nach ihm nennen, fort.

Allerdings sind in dem Text Einschübe früher Christen, such einfach mal den Text im Netz, da findet sich sicher eine Version in der die ganzen Zusätze rausgefischt sind, kann man aber auch eigentlich selber lesen....

Und: suche nach den sog. "apokryphen" Quellen, das sind außerkanonische christliche Texte.

Ansonsten hatte J. noch nen Bruder, der ist glaub ich gesteinigt worden. Und es gilt nahezu als erwiesen, dass er nicht in Bethlehem geboren wurde, viel wahrscheinlicher ist Nazareth, die "Volkszählung" war einfach nur ein Rechenfehler eines Mönchs im 5. Jh., dem das grad gut passte...

Schau Dir den mal an:
Frank, K.S., Lehrbuch der Geschichte der alten Kirche, 3. Auflage, Paderborn

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Carcharoth
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Anmeldungsdatum: 18.07.2006
Beiträge: 1536

BeitragVerfasst am: 12 Feb 2007 - 19:59:34    Titel:

Ähm... wenn du die Bibel, bzw. das jeweilige Buch gelesen hättest, könntest du dort lesen, dass die Bibel Quirinius ganz explizit als Statthalter erwähnt. Die Sekundärquelle aus der du deine Information beziehst, bezieht sich scheints also auf - die Bibel Smile

Herodes wird zu keiner Zeit als Statthalter bezeichnet. Er war von den Römern als "König von Judäa" eingesetzt worden, um die aufwieglerischen Juden und die zelotischen Bewegungen zu besänftigen. Ein frühes Beispiel von Appeasementpolitik also.

Dass Jesus nicht im Jahre 0 geboren wurde, sondern 4 oder 7 Jahre davor, solltest du eigentlich schon im Religionsunterricht gelernt haben - wenn nicht, dann lernst du es jetzt: Jesus wurde wahrscheinlich 4-7 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung geboren, da ein mittelalterlicher Mönch den Fehler machte, unseren heutigen, gregorianischen Kalender auf die vorgregorianische Zeitrechnung zu übertragen.
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 28 Jan 2009 - 16:26:08    Titel:

Historisch interessant sind solche Dinge allemal. De4nn sie zeigen, zu was Geschichtenerzähler fähig sind: Legenden haben, wie man weiß, ein langes Leben.

http://www.welt.de/kultur/article3100214/Uebersetzungsfehler-machte-Maria-zur-Jungfrau.html
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