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kann mir einer helfen?(Strafrecht)
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bike20
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Anmeldungsdatum: 07.08.2006
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2007 - 23:31:42    Titel: kann mir einer helfen?(Strafrecht)

Die ehemalige Magd A und der frühere Dienstherr, der Bauer X, leben in einer unglücklichen Beziehung. Als die Lage für A unerträglich wird, beschließt A aus Angst und Verzweiflung, X zu töten. Sie holt den Jagdrevolver des X und geht mit erhobener Waffe auf X zu. X sagt nur: „Du bist doch zu feige, um zu schießen.“ Daraufhin drückt A ab, X bricht schwer verletzt zusammen und liegt anscheinend leblos auf dem Boden. In der Überzeugung, X getötet zu haben, schleppt A – wie von vornherein geplant – die vermeintliche Leiche zum Getreidesilo und lässt sie dort hineingleiten. X verstirbt durch Ersticken.
Tatbestandsmäßiges Verhalten der A ? (Zu prüfen sind nur §§ 212, 222.)

liegt hier ein irrtum über den kausalverlauf vor und prüfe 212 zuende oder sollte ich hier fahrlässigkeit prüfen aber irgendwo komme ich mit der objetkiven sorgfaltsplichtverletzung nicht so ganz klar?

mfg schon mal danke für eiure hilfe
jones49
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Anmeldungsdatum: 04.06.2006
Beiträge: 373

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2007 - 10:35:19    Titel:

Hey, das ist ein absoluter Klassiker. Schau am besten mal in ein Strafrecht AT Fallbuch. Ich glaub im Beulke I ist der drin (Fall 1).

Hier handelt es sich um ein zweiaktiges Delikt, bei dem der Täter glaubt, den erfolg schon durch den ersten Akt herbeigeführt zu haben, er jedoch erst durch den zweiten Akt eintritt.

Die Lösung ist natürlich umstritten. Probleme ergeben sich insoweit in der Zurechnung und im STB des Zweitaktes. Die Zurechnung ist nach hM zu bejahen, im Stb werden verschiedene Ansätze vertreten.

Dolus generalis---> Vorsatz wird auch auf den Zweitakt erstreckt.
Selbständige Delikte--->Versuch im ersten und Fahrlässigkeitsdelikt im zweiten Akt

Irrtum über Kausalverlauf--->i.E. vorsätzliche Tötung (+)

hoffe ich konnt dir auf die schnelle bisschen helfen
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2007 - 11:00:23    Titel:

Ja, das ist die Jauchegruben-Konstellation. Wird in jedem einigermaßen brauchbaren Lehrbuch ausführlich auseinandergenommen.

Weiteres Problem ist m.E. Heimtücke des Mordes. X könnte arglos sein, weil er sich trotz des offen feindseligen Verhaltens von A keines Angriffes auf seine Person versieht - er glaubt offensichtlich daran, dass seine Gefährtin ihn nicht erschießt. Ich glaube das dürfte BGH NStZ 2003, 146 sein, kannst ja bei Bedarf mal nachschlagen. Letztendlich sind die Sachverhaltsangaben aber zu lasch, um da ein großes Fass aufzumachen. Der (einzige) wirkliche Schwerpunkt liegt m.E. auf o.a. dolus generalis-Streit.
bike20
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Anmeldungsdatum: 07.08.2006
Beiträge: 66

BeitragVerfasst am: 04 Feb 2007 - 15:28:40    Titel:

super danke für eure hilfe
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