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An alle Deutschprofis: mir oder mich?
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Beau
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Anmeldungsdatum: 05.11.2005
Beiträge: 6875
Wohnort: Frankreich

BeitragVerfasst am: 07 Jan 2008 - 09:02:44    Titel:

Danke, meine allerliebste Twain!

(Oh, la Sainte Nitouche!...)

...
erichlebt
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Anmeldungsdatum: 03.02.2007
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2008 - 01:45:28    Titel: Re: Hallo

So da muß ich dann doch nochmal antworten:

Economist hat folgendes geschrieben:
Was exakt grammatikalisch richtig ist, sei an dieser Stelle in den Hintergrund gerückt. Es gibt nicht nur die Geschäftssprache, sondern genauso den Volksmund.



Es ging mir aber um die REGEL!!!

Economist hat folgendes geschrieben:


tu ist quasi eine Art Dialektform. In gehobener Linguistik gibt es dieses "Wort" auch garnicht. Einer meiner Leher sagte stets, wenn man "tu" oder "tut" anwandte, dass "WIR NICHT AUF DER AUTOBAHN" seien...



Tja, dann kennst auch Du einen ignoranten, dreiviertelgebildeten Lehrer (noch einer).
Der Duden kennt sehr wohl das Wort "schwertun" (früher: schwer tun).
Außerdem hast Du gerade noch mit der Dialektsprache gegen die "Geschäftssprache" argumentiert, jetzt die gehobene Linguistik. Was denn nu'???


Economist hat folgendes geschrieben:

Lange Rede kurzer Sinn, "mir" ist definitiv korrekt und "mich" absolut falsch.


Blödsinn!!!

Richtig:
http://conjd.cactus2000.de/showverb.php?verb=schwertun

Ebenso im Grammatikduden.

Economist hat folgendes geschrieben:

*Alles Dialektformen, die im Geschäftssinne niemals zum Einsatz kämen*

Ich tu mich föhnen

Ich tu mich frisieren

Ich tu mich verarzten

Ich tu mich verlieben

etc.

=> richtig wäre jedoch:

Ich föhne mich


WTF???

Und Du TUST mich leid.
Vielleicht könnte Dir ein Spezialist für "gehobene" Linguistik oder aber ein Proktologe bei Deinen Problemen helfen.

Siehe oben: schwerTUN ist EIN Wort, das hat nichts mit föhnen oder verarzten zu TUN.
Naja, anscheinend lernt man beim Bund wenigstens jeden noch so dämlichen Standpunkt erbittert zu vertreten.


Tata,

erichlebt
Knalltüte
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Anmeldungsdatum: 31.08.2007
Beiträge: 2932
Wohnort: gleich um die Ecke

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2008 - 11:37:31    Titel: Re: Hallo

Economist hat folgendes geschrieben:
Sei dir sicher, dass "Ich tu *mir* schwer" richtig ist. Beispiele:

Ich tu mir schwer.

Ich tu mir leicht.

An dieser Stelle wird es vielleicht etwas deutlicher:

Es fällt mir schwer.

Es fällt mir leicht.

Komische Art von Schlußfolgerung.

Vielleicht hilft dir ja dieses Beispiel: er tut ihm schwer. Ich würde da eher sagen, er tut sich schwer. Wink
Vesar
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Anmeldungsdatum: 24.04.2008
Beiträge: 1360
Wohnort: Toulouse/Frankreich

BeitragVerfasst am: 29 Aug 2008 - 16:25:33    Titel: Re: Hallo

Economist hat folgendes geschrieben:
Was exakt grammatikalisch richtig ist, sei an dieser Stelle in den Hintergrund gerückt. Es gibt nicht nur die Geschäftssprache, sondern genauso den Volksmund.

Sei dir sicher, dass "Ich tu *mir* schwer" richtig ist. Beispiele:

Ich tu mir schwer.

Ich tu mir leicht.

An dieser Stelle wird es vielleicht etwas deutlicher:

Es fällt mir schwer.

Es fällt mir leicht.

tu ist quasi eine Art Dialektform. In gehobener Linguistik gibt es dieses "Wort" auch garnicht. Einer meiner Leher sagte stets, wenn man "tu" oder "tut" anwandte, dass "WIR NICHT AUF DER AUTOBAHN" seien...

Lange Rede kurzer Sinn, "mir" ist definitiv korrekt und "mich" absolut falsch.

Mich käme zum Einsatz bei:

*Alles Dialektformen, die im Geschäftssinne niemals zum Einsatz kämen*

Ich tu mich föhnen

Ich tu mich frisieren

Ich tu mich verarzten

Ich tu mich verlieben

etc.

=> richtig wäre jedoch:

Ich föhne mich

etc.

Ich hoffe, dass das helfen konnte. Ich rate jedoch dringlichst stets die Wortwahl "Es fällt mir schwer!" zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen, Economist


Dann sei dir mal genauso versichert, dass es "Ich tu MICH schwer" heißen muss. Das hat nichts mit Geschäftssprache zu tun sondern einfach mit korrektem Deutsch. Der Dativ tut da beinahe schon in den Augen weh. Wink

Ich erkläre dir auch mal ganz schnell warum. Wenn du beispielsweise sagst "Ich tu mir leid", dann bedeutet der Dativ, dass die Aktion, die durch das Verb zum Ausdruck kommt, auf das Subjekt, also auf mich zurückfällt. Was ja auch ohne einen linguistischen Aspekt ziemlich logisch ist. Bei diesem Beispiel haben wir es also mit dem Handlungsträger zu tun, der gleichzeitig Endpunkt der Handlung des Verbes ist. Das ist aber bei "Ich tu mich schwer" nicht der Fall. Die Handlung fällt nicht auf mich zurück, sondern der Akkusativ bedeutet, dass ich Gegenstand der Handlung bin. Solltest du einen Dativ anstelle des "mich" verwenden, würde ich sofort einen anderen Sinn im Satz verstehen. Würde die Handlung so auf dich zurückgeworfen werden (ich wiederhole aber, dass das nicht der Fall ist), dann würde ich schwer im Sinne von Gewicht verstehen, so etwa in der Art, dass du dir selbst zu schwer bist. ich gebe aber zu, dass dieser Satz so keinen wirklich Sinn ergibt, daher Akkusativ "mich".
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