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Hausarbeit Strafrecht III (Ffm) - Prof. Günther
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Hausarbeit Strafrecht III (Ffm) - Prof. Günther
 
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Lithium
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Anmeldungsdatum: 06.03.2007
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 13 März 2007 - 19:16:50    Titel:

was mir noch eingefallen ist...

wie ist das denn eigentlich mit dem Totschlag durch Unterlassen des C,
müsste er nicht eine Garantenstellung haben?

was prüft ihr denn alles im TK III bei A und C?

A: Aussetzung, fahrlässige Tötung, Totschlag durch Unterlassen?
C: Totschlag, fahrlässige Tötung, Totschlag durch Unterlassen?

irgendwie wird das ziiiemlich viel Confused
AbsolutVanille
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Anmeldungsdatum: 12.09.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 13 März 2007 - 20:27:56    Titel: ...

Gar kein Totschlag! Sondern fahrlässige Tötung...
Der A hat doch niemals auch nur bedingten Vorsatz seinen Sohn zu töten!
Ihm sind die Tatumstände ja gar nicht bewusst. Er handelt sorgfaltswidrig und somit fahrlässig. Somit isses eine fahrlässige Tötung nach § 221 StGB.
Lithium
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Anmeldungsdatum: 06.03.2007
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 13 März 2007 - 20:51:31    Titel:

Ich meinte eigentlich Totschlag seitens des C....

bei A werde ich dann wohl Aussetzung, fahrlässige Tötung und
bei C Totschlag durch Unterlassen prüfen...

(für mehr hab ich auch keinen Platz mehr Confused)

was meint ihr?
Saint
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Anmeldungsdatum: 20.05.2005
Beiträge: 100

BeitragVerfasst am: 13 März 2007 - 22:47:32    Titel:

@ AbsolutVanille

schau Dir mal im Joecks die Rn. 18 und 19 zu § 246 an:

Vom Wortlaut her verlangt die Unterschlagung, dass der Täter sich die Sache "zueignet", also Aneignung und Enteignung. Hierfür jegliche Handlung ausreichen zu lassen, die (auch) als Zueignungshandlung verstanden werden kann, ist jedenfalls nach dem Verzicht auf den Gewahrsam des Täters zum Zeitpunkt der Tathandlung nicht mehr vertretbar, da der Tatbestand konturenlos würde. Erforderlich ist eine Handlung, die tatsächlich neben der vorübergehenden Aneignung auch die Enteignung bewirkt.

Was man sich auch fragen könnte ist, ob das ganze nicht schon am Tatbestandsmerkmal "fremd" scheitert, und ob A womöglich Mitgewahrsam an den Dokumenten hat?

@ Lithium

Starfbarkeit des C wegen Totschlag habe ich mangels Vorsatz abgelehnt. Dabei Abgrenzung dolus eventualis vs. bewusste Fahrlässigkeit. Dann habe ich bzgl. C fahrlässige Tötung geprüft und die bejaht.
AbsolutVanille
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Anmeldungsdatum: 12.09.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 13 März 2007 - 23:18:03    Titel: ...

@ Saint

das in Joecks muss ich nochma nachlesen...

aber zu dem C:

ich habe da Totschlag geprüft, weil ich hier noch einen bedingten Vorsatz sehe...aus folgendem Grund:

Wer ein seeuntaugliches Boot verkauft, muss es zumindest für möglich halten, dass dieses auch sinkt und Menschen hierdurch zu Tode kommen.
Wer diese Bedenken nur "beiseite wischt", findet sich damit ab.
Somit hat man auf Seite des Wissens-Elementes das Bewusstsein, dass der Erfolg eintreten könnte und auf seiten des Wollens ein "billigend in Kauf nehmen", sodass ein Eventualvorsatz vorliegt.
Dafür, dass der C aus bestimmten Gründen ernsthaft auf einen Nichteintritt vertraut, gibt es keine Anhaltspunkte...z.B. dass die er weiss, dass der Bodensee nur 1,20m tief ist oder dass die Besatzung ausgebildete Rettungsschwimmer sind... Somit liegt keine bloße Fahrlässigkeit vor.
Wer ein seeuntüchtiges Boot in den Verkehr bringt, muss sich gewiss sein, dass Menschen hierdurch zu Tode kommen können. Ein bloßes Ignorieren dieses Bewusstseins ist gleichzusetzen mit einem Sich-damit-abfinden.

Das is der feine Unterschied zum A, der sich der potentiellen Gefahr gar nicht bewusst ist und daher einfach fahrlässig handelt...
Saint
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Anmeldungsdatum: 20.05.2005
Beiträge: 100

BeitragVerfasst am: 14 März 2007 - 01:39:25    Titel:

@AbsolutVanille

Klar hat der C Bedenken. Aber Du könntest auch genauso gut mit der Hemmschwellen Theorie argumentieren, dass er die Gefahr zwar sah, aber nicht den Tod eines Menschen dabei in Kauf genommen hat, sondern allenfalls ein Sinken des Schiffes.

Wie schon gesagt: Mit guter Argumentation ist alles möglich. Aber die Abgrenzung zw. d.e. und bewusster Fahrlässigkeit sollte meiner Meinung nach an dem Punkt auf jedenfall diskutiert werden, egal wie man sich entscheidet. Smile
Saint
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Anmeldungsdatum: 20.05.2005
Beiträge: 100

BeitragVerfasst am: 14 März 2007 - 02:11:32    Titel:

Nochmal kurze Frage: Muss man die Strafbarkeit des A gem. § 221 StGB überhaupt prüfen? Bei den Konkurrenzen wird §221 von den Tötungsdelikten verdrängt. (Joecks, § 221, Rn. 34)

Wie habt ihr das gemacht?
J-U-R-A
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Anmeldungsdatum: 25.08.2006
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 14 März 2007 - 11:39:21    Titel:

@ AbsolutVanille
Ich denke hier Totschlag zu prüfen führt eindeutig zu weit! Denn dann könntest du auch gleich Mord prüfen weil Ertrinken grausam ist!
Der C rechnet doch nicht damit das jemand stirbt, das geht nirgendswo aus dem Sachverhalt hervor. und wenn du dir mal anschaust wieviele Umstände da zusammenkommen, würde ich sagen damit rechnet er auf keinem Fall.
Umstände die zusammenkommen damit das Kind ertrinkt:
- Unwetter
- Kind ist Nichtschwimmer
- Vater findet die Schwimmweste nicht
- Vater kann nur ein Kind retten
- Boot geht in genau dem Moment kaputt

Jetzt sag du mir das hat der C alles voraussehen können!
Lithium
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Anmeldungsdatum: 06.03.2007
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 14 März 2007 - 15:06:26    Titel:

@ Saint
Danke Laughing

ich werd wohl Aussetzung anprüfen und man könnte ja eigentlich sagen, dass er kein Vorsatz (dolus eventualis) hatte aufgrund der Umstände und man würde dann da rausfliegen und wenn nicht dann spätestens bei der Pflichtenkollision...

Wie seht ihr das mit dem Vorsatz des A bei der Aussetzung?

bezüglich des C könnte man ja sowohl Totschlag als auch fahrlässige Tötung prüfen, es wäre auf jeden fall vertretbar...
Bei Totschlag durch Unterlassen müsste der C doch eine Garantenstellung haben oder irre ich mich?

wie zitiert ihr denn untreue im besonders schweren fall?
Lithium
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Anmeldungsdatum: 06.03.2007
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 16 März 2007 - 11:41:10    Titel:

Hi

ich stecke bei der Pflichtenkollision fest.

Wie macht ihr denn da den Aufbau?

Bei der Pflichtenkollision wird ja dann meist auf den übergesetzlichen Notstand verwiesen, der beinhaltet, dass §§34, 35 nicht zutreffen.
Könnte hier nicht §35 zutreffen?

Das verwirrt mich irgendwie Sad

Hoffe ihr blickt da durch....
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