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Unkrautex und Zucker
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Foren-Übersicht -> Chemie-Forum -> Unkrautex und Zucker
 
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IQ70
Gast






BeitragVerfasst am: 29 März 2005 - 11:39:03    Titel: UnkrautEX, Natriumchlorat

~~ Das Posten von Rezepten zur Herstellung von Sprengstoffen o.ä. Substanzen sowie das Nennen von Inhaltstoffen/Ersatzstoffen oder ihren Synthesen, deren Kenntnis alleine dazu ausreicht ebendiese Stoffe herzustellen, ist in diesem Forum nicht erlaubt (Siehe Forenregeln!!!) ~~
Horst Koslowski
Gast






BeitragVerfasst am: 29 März 2005 - 20:49:04    Titel:

Finger Weg von solchen Sachen!

Kunstdünger geht heutzutage in Deutschland auch nicht mehr! Zum Glück! stellt euch vor einer kauft sich 5 Tonnen Dünger beim Düngerzentrum mischt etwas Diesel dazu und stellt den Anhänger in die Näher einer fußgängerzone! Nicht auszudenken!



@Gerald: Chemielehrer? MV?

Gruss: Horst
IQ70
Gast






BeitragVerfasst am: 30 März 2005 - 09:25:40    Titel: Finger weg von solchen Sachen

Du schreibst Finger weg von solchen Sachen und wirfst eine neue Spielart in den Raum.

Ammoniak läßt sich leicht herstellen z.B. aus Fettkohle aber auch aus anderen Ammoniakverbindungen wie Ammoniumchlorid u.a..
Salpetersäure läßt sich ebenso leicht herstellen z.B. unter Verwendung von Hochspannung (4KV Lichtbogen) in einer Reaktionskammer (z.B. vierfach tubulierte Glaskugel).

Beide Chemikalien kann man aber auch in jeder Apotheke kaufen.

Daraus läßt sich leicht Ammoniumnitrat machen. Das ist deutlich einfacher und effizienter und ungefährlicher als die Herstellung von Calzium-,Natrium-, oder Kaliumchlorat.

Im Ausland kann man Ammoniumnitrat, Natriumchlorat oder Kaliumchlorat fast überall kaufen! Selbst im Supermarkt! Über das Internet kann man es problemlos bestellen.


Im Übrigen ist gerade das was verboten ist für Jugendliche am Interessantesten! Geheimniskrämerei gehört ins Mittelalter und nicht in das 21. Jahrhundert.

Und wenn man das Web durchsucht, dann findet man deutlich interessanteres zu dem Thema als hier im Forum. Fachwissen zeigt man nicht, indem man sich als stets verneinender Geist hinstellt.

Das gehört im Übrigen auch zur deutschen Krankheit, daß man den Kindern immer erzählt: "Mach das nicht, das ist gefährlich!", "Mach das nicht, das hat keinen Sinn" etc. etc. Diese Denkweise gehört mit zu den Ursachen warum es in Deutschland den Bach runtergeht, weil alle die anders denken diskutieren im Allgemeinen gar nicht sondern handeln!

Im Übrigen hört man solche Vorbehalte in jedem naturwissenschaftlichen oder anderen Bereich unabhängig davon ob man ein chemisches Experiment machen will oder einen Kindergarten eröffnen will: "Mach das bloß nicht!"


Über die Ursachen dieser Mentalität will ich jetzt nicht weiter philosophieren. Da kämen mir viele Ideen, die nicht in dieses Forum gehören! Sicher ist nur, daß die Leute die sowas unbedingt machen wollen es auch machen und das Ergebnis ist:

Sie machen es still und heimlich im dunklen Kämmerlein mit verheerenden Folgen. In der Klasse meiner Tochter hat sich gerade erst vor ein paar Wochen ein Junge mit Feuerwerkskörperexperimenten in die Luft gesprengt und warum? Weil alle gesagt haben: "Das mache ich nicht mir Dir, das ist zu gefährlich!"


MfG
Gerald
sash2811
Newbie
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Newbie


Anmeldungsdatum: 30.03.2005
Beiträge: 2
Wohnort: Schierling

BeitragVerfasst am: 30 März 2005 - 14:31:36    Titel: Die breite Bevölkerung kennt nur Altbekanntes

Hallo Leute,

jetzt doch mal ehrlich. Ich gebe meinen Vorrednern völlig recht, dass diese Mischungen gefährlich sind. Jedoch möchte ich das weder an Alter noch an Kompetenz festmachen. Gerade bei der angesprochenen Mischung U-Ex und Puderzucker (funktioniert besser) macht die Unberechenbarkeit die Gafahr des Gemisches aus.

--> Zurück zu meiner Aussage. Als die genannten Mischungen bekannt wurden, waren in den meisten Fällen die benötigten Chemikalien oder Zutaten bereits soweit verändert, dass man damit nichts mehr anfangen konnte.
Ich leite privat den Gefahrgutzug unsrer Feuerwehr und geniesse dahingehend eine ständige Ausbildung. Und da kriegt man mal mit, wieviel neue Geschichten auf den Markt kommen, wo extreme Ladeverbote usw. herrschen und uns gesagt wird, das laufen noch zu langsam sei, wenn das Zeug ausser Kontrolle gerät. Ich habe zu Ausbildungszwecken Zugang zu allerlei Chemikalien und es wäre ien leichtes, Nitro oder Ammno herzustellen. Jedoch wenn jemand mal gesehen hat was passiert wenn man nicht achtgibt der lässt es von selbst. Denn bei U-Ex nur die Hand zu lassen ist eigentlich positiv zu werten. Glück gehabt. Wir haben nach einem missglückten Experiment von 2 17 jährigen (U-Ex+Puderzucker in ein mit Gewinde versehenes Eisenrohr gepresst und angezündet) schon Leichenteile gesammelt.

Die Bilder waren heftig und das hat sich rumgesprochen.

Man kann nicht alles verhindern, aber der nötige Respekt vor dem, was passieren kann machts leichter.

In diesem Sinne

Grüße, Sascha
Horst Koslowski
Gast






BeitragVerfasst am: 01 Apr 2005 - 13:36:21    Titel:

@ Gerald:

'Im Übrigen hört man solche Vorbehalte in jedem naturwissenschaftlichen oder anderen Bereich unabhängig davon ob man ein chemisches Experiment machen will oder einen Kindergarten eröffnen will: "Mach das bloß nicht!"'

Das sehe ich anders:
Bei der Eröffnung eines Kindergartens wird glücklicherweise niemand verlezt oder ....noch schlimmer. Ich denke, ein gesundes Interesse für die Naturwissenschaften sollte bei jungen Leuten geweckt werden. Was daraus gemacht wird, ist sicherlich nicht immer das wünschenswerteste. Es wird aber auch nicht jeder/s chemisch begeisterte Junge/Mädchen gleich Bomben bauen wollen.

'Wie soll aus Deutschland einem Land der Bildung noch etwas werden, wenn man von Mistrauen zerfressen seine interessierten Mitbürger für dämlich verkauft bzw. Wissen vorenthält. '

Richtig:
Durch das Vorenthalten von Wissen wird sicherlich nicht der technische Fortschritt gefördert. Es sollte aber dabei darauf geachtet werden, daß Wissen nicht in kleinen losen, nicht zusammenhängenden Stücken durch 'ich hab da mal irgendwie was dazu gehört' vermittelt wird.
Aus diesem Grunde halte ich es für nicht richtig, Wissen auf diesem Wege (Foren/Internet etc.) zu vermitteln.
Auf konkrete Fragen antworte ich natürliche gerne; soweit ich antworten kann. Denn es gibt keine dummen Fragen nur dumme Anworten!

Gruss Horst
Gast







BeitragVerfasst am: 02 Apr 2005 - 21:20:45    Titel:

Bevor Ihr Kids mit Unkraut-Ex anfangt rumzuspielen, seht erstmal zu das ihr der deutschen Rechtschreibung mächtig werdet, sonst sind die Hände schneller ab als ihr schauen könnt...

gReeTz
:::Opa!
Gast-2
Gast






BeitragVerfasst am: 07 Apr 2005 - 09:31:07    Titel: UnkrauEx mit Zucker

Zu dem Thema UnkrautEx bzw. Natriumchlorat mit Zucker kann auch ich nur sagen, FINGER WEG.
Ich kenne einen bei uns im Ort, der hat als ca. 16-jähriger das Zeug gemixt und in ein etwa 40 cm langes Wasserleitungsrohr gestopft.
Schon dabei ist es losgegangen. Das Rohr haben sie uns damals zur Abschreckung in die Schule gebracht. Es war nur noch ein mehr oder weniger verbogenes Stück Blech.
Der Experimentator hat überlebt, mit einem Bein, an einem Arm hat er gar keine Finger mehr, am anderen haben sie ihm zwei "Finger" so rekonstruiert, daß er wenigstens etwas greifen kann.

Also bitte, Finger weg von solchen Sachen.

Eugen
IQ70
Gast






BeitragVerfasst am: 07 Apr 2005 - 14:37:29    Titel: Warnung

Ich denke mein Beitrag ist dahingehend sinnvoll, daß er zeigt, daß das Ganze alles andere als einfach ist.

Ich meine man muß schon sehr motiviert sein reines Chlorat herzustellen, wenn man den Versuch erfolgreich durchführen will und man muß eine ganze Menge knoff hoff mitbringen.

In jedem Fall ist es nicht so einfach wie der Lehrer seinem Schüler vermitteln wollte. Der Versuch Chlorat herzustellen ist in jeder Beziehung gefährlich.

Auf der anderen Seite ist dieser Versuch auf Grund seiner Komplexität so anspruchsvoll, daß man an ihm viel zeigen und lernen kann. Dazu gehört auch vorsichtiger Umgang mit Chemikalien!

Der Chemieunterricht in der Schule war für mich immer recht langweilig. Bis zu dem Tag, an dem die Lehrerin in ein Wasserglas etwas Löschpapier legte und dann eine Scheibe Natrium drauf legte und anschließend den Versuch mit Kalium wiederholte!

Wink

Worüber die Klassenkameraden und ich dann die nächsten Tage im Schulbus philosophierten muß ich nicht erzählen oder? Und der Besuch im Wasserwerk Berlin Tegel wenige Tage später trieb die Phantasie in ungeahnte Höhen pubertierender Jugendlicher. Naja, das ist nun 30 Jahre her.

Jungs funktionieren nunmal so, daß man sie mit Peng, Knall aufwecken kann. Wichtig ist aber, daß man ihnen die Komplexität des Themas richtig unterjubelt und das Ganze auch noch verwendet um die grauen Zellen in Bewegung zu setzen, damit sie mal anfangen nachzudenken!

Und was auch wichtig ist: Theorie und Praxis müssen übereinstimmen! Ansonsten leidet die Glaubwürdigkeit der Naturwissenschaften reichlich!

Wer mit dem Zeug Pfundweise hantiert, der gehört in die Zwangsjacke gesteckt. Mehr als ein paar winzige Kristalle sollte man niemals verwenden.
IQ70
Gast






BeitragVerfasst am: 10 Apr 2005 - 19:24:25    Titel: Jugend forscht

Wenn man bei Google das Stichwort Chloratnachweis eingibt, dann kommt man zu einem Nachweis den ich eigentlich für fatal halte.

Mir erscheint der Nachweis mit Schwefelsäure und Gelbfärbung gut geeignet. Die andere Methode besteht darin einige Kristalle mit rotem Phosphor zu verreiben.

Wenn man nicht weiß wie man den herstellt (z.B. aus Pipi und/oder Hühnerknochen), dann kann man einfach die Reibfläche einer Streichholzschachtel mit dem Messer abschaben. Da kommt mehr zusammen als man denkt!

Um es kurz zu machen:

Das gewonnene Salz reagiert mit rotem Phosphor prima.

Wenn man 4-5 Kristalle nimmt und die mit rotem Phosphor im Mörser verreibt, dann hört es sich an wie die Knallerbsen aus den 70'iger Jahren.

Tack, tack, tack. Heller, agressiver Knall!

Ich habe allerdings den Versuch so durchgeführt, daß rechnerisch nur 50% Chlorat in meinem Salz enthalten waren. 40g Kochsalz in 200ml destilliertem Wasser und 90.000 Coulomb ergeben etwa diese Mischung.

Die Reaktion ist im Übrigen sowohl bei Versuchsaufbau 1 als auch bei Versuchsaufbau 2 und identischem Stromfluß identisch. Daher sollten die Mengenberechnungen stimmen. Aus Kostengründen ist die Durchführung des zweiten Versuchsaufbau jedoch die bessere Varianten. NaOH läßt sich leicht selbst herstellen oder auch kiloweise kaufen (z.B. Abflußreiniger)!

Das Zeug scheint tatsächlich, wie Opa und Uropa hier im Forum zu Protokoll gaben, ziemlich aggressiv zu sein.

Daraus folgt: Die Herstellung von Natriumchlorat und auch Kaliumchlorat war selbst IQ70 mit einfachsten Mitteln möglich und sollte daher von IQ170 aus dem Nahen Osten leicht beherrscht werden!


Die Frage ist nur: Wo bleiben die Typen, die alles in die Luft sprengen wenn es so einfach ist solch Zeug herzustellen?

Alles Panikmache? Geld scheffelei (neue Pässe, biometrische Daten erfassen)? Der Vorwand vitale Grundrechte auszuhebeln und das Grundgesetz zu ändern?
Sämi
Gast






BeitragVerfasst am: 12 Apr 2005 - 13:33:56    Titel: Antwort auf die zweite Frage!

Bei Unkrautex bzw. Natriumchlorat und zucker etsteht eine hoch explosive mischung (bin mir allerdings nicht mehr so sicher).
Du kannst es allerdings (das Natriumchlorat) mit rotem Phsphor vermischen.
Dann hast du auf jeden Fall ein explosive Mischung.
Habe das selbst mal ausprobiert.
Ist allerdings enor gefährlich.

WICHTIG:

NIEMALS DIE ZWEI SUBSTANZEN VERREIBEN.
WENN DU SIE VERMISCHEN WILLST BEFESTIGE NE VOGELFEDER AN EINEM LANGEN STOCK.
EIN HAMMERSCHLAG GENÜGT UM DAS GEMISCH ZU ZÜNDEN.
ACHTUNG: DER KNALL IST EXTREM LAUT.
UNBEDINGT DIE OHREN SCHÜTZEN!

Gruss Sämi Very Happy Very Happy Very Happy Very Happy
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