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Wieso Geisteswissenschaft?
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Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2007 - 22:29:11    Titel:

Zitat:

Mein Deutschunterricht war auch Mist. Ich weiss bis heute nicht wozu ich mir Kafka, Goethe und Lessing durchlesen musste. Muss halt sein...


hab auch nie verstanden, wozu das gut ist.

Zitat:

Vielleicht trägt die Unattraktivität eines Studiums, die Probleme der Finanzierbarkeit etc. dazu bei, dass gerade diese Studiengänge potentiell unterbelegt sind.


ich kann mir nicht vorstellen, dass das an der Finanzierung liegt. Jemand der schon gearbeitet hat, bekommt elternunabhängiges Bafög, und wenn die Eltern nicht viel Geld haben, bekommt man auch gut Bafög.
Das Problem liegt wo anders.

Habt ihr gesehen, wie "hoch" die Gehälter z.b. für UNI Maschinenbauings. liegen ? Nach Spiegel bei 3000 Euro Brutto.
Das ist doch ein Witz.
Überlegt mal, warum sollte ein Facharbeiter Abi nachholen und 12 Semester bis zum Ing. Diplom studieren ? Um dann 3000 Brutto zu kassieren ?
Ein normaler Facharbeiter hat mit Mitte 20 auch etwa 2500 Brutto, wenn er 3000 Brutto will, dann reicht es wenn er den Meister macht, dafür braucht man kein Abi.
Wenn er nun Abi macht, dauert 2 Jahre, dann 6 Jahre studiert, hat er 8 Jahre Gehaltsausfall, bei 2500 Brutto im Monat sind das 30000 * 8 = 240 tsd. Euro Bruttogehaltsausfall, wobei er danach auch nicht arg mehr verdient.
Da müsste man mal ansetzen.

Edit : D.h. ein Facharbeiter, der Abi und Studium nachholt, steigt rein finanziell nicht unbedingt auf. Wenn er einen einjährigen Meisterkurs macht, hat er eben auch etwa 3000 Brutto, dann hat er noch 7 Jahre Zeit, in denen er im Beruf weiterkommen kann und danach hat er sogar eventuell mehr als der Ing.
Ich glaube nämlich, das heute genau diese Ing. Absolventen fehlen, die erst eine Ausbildung gemacht haben und danach Abi, einfach weil es sich vom Geld her nicht mehr lohnt. Höchstens um sich selbst weiter zu bilden.
Außerdem finde ich 3000 Euro Brutto für einen UNI Maschbau Ing. wirklich wenig, da bekommt ja teilweise ein einfacher WI FHler von unserer FH schon das gleiche oder mehr, mit wirklich lockerem Studium, wo man unter dem Semester nicht viel Streß hat.

Noch was zum Ing. Mangel : Es gibt in Deutschland 60 tsd. arbeitslose Ings. und angeblich 20 tsd. Stellen, die nicht besetzt werden können.
Komisch, oder ?


Zuletzt bearbeitet von Wirtschaftsinformatiker am 19 Feb 2007 - 22:34:56, insgesamt einmal bearbeitet
borabora
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Anmeldungsdatum: 05.06.2005
Beiträge: 6273

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2007 - 22:30:45    Titel:

Zitat:
Noch was zum Ing. Mangel : Es gibt in Deutschland 60 tsd. arbeitslose Ings. und angeblich 20 tsd. Stellen, die nicht besetzt werden können.
Komisch, oder ?
Wahrscheinlich alle "zu alt" also über 40! Wink
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2007 - 22:31:19    Titel:

Kann ich mir bei den zu erwartenden Gehältern und Jobaussichten absolut nicht vorstellen...

Ich denke das gerade Aufsteiger eher bereit sind diese Gebühren zu bezahlen, denn sie wissen woher sie kommen und was sie sich mit einem Studium für Möglichkeiten "erkaufen". Vor allem aber kennen diese Aufsteiger meist die Alternative zum Studium, sei es durcheigene Erfahrung im Job oder Ausbildung oder durch die Eltern...
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2007 - 22:37:06    Titel:

Zitat:

Ich denke das gerade Aufsteiger eher bereit sind diese Gebühren zu bezahlen, denn sie wissen woher sie kommen und was sie sich mit einem Studium für Möglichkeiten "erkaufen".


welche Möglichkeiten denn ?
Ein paar hundert Euro brutto mehr ?
Da rentiert sich für einen Facharbeiter ein Meisterkurs aber mehr.
Wenn jemand frisch Abi hat, dann lohnt sich ein Ing Studium sicher, aber nicht für jemanden, der im Beruf steht.
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2007 - 22:39:08    Titel:

Wirtschaftsinformatiker hat folgendes geschrieben:

Habt ihr gesehen, wie "hoch" die Gehälter z.b. für UNI Maschinenbauings. liegen ? Nach Spiegel bei 3000 Euro Brutto.
Das ist doch ein Witz.
Überlegt mal, warum sollte ein Facharbeiter Abi nachholen und 12 Semester bis zum Ing. Diplom studieren ? Um dann 3000 Brutto zu kassieren ?
Ein normaler Facharbeiter hat mit Mitte 20 auch etwa 2500 Brutto, wenn er 3000 Brutto will, dann reicht es wenn er den Meister macht, dafür braucht man kein Abi.
Wenn er nun Abi macht, dauert 2 Jahre, dann 6 Jahre studiert, hat er 8 Jahre Gehaltsausfall, bei 2500 Brutto im Monat sind das 30000 * 8 = 240 tsd. Euro Bruttogehaltsausfall, wobei er danach auch nicht arg mehr verdient.
Da müsste man mal ansetzen.


Schade, jetzt muss ich dir deutlich widersprechen, denn du schilderst in meinen Augen richtigen Blödsinn, der aus der Bildzeitung kommen könnte Wink

Ich bin noch bis zum 28.2. bei einem Energieversorger angestellt und die zahlen ja nun wirklich nicht gerade schlecht.
Mein Gehalt beträgt 1800€ brutto bei Normalschicht. An 2500€ brutto komme ich als Facharbeiter NIE heran.
Wenn ein Facharbeiter diese hohen Löhne kassiert, muss man sich auch die Arbeit ansehen die er macht und die Bedingungen die am Arbeitsort herrschen. Ein Ingenieur wird eher selten in der Nacht oder Spätschicht am Fließband stehen und irgendwelche Teile verschrauben oder einlegen, in einer Werkhalle in der 40° und über 90dB herrschen...

Dazu kommt das ein Ing. mit 30 mit 3000€ brutto STARTET- Ein Facharbeiter ENDET dort mit 65...

Gucke einmal ins Technikerforum, dort sind viele Techniker schon froh, wenn sie zum Einstieg 2500-2700€ brutto kriegen.

Ich zitiere mal aus dem GehälterABC der süddeutschen:

"Industriemechaniker:
Die mittlere Vergütungsgruppe der Metallindustrie Bayern startet bei 1762 Euro (und reicht bis 2210 Euro)."
"Mechatroniker:
Einstieg nach der Ausbildung:
1884,50 in der Metall- und Elektroindustrie NRW"

Dazu im Vergleich:
"Laut einer Gehaltsstudie des VDI (Verein Deutscher Ingenieure) verdienen Ingenieure im Maschinenbau im Schnitt 51.100 Euro"
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2007 - 22:55:03    Titel:

ok, wenn du das sagst. Ich kenne mich nicht so arg aus mit Facharbeiterlöhnen, ich kenne die nur vom hörensagen von Freunden.
Einer hat halt mal gemeint, dass eben 3000 Brutto wenig für einen Ingenieur wären, weil er ja schon auf 2500 Brutto kommt. Ohne dass er bei 40 Grad arbeiten muss.
Wobei es auch einige Branchen gibt, wo ein Facharbeiter mit Mitte 20 schon auf 2500 Brutto kommt. Beim VW Werk in Wolfsburg verdient ein Fließbandarbeiter 2500 Brutto, die haben 28,8 h Woche.
Allerdings sind solche Löhne sicher die Ausnahme und Fließbandarbeit ist sicher nicht das angenemste.


Aber andererseits wird ja beim Gehalt viel gelogen.
Ich denke mal, deine Quellen hören sich seriös an.
Nach der Süddeutschen verdient ein Wirtschaftsinformatiker sogar nach 10 Jahren Berufserfahrung etwa 65 K im Jahr.
Ich hoffe mal, das stimmt.
So gesehen hat man es mit WI leichter.
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2007 - 23:01:33    Titel:

Automobilindustrie zahlt sehr gut. Was bei rauskommt sehen wir jetzt...
VW übernimmt nur noch jeden 3.-4. Azubi und schmeisst in den kommenden Jahren Zehntausende raus...

Die große Mehrheit der Bevölkerung arbeitet aber nicht für diese Toplöhne, sondern malocht im Handwerk oder in der Industrie und kann sich schon freuen wenn monatlich um die 1000€ netto aufs Konto wandern...

Ich kenne auch einige die verdienen ihre 2200-2400€ brutto, allerdings mit Wechselschicht, Erschwerniszulage usw... Und eben mit Arbeit die wenig zufriedenstellend weil oft sinnentleert und einfach nur hohl ist...
ClaireHH
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Anmeldungsdatum: 16.08.2006
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2007 - 23:45:26    Titel:

Die Wahl des Studiums hängt aber nicht nur von den späteren Gehältern ab. Ich hätte nie ein technisches Studium begonnen, egal wie gut die Verdienstmöglichkeiten wären.
Stattdessen studiere ich ein Fach, in dem ich mich zu 100% wohlfühle und von dem ich überzeugt bin, dass es das richtige für mich ist, was meinen Fähigkeiten entspricht und womit ich glücklich werde. Auch wenn ich damit nicht reich werde, zum Leben reicht es und mir ist mein Glück wichtiger als Geld.

Und ich denke, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine dastehe. Aber ich respektiere es auch, wenn jemand das anders sieht. Jeder sollte selbst wissen, was er studieren will. Wenn eben mehr Leute sich für Geisteswissenschaften entscheiden, dann ist das ja ihre Sache. Zu der Frage warum das so ist, habe ich ja bereits etwas gesagt.
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 20 Feb 2007 - 00:07:19    Titel:

Es ging gerade um die typischen "Aufsteiger" und für diese Gruppe ist das Gehalt tatsächlich interessant, denn für "uns" muss sich das Studium lohnen. Immerhin schmeißen "wir" ein unbefristetes Arbeistverhältnis dafür weg...

Ich stimme dir absolut zu. Jeder sollte das machen was er für richtig hält und was er interessant findet, solange er bereit ist mit den Konsequenzen zu leben. Und zu den Konsequenzen zählt nun unter anderem ein KFW-Kredit über 3000€ für einen 6semstrigen Bachelorstudiengang...
ClaireHH
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Anmeldungsdatum: 16.08.2006
Beiträge: 72

BeitragVerfasst am: 20 Feb 2007 - 00:21:54    Titel:

Schön, dass wir einer Meinung sind. Klar muss jeder mit den Konsequenzen leben. Für den einen ist das schwerer, für den anderen leichter. Aber ich denke, dass es lohnende Konsequenzen sind. Sei es weil man mehr verdient, oder aus den Gründen, die ich vorhin geschildert habe.
Jedenfalls habe ich durch diesen Thread gelernt, dass es auch für finanziell schlechter gestellte Studenten nicht unmöglich ist, die 500€ pro Semester aufzubringen.
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