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Wieso Geisteswissenschaft?
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Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2007 - 18:52:20    Titel:

Zitat:

Danach sieht es aber nicht so aus, als würden sooo viele Geisteswissenschaften studieren, wie es dieser Faden vermuten lässt. Außer Germanistik


du musst das etwas relativ zu den anderen Zahlen sehen.

Es studieren knapp 90 tsd Germanistik und etwa 45 tsd. Anglistik, zusammen wären das schon 135 tsd.

Maschinenbau studieren 80 tsd, E - Technik 56 tsd, zusammen 136 tsd.

Nur, die einen sind gesucht, die anderen nicht, beide Zaheln sind aber etwa gleich groß.
Voralem sind E - Technik und Maschinenbau sozusagen das Rückrat der deutschen Wirtschaft. Die sorgen dafür, dass Gewinne und Steuern erwirtschaftet werden.

Aber wieviele Germanisten und Anglisten werden benötigt ?

So gesehen studieren doch viel zu viele ein geisteswissenschafltiches Fach.
Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2263

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2007 - 19:39:59    Titel:

Wirtschaftsinformatiker hat folgendes geschrieben:

@ Tonka : Ok, für ich würde kein anderes Studienfach in Frage kommen.
Allerdings kann es für dich beim Berufseinstieg schwierig werden, wenn du auch nie Nebenfach BWL gehabt hast.
Denn in der Praxis gibt es wenig Stellen für Sozialwissenschaflter und wenn dann, eben im Bereich Marketing, Personal etc. ( frag mal die BWLer, diese Bereiche sind total überlaufen) und dort verlangen die auch von einem Sozialwissenschaftler Grundkenntnisse in BWL.


Ich fühlte mich selbst für Nebenfach BWL schon überfordert! Embarassed
Das liegt mir irgendwie nicht. Also hab ich Psychologie als Nebenfach gewählt. Desweiteren ist mir nicht ganz klar, welche Industriefirmen tatsächlich Sozialwissenschaftler einstellen? Ich habe noch nie gehört, dass jemand mit Sowi-Abschluss im Marketing- oder Personalbereich einer Industriefirma arbeitet. Für solche Posten werden doch WiWis/BWLer mit den genannten Schwerpunkten eingesetzt.

Nehmen wir mal den Pädagogik-Bereich: 100 offene Stellen, aber 200 Bewerber. Was sollen die Leute machen, die keine Stelle kriegen? Die müssen ja auch irgendwo unterkommen. Für Wirtschaftsfächer fehlt das notwendige Verständis, also studieren sie etwas was sie fachlich auch können. Also, schlagt mal was vor, wie könnte denn hier eine Lösung aussehen?
a) Sie studieren ein wirtschaftsnahes Fach, schaffen es dann aber nicht
b) Sie studieren gar nicht und überschwemmen den Ausbildungsmarkt
c) Sie studieren das, was sie für richtig halten und leben mit den Konsequenzen
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2007 - 19:54:46    Titel:

Ich kann mir gerade im Bereich Recht und Personal einen Psychologen außerordentlich gut vorstellen, denn diese Leute wissens wie kein Zweiter, während eines Vorstellungsgesprächs oder auch während Verhandlungen zu manipulieren bzw. können sich allein aus dem Verhaltes ihres Gegenüber ein sehr genaues Bild vom Bewerber machen...
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2007 - 20:01:49    Titel:

Zitat:

Für solche Posten werden doch WiWis/BWLer mit den genannten Schwerpunkten eingesetzt.


nein, gerade im Bereich Personal und Marketing gibt es viele Sozial - und Geisteswissenschaflter.
Z.b. Soziologen, die den Jugendmarkt untersuchen.

Was eben wichtig ist, wäre z.b. Statistik und etwas praktische EDV Kenntnisse, damit man bei solchen Untersuchungen seine Thesen auch statistisch belegen kann.

Zitat:
Personal einen Psychologen außerordentlich gut vorstellen, denn diese Leute wissens wie kein Zweiter, während eines Vorstellungsgesprächs oder auch während Verhandlungen zu manipulieren bzw. können sich allein aus dem Verhaltes ihres Gegenüber ein sehr genaues Bild vom Bewerber machen...


auch war.

Allerdings sieht es für Psychologen auch nicht rosig aus. Es ist eben ein total beliebtes Fach. Ich verweise nur auf die Spiegelstatikstik, danach bekommt nur die Hälfte der Pyschologen überhaupt einen Vollzeitjob. Außerdem ist der Bereich Personal genauso wie Marketing total überlaufen. Da musst du nur einen BWLer fragen.
Weil Perso und Marketing gelten als die leichtesten Schwerpunkte, das wählen oft die, die mit Mathe, Statistik, Rechnungswesen etc. nicht klar gekommen sind und es nur gerade so bestanden haben.

Aber ich würde sagen, wenn z.b. Psychologie, dann auch Nebenfach BWL und praktische Zusatzkenntnisse in EDV und Statistik.
Denn auch ein Psychologe in der Personalabteilung sollte Grundkenntnisse in BWL besitzen.
Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2263

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2007 - 20:03:07    Titel:

Etwas amüsant ist, dass wir Sowis von den Wiwis immer belächelt werden mit unserem Studiengang. Sie meinen, wir würden nachher alle Taxifahrer und so weiter. Da bin ich mal gespannt, ob Sowis und Wiwis dann nachher Arbeitskollegen sind! Laughing

Wer reine BWL studiert, steht doch auch oft nachher in der Arbeitslosigkeit. Warum brechen denn soviele BWL ab? Müssten doch eigentlich durchziehen, denn Wirtschaft ist ja immer gut... Rolling Eyes
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2007 - 20:10:43    Titel:

Zitat:

Wer reine BWL studiert, steht doch auch oft nachher in der Arbeitslosigkeit. Warum brechen denn soviele BWL ab? Müssten doch eigentlich durchziehen, denn Wirtschaft ist ja immer gut...


an FHs schaffen es 65 % bis zum Diplom, eine niedrigere Quote hat vieleicht noch Sozialpädagogik, nur an den Unis schaffen es weniger. Die wechseln dann an die FH und schaffen es dann oft dort, ann den Unis wird oft mehr rausgeprüft, gerade mit VWL, Statistik und Mathe.

Aber die Arbeitslosigkeit ist bei BWL Bereich unter 4 %.
Das mit dem BWLer und Taxi ist ein Klischee, an das ich auch mal geglaubt habe.
Die Einstiegsgehälter mit BWL Diplom sind in etwa ähnlich hoch, wie mit Ing. Diplom.

Siehe u.a. Spiegelstatistik http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,grossbild-756654-453178,00.html

das ist eine ganze Reihe von Diagrammen, dort steht auch einiges, zu der Quote der Vollzeitbeschäftigten oder wieviele länger als 6 Monate gesucht haben etc. Da schneidet BWL sehr gut ab.

Außerdem ist BWL an einer FH oder BA sicher nicht wirklich intelektuell anspruchsvoll, ich weiss nicht, was daran schwer sein soll.

Edit : Zurzeit sieht es nur für weniger gute BWLer schlecht aus, also mit unterdurchschnittlichen Noten und ohne Zusatzqualifikationen.
Tonka
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Anmeldungsdatum: 03.08.2005
Beiträge: 2263

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2007 - 20:20:19    Titel:

Wirtschaftsinformatiker hat folgendes geschrieben:

an FHs schaffen es 65 % bis zum Diplom, eine niedrigere Quote hat vieleicht noch Sozialpädagogik, nur an den Unis schaffen es weniger. Die wechseln dann an die FH und schaffen es dann oft dort, ann den Unis wird oft mehr rausgeprüft, gerade mit VWL, Statistik und Mathe.


Bei uns in Sowi sitzen auch einige Ex-Wiwi Studenten. Wer BWL an der Uni nicht schafft, wird wohl kaum noch "Bock" auf das gleiche Fach an der FH haben (meine Vermutung).

Wirtschaftsinformatiker hat folgendes geschrieben:

Aber die Arbeitslosigkeit ist bei BWL Bereich unter 4 %.
Das mit dem BWLer und Taxi ist ein Klischee, an das ich auch mal geglaubt habe. Die Einstiegsgehälter mit BWL Diplom sind in etwa ähnlich hoch, wie mit Ing. Diplom.


So dolle siehts ja im BWL-Bereich jetzt auch nicht aus. Wer schlechter als 2,5 hat, findet auch schwer was. Und von den Aber-Tausenden an Absolventen wird nur ein geringer Teil "richtig Kohle" verdienen. Viele sind auch froh, wenn sie im mittelständischen Unternehmen einer Klein- bis mittelgroßen Stadt ein Plätzchen bekommen. Die "super Jobs" bekommen nur die Leute mit 9-11 Semestern Studienzeit und einem Schnitt von einer guten Zwei. Der Rest hat nachher genauso zu kämpfen wie fast alle Sowis. Einige werden auch mit Trainee-Programmen abgespeist.


Wirtschaftsinformatiker hat folgendes geschrieben:

Außerdem ist BWL an einer FH oder BA sicher nicht wirklich intelektuell anspruchsvoll, ich weiss nicht, was daran schwer sein soll.


Über Ansprüche kann ich mich da nicht äußern. Aber Leute von der FH mit BWL werden auch nicht so die große Kohle machen, sondern arbeiten in kleineren bis mittleren Unternehmen.
Wirtschaftsinformatiker
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Anmeldungsdatum: 30.06.2006
Beiträge: 7083

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2007 - 20:34:11    Titel:

Zitat:
Bei uns in Sowi sitzen auch einige Ex-Wiwi Studenten. Wer BWL an der Uni nicht schafft, wird wohl kaum noch "Bock" auf das gleiche Fach an der FH haben (meine Vermutung).



das stimmt nicht. Uni ist oft deutlich theoretischer und die FH eher praxisorientiert.


Zitat:
So dolle siehts ja im BWL-Bereich jetzt auch nicht aus. Wer schlechter als 2,5 hat, findet auch schwer was. Und von den Aber-Tausenden an Absolventen wird nur ein geringer Teil "richtig Kohle" verdienen. Viele sind auch froh, wenn sie im mittelständischen Unternehmen einer Klein- bis mittelgroßen Stadt ein Plätzchen bekommen. Die "super Jobs" bekommen nur die Leute mit 9-11 Semestern Studienzeit und einem Schnitt von einer guten Zwei. Der Rest hat nachher genauso zu kämpfen wie fast alle Sowis. Einige werden auch mit Trainee-Programmen abgespeist.


schau Dir bitte die Spiegelstatistik an, das sind Durchschnittgehälter.
Und selbt bei Mittelständlern, abseits der Großstädte verdient man nicht schlecht und hat ebenfalls gute Aufstiegschancen.
Vorallem sind die Wachstumszahlen im Mittelstand zurzeit sehr gut, viele Mittelständler sind am wachsen, während Konzerne eher stagnieren.
D.h. ein BWLer der beim wachsenden Mittelständler einsteigt, kann mit diesem Unternehmen wachsen und oft auch schnell Verantwortung übernehmen.
Und selbt mit durchschnittlichem FH Diplom und Einstieg beim Mittelständler in der Provinz, sind die Einstiegsgehälter noch höher als bei den Sowis.

Zitat:
Über Ansprüche kann ich mich da nicht äußern. Aber Leute von der FH mit BWL werden auch nicht so die große Kohle machen, sondern arbeiten in kleineren bis mittleren Unternehmen.


Dem ist nicht so. Siehe Spiegelstatistik.
Die Unterschiede sind nicht arg groß, was das Gehalt angeht.
Nach einigen Jahren Praxiserfahrung interesiert kaum noch, ob FH oder Uni, sondern die Leistung.
dönis
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Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2007 - 20:50:08    Titel:

Doch es gibt durchaus Unternehmen in denen zählt, ich bin bzw. war in so einem beschäftigt...
Gewisse Positionen dort werden NUR und ausschließlich für Leute mit universitärem Hochschulabschluss ausgeschrieben. Es geht dann zwar wirklich nur um die oberen 10 oder 100 (je nach Firmengröße) aber es ist so...
dönis
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Anmeldungsdatum: 31.03.2006
Beiträge: 4740

BeitragVerfasst am: 23 Feb 2007 - 22:52:53    Titel:

Weisst du woran der Vergleich eigentlich immer krankt?

Hier werden ständig schlechte Absolventen mit guten Absolventen verglichen.
Und was noch schlimmer ist, es werden SoWis die überdurchschnittlich gut verdienen, verglichen mit Ing.s die unterdurchschnittlich schlecht verdienen...
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