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Kopieren Eintrittskarte
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schnecke_07
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Anmeldungsdatum: 19.02.2007
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2007 - 12:43:45    Titel: Kopieren Eintrittskarte

Hallo,
mal ne kleine Frage an euch:
Angenommen ich leihe meiner Freundin eine Eintrittskarte. Sie kopiert diese und benutzt sie auch (sieht dem Original total ähnlich).
Da kommt doch § 263 I StGB in betracht (Betrug).
Handelt es sich um eine konkludente Täuschung oder einer Täuschung durch Unterlassen? Wo liegt evtl. das Problem beim Prüfen des § 263 I StGB?
§ 265a sehe ich auch als einschlägig, jedoch tritt er doch zurück? Oder?

Bitte um ganz viele Antworten Smile

LG
StR-Tobi
Senior Member
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Senior Member


Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2007 - 12:59:39    Titel:

Ich würde spontan sagen, dass es eine konklundete Täuschung ist. Du sagst bei Übergabe der Eintrittskarte zwecks Prüfung nach der Verkehrsauffassung stillschweigend, dass es keine gefälschte Karte ist. Unterlassen scheidet aus, ich denke eine Aufklärungspflicht bekommt man hier kaum hin. Problematischer wird der Vermögensschaden sein. Denn wenn nicht gerade Platzreservierungen vergeben wurden, kann man hier (parallel zu den Bahnfahrtkarten-Geschichten) ja sagen, dass gar kein Schaden eingetreten ist, da es für das Vermögen des Veranstalters unerheblich ist, ob eine Person mehr oder weniger auf dem Gelände verweilt. Muss man dann mit dem Sachverhalt arbeiten, der wird dann Tipps geben, worauf man den Vermögensschaden stützen kann (bspw. spricht er dann vom "ausverkauften" Konzert, oder von einer aus brandschutztechnischen Gründen stark limitierten Kartenausgabe o.ä.).

Der § 265a ist bereits formell subsidiär, ja. Da § 263 die selbe Schutzrichtung hat, bekommen wir da auch keine Probleme.
schnecke_07
Newbie
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Newbie


Anmeldungsdatum: 19.02.2007
Beiträge: 27

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2007 - 13:08:57    Titel:

Naja es soll nicht ganz ausverkauft gewesen sein.
Also entfällt demnach der betrug wegen fehlens des vermögensschadens? Aber hat der veranstalter nicht einen V-Schaden, weil ein fremder Dienstleistungen unentgeltlich genutzt hat??

Was meint ihr?
Würde 263 entfallen, dann tritt doch 265a in kraft, oder?
Rechtsreferendar
Gesperrter User
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Anmeldungsdatum: 26.01.2007
Beiträge: 391

BeitragVerfasst am: 19 Feb 2007 - 13:24:40    Titel:

Bei den Originalen täuschend ähnlichen Kopien kommt auch die Urkundenfälschung in Betracht.

BEim BEtrug fällt es jedenfalls an der Stoffgleichheit. Du kriegst ANwesenheitsrecht bei einem Konzert, der kriegt etwas weinger Platz in einem Raum . Also, ich würde es eher verneinen. Wenn man die Unterlassung verneint, ist man raus aus der Prüfung des Betruges. Die Unterlassung ist hier aber auch zu verneinen.
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