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HA Große Übung StrafR SS 07 Zopfs Mainz
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armin81
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Anmeldungsdatum: 07.10.2006
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 15 März 2007 - 23:18:37    Titel:

hi alle zusammen,

warum seht ihr alle keine probleme beim vorsatz des j im rahmen des 242 (palandt)? er will doch den palandt ausdrücklich als eigenen herausbringen (263) und eben nicht den fremden gewahrsams gg den willen des bisherigen gewahrsaminhabers brechen...

wie begründet ihr denn den vorsatz des j bei 242?
Keteline
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Anmeldungsdatum: 08.03.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 16 März 2007 - 10:02:53    Titel:

Im Sachverhalt steht, er will den Palandt erstmal als eigenen rausschaffen. Aus dem Sachverhalt ergibt sich aber, dass er klaut, um es weiter zu verkaufen. "Einnahmequelle". Deshalb hab ich auch den § 243 wegen Gewerbsmäßigkeit bejaht. Darum kein Problem beim Vorsatz.
Aber wegen dem Betrug: Ist die Täuschungshandlung in der Aussage zu sehen, dass er S erzählt, er braucht den Kommentar zwingend zum Bestehen oder in dem Verhalten, dass er sich als Eigentümer ausgibt?
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 16 März 2007 - 14:59:02    Titel:

Nein, das sehe ich anders. Er hat alle Wegnahmehandlungen bewusst und gewollt begangen und handelte somit vorsätzlich diesbezgl.; nur darauf kommt es an. Die Wegnahme ist ja - nach meiner Auffassung - schon in der Bibliothek vollendet und das hat er ganz klar vorsätzlich gemacht.
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 17 März 2007 - 10:05:46    Titel:

Was stellt ihr denn so mit B an? Schon irgendwelche Ideen? Ich finde auf den ersten (und zweiten Wink) Blick alles ziemlich fernliegend. Hab' jetzt mal an §§ 258, 13 und §§ 242, 27 (psychisch) gedacht. Ersteres scheitert an der Garantenstellung, bei letzterem erscheint mir ein Hilfeleisten ziemlich fernliegend. Denn er verstärkt höchstens den Tatentschluss für kommende Diebstähle ("Meine Rolle als K's Helferlein wurde mir abgekauft, das klappt bestimmt nochmal"), nicht aber den für den aktuellen. Bin da ziemlich ratlos, was man noch prüfen könnte. Vor allem weil ja sogar ein Hinweis zur subjektiven Täterseite enthalten ist, was bedeuten müsste, dass die Bejahung eines objektiven Tb wenigstens nicht so völlig fernliegend sein kann...
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 17 März 2007 - 10:46:00    Titel:

§§ 242, 27 erscheint mir aus den von dir bereits genannten Gründen auch fernliegend. Das prüfe ich auch gar nicht erst... Es ist doch eindeutig keine Hilfeleistung, sondern eine Störung des Diebstahls... Aber ich glaube, so weit wie du sind hier ohnehin die wenigsten Wink, einschließlich mir Smile .
Keteline
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Anmeldungsdatum: 08.03.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 19 März 2007 - 11:25:42    Titel:

Also wegen dem B. Hab mir zu Beginn meiner Bearbeitung eine Skizze gemacht, in der ich mal alle mögliche Straftatbestände für die 3 (J,F und B) aufgeschrieben hab. Hatte mir bei B die Beihilfe zum Diebstahl durch Unterlassen mal hingeschrieben. Sehe aber auch das Problem bei der Garantenstellung. Ansonsten prüfe ich auf jeden Fall die Strafvereitelung durch Unterlassen an, auch wenn ich sie verneinen sollte. Sonst ist mir noch nicht so viel eingefallen. Bin aber auch noch etwas von B entfernt Sad
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 19 März 2007 - 13:10:25    Titel:

Diebstahl durch Unterlassen? Wie soll das denn gehn? Shocked
Keteline
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Anmeldungsdatum: 08.03.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 20 März 2007 - 11:27:58    Titel:

@jurainspe: Ich habe sowohl beim Gewahrsam die Theorien dargestellt, aber ohne Streitentscheid, da nach meiner Meinung nach beiden Theorien Gewahrsam der Bib besteht.
Auch die verschiedenen Theorien über den Vermögensbegriff habe ich dargestellt. Denke schon, dass man das machen sollte. Wink

@Marina85: Vielleicht vertue ich mich da total, aber kann nicht die Hilfeleistung bei der Beihilfe in einem Unterlassen bestehen. Hilfeleistung ist ja jede Leistung, die die Tat erleichter, ermöglicht oder die vom Vortäter verursachte Rechtsgutverletzung verstärkt. Durch Nicht-Eingreifen ermöglicht er das doch, auch wenn J nichts stiehlt, weil nichts im Spind ist.

Wie ist dann das eigentlich? Nur Versuch? Question Er stiehtl ja nur nicht, weil nichts drin ist. Deshalb bricht er die Sache ab. Confused

Ich hab keine Lust mehr auf die HA. Crying or Very sad
Keteline
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Anmeldungsdatum: 08.03.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 20 März 2007 - 12:14:59    Titel:

Bin gerade am 2. Tatkomplex. Bejaht ihr den Diebstahl beim Notebook?
Was er tut reicht ja eigentlich für die Wegnahme. Hab irgendwo was gelesen, dass es unerheblich ist, ob der Eigentümer die Sache später wieder erlangt. Wink

Bei § 252 gibt es dann das Problem, dass man dann den Diebstahl als Vortat bejahen kann und auch den Einsatz qualifizierter Nötigungsmittel (die prügeln sich ja), aber: Er lässt das Notebook ja auf der Flucht zurück.
Und es heißt ja: Einsatz qual. Nötig., um den Diebstahl zu ermöglichen.
???
Keteline
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Anmeldungsdatum: 08.03.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 20 März 2007 - 12:41:42    Titel:

Also, was den § 252 angeht, hab ich die Lösung eben gefunden:
Wessels/Hillenkamp, Rn 372:
Die Vollendung des § 252 tritt mit dem Einsatz der Nötigungsmittel ein. Sie wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass es dem Täter nicht gelingt, seine Absicht zu verwirklichen und sich im Besitz des gestohlenen Gutes zu erhalten. m.w.N.
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