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HA Große Übung StrafR SS 07 Zopfs Mainz
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uniquee
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 13 Apr 2007 - 20:12:42    Titel:

Hi Ihr,

auf was stellt ihr beim Betrug ab?

Liegt der Betrug darin, dass S den Palandt nicht zwingend für die Klausur braucht,

oder, dass S kein Eigentum am Palandt erlangen kann.
Bonkers
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Anmeldungsdatum: 17.03.2007
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 14 Apr 2007 - 13:12:14    Titel:

@ armin: sehe ich auch so. beim raub ist die nötigung mittel zur wegnahme, so dass raub ausscheidet.N konnte ja nicht mehr ohne die herrschaftsmacht des J aufzuheben seine eigene ausüben
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2007 - 10:28:57    Titel:

Hab ich was anderes behauptet? Question Meiner Meinung nach ist die Wegnahme ja auch vollendet. Aber da er die Gewalt als Nötigungsmittel erst NACH Vollendung anwendet, scheidet eben § 249 aus und es kommt zu § 252 und natürlich vorher schon § 242.

Wenn man die Wegnahme verneint, kommt nur §§ 249, 22 in Betracht.

@ uniquee
Ja, meiner Meinung nach liegt der Betrug in der Aussage, der Palandt sei wichtig für das Bestehen der BGB-AT-Klausur. Denn nur infolge DESSEN tätigt der S die Vermögensverfügung (MP3-Player).
Sieht man den Betrug darin, dass J vorspiegelt, Eigentümer zu sein, sehe ich da keinen Zusammenhang zur Verfügung und im Gesetz steht nunmal:

Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält

Dies bedeutet, dass der Getäuschte aufgrund eines Irrtums eine Verfügung tätigen muss, die zur Schädigung führt. S tätigt die Verfügung aber nicht, weil er denkt, der J sei Eigentümer! ... Sondern eben nur deshalb, weil er denkt, der Palandt sei wichtig für das Bestehen der Klausur.

Dann habe ich auch noch eine Frage... Was prüft ihr jetzt bei B? Bin da ziemlich ratlos.
1. §§ 258, 13
2. §§ 244..., 27, 13??? Oder kann man psychische Beihilfe auch als aktives tun prüfen?
armin81
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Anmeldungsdatum: 07.10.2006
Beiträge: 50

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2007 - 10:56:58    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:
Hadespictures hat folgendes geschrieben:
Und geht ihr bei Notebook über 242 und 252 oder stellt ihr richtiger weise fest, dass J die Wegnahme nicht vollendet hat und so 242, 22, 23 und 249 einschlägig ist?


Ja, so mache ich das. Allerdings prüfe ich zuerst § 249 und dann § 252.


dachte, dass "ja, so mache ich das" bezieht sich auf "stellt ihr richtiger weise fest, dass J die Wegnahme nicht vollendet hat"...
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2007 - 11:40:57    Titel:

Ja, etwas unverständlich hab ich mich da ausgedrückt Wink . War auf den ersten Teil bezogen. Aber hab doch geschrieben, dass ich § 249 und § 252 prüfe. Daraus ergibt sich doch zwangsläufig, dass ich die Wegnahmevollendung bejahe Smile .

Habe noch eine grundsätzliche Frage: Muss man immer Versuch prüfen, wenn der obj. TB nicht erfüllt ist, egal, an welchem Merkmal es scheitert???
uniquee
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2007 - 15:53:31    Titel:

@marina85


Wenn du also auf die getätigte Behauptung beim Betrug abstellst, wo ist dann der Schaden?

Meiner Empfindung nach kann man einen persönlichen Schadenseinschlag (zumal er eh in Ausnahmefällen von Gerichten angewandt wird) nicht unbedingt bejahen, denn:

Ein Jurist wird in seiner Laufbahn den Palandt schon gebrauchen, selbst wenn er ihn für die nächste Klausur nicht unbedingt braucht.
Der persönliche SChadenseinschlag kommt aber in Betracht, wenn einem Bauer die JUS angedreht wird, der sie überhaupt nicht gebrauchen kann, obwohl der Kaufwert stimmt. siehe BGHSt 23, 300, 301 = NJW 1970 Heft 43, 1932

Wenn du auf die Behauptung abstellst, kannst du nämlich beim Schaden nicht sagen, dass J hätte nicht verkaufen dürfen, weil er kein Eigentum an der Sache verschaffen kann.
Oder etwa doch? *verzweifel* Sad

Ich denke, da liegt der Knackpunkt beim Betrug. Sonst ginge der ja mühelos, da du weder den Vermögensbegriff, noch einen Dreiecksbetrug, noch sonst was herausarbeiten musst.


und zu deiner an anderen frage: meiner meinung nach ja. wenn die handlung misslingt, dann ist ein versuch. wenn das tatobjekt nicht stimmt, dann ist es ein versuch an untauglichen objekt, falls er den vorsatz hatte die tat auszuführen.
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2007 - 20:08:53    Titel:

uniquee hat folgendes geschrieben:
Ein Jurist wird in seiner Laufbahn den Palandt schon gebrauchen, selbst wenn er ihn für die nächste Klausur nicht unbedingt braucht.


Also, das ist ja mal total egal. Er kauft ihn ja in dem Moment für die Klausur und dafür braucht er ihn nicht; entscheidend ist nur, dass er ihn sonst eben gar nicht erst gekauft hätte. Außerdem: Palandt bringt auch jedes Jahr neue Aufl. raus.

uniquee hat folgendes geschrieben:
Der persönliche SChadenseinschlag kommt aber in Betracht, wenn einem Bauer die JUS angedreht wird, der sie überhaupt nicht gebrauchen kann, obwohl der Kaufwert stimmt. siehe BGHSt 23, 300, 301 = NJW 1970 Heft 43, 1932


Den persönlichen Schadenseinschlag muss man gar nicht ansprechen, weil schon objektiv ein Schaden vorliegt.

uniquee hat folgendes geschrieben:
Wenn du auf die Behauptung abstellst, kannst du nämlich beim Schaden nicht sagen, dass J hätte nicht verkaufen dürfen, weil er kein Eigentum an der Sache verschaffen kann.
Oder etwa doch? *verzweifel* Sad


An der Stelle bin ich mir auch nicht so sicher. Hab es bis jetzt aber so gemacht. Warum soll das nicht gehen?!

uniquee hat folgendes geschrieben:
und zu deiner an anderen frage: meiner meinung nach ja. wenn die handlung misslingt, dann ist ein versuch. wenn das tatobjekt nicht stimmt, dann ist es ein versuch an untauglichen objekt, falls er den vorsatz hatte die tat auszuführen.


Naja, wenn man aber z.B. feststellt, dass der Vortäter nicht Hehler iSd § 259 I sein kann, dann muss man doch kaum Versuch anprüfen??
JonnyBravo
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Anmeldungsdatum: 14.09.2005
Beiträge: 58

BeitragVerfasst am: 16 Apr 2007 - 08:23:05    Titel:

Marina85 hat folgendes geschrieben:

Dann habe ich auch noch eine Frage... Was prüft ihr jetzt bei B? Bin da ziemlich ratlos.
1. §§ 258, 13
2. §§ 244..., 27, 13??? Oder kann man psychische Beihilfe auch als aktives tun prüfen?


Beihilfe, Begünstigung, Strafvereitelung...
Eine Strafbarkeit des B im Ergebnis aber wohl nein! Wink
Marina85
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Anmeldungsdatum: 22.06.2005
Beiträge: 4764
Wohnort: Aachen

BeitragVerfasst am: 19 Apr 2007 - 08:38:27    Titel:

JonnyBravo hat folgendes geschrieben:


"Gewahrsam ist das tatsächliche, von einem entsprechenden Willen getragene Herrschaftsverhältnis eines Menschen über eine Sache . Hiernach kann nur eine natürliche, nicht aber eine juristische Person Inhaber des Gewahrsams sein"

In Fällen dieser Art können jedoch natürliche Personen den Gewahrsam für eine juristische Person ausüben


@ JonnyBravo

Kannst du mir da vlltl. die Quelle nennen? Biiiiiitte Very Happy
factor5
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Anmeldungsdatum: 17.04.2007
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 19 Apr 2007 - 09:14:10    Titel:

Ich bin noch zuhause u hab meine Bücher in der Uni gelassen, kanns also leider nicht nachprüfen, aber das müsste bei

Rengier, BT1 I, § 2, Rn. 22 und best. auch in dem einen oder anderen Kommentar

so in der art drinstehen. Ich änders ab, wenn ich wieder in der Bib bin und es nicht stimmen sollte.
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