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Schadensersatz oder Nacherfüllung
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sweetjul
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Anmeldungsdatum: 06.02.2006
Beiträge: 30
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2007 - 01:17:06    Titel: Schadensersatz oder Nacherfüllung

und der Fall geht noch weiter..
Der Schriftsteller B und das Verlagshaus X haben sich geeinigt, dass der Erlös des autobiographischen Romans einer arikativen Einrichtung zu Gute kommt. X hat sich bereit erklärt, den Roman unter den Selbstkostenpreis an den Buchhandel abzugeben. Noch bevor die bereits fertig gedruckte Auflage ausgeliefert wird, erwirkt die N gegen einstweilige Verfügung, weil sie im roman beleidigt wird und falsche Tatsachen von ihr behauptet werden. X unterlässt somit den Vertrieb des Buches. B liefert daraufhin ein nachgebessertes Manusskript, dass der Wahrheit entspricht. X weiß aber noch nicht, ob er den Roman erneut drucken möchte. Kann X von B Ersatz der Druckkosten für die ursprüngliche Auflage verlangen?Inwieweit könnte man hier Schadensersatz verlangen? Gibt es hier mehrere Möglichkeiten...entweder Nacherfüllung (Annahme des verbesserten Manusskriptes) oder nur Schadensersatz.
Könnte man auch neben dem Rücktritt auch Schadensersatz geltend machen?
Ist alles sehr kompliziert aber für ein paar Ideen eurerseits bin ich dankbar.
lj Julia
MarenK
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Anmeldungsdatum: 12.07.2006
Beiträge: 222

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2007 - 13:28:24    Titel: Re: Schadensersatz oder Nacherfüllung

sweetjul hat folgendes geschrieben:

Könnte man auch neben dem Rücktritt auch Schadensersatz geltend machen?


Ja, neben Rücktritt kann man auch SE geltend machen, siehe § 325 BGB. Wink
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 26 Feb 2007 - 17:19:37    Titel:

Was denn für ein Rücktritt? X weiß ja gerade noch nicht, ob das Buch nochmal gedruckt werden soll. Eine Rücktrittserklärung liegt also keinesfalls vor.

Der Schaden kann nur an den jetzt unbrauchbaren Büchern anknüpfen. Der Druck ist eine Aufwendung; Aufwendungsersatz wird hier aber nicht durchgehen, da es am SsL (§ 280 III) mangelt. Hier würde ich mal einen Schadenersatz aus § 280 I (einfach) andenken. (Neben-)Pflichtverletzung ist dann die mangelnde Rücksichtnahme auf die Interessen des Verlages; dessen Interesse muss sein, kein juristisches Wagnis einzugehen, sondern von etwigen Unterlassungsansprüchen verschont zu bleiben. Diese Pflicht hat B verletzt, indem er im Buch persönlichkeitsrechtsverletzende Äußerungen getätigt und damit Unterlassungsansprüche provoziert hat.

Mal meine Idee.

Nacherfüllungsanspruch X=>B halte ich für problematisch. Wo ist der Mangel? Entscheidend ist § 633 BGB. Oder gibt es hier vertragliche Zusicherungen? Obwohl man vielleicht in der Tat auch einen subjektiven Mangel i.S.d. § 633 II 2 Nr. 1 BGB annehmen kann. Denn das Buch eignet sich nicht für dessen Veröffentlichung, und diese war ja wohl vertraglich vorausgesetzt. Dann hätte der Verlag einen Nacherfüllungsanspruch. Aus diesem Anspruch ergibt sich aber keine Erstattung der bisherigen Druckkosten; das muss Schadenersatz sein.
sweetjul
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Anmeldungsdatum: 06.02.2006
Beiträge: 30
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2007 - 12:30:25    Titel:

Hi.
ein weiteres Problem gibt es doch auch bei der Vertragsart zwischen B und X.
Im Bearbeitervermerk steht nur, dass sich der Vertrag aus den vorschriften des BGB ableitet, d.h. Vertragsrecht muss nicht angewendet werden. Aber warum kommt dann gerade ein Werkvertrag in Frage...und wie würde es mit einem Werklieferungsvertrag stehen?
bersa
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 16 März 2007 - 13:49:53    Titel:

Hallo.
Sitze auch gerade an Aufgabe 5. Laut Sachverhalt will X von B doch nur Ersatz der Druckkosten, daher meiner Meinung nach AUfwendungsersatz nach §284, 634 + . Der Schaden des X könnte dann darin bestehen, dass er die gedruckten Bücher nciht mehr Verkaufen kann und so getätigte Aufwendungen nicht ersetzt bekommt..
was soll denn der Satz "X ist sich noch nicht sicher ob er das Buch nochmal drucken will"..? Hänge ein wenig..
heysen
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Anmeldungsdatum: 21.05.2006
Beiträge: 31

BeitragVerfasst am: 16 März 2007 - 14:22:40    Titel:

hi bersa:-)...
prüfe auch bei 5. zunächst §§ 284, 634 ... ein nacherfüllungsanspruch nach § 633 könnte auch in frage kommen...
welche agl habt ihr denn alles bei aufg.4 gefunden??
Jura2004
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Anmeldungsdatum: 12.09.2006
Beiträge: 110

BeitragVerfasst am: 16 März 2007 - 15:21:04    Titel:

Ich finds total nervig das 5 threads für eine hausarbeit existieren Wink
EzoCan
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Anmeldungsdatum: 17.02.2006
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 18 März 2007 - 12:52:52    Titel: Aufgabe 4

Habt ihr was bei Aufgabe 4 gefunden??? Sad
susi100
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Anmeldungsdatum: 05.03.2007
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 18 März 2007 - 19:50:55    Titel:

Warum bei Aufgabe 5 einen Nacherfüllungsansruch prüfen?? B hat laut Sachverhalt doch nachgebessert!!! §§ 634, 248 scheitern deshalb bei mir leider auch schon beim erfolglosen Ablauf einer angemessenen Frist. B hat ja eben nun ein mangelfreies Manuskript nachgeliefert. Oder liege ich hier total falsch? Leider hab ich hier auch keine anderen Ideen!
highheat
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Anmeldungsdatum: 14.03.2007
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 26 März 2007 - 18:40:35    Titel:

Hmmmm hat folgendes geschrieben:
Bei Aufgabe 5 liegt aber durch die von N einstweilige Verfügung Unverkäuflichkeit des gedruckten Buches vor, damit hat das mangelhafte Manuskript zu einem Rechtsmangel geführt. ...


Hast du mal ne Fundstelle, in der steht, dass eine einstweilige Verfügung ein "Rechtsmangel" iSd §435 darstellt? Ich find nichts dazu...
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