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Anfechtung eines Vertretergeschäftes
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Babilonya
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Anmeldungsdatum: 27.02.2007
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2007 - 17:32:59    Titel: Anfechtung eines Vertretergeschäftes

Hallo!
Gerade sitze ich an meiner ersten Hausarbeit und knacke den folgenden Punkt nicht:

M vertritt die D und kauft in ihrem Namen bei B eine Kette. Bei der Vollmachtserteilung kam es aber zu einem Inhaltsirrtum, sodass die M dem B anruft und das Geschäft nicht gelten lassen will. Kann die D den KV anfechten? Oder nur die Vollmacht?
Zusätzliche Problematik: Die M ist minderjährig.

Habt ihr Ansätze für mich? Smile
§12BGB
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Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 9
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2007 - 22:33:59    Titel:



Zuletzt bearbeitet von §12BGB am 01 März 2007 - 19:44:51, insgesamt 2-mal bearbeitet
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 27 Feb 2007 - 23:55:33    Titel:

Wenn ich die Zeilen richtig verstehe, ist hier aber gerade ein solcher Fall gemeint. Namentlich die Anfechtung der ausgeübten Vollmacht. Es kam ja bei der Vollmachtserteilung zu einem Inhaltsirrtum.

Also Babilonya, such' mal ein bisschen nach diesem Schlagwort, dazu gibt es auch massig gute Aufsätze und Fallbesprechungen in den Ausbildungszeitschriften. Sicherlich auch eingebettet in Minderjährigkeits-Konstellationen. Vielleicht trifft es deine Fallgestaltung ja, von deiner Zusammenfassung her könnte es zumindest passen. Und nicht zuletzt ist das auch ein Hausarbeitens-Dauerbrenner, da es zu den schwersten Problemen des AT gehört.
Spiderman83
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Anmeldungsdatum: 30.10.2006
Beiträge: 69
Wohnort: Gießen

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2007 - 00:32:26    Titel:

Ließe man die Anfechtung der Vollmachtserteilung zu, hätte der Vertreter ja ex tunc niemals Vollmacht gehabt.
Dann käme ein Schadensersatzanspruchanspruch des Dritten gegen den Vertreter gem. § 179 II in Betracht. Der Vertreter hingegen könnte diesen Schaden nach § 122 von dem Vertretenen ersetzt verlangen.

Hier würde aber der Vertreter (da er minderjährig ist) wegen § 179 III S. 2 nicht haften. Somit würde der Schaden bei dem Dritten verbleiben.
- Deshalb gibt e.A. dem Dritten den Anspruch aus § 122 gegen den Vollmachtgeber.
- Eine a.A. läßt nach dem Gebrauch der Vollmacht (wie hier) die Anfechtung der Vollmacht nicht zu. Aus dem Rechtsgedanke des § 166 II (nach h.M. auch auf Willensmängel des Vertretenen anwendbar) wird allerdings geschlossen, dass der Vertretene das Vertretergeschäft anfechten kann; dann wenn er es hätte anfechten können, hätte er es selbst geschlossen.
§12BGB
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Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 9
Wohnort: München

BeitragVerfasst am: 01 März 2007 - 19:45:57    Titel:

ja da habe ich den "sachverhalt" mal wieder überhaupt nicht gelesen. sorry!
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