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Abgrenzung Raub/räuberischer Diebstahl
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ursl
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Anmeldungsdatum: 07.09.2006
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2007 - 17:34:23    Titel: Abgrenzung Raub/räuberischer Diebstahl

ist ein räuberischer diebstahl zu bejahen, wenn der täter sich ein buch von einem freund ausleihen will, der es aber nicht hergeben will und der täter es ihm entreißt und ihm damit in die magengrube schlägt, damit dieser die flucht nicht verhindern kann. ist da die wegnahme schon beendet? oder ist das unproblematisch ein raub?
Sitz grad echt auf der Leitung und bin für jede hilfe dankbar!
Lailam
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Anmeldungsdatum: 27.11.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2007 - 17:42:11    Titel: raub/räuberischer diebstahl

hey
ich denke, bin mir aber net sicher, dass 252 nicht vorliegt, da der täter ans Flüchten denkt, nicht an die Beutesicherungsabsicht. Denn, wenn er an das Erhalten des Buches denken würde, dann würde er damit nicht in den Magen treten... Und bei Raub..hmmm...besteht da die finale verknüpfung überhaupt?
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2007 - 17:45:03    Titel:

Es kommt darauf an, wie das Entreißen sich darstellt. Ist es durch Schnelligkeit charakterisiert und nicht durch die Anwendung von vis absoluta geprägt, kommt tatsächlich ein Diebstahl und kein Raub in Frage. Ich würde allerdings eher an vis absoluta denken (Gewalt und damit Raub (+)), da ein "Entreißen" begrifflich auf eine Gewaltwirkung beim Opfer hindeutet und die Tat sich so nicht nur durch Schnelligkeit, List oder Tücke charakterisiert.

Der Finalzusammenhang ist hingegen unproblematisch, da er die Gewalt (Entreißen) - wenn man sie bejaht - anwendet, um das Buch zu bekommen, also wegzunehmen.
ursl
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Anmeldungsdatum: 07.09.2006
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2007 - 18:03:46    Titel:

wow, das gieng ja schnell, vielen dank!
im sachverhalt heisst es mehr oder weniger wörtlich: K lehnt den verleih seines buches ab. da schlägt j den k mit dem rasch ergriffenen schönfelder so hart in die magengrube dass dieser sich übergeben muss und die flucht des j mit dem buch nicht verhindern kann
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 28 Feb 2007 - 18:13:26    Titel:

Na da ist doch gar nicht die Rede von "Entreißen", sondern vom raschen Ergreifen. Also geprägt durch Schnelligkeit, List und Tücke und somit eher ein Diebstahl als ein Raub. Hier ist dann allerdings m.E. problematisch, ob schon neuer Gewahrsam durch das bloße Ergreifen begründet wurde. Trotz Apprehensionstheorie als ghM nicht völlig unproblematisch. Hier rechnet der Täter ja gerade mit einer zeitlich unmittelbar nachfolgenden Behinderung seiner Herrschaft durch den Berechtigten; es ist daher aus meiner Sicht darauf einzugehen, ob ein solches Hindernis der Vollendung des Diebstahls entgegensteht. Wenn man dies bejaht, dient der Stoß nicht der Beutesicherung, sondern der Erlangung des Gewahrsams am Schönfelder, womit dann ein Raub vorläge.

Soweit meine Idee.
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