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§ 25 HGB - die Erwerberhaftung - Detailfrage zu einem Fall
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bernie1987
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Anmeldungsdatum: 12.01.2007
Beiträge: 150

BeitragVerfasst am: 01 März 2007 - 00:43:12    Titel: § 25 HGB - die Erwerberhaftung - Detailfrage zu einem Fall

Hallo Leute,

ich hab mich gerade an einen Handelsrechtsfall gesetzt, genauer gesagt ging es um Firmenrecht. Ich hab den Fall bereits gelöst, komme aber zu einem etwas "komischen" Schluss ... Rolling Eyes

Sachverhalt:

Steffen Spaßig (S) verkauft an Willi Witzig (W), der als Einzelkaufmann sein Unternehmen unter der Firma „Witzig Bürobedarf e.K.“ betreibt, fünf Schreibtischstühle zum Preis von 500 €. Drei Monate nach Auslieferung der Ware hat W immer noch nicht bezahlt, aber mittlerweile sein Unternehmen an den unerkannt geisteskranken Bodo Brüller (B) veräußert. Einen Tag nach der Übergabe des Handelsgeschäfts ist Witzig leider verstorben, Alleinerbe ist dessen Sohn Karl Komisch (K).
Bodo Brüller hat vor, dass Geschäft unter dem Namen „Witzig Bürobedarf Inh. Bodo Brüller“ weiter zu führen, hat sich jedoch zuvor noch auf eine sechsmonatige Weltreise gemacht. Zuvor hatte er die Eintragung eines Haftungsausschlusses in das Handelsregister beantragt, der allerdings erst nach seiner Rückkehr eingetragen wurde.
Von wem kann Spaßig Zahlung des Kaufpreises verlagen ?

Ich habe alles durchgeprüft und mit der (leider unvollständigen) Lösung meines Profs verglichen.

Ich komme zu dem Ergebnis:

- Anspruch des S gg. G aus § 433 II i.V.m. § 1922 I BGB (+)

- da der Haftungsausschluss des B, den er vorhatte, mangels abweichender Vereinbarung, nicht wirksam ist, komme ich zu dem Schluss, dass

auch ein Anspruch des S gg. K aus § 433 II i.V.m. § 25 I HGB besteht Shocked

Die Frage ist jetzt natürlich, WER TATSÄCHLICH ZAHLEN MUSS (G oder K), denn schließlich könnte ja jeder den S an den jeweils anderen verweisen oder steht S gewissermaßen ein "Wahlrecht" zu ?

Würde mich über Antworten sehr freuen.

Grüße

Bernie Cool Very Happy
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