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Was hat das bloß zu bedeuten? 1. HA im Strafrecht
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axel05
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Anmeldungsdatum: 01.03.2007
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 01 März 2007 - 22:49:04    Titel: Was hat das bloß zu bedeuten? 1. HA im Strafrecht

Hallo! Smile

Schreibe gerade meine 1. HA und habe einige Probleme. Wäre sehr dankbar für Anregungen zu folgendem problem:Am 13.02.2007 betreten A und B wie jeden morgen die Schule. B trägt seine nagelneue
Winterjacke der Marke „SPRIT“. In der ersten großen Pause wird A von E, F und G in eine
Ecke geschleppt. Wie von E geplant, beobachtet B dies und folgt ihnen. Nachdem E dem A,
der von F und G festgehalten wird, einen Tritt in den Magen versetzt hat, wendet er sich an B:
„Wenn Deinem Bruder nichts Schlimmeres passieren soll, dann mache jetzt keine Dummheiten.“
Während F und G den A weiterhin festhalten, nimmt E dem B seine neue Jacke ab. Aus
großer Angst um seinen Bruder und angesichts seiner körperlichen Unterlegenheit unternimmt
B nichts. E ruft G und F zu: „Lasst den A laufen. Der gehört doch auch nur zu diesen
„Angsthasen“.“

Ist es wichtig,dass der Bruder während der Wegnahme immernoch festgehalten wird?? Ansonsten hätte ich nämlich über eine Abgrenzung zwischen Raub und räu. Erpressung nachgedacht.. Wäre für Hilfe wirklich sehr dankbar!!

Liebe Grüße!

Axel
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 02 März 2007 - 00:51:27    Titel:

Abgrenzung § 249 / §§ 253, 255 ist hier nicht gefragt. Hier wird ja schon nach äußerem Erscheinungsbild die Jacke weggenommen. Und zwar mit Gewalt gegen eine Person (Festhalten des Bruders, aktuelle vis absoluta durch Mittäter - darauf soll dieses "weiterhin festhalten" wahrscheinlich hindeuten) und auch mit einer Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben (Leib und Leib des Bruders). Da das Geschehen auch den nötigen objektiven und subjektiven Zusammenhang aufweist und die Tat in Zueignungsabsicht geschieht, kommen sowohl hLit als auch Rspr zu einem Raub - die räub. Erpressung ist damit tatbestandlich ausgeschlossen (hLit) bzw. tritt als als lex generalis zurück (Rspr). Für einen Abgrenzungsstreit ist also kein Raum.
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