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Mittäterschaft
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Lailam
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Anmeldungsdatum: 27.11.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 02 März 2007 - 23:53:11    Titel: Mittäterschaft

wäre es falsch , wenn ich statt Mittäterschaft Beihilfe annehme oder auch andersrum? ALso schlussendlich kommt es doch auf deine eigene Argumentation an oder???

Jedenfalls hake ich jetzt an dieser Frage in meinem SV:

es gibt eine Jugendgang (E+G+F), die extrem brutal und rücksichtslos mit ihren Mitschülern umgeht. In der Pause wird ein Junge (A) von dieser Jugendgang in eine Ecke geschleppt...im SV steht "Wie von E geplant, beobachtet B (Freund von A) dies und folgt ihnen. Nachdem E dem A, der von F und G festgehalten wird, einen Tritt in den Magen versetzt hat, wendet er sich an B. Er sagt, dass wenn A nichts passieren soll, solle er keine Dummheiten machen. Während F und G den A weiterhin festhalten, nimmt E dem B siene Jacke ab. E ruft den F und G dann zu, sie sollen den A laufen lassen."

Müsste ich jetzt hier die ABgrenzungskriterien anwenden?? Ich würde hier Beihilfe annehmen, weil es am gemeinsamen tatplan scheitern würde oder?
Müsste man [b]zuerst[/b] MIttäterschaft prüfen, dies dann scheitern lassen und [b]erst dann [/b] zur Beihilfe kommen????

Wollte mal die Frage in den raum stellen..hmm
StR-Tobi
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Anmeldungsdatum: 10.08.2006
Beiträge: 2686

BeitragVerfasst am: 03 März 2007 - 00:37:59    Titel:

Ich will dich nicht verwirren, mit der entsprechenden Argumentation geht im Strafrecht bekanntlich auch fast alles. Aber ich halte hier Mittäterschaft für die wesentlich bessere Variante. Vielleicht hast du das Tatplan-Merkmal etwas missverstanden. Es ist nicht erforderlich, dass die Täter vor der Tatausführung dezidiert über den Ablauf derselben sprechen und Verhalten und Arbeitsaufteilung planen. Entscheidend ist vielmehr, dass sie gemeinsam eine Straftat durch bewusstest und gewolltes Zusammewirken begehen (wollen). Das Einverständnis dazu kann auch konkludent erfolgen! Bei einer Gang samt ausgeprägter Hierachie ist davon auszugehen, dass diese Raubtaten mit der entsprechenden Arbeitsaufteilung (Halten/Drohen) zum Gangverhalten dazugehören und nicht jedes mal auf's neue geplant oder auch nur besprochen werden müssen.

In jedem Fall solltest du aber eine Abgrenzung mti entsprechender Argumentation durchführen. Zuerst musst du natürlich Mittäterschaft prüfen, denn es gilt das Prinzip: Täterschaft vor Teilnahme. Es gibt in den Ausbildungszeitschriften sicherlich auch irre viele solche Gangkonstellationen, da kannst du auch mal einige Bände nach "Mittäterschaft" durchsuchen, da finden sich regelmäßig sehr brauchbare Schemata und Argumentationsstrukturen.
Lailam
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Anmeldungsdatum: 27.11.2006
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 03 März 2007 - 01:37:05    Titel: mitt.

Daaaaaaaaaanke...deine Ansicht wird wohl richtig sein...:)
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